Schlagwort: George Orwell

Biographien zur Phantastik #26: George Orwell-Ein Leben – Bernard Crick

Bernard Crick
George Orwell – Ein Leben
Insel, Frankfurt/Main (1984)
ISBN 3458141413
Die erste umfassende Orwell-Biographie

Nun hat es auch diese Biographie über Orwell in den Blog geschafft. War auch der vollständigkeitshalber höchst notwendig. Sie ist eine der zwei besten Biographien über ihn und sollte der Biographie von Michael Shelden nicht nachstehen. Persönlich bevorzuge ich aber die Shelden-Biographie…


Die Biographie liegt hier, in ihrer deutschen Version, in der revidierten Version von 1981 vor. In dieser Version arbeitete Crick, nach jener Version von 1980, noch wichtige Informationen zur Veröffentlichung von „Animal Farm“, die Beziehungen von Orwell zu den britischen Trotzkisten und britischen Anarchisten und Einzelheiten zu seiner letzten Krankheit ein.

Ich habe Orwell von Anfang an als einen Menschen gesehen, der trotz seines tragisch frühe Todes das Ziel, das er sich auf halben Wege gesetzt hatte, tatsächlich erreicht hat. Er war dabei so erfolgreich, dass er es noch zu Lebzeiten vom kaum bekannten englischen Schriftsteller zur Weltberühmtheit brachte, zu einem Namen, der Diskussionen auslöst, wo immer man Bücher liest. […] Orwell hat sich als „politischer Schriftsteller“ verstanden, und neide Worte hatten dabei für ihn dasselbe Gewicht. Er wollte kein politischer Theoretiker sein, aber auch nicht nur ein politischer Polemiker: nein, er war ganz einfach ein Schriftsteller, Romanautor, Verfasser deskriptiver Arbeiten, die ich „Dokumentarliteratur“ nennen möchte …

Auszug 'Einleitung-Orwells Leben', Seite 13-31

Soviel ich weiß, war diese Biographie Grundlage zur Comic-Biographie von Pierre Christin und Sébastien Verdier (siehe hier im Blog), die mich noch immer fasziniert in ihrer Art George Orwells Leben zeichnerisch darzustellen. Crick geht in seiner Biographie vielleicht wesentlich strukturierter und geradliniger an als Shelden, aber das macht in diesem Fall gar nichts. Die Biographie ist genauso interessant zu lesen wie Sheldens Werk, sie setzt nur etwas andere Akzente. Man sollte beide gelesen haben …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Bernard Crick
  • George Orwell – Ein Leben
  • Insel, Frankfurt/Main (1984)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Oktav
  • Revidierte, deutschsprachige Ausgabe
  • 864 Seiten
  • ISBN 3458141413

Kleinster Preis: € 12,75, größter Preis: € 72,83, Mittelwert: € 15,00

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • Aus dem Englischen
  • Übersetzer: Friedrich Polakovics
  • [Artikel] Der unbekannte George Orwell – von Michael Fischer – auf univie.ac.at

Den meisten ist George Orwell als Autor von Animal Farm und 1984 bekannt. Beide Romane konnten in Unkenntnis der Biografie des Autors als reine Kritik am Kommunismus gelesen werden, was im Klima des Kalten Krieges wohl zu ihrem Erfolg im Westen beitrug. Doch anders als es die antikommunistischen Rezipientinnen und Rezipienten gerne gehabt hätten, spielt 1984 nicht in Russland, sondern in England – und dies ist kein Zufall.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Als George Orwell noch Eric Arthur Blair war – von Joachim Telgenbüscher – auf geo.de

Er will den Elefanten nicht töten. Und eigentlich hat der junge britische Polizeioffizier auch keinen Grund mehr dazu: Das Tier, das eben noch den Markt im birmanischen Moulmein verwüstet und einen Arbeiter zertrampelt hat, steht jetzt friedlich grasend vor ihm.
Doch der Beamte seiner Majestät, hinter dem sich 2000 schaulustige Birmanen versammelt haben, verspürt enormen Druck. An diesem stickigen Tag im Jahr 1926 repräsentiert er das Empire, das britische Kolonialreich – und seine Untertanen erwarten, dass er sich entsprechend verhält. Deshalb muss er schießen. Es nicht zu tun, das hieße, sich der Lächerlichkeit preiszugeben. Schließlich drückt er widerwillig ab. Die Birmanen jubeln, der Elefant stirbt. Sein Kadaver wird zerteilt. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Menschen wie Insekten – von Tania Martini – auf taz.de

Für die Verteidigung des Individuums gegen totalitäre Systeme im Jahrhundert der Extreme ist der Einfluss des demokratischen Sozialisten George Orwell kaum zu überschätzen. Seine Anti-Utopie „1984“ wird noch immer als Chiffre für den Überwachungsstaat herangezogen. Der riesige Erfolg von „1984“ und von „Animal Farm“ stellte leider zwei andere seiner Bücher etwas in den Schatten, nämlich „Mein Katalonien“ und den Roman „Erledigt in Paris und London“.

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Phantasten #23 -weiblich, männlich und …: Gerechtigkeit und Freiheit – George Orwell

George Orwell
Gerechtigkeit und Freiheit
Diogenes, Zürich (1991)
ISBN 3257219369
Gedanken über Selbstverwirklichung, Kreativität und Lebensqualität

Die Auswahl, die in diesem Büchlein vorgelegt wird, wurde bereits 1982 unter dem Titel „Denken mit Orwell“ angeboten. Allerdings wurde hier das Essay „Kreativität und Lebensqualität“ noch hinzugefügt …


Dieser Essay stammt aus Orwells Roman „The Road to Wigan“  (Der Weg nach Wigan Pier), ein teilweise dokumentarisches und anderen Teils essayistisches Werk von George Orwell. Er beschreibt die sich verschlechternden Lebensbedingungen der englischen Arbeiter im Bergbaugebiet Wigan Pier einerseits und setzt sich mit der politischen Lage in Europa und dem Sozialismus auseinander, dem er zutraut, die Lebensbedingungen der Arbeiter verbessern zu können …

Vor einer Generation war jeder intelligente Mensch in einem gewissen Sinne ein Revolutionär; heutzutage wäre es treffender zusagen, dass jeder intelligente Mensch ein Reaktionär ist. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, H. G. Well’s „Wenn der Schläfer erwacht“ mit Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“, das dreißig Jahre später geschrieben wurde, zu vergleichen. Beides pessimistische Utopien, Visionen von einer Art Paradies für Tugendbolde, in dem alle Träume des „progressiven“ Menschen sich erfüllen. …

Orwells Überlegungen und Einsichten sind auch heutzutage noch immer topaktuell. Wenn man jenen Orwell liest, der abseits von „Farm der Tiere“ und „1984“ in seinen Romanen, Essays und Aufsätzen die Zeit der Dreißiger und Vierziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts beschreibt, spürt man die Kraft, mit der er Zeugnis eines sich verändernden Europas ablegt. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • George Orwell
  • Gerechtigkeit und Freiheit
  • Gedanken über Selbstverwirklichung, Kreativität und Lebensqualität
  • Diogenes, Zürich (1991)
  • Taschenbuch
  • 160 Seiten
  • ISBN 3257219369

Kleinster Preis: € 3,25, größter Preis: € 6,87, Mittelwert: € 4,34

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • Zusammenstellung Franz Senn
  • aus dem Englischen
  • Übersetzer Felix Gasbarra und Tina Richter
  • Zeichnungen von Tomi Ungerer
  •  
  • [Artikel] Der Weg nach Wigan Pier in der WIKIPEDIA

Als Orwell in Wigan ankam, quartierte er sich in Proletarierhäusern ein, fuhr mit den Bergmännern in die Kohlestollen ein und erlebte deren Lebensbedingungen hautnah. In seinen Tagebüchern hielt er fest, dass Wigan zu den scheußlichsten Orten gehört, die er je zu Gesicht bekommen hat.…

Auszug Artikel


  • [Digitalisat] Gerechtigkeit und Freiheit – von George Orwell – auf detopia.de

Was heute zur Diskussion steht — von Umweltschutz über Selbst­verwirklichung, alter­nativ leben bis zur Frage nach der Zukunft eines Sozialismus mit menschlichem Gesicht — hat bei Orwell bereits gültige Formulierungen und Forderungen gefunden.  Orwells Überlegungen und Einsichten sind heutzutage, da sich das Gesicht Europas wiederum grundlegend verändert, von allergrößter Aktualität.

Auszug Artikel


  • [Rezension] Farm der Tiere – von Reinhold Standsich – auf sandammeer.at

Der 1903 geborene George Orwell verfasste „Farm der Tiere“ 1943/44, das Buch wurde jedoch von den Verlagen abgewiesen – nicht weil es schlecht gewesen wäre, sondern weil es versteckt aber dennoch deutlich Kritik an der verbündeten Sowjetunion übte. Das Buch stellt de facto eine allegorische Nacherzählung der sowjetischen Politik und Geschichte ab 1917 dar.

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Biographien zur Phantastik #19: George Orwell – Michael Shelden

Michael Shelden
George Orwell – Eine Biographie
Diogenes, Zürich (1993)
ISBN 3257019610
Von Eric Blair zu Georges Orwell…

Nach der Comic-Biographie von Christin und Verdier heute die aus dem Jahre 1993 stammende Biographie von Michael Shelden (Originall 1991). Sie hat mich auch gleich in den Bann gezogen …


Und zwar mit einem Zitat in der Einleitung auf Seite 13, dass sich meiner Meinung nach einige Menschen in der Diskussion über menschliches Fehlverhalten und Kunstvermögen durch den Kopf gehen lassen sollten:

Es fand, dass die ästhetischen Qualitäten und das Verhalten eines Autors unabhängig voneinander beurteilt werden sollten wie er in einem Essay über Salvador Dalí feststellte: „Man sollte imstande sein, zwei Dinge gleichzeitig im Auge zu behalten – dass Dali ein guter Maler ist und gleichzeitig als Mensch abscheulich. Das eine schließt das andere nicht aus und berührt es in gewissem Sinne auch gar nicht.“…

Auszug 'Einleitung', Seite 9-20

aber in der zugehörigen Anmerkung Nr. 6 auf Seite 632 angemerkt ist:

Orwell vertrat in mehreren Rezensionen die Ansicht, dass in Schriftstellerbiographien private Angelegenheiten durchaus diskutiert werden sollten. In seinem letzten Lebensjahr monierte er, dass eine jüngere Dickens-Biographie nicht genügend darüber informiere, wie Dickens ’seine Kinder und diese unauffällige, beinahe unsichtbare Figur, seine Frau, behandelt hat.’…

Auszug 'Anmerkungen Einleitung', Seite 631-632

Und Orwell war bestimmt ein Mensch, der es verstand, alles von mehreren Seiten zu betrachten und sich eine eigene Meinung daraus anzuleiten. Orwell war bekannt dafür Standpunkte nicht halbherzig zu prüfen und hinterfragen und diese Haltung ließ ihn ‚erkennen, was andere übersahen und Selbstverständliches infrage zu stellen‘. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Michael Shelden
  • George Orwell – Eine Biographie
  • Diogenes, Zürich (1993)
  • gebundene Ausgabe, 8°kl-Klein-Oktav
  • 672 Seiten
  • ISBN 3257019610

Kleinster Preis: € 24,17, größter Preis: € 116,69, Mittelwert: € 26,87

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine
    • [Artikel] George Orwell in der WIKIPEDIA

George Orwell (* 25. Juni 1903 in Motihari, Bihar, Britisch-Indien als Eric Arthur Blair; † 21. Januar 1950 in London) war ein englischer Schriftsteller, Essayist und Journalist. Von 1921 bis 1927 war er Beamter der britischen Kolonialpolizei in Birma. 1936 nahm er auf republikanischer Seite am Spanischen Bürgerkrieg teil. Er schrieb Romane, wie Eine Pfarrerstochter (1935) und Auftauchen, um Luft zu holen (1939), Sozialreportagen, wie Erledigt in Paris und London (1933) und Der Weg nach Wigan Pier (1937), und Essays. Durch seine Dystopien Farm der Tiere (1945), eine satirische Fabel über den Sowjetkommunismus, und 1984 (1949), eine Zukunftsvision von einem totalitären Staat, wurde Orwell weltberühmt. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Schriftsteller der englischen Literatur.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Michael Shelden in der qazWIKI

Michael Shelden (geb. 1951) ist ein amerikanischer Biograph und Lehrer, bekannt für seine autorisierte Biographie von George Orwell , seine Geschichte von Cyril Connolly ‚s Horizon Magazin, seine umstrittenen Biographie Graham Greene und seiner Studie in den letzten Jahren von Mark Twain , Mann in Weiß . Im März 2013 wurde sein Young Titan: The Making of Winston Churchill veröffentlicht. 2016 wurde seine Biographie von Herman Melville , Melville in Love , von Ecco / HarperCollins veröffentlicht. – https://de.qaz.wiki/wiki/Michael_Shelden

Auszug Artikel


  • [Download] Ausprägungen der Kunstprosa in George Orwells Essays,prinzipielle Anwendbarkeit des Begriffs Essayund rhetorische Analyse der essayistischen Elementein seinen Tagebüchern und seinem Journalismus – von Richard Nikoliü – auf uni-heidelberg.de

Mehr als fünfhundert Essays, Tagebücher, Zeitschriftenartikel (As I Please), Briefe und Buchrezensionen (Reviews) sind in diesem vierbändigen Werk zusammengetragen. Es ist die Synthese aus dreißig Jahren non-ficton writing eines Autors, dessen literarische Arbeit generell von der Furcht geprägt war, einmal nicht produktiv zu sein; …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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George Orwell: Denken mit George Orwell-Ein Wegweiser in die Zukunft

Denken mit George Orwell
Cover-Ansicht

Gedanken über Arbeit, Freiheit, Gewalt, Macht, Religion, Technik und Zukunft. Ein pragmatisches Wörterbuch, das dem Leser mehr bietet als so mancher Ratgeber.

Nein, es bietet keinen direkten Bezug zu seinen phantastischen Werken, gibt aber Einblick in seine Gedankenwelt.

Unterhaltsam zu lesen und praktisch, wenn man mal nicht soo viel lesen will. Handliches Büchlein oder praktisches Kindle-Format. Macht Spaß.

Broschiert:

  • Broschiert: 96 Seiten
  • Verlag: Diogenes (Dezember 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257234988
  • ISBN-13: 978-3257234985
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 10,6 x 1 cm

oder im Kindle-Format:

 

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 238 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 96 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B009GGWG3S

 

 

 
Tummelplatz deutschsprachiger Sekundärliteratur zur phantastischen Literatur
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