Die Übersicht über das zu erwartende Buchprogramm von Bernd Jooß ist durchaus informativ. Für das sekundärliterarische Segment gibt es da auch einiges Interessantes zu erwarten:
H.P. Lovecraft: Das übernatürliche Grauen in der Literatur, Golkonda (bereits im Regal)
Samuel R. Delany: Die Bewegung von Licht in Wasser, Golkonda, (Autobiographie) gibt’s in Buch- und Kindleformat
diese siond bereits erschienen und folgende werden für Herbst erwartet
Mamczak, Sascha: Die Zukunft: Eine Einführung, Heyne, 978-3453315952
Thomas P. Weber: Eine kurze Geschichte der Fantasy, Golkonda, gibt’s in Buch- und Ebook-Format
Farah Mendlesohn & Edward James: Eine kurze Geschichte der Science Fiction, Golkonda, gibt’s in Buch- und Ebook-Format
Da war Dirk van den Book wohl in seinem Element. Jack Campbell der Autor von Military-SF vor dem Mikrofon sozusagen.
Es ist auch ein interessantes Gespräch. Speziell seinen Ansatz der Definition von Military-SF hätte ich gerne einmal weiterverfolgt. Dieser wurde leider nicht weiter ausgebaut in diesem Gespräch. Interessant auch die Meinung von Campbell zu seiner Einbindung in eine Übersetzung seiner Werke in andere Sprachen. Sie korrespondiert, in der derzeitigen Diskussion in der Facebookgruppe, mit meiner zum Lesen von Werken in der Originlasprache. Zuletzt dann auch noch seine Meinung über Self-Publishing – dem derzeitigen Lieblingsthema abseits der Werkbetrachtung in der Szene?
Jedenfalls einen genauen Blick in die Zeilen wert!
Ein netter Blog-Beitrag zum Thema Manga und westliche Kultur.
…Ob man also beim Bau der eigenen Welt und beim Konzipieren eigener Superhelden einen ähnlichen Weg beschreiten sollte? Tendentiell nicht – es spricht nichts dagegen, exotischere und/oder unbekanntere Mythologien als Grundlage heranzuziehen. Man sollte sich dann aber nicht auf die bloße Übernahme von Namen beschränken, sondern versuchen, mit dem vorhandenen Material zu arbeiten und die Inhalte sinnvoll aufeinander abzustimmen. …
Nun, ja, das mit dem Porträt lockt ja wohl keinen Raben auf der Ofenbank hervor. War ein bisschen einfallslos – ABER
Der Rest – spitze.
Komischerweise gibt es Themen, die häufen sich in ungeklärter Weise zu einem bestimmten Zeitpunkt. Keine Ahnung warum, aber es ist wohl jedem schon so ergangen, dass man das Gefühl hat, von einem Thema verfolgt zu werden.
Mir geht es momentan so mit dem Thema Übersetzungen und Übersetzer.
Dieses Essay ist ein herrliches Beispiel über die Schwierigkeiten die einen Übersetzer erwarten, wenn er einen Text adäquat in die deutsche Sprache bringen will – und wieso ich der Meinung bin, dass es nichts bringt (jedenfalls für mich), Texte in Originalsprache lesen zu wollen. Es würde ganz einfach dem Autor nicht gerecht werden.
In diesem Fall sage ich – Hut ab. Wenn Kemmler angibt für eine Strophe rund eine Woche benötigt zu haben, so stecken in dieser Übesetzung rund 18 Wochen Arbeit. Ja, wahrscheinlich nicht 8 Stunden täglich, aber doch mindestens 18 Wochen intensiver Beschäftigung mit dem Text und der Sprache. Von vorausgehenden Überlegung mal abgesehen.
Ob das Thema nun phantastisch ist, darüber mögen andere vortrefflich streiten, der Wert des Essays liegt eindeutig in der Darstellung der Übersetzungsarbeit. Dazu hätte ich mir sogar noch einige mehrere Beispiele über die verschiedensten Übersetzungen als Anschauungsmaterial gewünscht. Ich nehme aber aber zur Kenntnis, dass das Fehlen wohl dem vorhandenen Platz geschuldet war.
Vielleicht hätte man aber das Porträt dafür wegfallen lassen können? Naja, das nächste mal hoffentlich …
„Schreiben ist leider mir das Drittwichtigste in meinem Leben“
Seite 22-25
Das Interview mit Mike Shepherd läßt einen Autor Kennenlernen, der relativ spät in seinem Leben zum Schreiben von SF gelangt ist. Vor allem sein Lebensweg ist beachtenswert und läßt auch erkennen, warum er mit einen Romanen um Kris Longknife so erfolgreich ist. Ich denke die Romane spiegeln schon Mike Shephard wider.
Sein Leben ist abgesehen davon auch nicht gerade das, welches man sich in der Regel vorstellt. Die Pflegebedürftigkeit seiner Frau und die daraus resultierende Art, seine Bücher zu schreiben finde ich beachtenswert.
Insgesamt ist das Interview sehr informativ und gut zu lesen. Danke