Die derzeit letzte Ausgabe des Annual aus der Magazinserie IF. Wie die meisten IF-Ausgaben ein Grenzgänger aus dem Bereich der Weird Fiction. Durchaus interessant für Leser von Primär- und Sekundärliteratur zum Thema…
Sekundärliterarisch gibt’s, abgesehen vom Vorwort, vier Beiträge.
einen Nachruf auf Joel Lane von Rosanne Rabinowitz
einen Essay zum Werk von Louis Marvicks von Martin Ruf
eine Auswahl englischsprachiger Verlage im Bereich der Weird Fiction
ein Inteview mit Jonas Plöger vom Verlag ZAGAVA …
auch die Galerie von Vergvoktre: Aestetics of Devastation ist schön anzusehen …
Mancher Leser mag Vergvoktres Illustrationen als reinen Horror begreifen, oder Peter Sohls, Martin Rufs und Louis Mavericks Erzählungen als nicht eigentlich „weird“. Ebenso wie Weird Fiction aber die Grenzen zur Leserwelt durchdringt, hat sie dies immer mit denen zu ihr benachbarten Genres getan, und oft ist es nur eine leichte Verschiebung, ähnlich einem fast unmerklichen psychedelischen Effekt, der eine Geschichte aus dem Muster der Schauergeschichte, der Science Fiction oder der fantastischen Abenteuererzählung heraus und in das Nebelland der Weird Fiction verschlägt. …
Auszug 'Vorwort', Seite 5-7
Ja, kann man mögen, muss man nicht. IF steht momentan, nach mein Geschmack, auf einem Scheideweg, der das Magazin entweder in die Bedeutungslosigkeit führt oder dem Leser ein wertvolles Informationsmittel in die Hand gibt. Was davon nun lässt sich in dieser Ausgabe nicht vorhersagen. …
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
Etwas ungewöhnliches Format 16,8 x 25,8
[Artikel] Joel Lane in der WIKIPEDIA (englisch)
Übesetzung: Joel Lane (1963 – 26. November 2013) war ein britischer Schriftsteller, Kurzgeschichtenschreiber, Dichter, Kritiker und Herausgeber von Anthologien.Er erhielt 2013 den World Fantasy Award und zweimal den British Fantasy Award. …
[Artikel] Louis Marvick bei ZAGAVA – Interview about “The Examiner” (englisch)
Übersetzung: Beginnen wir mit einem der charakteristischsten Merkmale einer Louis Marvick-Geschichte, der Bedeutung von Zeit und Ort.Einige Leser könnten sogar den Eindruck gewinnen, dass die erste Zeile eines neuen Werks von Ihnen von einer bestimmten historischen Periode oder einem ganz bestimmten Gebietsschema selbst geschrieben wurde.Wie würden Sie solchen Lesern antworten? …
Übersetzung: Zagava ist bestrebt, Bücher zu veröffentlichen und zu vertreiben, die nach höchsten Standards hergestellt wurden, sowohl was den Inhalt als auch die Produktionswerte betrifft.Zagavas Bücher überschreiten die Grenzen des Seltsamen, Übernatürlichen, Dekadenten und Mystischen. …
Wenn man den kosmischen Horror (auch bekannt als Lovecraftian Horror) in die Betrachtung einbezieht, verschiebt sich die bisherige zweidimensionale Gegenüberstellung grundlegend. Es entsteht kein einfaches Dualsystem mehr, sondern ein hochkomplexes Genredreieck. Der kosmische Horror bricht mit einer Prämisse, die sowohl dem klassischen als auch dem traditionellen phantastischen Horror gemein ist: der Annahme, dass der Mensch das wichtigste Zentrum der Erzählung darstellt. Hier ist das erweiterte Essay, das diese metaphysische Dimension integriert. …
Die Faszination des Grauens begleitet die Menschheit seit jeher: Literatur (und natürlich auch Film und Serien) inszeniert Angst als kalkulierte Grenzerfahrung – und bietet zugleich Distanz, Erregung und manchmal sogar so etwas wie Katharsis. Doch „Horror“ ist nicht gleich „Horror“.
Eine hilfreiche Unterscheidung – gerade für literarische Analysen – verläuft zwischen Horror innerhalb einer stabilen, realistischen Weltordnung und Horror, der diese Ordnung selbst ins Wanken bringt. Im Folgenden geht es deshalb um die Frage:
Wie unterscheiden sich klassischer/realistischer Horror und phantastischer Horror hinsichtlich Weltmodell, Auslösern des Schreckens und dem Rezeptionsmodus? …
Der Beitrag zeigt, wie das altenglische Epos Beowulf im deutschsprachigen Raum seit dem 19. Jahrhundert rezipiert wurde – und warum es gerade für Fantastik und Phantastik anschlussfähig blieb. Im Zentrum stehen Übersetzung und kulturelles Framing (besonders Karl Simrocks Fassung von 1859), die ideologisch umkämpften Lesarten im frühen 20. Jahrhundert sowie die Entnationalisierung und Genre-Ausdifferenzierung nach 1945. Ein Vergleich deutschsprachiger Fantastik-Traditionen mit internationaler (vor allem anglophoner) Fantasy macht sichtbar, wie unterschiedliche Begriffs- und Marktlogiken den Stoff entweder als „Herkunftserzählung“ oder als frei kombinierbares Motivreservoir behandeln. Am Ende werden drei Motive – Held, Monster, Drache – als Funktionskerne beschrieben, über die ein mittelalterlicher Text in moderne Fantastik übergeht. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Tobias Reckermann (Hrsg.) IF Magazin für angewandte Fantastik, Annual 2019 White Train, Darmstadt (2019) ISBN 9781090667205
Mythos White Train – Surrealismus vs. Futurismus – Fantastische Architektur
Ein Magazin, dass für mich immer ein bisschen untergeht, ist IF-Magazin für angewandte Fantastik. Sehr engagiert gemacht, vielleicht manchmal etwas speziell, aber das soll ja es nicht abwerten. Allerdings halte ich das herumexperimentieren mit dem Format (und das wird sich in der Ausgabe Annual 2020 fortsetzen) für nicht sehr förderlich…
Das hat der Herausgeber wohl auch schon im Kopf, aber kein wirkliches Konzept dafür gefunden. …
Und dieses ist das letzte, zumindest das Finale in seinem bisherigen Konzept und Format. […] IF Magazin ist aus dem Bedürfnis heraus entstanden, der Fantastik ihr Recht auf Andersartigkeit, auf das zum Rand hin Blicken, auf das in die Tiefe gehen und das Entfalten der freien Form zu verschaffen, und wir sind überzeugt und erfreut, hiermit gute Arbeit geleistet zu haben…
Auszug '5 Jahre IF Magazin', Seite 5-7
Tja, das Bemühen und den teilweisen Erfolg damit kann und darf man nicht absprechen, aber von der Form her sollte es doch bald ein gestandenes Konzept geben, das sich in einer Bibliothek auch optisch und sammlerisch ansprechend positioniert.
Sekundärliterarisch bietet diese Ausgabe mit einem Essay über fantastische Architektur ein schwieriges Thema, ein Essay über den Ursprung und Unterschied der Begriffe von Surrealismus und Futurismus und eine Rezension zu „Der Vogelgott“ von Susanne Röckel. Ja, gut zu lesen und informativ …
[Interview] Was ist Weird Fiction? Tobias Reckermann im Genretalk – von Andreas Giesbert – auf zauberwelten-online.de
Genrebezeichnungen. Kaum etwas sorgt für mehr Streitereien aber auch anregendere Gespräche als die Frage, welches Genre denn eine Geschichte hätte. Solche Einordnungen helfen zwar oft, um einen schnellen Einblick zu bekommen, sind bei näherer Betrachtung aber gar nicht so einfach zu klären und setzen gute Genrekenntnis und langjährige Leseerfahrungen voraus. Wenn es um das eher unbekannte Genre der durch Lovecraft bekannt gewordenen Weird Fiction geht, ist Tobis Reckermann fraglos einer der Experten. …
Der Begriff New Weird bezeichnet eine Tendenz oder Strömung in den Werken einiger Schriftsteller der neueren phantastischen Literatur. Es handelt sich dabei zumeist um Romanciers, die in den Genres der Science Fiction oder der Speculative Fiction zuhause sind. Mit dem Begriff ist keine feste Gruppe von Autoren gemeint: Es existiert kein gemeinsames Manifest, die Bandbreite der Stile und Inhalte ist groß, und die gemeinten Autoren sehen sich nicht als Teil einer „Bewegung“.…
Wenn man den kosmischen Horror (auch bekannt als Lovecraftian Horror) in die Betrachtung einbezieht, verschiebt sich die bisherige zweidimensionale Gegenüberstellung grundlegend. Es entsteht kein einfaches Dualsystem mehr, sondern ein hochkomplexes Genredreieck. Der kosmische Horror bricht mit einer Prämisse, die sowohl dem klassischen als auch dem traditionellen phantastischen Horror gemein ist: der Annahme, dass der Mensch das wichtigste Zentrum der Erzählung darstellt. Hier ist das erweiterte Essay, das diese metaphysische Dimension integriert. …
Die Faszination des Grauens begleitet die Menschheit seit jeher: Literatur (und natürlich auch Film und Serien) inszeniert Angst als kalkulierte Grenzerfahrung – und bietet zugleich Distanz, Erregung und manchmal sogar so etwas wie Katharsis. Doch „Horror“ ist nicht gleich „Horror“.
Eine hilfreiche Unterscheidung – gerade für literarische Analysen – verläuft zwischen Horror innerhalb einer stabilen, realistischen Weltordnung und Horror, der diese Ordnung selbst ins Wanken bringt. Im Folgenden geht es deshalb um die Frage:
Wie unterscheiden sich klassischer/realistischer Horror und phantastischer Horror hinsichtlich Weltmodell, Auslösern des Schreckens und dem Rezeptionsmodus? …
Der Beitrag zeigt, wie das altenglische Epos Beowulf im deutschsprachigen Raum seit dem 19. Jahrhundert rezipiert wurde – und warum es gerade für Fantastik und Phantastik anschlussfähig blieb. Im Zentrum stehen Übersetzung und kulturelles Framing (besonders Karl Simrocks Fassung von 1859), die ideologisch umkämpften Lesarten im frühen 20. Jahrhundert sowie die Entnationalisierung und Genre-Ausdifferenzierung nach 1945. Ein Vergleich deutschsprachiger Fantastik-Traditionen mit internationaler (vor allem anglophoner) Fantasy macht sichtbar, wie unterschiedliche Begriffs- und Marktlogiken den Stoff entweder als „Herkunftserzählung“ oder als frei kombinierbares Motivreservoir behandeln. Am Ende werden drei Motive – Held, Monster, Drache – als Funktionskerne beschrieben, über die ein mittelalterlicher Text in moderne Fantastik übergeht. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Nicht-angloamerikanische Phantastik war international lange ein Nischenmarkt
von Alessandra Reß auf fragmentansichten.com
Könnte für so manchen interessant sein … bitte, zum gustieren und schmökern …
Bloß sind diese Magazine in der Flut an SFF-orientierten Websites gar nicht immer so leicht zu finden. Um die Suche etwas einfacher zu machen, habe ich diese Liste mit online verfügbaren englischsprachigen Magazinen gestartet, die gezielt Sammlungen nicht-angloamerikanischer SFF-Kurzgeschichten anbieten und solche regelmäßig auf Englisch übersetzen. „Gezielt“ betone ich deshalb, weil inzwischen zwar die meisten englischsprachigen Magazine grundsätzlich offen sind für internationale Einsendungen, aber längst nicht jedes einen entsprechenden Fokus hat.[…]
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
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Rezension und Index zum Milliarden-Jahr-Traum von Aldiss/Windgrove
Erst gestern hatten wir Udo Klotz mit „Die Marsbibliographie“ am Radar, für die es einen Daumen hoch gab. Heute habe ich ein frühes Werk von Klotz ausgegraben, das ebenso ein Gustostückerl der Sekundärliteratur ist. Es ist ein Beispiel dafür, was Fans unter Umständen an Arbeit auf sich nehmen, wenn sie der Meinung sind, dass ein Verlag mehr hätte tun sollen…
Wir haben hier eine Fanzin-Spezialausgabe vor uns. Reisswolf wurde von Ünver Hornung herausgegeben und war wohl eher ein Rezensionsfanzine. Ich habe eigentlich nur gehört von diesem Fanzine, in die Hand bekommen habe ich noch keines. Christian Pree listet einige Ausgaben in späten 80er Jahren. Die 2. Spezialausgabe hingegen halte ich hier in Händen. …
Zum anderen ist es wieder einmal der Beweis dafür, Dass die Subkultur der Fan-Szene wieder einmal die Nase vorn hat. Wenn die „Big Pushers“ der Verlags- & Wirtschaftslandschaft nicht so ziehen, wie die Fans es wollen, dann gehen sie eben eigene Wege – bessere, wie ich meine. Und das läßt sich auf jede beliebige Szene übertragen.
Am hervorstechendsten erschient mir allerdings die Zusammenstellung des Index selbst. Man bedenke die Energie, die akribische Ausdauer und die pedantische Genauigkeit, mit der Udo sein Vorhaben durchgeführt hat. …
Auszug 'Editioral', Seite 3
und
Gute Sekundärwerke zur Science Fiction sind Mangelware im deutschen Sprachraum, denn ihre Verleger neigen dazu, ihre Veröffentlichung zu verzögern. Die wenigen SF-Sekundärreihen, wie die „Edition Futurum“ oder die Loseblattordner vom Corian Verlag reichen nicht aus, die Lücken zu füllen. Kein Wunder also, dass sogar eine überarbeitete Neuauflage mit Spannung erwartet wird …
Auszug 'Einleitung', Seite 4
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p style=“text-align: justify;“>Klotz gibt hier eine 24-seitige Rezension des Milliarden-Jahres-Traum und schließ sodann einen Personen-, Filme-, Magazine- und Autoren und Werke-Index an in dem die vorkommenden und besprochenen Kategorien alphabetisch gelistet sind. Eine große Leistung zu Zeiten, da Computer gerade im Begriff waren die ersten Nerds zu beschäftigen und die Listen schön brav in die Schreibmaschine getippt wurden (und das mehrmals, wenn Fehler gemacht wurden). Ich würde sagen, ein Vorbild der frühen Bibliographie …
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
[Biographisches] Udo Klotz bei fantasyguide.de
Er betätigte sich als zunächst Herausgeber der Fanzines »Golem« und dem »Shayol«-Jahrbuch. Seit 1991 organisiert Udo Klotz die KLP-Verleihung und ist inzwischen Treuhänder des Preises. …
Ein Fanzine (engl., Kofferwort aus fan und magazine) ist ein Magazin, das von Fans für Fans gemacht wird. Neben der gedruckten Form hat sich insbesondere mit der Verbreitung des Internets auch die elektronische Verbreitung als E-Zines etabliert, bei der die Inhalte als HTML oder PDF veröffentlicht werden. …
[Fundstück] Diplomarbeit – „Die Technisierung des menschlichen Leibes. Dargestellt an dystopischen Körpern im terrestrischen Science-Fiction-Film des 21. Jahrhunderts“ – von Andrea Wöger – auf univie.ac.at
Science Fiction spaltet seit ihrer Entstehung die Geister. Aufgrund ihrer inhaltlichen Fiktionalitä und Abenteuerlastigkeit würde sie sich gleich doppelt der hohen Bildungskultur verwehren und „aus dem Bereich dessen, was archivierungs- und kulturwissenschaftstauglich erscheint“, ausgeschlossen werden, schreibt Dierk Spreen. Vorwürfe, sie beschränke sich auf triviale Literatur und actionreiches Hollywoodkino, waren immer aktuell und sind es heute nach wie vor. Doch die weit mehr als hundertjährige Erfolgsgeschichte dieser etablierten Literaturgattung und des Kino-Genres allein muten schon als Bestätigung für erfolgreiches Anreichern des menschlichen Kulturguts mit stilistisch und inhaltlich wertvollen Beiträgen an. …
Eine Institution im phantastischen Blätterwald ist Geschichte. Erik Schreiber hat den phantastischen Bücherbrief am 31.12.2021 mit der Ausgabe Nr. 700 eingestellt.…
Der Untertitel (siehe Überschrift) ist stark irreführend. So esoterisch wie dort angekündigt wird es dann doch nicht. Eher geht es um UFO, Kornkreise, Atlantis und Marienerscheinungen, usw. …
Dieses kleine Bändchen verortet die heutige Media-Fanfiction mit ihrem Beginn in den späten 60er Jahren und assoziiert ihn zugleich mit Beginn der von Star Trek. Wohl nicht unberechtigt ……
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
die vierte Ausgabe des Magazins steht ganz im Zeichen des Mars. Ob es dem Magazin gut tut? Man wird sehen – mir ist es zu viel auf einmal, obwohl das Thema an sich schon seine Berechtigung hat. …
Ich tue mir einfach schwer mit diesem Heft. Das ist natürlich eine sehr subjektive Beurteilung, aber ich denke, dass das Material hier etwas unglücklich in eine Form gezwängt wurde, die es erschwert, den wahren Informationsgehalt wahrzunehmen. Der Text wird zerfleddert zwischen einer fiktiven Randgeschichte, eingestreuten Sekundärelementen von Rezensionen bzw. Werkbesprechungen und einer Themenbesprechung in chronologischer und thematischer Form. Dazwischen die Abbildungen von unzähligen Titelcover. Manche würden sagen aufgelockert, manche vielleicht leseflußzerstörend in einem dreispaltigen Layout. …
Und wir warnen Sie: Wir haben über 300 Romane und mehr als 180 Kurzgeschichten zum Mars aufgestöbert, dazu zwei Dutzend Sachbücher, etliche Comics und fast 80 Filme, und nicht zuletzt auch einige Musikstücke. Das Ganze gut durchgerührt und thematisch neu sortiert, haben drei Gastköche zum Mitköcheln eingeladen, vieles (aber bei weitem nicht alles) ausgewählt, das Selektierte mit diversen Sorten an Humor gewürzt, und über das fertige, vielfältige Menü noch ein paar appetitanregende Perlen gestreut. …
Auszug 'Vorwort', Seite 1
Vielleicht war es ein bisschen zu viel durchgerührt, zu viele Köche und ein zu üppiges Menü. Aber man muß trotzdem die geleistete Arbeit hervorheben und bewundern. Und – eines ist absolut ein hervorragender Einfall gewesen: Die kostenlos downloadbare Ergänzung zum Themenband – „Die Marsbibliothek“.
Die Marsbibliothek – Seite 1
Eine Bibliographie der Marsliteratur, -film und -musik. Diese ist für mich – und das ist wieder ein furchtbar subjektives Urteil – das Beste an dem diesjährigen Heft. Abgesehen von Hardy Kettlitz’s „Science Fiction History“, die ich für einen wichtigen Bestandteil des Heftes halte und überhaupt als einen der wertvollsten Beiträge in diesem Magazin. …
Alles in allem gibt es trotzdem eine Empfehlung für !Time Machine, Ausgabe 4. Ich denke, für andere Leser kann das Heft durchaus eine angenehmere Lektüre sein und ich bin höchst interessiert, wie diese Heft anderswo besprochen werden wird. Mal sehen, wie subjektiv diese hier vorgestellte Meinung wirklich ist.
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Anmerkung1
Übersetzer
Illustrator
[Artikel] Der Mars in der WIKIPEDIA
Der Mars ist, von der Sonne aus gezählt, der vierte Planet im Sonnensystem und der äußere Nachbar der Erde. Er zählt zu den erdähnlichen (terrestrischen) Planeten. …
„Die Marsbibliothek“ kannst du hier kostenlos runterladen. Die Bibliographie ist sowohl chronologisch als auch Alphabetisch sortiert und beinhaltet 305 Romane, 25 Sachbücher, 15 Comics, 16 Kurzgeschichten sowie 187 Novellen und Erzählungen, daneben 77 Filme und 21 Songtitel mit bibliographischen Daten zu deutschsprachigen Erstausgaben und Neuausgaben. …
Udo Klotz wurde 1962 Alzenau geboren. Er studierte Mathematik und Informatik in Darmstadt und arbeitete später als Systementwickler und Projektleiter. Heute arbeitet er als Product Line Manager in der Software-Entwicklung in München. …
Wenn man den kosmischen Horror (auch bekannt als Lovecraftian Horror) in die Betrachtung einbezieht, verschiebt sich die bisherige zweidimensionale Gegenüberstellung grundlegend. Es entsteht kein einfaches Dualsystem mehr, sondern ein hochkomplexes Genredreieck. Der kosmische Horror bricht mit einer Prämisse, die sowohl dem klassischen als auch dem traditionellen phantastischen Horror gemein ist: der Annahme, dass der Mensch das wichtigste Zentrum der Erzählung darstellt. Hier ist das erweiterte Essay, das diese metaphysische Dimension integriert. …
Die Faszination des Grauens begleitet die Menschheit seit jeher: Literatur (und natürlich auch Film und Serien) inszeniert Angst als kalkulierte Grenzerfahrung – und bietet zugleich Distanz, Erregung und manchmal sogar so etwas wie Katharsis. Doch „Horror“ ist nicht gleich „Horror“.
Eine hilfreiche Unterscheidung – gerade für literarische Analysen – verläuft zwischen Horror innerhalb einer stabilen, realistischen Weltordnung und Horror, der diese Ordnung selbst ins Wanken bringt. Im Folgenden geht es deshalb um die Frage:
Wie unterscheiden sich klassischer/realistischer Horror und phantastischer Horror hinsichtlich Weltmodell, Auslösern des Schreckens und dem Rezeptionsmodus? …
Der Beitrag zeigt, wie das altenglische Epos Beowulf im deutschsprachigen Raum seit dem 19. Jahrhundert rezipiert wurde – und warum es gerade für Fantastik und Phantastik anschlussfähig blieb. Im Zentrum stehen Übersetzung und kulturelles Framing (besonders Karl Simrocks Fassung von 1859), die ideologisch umkämpften Lesarten im frühen 20. Jahrhundert sowie die Entnationalisierung und Genre-Ausdifferenzierung nach 1945. Ein Vergleich deutschsprachiger Fantastik-Traditionen mit internationaler (vor allem anglophoner) Fantasy macht sichtbar, wie unterschiedliche Begriffs- und Marktlogiken den Stoff entweder als „Herkunftserzählung“ oder als frei kombinierbares Motivreservoir behandeln. Am Ende werden drei Motive – Held, Monster, Drache – als Funktionskerne beschrieben, über die ein mittelalterlicher Text in moderne Fantastik übergeht. …
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