Schon in einer anderen Preisliga, aber genaus so empfehlenswert wie „Reihenweise“ ist „Wie man die Unendlichekeit in den Griff bekommt“ des Septim Verlages. Das neuerste Buch der James Tiptree Jr.-Werkausgabe.
2015 jährt sich der Geburtstag von Alice B. Sheldon alias James Tiptree Jr. zum hundertsten mal.
Der Jubiläumsband zur Werkausgabe mit den Briefen, Essays und Gedichten der Autorin James Tiptree Jr. alias Alice B. Sheldon. In Zusammenarbeit mit Julie Phillips (Autorin der Biografie) erscheint hier auch zum ersten Mal weltweit der komplette Briefwechsel zwischen James Tiptree Jr. und Ursula K. Leguin in einem Buch.
Der Band wird von diversen weiteren Sekundärtexten anderer Autorinnen und Autoren begleitet.
Warum diese Jubiläumsband so verspätet kommt ist mir nicht bekannt, aber – Gott sei Dank – erschienen ist er. Eine gute Rezension zu dem Buch empfehle ich auch: Phantastisch! Nr. 66 (wie ich auch das gesamte Magazin empfehle – logo)
Nun hat mir die Reihe „Zwielicht“ bis jetzt schon immer gefallen. Die neue Nummer 8 beschäftigt mich jedoch jetzt schon eine ganze Weile. Schuld daran ist Achim Hildebrand – ganz eindeutig.
Sein Artikel „Der Heiler des Bösen“ hat so nach und nach eine Kettenreaktion ausgelöst. So weit, dass ich sogar überlege das Thema „Algernon Blackwood“ in meine eigene Reihe „Treffpunkt Phantastik – Tummelplatz deutschsprachiger Sekundärliteratur“ aufzunehmen.
Achim Hildebrand hat hier ein Essay über insgesamt sechs Kurzgeschichten verfasst, welche im Stile von Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes verfasst wurden. Was auch, wie Hildebrand vermutet, der Grund war, warum Blackwood sie trotz Erfolg nicht weiterführte. Continue reading „Achim Hildebrand ist schuld …“→
Ich bin immer wieder überrascht von der Vielfalt der eigenen Bibliothek. Im Normalfall kann ich mich auf mein Bücher-Gedächtnis sehr gut verlassen. Ich behaupte, dass ich von den ungefähr 5000 Titel in meiner Datenbank 99% anhand des Covers indentifizieren kann und weiß, ob es in der Bibliothek ist oder nicht.
Aber manchmal spielt mir mein Gedächtnis doch wohl den einen oder anderen Streich. So auch heute mit der Ausgabe von
Jochen Bärtle (Herausgeber)
Grusel, Grüfte, Groschenhefte: Der deutsche Grusel-Heftroman von 1968 bis 2008 – Eine Serienübersicht zum 40-jährigen Jubiläum
Books on Demand GmbH, Norderstedt (2008), Taschenbuch, 408 Seiten
Ich hätte geschworen, dass sich das Exemplar noch nicht in meiner Sammlung befindet, aber —***denkste***— da war es. Und außerdem konnte ich mich beim Anblick dann auch noch erinnern, wie interessant dieses Buch ist. Die Beschreibungen der Serien ist oft sehr hilfreich. Nur hatte ich in letzter Zeit kaum mit Horror-Heftromanen zu tun. Bis zuletzt, als ich einigen Katalogen zum Horror/Schauer/Grusel-Thema auf der Spur war. (Siehe Facebook-Gruppe „Deutschsprachige Sekundärliteratur zur Phantastik“)
Und fast gleichzeitig —***auf (Holz-)Kopf klopf-klopf-klopf***— habe ich mitbekomen, dass ich
Humphrey Carpenter (Hrsg.)
J. R. R. Tolkien. Briefe
Klett-Cotta, Stuttgart (2002), gebundene Ausgabe, 604 Seiten
in der Übersetzung aus dem Englischen von Wolfgang Krege
wohl oder übel, sowohl in der zweiten, als auch in der dritten Auflage gekauft habe. Wo blieb da mein Hirn? Aber ich denke , da hat es ausgesetzt und auf den „Muss ich unbedingt haben“-Modus geschaltet haben als es mir vermutlich irgendwo im Internet über den Weg lief und ich keine Möglichkeit hatte meinen Bestand zu prüfen. Denn dies mache ich eigentlich grundsätzlich vor einem Kauf über 10,00 Euro. Sicherheitshalber – wie man sieht nicht ganz zu unrecht.
Naja, wieder ein Doublette und ab in den Doubletten-Verkauf. Vieleicht sollte ich auch meine Sicht auf die Merk- und Erinnerungsfähigkeit meines Buchgedächtnisses korrigieren … —*** seuftz ***— mit scheint das Alter setzt mir zu :).
Auf der anderen Seite – wieviel neue Bücher man so jeden Tag wieder kennen lernt …. 🙂 🙂 🙂
Eine nicht uninteressante Frage für einen Sammler ist die Frage:
Wie halte ich es mit der begleitenden Literatur?
Schon die Frage „Was ist begleitende Literatur?“ ist oft nicht soooo einfach zu beantworten. Für mich zumindest. Sekundärliteratur zu Phantastik ist, je nach genauerer Definition, ein sehr weites Gebiet. Im Falle der Literatur vielleicht noch eindeutiger zu bestimmen. Literatur über die Literatur. Ebenso beim Film. Da hängen noch die Autoren mit drinnen, sogar Rezensionen fallen noch rein, selbst Verlage finden da noch Platz. Oder Preise (Awards) finden spielend Aufnahme in die Sammlung unter diesem Titel. …
Merlin, den Erzzauberer, hat es wirklich gegeben, das zeigt uns der englische Historiker Tolstoy.
Aber er war kein Zeitgenosse des Königs Artus! Die Spuren führen tief hinab ins 6. Jahrhundert, zu einem walisischen Druiden und Sänger. Sie führen zu den Priesterkulten von Stonehenge, zu den naturgottheiten Cerunnos und Lug, zu keltischen Schamanen und Spiegelungen des „Trickster“ und Antichrist. Eine aufregende, eine labyrinthische Lektüre. Diese „Biographie eines Mythos“ kann Esoteriker begeistern und Rationalisten nachdenklich machen.