Monat: April 2014

Phantastisch! 54: Rückblick auf eine Kultserie … von Olaf Brill

phantastisch!, Nr. 54, Jg. 14, 2014
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Endlich wieder Zeit Artikel mit Aufmerksamkeit zu lesen:

Seite 12-20

inkl. Bibliographie der Romane und Comics

Olaf Brill hat in diesem Artikel für Phantastisch! 54 liebevoll eine Serie wiederauferstehen lassen, die mir selbst nicht wirklich in Erinnerung blieb. Vermutlich weil gerade zu dieses Zeit Musik mein Hauptthema war und Fernsehen eigentlich fünftranigig (oder darunter) war. SF kam für mich erst wieder sehr viel später.

Trotzdem gefällt mir der Artikel, weil er Lust macht die Serie neu kennen zu lernen. Die Darsteller sind ja nach wie vor im Gedächtnis und die Story ist, trotz aller besprochenen Ungereimtheiten so echt Serien-SF.

Ja, die Serie war und ist Kult. Auch wenn schon einige Jährchen in die Lade gezogen sind. Aber, vielleicht werden die Ankündigungen der amerikanischen Prodiktionsfirma ja doch umgesetzt und wir bekommen eine moderne Neuerzählung?

Ich wäre jedenfalls dabei … 🙂

Berger, Rüdiger: „Zwischen Größenwahn und Fantastik“ – fantastik.online

Die Entgrenzung des Möglichen

fantastik.online.1
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Mädchen möchten Prinzessin werden und Jungs wollen Helden sein. Diese Sehnsüchte fangen fiktionale Erzählungen aller Gattungen ein, auch die Fantastik. Dabei spiegelt sich der jeweilige Zeitgeist in populären Werken. Fantastik war seit ihrem Aufkommen im 19. Jahrhundert immer präsent. Wünsche und Ziele des Einzelnen wurden in ihr erfüllt, aber auch die der jeweiligen Gesellschaft. Nicht selten mischten sich dann Träume mit Propaganda.
Wenn zeitgenössisch nur scheinbare Realität gesehen wird, dann entsteht „verborgene Fantastik“. Die Norm-Wirklichkeit ist dann irreal. – Sehen wir uns dazu die letzten rund 140 Jahre in Deutschland an. Was war „echt“, und was war nachträglich verstanden „reine Fantasie“?

Auf Fantastik.online in zwei Teilen

direkt zu Teil 1

dirket zu Teil 2

 

Keppler, Johannes: Der Traum oder: Mond-Astronomie

Kepplers Traum
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Natürlich ist „Somnium“ grundsätzlich eigendlich eine Pflichtlektüre für den interessierten Genre-Freund. Ein Klassiker.

Was jedoch dieses Buch, das ich in der Kindle-Edition gelesen habe, so interessant macht, ist  „Das Kugelspiel. Ein Leitfaden für Mondreisende“ von Beatrix Langer.

Dieses Essay vermittelt dem Leser die Zeit Kepplers und dessen Intentionen für die Verfassung von „Somnium“. Die Astronomie des 15. Jahrhunderts, die handelnden Personen und die Umgebungsbedingungen werden ins Gedächtnis gerufen. Im Grunde hat man dies ja alles bereits in der Schule gehört, aber an der Oberfläche sind diese Informationen alle wieder verschüttet worden. Beartrix Langer legt sie wieder frei und legt noch einiges dazu.

Pythagoraas, Platon, Archimedes – alle werden im Kontext behandelt und von Tycho Brahe, Da Vinci, Galileo und Kopernikus sprechen in diesen Zeilen zu uns und vermitteln ein Stimmungs- und Wissensbild das bestehendes Wissen festigt und neues Wissen hinzufügt.

Graz, Linz, Prag und Regensburg – alle wichtigen Stationen von Keppler ziehen am Leser vorüber und selbst die wichtigsten persönlichen Geschehnisse, wie die Anklage seiner Mutter als Hexe – vermutlich seinetwegen – werden nicht ausgelassen.

Die Spuren werden bis in die Neuzeit verfolgt, die ersten menschlichen Gehversuche im All und die Mondlandungen von Ost und West.

Sollte man jedenfalls gelesen haben.

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 640 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 271 Seiten
  • Verlag: Matthes & Seitz Berlin; Auflage: 2. (5. Mai 2011)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00D8ETUQK

oder gebundene Ausgabe

  • Gebundene Ausgabe: 271 Seiten
  • Verlag: Matthes & Seitz Berlin; Auflage: 2. (21. November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3882216263
  • ISBN-13: 978-3882216264

Auszug Amazon:

Wie im Rausch schrieb Johannes Kepler 1609 in zwei Nächten diese geheimnisvolle Traumerzählung einer Reise zum Mond. In seinen letzten Lebensjahren ergänzte er sie um einen umfangreichen astronomisch-mathematischen Anmerkungsteil, erst nach seinem Tod konnte diese Schrift veröffentlich werden. Von zeitgenössischen Astronomen als »bizarr« und »seltsam« abgelehnt, steckt in ihr mehr als eine mutige Verteidigung des kopernikanischen Weltbilds. Zum ersten Mal erscheint nun diese Traumerzählung voll blühender Phantasie in einer textkritischen Übersetzung nach der Originalausgabe von 1634 vollständig auf Deutsch mit einem Essay von Beatrix Langner, in dem sie die Träumereien dieses äußerst ungewöhnlichen Mathematikers, Astronoms und Denkers des deutschen Humanismus vor dem Hintergrund der religions- und naturphilosophischen Debatten seiner Zeit nachzeichnet und deren Spur bis heute verfolgt.

Fallstudien: Zeitreise – auf „Weltenschmiede“

Zeitreise
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Im Blog „Weltenschmiede“ von fruehstuecksflocke und Evanesca Feuerblut wird ein bisschen über die Zeitreise geblogt. Nichts wirklich aufregendes, aber ein netter Versuch die verschiedensten Arten gegenüberzustellen.

Link dazu hier

Bis jetzt kurz besprochen:

 

Die Kunst des Übersetzens …

Auch das, finde ich, sind interessante Ausführungen, die uns einen Einblick in die tägliche Arbeit von ÜbersetzerInnen geben.

… steht ganz im Zentrum unserer Arbeit, stammt doch ein Großteil unserer Bücher aus anderen Sprachen, in erster Linie dem Englischen. Allerdings möchte ich mich nicht selbst zu diesem Thema auslassen, obwohl ich meine Brötchen mit dem Übersetzen verdiene (ein anderes Mal vielleicht), sondern den Kollegen molosovsky, der bei uns für Ted Chiang und Hellboy verantwortlich zeichnet, zu Wort kommen lassen. Er hat kürzlich ausführlichst auf die Frage einer Leserin geantwortet, und ich finde, dem ist nichts hinzuzufügen.

Hier ein Link zum Thema im Newsblog im Golkonda-Verlag