Tobias Reckermann (Hrsg.) IF Magazin für angewandte Fantastik, Annual 2019 White Train, Darmstadt (2019) ISBN 9781090667205
Mythos White Train – Surrealismus vs. Futurismus – Fantastische Architektur
Ein Magazin, dass für mich immer ein bisschen untergeht, ist IF-Magazin für angewandte Fantastik. Sehr engagiert gemacht, vielleicht manchmal etwas speziell, aber das soll ja es nicht abwerten. Allerdings halte ich das herumexperimentieren mit dem Format (und das wird sich in der Ausgabe Annual 2020 fortsetzen) für nicht sehr förderlich…
Das hat der Herausgeber wohl auch schon im Kopf, aber kein wirkliches Konzept dafür gefunden. …
Und dieses ist das letzte, zumindest das Finale in seinem bisherigen Konzept und Format. […] IF Magazin ist aus dem Bedürfnis heraus entstanden, der Fantastik ihr Recht auf Andersartigkeit, auf das zum Rand hin Blicken, auf das in die Tiefe gehen und das Entfalten der freien Form zu verschaffen, und wir sind überzeugt und erfreut, hiermit gute Arbeit geleistet zu haben…
Auszug '5 Jahre IF Magazin', Seite 5-7
Tja, das Bemühen und den teilweisen Erfolg damit kann und darf man nicht absprechen, aber von der Form her sollte es doch bald ein gestandenes Konzept geben, das sich in einer Bibliothek auch optisch und sammlerisch ansprechend positioniert.
Sekundärliterarisch bietet diese Ausgabe mit einem Essay über fantastische Architektur ein schwieriges Thema, ein Essay über den Ursprung und Unterschied der Begriffe von Surrealismus und Futurismus und eine Rezension zu „Der Vogelgott“ von Susanne Röckel. Ja, gut zu lesen und informativ …
[Interview] Was ist Weird Fiction? Tobias Reckermann im Genretalk – von Andreas Giesbert – auf zauberwelten-online.de
Genrebezeichnungen. Kaum etwas sorgt für mehr Streitereien aber auch anregendere Gespräche als die Frage, welches Genre denn eine Geschichte hätte. Solche Einordnungen helfen zwar oft, um einen schnellen Einblick zu bekommen, sind bei näherer Betrachtung aber gar nicht so einfach zu klären und setzen gute Genrekenntnis und langjährige Leseerfahrungen voraus. Wenn es um das eher unbekannte Genre der durch Lovecraft bekannt gewordenen Weird Fiction geht, ist Tobis Reckermann fraglos einer der Experten. …
Der Begriff New Weird bezeichnet eine Tendenz oder Strömung in den Werken einiger Schriftsteller der neueren phantastischen Literatur. Es handelt sich dabei zumeist um Romanciers, die in den Genres der Science Fiction oder der Speculative Fiction zuhause sind. Mit dem Begriff ist keine feste Gruppe von Autoren gemeint: Es existiert kein gemeinsames Manifest, die Bandbreite der Stile und Inhalte ist groß, und die gemeinten Autoren sehen sich nicht als Teil einer „Bewegung“.…
Wenn man den kosmischen Horror (auch bekannt als Lovecraftian Horror) in die Betrachtung einbezieht, verschiebt sich die bisherige zweidimensionale Gegenüberstellung grundlegend. Es entsteht kein einfaches Dualsystem mehr, sondern ein hochkomplexes Genredreieck. Der kosmische Horror bricht mit einer Prämisse, die sowohl dem klassischen als auch dem traditionellen phantastischen Horror gemein ist: der Annahme, dass der Mensch das wichtigste Zentrum der Erzählung darstellt. Hier ist das erweiterte Essay, das diese metaphysische Dimension integriert. …
Die Faszination des Grauens begleitet die Menschheit seit jeher: Literatur (und natürlich auch Film und Serien) inszeniert Angst als kalkulierte Grenzerfahrung – und bietet zugleich Distanz, Erregung und manchmal sogar so etwas wie Katharsis. Doch „Horror“ ist nicht gleich „Horror“.
Eine hilfreiche Unterscheidung – gerade für literarische Analysen – verläuft zwischen Horror innerhalb einer stabilen, realistischen Weltordnung und Horror, der diese Ordnung selbst ins Wanken bringt. Im Folgenden geht es deshalb um die Frage:
Wie unterscheiden sich klassischer/realistischer Horror und phantastischer Horror hinsichtlich Weltmodell, Auslösern des Schreckens und dem Rezeptionsmodus? …
Der Beitrag zeigt, wie das altenglische Epos Beowulf im deutschsprachigen Raum seit dem 19. Jahrhundert rezipiert wurde – und warum es gerade für Fantastik und Phantastik anschlussfähig blieb. Im Zentrum stehen Übersetzung und kulturelles Framing (besonders Karl Simrocks Fassung von 1859), die ideologisch umkämpften Lesarten im frühen 20. Jahrhundert sowie die Entnationalisierung und Genre-Ausdifferenzierung nach 1945. Ein Vergleich deutschsprachiger Fantastik-Traditionen mit internationaler (vor allem anglophoner) Fantasy macht sichtbar, wie unterschiedliche Begriffs- und Marktlogiken den Stoff entweder als „Herkunftserzählung“ oder als frei kombinierbares Motivreservoir behandeln. Am Ende werden drei Motive – Held, Monster, Drache – als Funktionskerne beschrieben, über die ein mittelalterlicher Text in moderne Fantastik übergeht. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
die vierte Ausgabe des Magazins steht ganz im Zeichen des Mars. Ob es dem Magazin gut tut? Man wird sehen – mir ist es zu viel auf einmal, obwohl das Thema an sich schon seine Berechtigung hat. …
Ich tue mir einfach schwer mit diesem Heft. Das ist natürlich eine sehr subjektive Beurteilung, aber ich denke, dass das Material hier etwas unglücklich in eine Form gezwängt wurde, die es erschwert, den wahren Informationsgehalt wahrzunehmen. Der Text wird zerfleddert zwischen einer fiktiven Randgeschichte, eingestreuten Sekundärelementen von Rezensionen bzw. Werkbesprechungen und einer Themenbesprechung in chronologischer und thematischer Form. Dazwischen die Abbildungen von unzähligen Titelcover. Manche würden sagen aufgelockert, manche vielleicht leseflußzerstörend in einem dreispaltigen Layout. …
Und wir warnen Sie: Wir haben über 300 Romane und mehr als 180 Kurzgeschichten zum Mars aufgestöbert, dazu zwei Dutzend Sachbücher, etliche Comics und fast 80 Filme, und nicht zuletzt auch einige Musikstücke. Das Ganze gut durchgerührt und thematisch neu sortiert, haben drei Gastköche zum Mitköcheln eingeladen, vieles (aber bei weitem nicht alles) ausgewählt, das Selektierte mit diversen Sorten an Humor gewürzt, und über das fertige, vielfältige Menü noch ein paar appetitanregende Perlen gestreut. …
Auszug 'Vorwort', Seite 1
Vielleicht war es ein bisschen zu viel durchgerührt, zu viele Köche und ein zu üppiges Menü. Aber man muß trotzdem die geleistete Arbeit hervorheben und bewundern. Und – eines ist absolut ein hervorragender Einfall gewesen: Die kostenlos downloadbare Ergänzung zum Themenband – „Die Marsbibliothek“.
Die Marsbibliothek – Seite 1
Eine Bibliographie der Marsliteratur, -film und -musik. Diese ist für mich – und das ist wieder ein furchtbar subjektives Urteil – das Beste an dem diesjährigen Heft. Abgesehen von Hardy Kettlitz’s „Science Fiction History“, die ich für einen wichtigen Bestandteil des Heftes halte und überhaupt als einen der wertvollsten Beiträge in diesem Magazin. …
Alles in allem gibt es trotzdem eine Empfehlung für !Time Machine, Ausgabe 4. Ich denke, für andere Leser kann das Heft durchaus eine angenehmere Lektüre sein und ich bin höchst interessiert, wie diese Heft anderswo besprochen werden wird. Mal sehen, wie subjektiv diese hier vorgestellte Meinung wirklich ist.
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Anmerkung1
Übersetzer
Illustrator
[Artikel] Der Mars in der WIKIPEDIA
Der Mars ist, von der Sonne aus gezählt, der vierte Planet im Sonnensystem und der äußere Nachbar der Erde. Er zählt zu den erdähnlichen (terrestrischen) Planeten. …
„Die Marsbibliothek“ kannst du hier kostenlos runterladen. Die Bibliographie ist sowohl chronologisch als auch Alphabetisch sortiert und beinhaltet 305 Romane, 25 Sachbücher, 15 Comics, 16 Kurzgeschichten sowie 187 Novellen und Erzählungen, daneben 77 Filme und 21 Songtitel mit bibliographischen Daten zu deutschsprachigen Erstausgaben und Neuausgaben. …
Udo Klotz wurde 1962 Alzenau geboren. Er studierte Mathematik und Informatik in Darmstadt und arbeitete später als Systementwickler und Projektleiter. Heute arbeitet er als Product Line Manager in der Software-Entwicklung in München. …
Wenn man den kosmischen Horror (auch bekannt als Lovecraftian Horror) in die Betrachtung einbezieht, verschiebt sich die bisherige zweidimensionale Gegenüberstellung grundlegend. Es entsteht kein einfaches Dualsystem mehr, sondern ein hochkomplexes Genredreieck. Der kosmische Horror bricht mit einer Prämisse, die sowohl dem klassischen als auch dem traditionellen phantastischen Horror gemein ist: der Annahme, dass der Mensch das wichtigste Zentrum der Erzählung darstellt. Hier ist das erweiterte Essay, das diese metaphysische Dimension integriert. …
Die Faszination des Grauens begleitet die Menschheit seit jeher: Literatur (und natürlich auch Film und Serien) inszeniert Angst als kalkulierte Grenzerfahrung – und bietet zugleich Distanz, Erregung und manchmal sogar so etwas wie Katharsis. Doch „Horror“ ist nicht gleich „Horror“.
Eine hilfreiche Unterscheidung – gerade für literarische Analysen – verläuft zwischen Horror innerhalb einer stabilen, realistischen Weltordnung und Horror, der diese Ordnung selbst ins Wanken bringt. Im Folgenden geht es deshalb um die Frage:
Wie unterscheiden sich klassischer/realistischer Horror und phantastischer Horror hinsichtlich Weltmodell, Auslösern des Schreckens und dem Rezeptionsmodus? …
Der Beitrag zeigt, wie das altenglische Epos Beowulf im deutschsprachigen Raum seit dem 19. Jahrhundert rezipiert wurde – und warum es gerade für Fantastik und Phantastik anschlussfähig blieb. Im Zentrum stehen Übersetzung und kulturelles Framing (besonders Karl Simrocks Fassung von 1859), die ideologisch umkämpften Lesarten im frühen 20. Jahrhundert sowie die Entnationalisierung und Genre-Ausdifferenzierung nach 1945. Ein Vergleich deutschsprachiger Fantastik-Traditionen mit internationaler (vor allem anglophoner) Fantasy macht sichtbar, wie unterschiedliche Begriffs- und Marktlogiken den Stoff entweder als „Herkunftserzählung“ oder als frei kombinierbares Motivreservoir behandeln. Am Ende werden drei Motive – Held, Monster, Drache – als Funktionskerne beschrieben, über die ein mittelalterlicher Text in moderne Fantastik übergeht. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Dr. Peter Soukup Blätter für Volksliteratur, 2021/1, Jänner 2021 Verein der Freunde der Volksliteratur, Wien (2021) ISSN 0006-4483
Eric Frank Russel, Satiriker der Science Fiction-Literatur…
Es dürfte wieder Magazin-Zeit angebrochen sein. Bei mit stapeln sich einige neue Ausgaben verschiedenster Magazine. Darunter auch wieder die „Blätter der Volksliteratur“. Dieses bereits im 60. Jahrgang, somit ein Jubiläumsjahrgang…
Dieses Mal hat Robert M. Christ einen schönen Artikel über Eric Frank Russel – den Satiriker der Science-Fiction-Literatur – eingebracht. Russel hatte in einer Zeit der technisch orientierten Science Fiction eher den Mensch und außerirdische Wesen und dies in einem humorvollen Stil im Mittelpunkt seines Schaffens…
Er besaß eine Sympathie für die Menschheit, die kein anderer SF-Autor so vollendet zum Ausdruck bringen konnte. Er setzte sich für Rassenverständigung ein und schrieb Stories über Ökologie zu einer Zeit, als diese Themen noch unpopulär waren. Die Technologie war für ihn von untergeordneter Bedeutung. …
Auszug Artikel
Ein interessanter Artikel über das Sammeln von Schutzumschlägen wird ebenfalls geboten. Das darin geschilderte Problem, dass Sammler auf ihren Schätzen sitzen und eifersüchtig darüber wachen, dass die gesammelten Informationen nur ja nicht öffentlich werden ist wohl teilweise auch Genre evident – für Science Fiction und Fantasy jedenfalls (und wenn die Sammler dann sterben geht alles in die Abfallverwertung, weil’s keinen der Angehörigen interessiert – alles schon zig mal passiert —***seuftz***—)…
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
keine
[Auszug] Blätter für Volksliteratur in der Österreichischen Nationalbibliothek-Literaturzeitschriften – auf onb.ac.at
Die „Blätter für Volksliteratur” verdanken ihre Existenz dem 1961 in Graz gegründeten „Verein der Freunde der Volksliteratur“, der sich um alles, „was dem Gedeihen guter Volksliteratur förderlich ist“, kümmern und dem vielerorts missachteten Genre zu öffentlicher Anerkennung verhelfen wollte. Das Vereinsblatt unterstützt seit 1962 die Anstrengungen des Vereins und versucht, die Volksliteratur aus dem Verdikt des ‚Schundes’ zu befreien. Die „Blätter für Volksliteratur“ beinhalten hauptsächlich Autorenportraits, Einführungen in das Werk einschlägiger Autoren sowie Buchneuvorstellungen. Belletristische Beiträge spielen eine vernachlässigbare Rolle.…
[Artikel] Verein der Freunde der Volksliteratur im Karl May-WIKI
Der Verein der Freunde der Volksliteratur wurde 1961 in Graz gegründet, dessen Anliegen die „Förderung und Verbreitung guter Volksliteratur“ ist und sich deswegen sich um alles kümmert, „was dem Gedeihen guter Volksliteratur förderlich ist“.…
[Artikel] Die phantastische Zeitschriftenlandschaft – von Alessandra Reß – auf fragmentansichten.com
In der vagen Hoffnung, damit auf ein paar Magazine aufmerksam machen zu können, bevor sie dicht machen, hier eine Auflistung der Print- und E-Mags, die sich mit Phantastik beschäftigen. Da ich die Weisheit wider Erwarten nicht mit Löffeln gespeist habe, wird die Liste vermutlich unvollständig sein – wenn ihr weitere Magazine wisst, schreibt sie doch bitte in die Kommentare, dann ergänze ich sie. In der Auflistung nicht enthalten sind: .…
Wenn man den kosmischen Horror (auch bekannt als Lovecraftian Horror) in die Betrachtung einbezieht, verschiebt sich die bisherige zweidimensionale Gegenüberstellung grundlegend. Es entsteht kein einfaches Dualsystem mehr, sondern ein hochkomplexes Genredreieck. Der kosmische Horror bricht mit einer Prämisse, die sowohl dem klassischen als auch dem traditionellen phantastischen Horror gemein ist: der Annahme, dass der Mensch das wichtigste Zentrum der Erzählung darstellt. Hier ist das erweiterte Essay, das diese metaphysische Dimension integriert. …
Die Faszination des Grauens begleitet die Menschheit seit jeher: Literatur (und natürlich auch Film und Serien) inszeniert Angst als kalkulierte Grenzerfahrung – und bietet zugleich Distanz, Erregung und manchmal sogar so etwas wie Katharsis. Doch „Horror“ ist nicht gleich „Horror“.
Eine hilfreiche Unterscheidung – gerade für literarische Analysen – verläuft zwischen Horror innerhalb einer stabilen, realistischen Weltordnung und Horror, der diese Ordnung selbst ins Wanken bringt. Im Folgenden geht es deshalb um die Frage:
Wie unterscheiden sich klassischer/realistischer Horror und phantastischer Horror hinsichtlich Weltmodell, Auslösern des Schreckens und dem Rezeptionsmodus? …
Der Beitrag zeigt, wie das altenglische Epos Beowulf im deutschsprachigen Raum seit dem 19. Jahrhundert rezipiert wurde – und warum es gerade für Fantastik und Phantastik anschlussfähig blieb. Im Zentrum stehen Übersetzung und kulturelles Framing (besonders Karl Simrocks Fassung von 1859), die ideologisch umkämpften Lesarten im frühen 20. Jahrhundert sowie die Entnationalisierung und Genre-Ausdifferenzierung nach 1945. Ein Vergleich deutschsprachiger Fantastik-Traditionen mit internationaler (vor allem anglophoner) Fantasy macht sichtbar, wie unterschiedliche Begriffs- und Marktlogiken den Stoff entweder als „Herkunftserzählung“ oder als frei kombinierbares Motivreservoir behandeln. Am Ende werden drei Motive – Held, Monster, Drache – als Funktionskerne beschrieben, über die ein mittelalterlicher Text in moderne Fantastik übergeht. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Klaus Bollhöfener phantastisch!, Nr. 81 Atlantis, Stolberg (2020) ISSN 1616-8437
Ausgesprochen interessante Sekundärwerke
Das neue phantastisch!, Nummer 81 seiner Reihe, ist für Freunde der Sekundärliteratur sehr ergiebig, was die Vorstellungen auf diesem Gebiet angeht. Vielleicht etwas mehr als sonst üblich …
Das beginnt schon in der Rubrik „Update“ von Horst Illmer, die wie üblich unter der Abteilung „Neue Sekundärliteratur“ einiges Neue anzubieten (Kurzbeschreibung inklusive) hat:
Michael Weisser – Heimweh sucht Utopia, p.machinery, ISBN 9783957652010
Sascha Mamczak / Martina Vogl – Eine neue Welt, Hammer Verlag, ISBN 9783779506478
Melanie Wylutzki / Hardy Kettlitz – Das Science Fiction Jahr 2020, Hornkost, ISBN 9783948675493
Arnulf Meifert – Im Jahr 2000 im Dritten Reich …“, Das Hohe Gebrechen/Edition Braatz, ISBN ohne
Hardy Kettlitz / Christian Hoffmann – Harry Harrison, SF Personality 28, Memoranda, ISBN 9783-948616403
Grant Geissman – The History of EC Comics, Taschen Verlag, ISBN 9783836549769
Detlef Münch – Der utopische Löns, Synergen, ISBN 9783946366737…
Die Comics des Verlages EC wollten in den 1950er Jahren das Medium revolutionieren – zur Begeisterung der Leser, zum Ärger der Institutionen. Inzwischen gelten sie als Meilenstein der Comicgeschichte. Gleich zwei Editionen zum 75. Verlagsjubiläum versuchen sie un zu würdigen. …
Auszug 'American Angst', Seite 38-43
Dazu noch
Nova Science Fiction 29, ISBN 9783957652058
Queer*Welten
Die Star Trek Chronik 1: Star Trek: Enterprise, ISBN 9783959361927
sehr interessant auch:
Tarot-The Library of Esoterica, ISBN 9783836579872
Masterpieces of Fantasy Art, ISBN 9783836572101
und als letztes
Soviet Space Graphics – Cosmic Visions From the USSR
aber, auch das würde ich als Sekundärliteratur zulassen
Krasse Zöpfe – 45 Zöpfe, Knoten und Twists für Scifi- und Fantasyverrückte – von Vikings bis Game of Throne
und dazu natürlich jede Menge Artikel, Interviews und Essays (siehe Inhaltsverzeichnis). Ich glaube ich habe mein Buchbudget bereits überzogen —seuftz— :)…
derzeit antiquarisch leider nicht greifbar – aber beim Verlag beziehbar
keine
[Artikel] EC Comics in der WIKIPEDIA
EC Comics (kurz für „Educational Comics“ bzw. „Entertaining Comics“) war ein New Yorker Comicverlag, der sich in den 1940er und 1950er Jahren auf das Horror- und Crime-Genre spezialisierte und unter anderem die Serie Tales from the Crypt (Geschichten aus der Gruft) herausbrachte, die in Film- und Fernsehserien umgesetzt wurde. Etliche dieser Werke wurden nach Maßgaben des Comics Code zensiert, so dass sich der Verlag ab 1956 auf die Herausgabe des Comic-Magazins MAD konzentrierte. …
Tarot (maskulinum oder neutrum, ausgesprochen /ta.ˈʁoː/) ist ein Satz von 78 Spielkarten, der zu psychologischen Zwecken oder als Wahrsagekarten verwendet wird. Er wird eingeteilt in die großen Arkana, die 22 Trümpfe nummeriert von 0 bis 21, und die kleinen Arkana, die 56 Farbkarten: 10 Zahlen und 4 Bildkarten in jeweils 4 Farben (z. B. Stäbe, Münzen, Kelche und Schwerter). Arcanum steht lat. für Geheimnis, es leitet sich von arca ab, was Kiste bedeutet (was in einer Kiste liegt, ist von außen unsichtbar und damit geheim). …
[Rezension] Soviet Space Graphics – von Sascha Brittner- auf pewpewpew.de
Soviet Space Graphics ist ein Bildband, wie ich ihn mir schon lange wünsche. Die Kunst der Staaten im Warschauer Pakt ermöglicht häufig einen Blick in die idiosynkratischen und oft unterdrückten oder verkannten Züge der Länder und die Köpfe ihrer Einwohner. Die Grafiken der sowjetischen Künstler lassen sich oft so wie die häufig im Internet rumgereichten Star Wars Poster aus Ungarn sichten: Man erkennt Figuren und auch worum es geht, aber es sieht doch alles ein bisschen anders aus. Was bleibt, ist die erkennbare Leidenschaft und Visionen von Morgen, die uns einen. Soviet Space Graphics ist ein visuell packender Trip und ein träumerischer Rückblick in die Zukunft, deren Visionen uns heute noch inspirieren und neue Ziele aufzeigen.…
Wenn man den kosmischen Horror (auch bekannt als Lovecraftian Horror) in die Betrachtung einbezieht, verschiebt sich die bisherige zweidimensionale Gegenüberstellung grundlegend. Es entsteht kein einfaches Dualsystem mehr, sondern ein hochkomplexes Genredreieck. Der kosmische Horror bricht mit einer Prämisse, die sowohl dem klassischen als auch dem traditionellen phantastischen Horror gemein ist: der Annahme, dass der Mensch das wichtigste Zentrum der Erzählung darstellt. Hier ist das erweiterte Essay, das diese metaphysische Dimension integriert. …
Die Faszination des Grauens begleitet die Menschheit seit jeher: Literatur (und natürlich auch Film und Serien) inszeniert Angst als kalkulierte Grenzerfahrung – und bietet zugleich Distanz, Erregung und manchmal sogar so etwas wie Katharsis. Doch „Horror“ ist nicht gleich „Horror“.
Eine hilfreiche Unterscheidung – gerade für literarische Analysen – verläuft zwischen Horror innerhalb einer stabilen, realistischen Weltordnung und Horror, der diese Ordnung selbst ins Wanken bringt. Im Folgenden geht es deshalb um die Frage:
Wie unterscheiden sich klassischer/realistischer Horror und phantastischer Horror hinsichtlich Weltmodell, Auslösern des Schreckens und dem Rezeptionsmodus? …
Der Beitrag zeigt, wie das altenglische Epos Beowulf im deutschsprachigen Raum seit dem 19. Jahrhundert rezipiert wurde – und warum es gerade für Fantastik und Phantastik anschlussfähig blieb. Im Zentrum stehen Übersetzung und kulturelles Framing (besonders Karl Simrocks Fassung von 1859), die ideologisch umkämpften Lesarten im frühen 20. Jahrhundert sowie die Entnationalisierung und Genre-Ausdifferenzierung nach 1945. Ein Vergleich deutschsprachiger Fantastik-Traditionen mit internationaler (vor allem anglophoner) Fantasy macht sichtbar, wie unterschiedliche Begriffs- und Marktlogiken den Stoff entweder als „Herkunftserzählung“ oder als frei kombinierbares Motivreservoir behandeln. Am Ende werden drei Motive – Held, Monster, Drache – als Funktionskerne beschrieben, über die ein mittelalterlicher Text in moderne Fantastik übergeht. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Ulrich Blode (Chefred.) Phase X, Ausgabe Nr. 7 Atlantis, Stolberg (2010) ISBN 9783941258150
Das Magazin für Phantastik
War auch kein schlechtes Magazin, wurde dann aber von Phantastisch! sozusagen abgelöst (falsch:Phantastisch! gab’s schon vorher – siehe Kommentar – Phantastisch! gibt’s seit 2001 – Phase X begann 2006). Obwohl, das Format war mir zumindest nicht unangenehm. Etwas kleiner, A5, etwas handlicher, mehr Taschenbuchähnlicher. …
Auf seine 120 Seiten brachte es immerhin 12 Artikel und 6 Interviews unter. Und das mit noch 2 Kurzgeschichten im Gepäck. Komischerweise landet gerade jetzt, wo ich durch die Indexierung des Science Fiction Jahres ohnehin viel mit Hörspielen zu tun habe, eine Ausgabe in meinen Händen, die sich ebenfalls mit dem Hörspiel als Themenschwerpunkt auseinandersetzt…
Das Hörspiel ist eine literarische Gattung, die zunächst fest mit dem Radio verbunden war. Unvergessen der Skandal um „Krieg der Welten“ nach H. G. Wells von Orson Wells in New York 1938. Während mir in meiner Jugend nur Michael Kosers „Jonas-Der letzte Detektiv“ im RIAS zu Ohren kam, konnte man in der BRD auf eine doch recht ansehnliche Palette von SF-Hörspielen zurückgreifen …
Auszug 'Das Weltall ist nicht stumm', Seite 8-14
Auch Musik kommt nicht zu kurz und Interviews mit Andreas Masuth, Sean McMulllen, Kirstin Tnager, Aino Laos, Bear McCreary und Scott Sigler stehen auf dem Programm. Alles in allem kurzweilig und interessant. Schade um dieses Magazin, das 11 Ausgaben erlebte …
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
keine
[Artikel] Phase X – Das Crossover Magazin aus dem Hause Atlantis – von anonym – auf fantasyguide.de
Im Gegensatz zu den meisten anderen Magazinen kennt Phase X keine Berührungsängste. So tummeln sich alle Spielarten der Phantastik in diesem Magazin, unabhängig, ob es sich um SF, Horror, Fantasy oder Grenzbereiche des gleichen handelt. Eine ausgewogene Mischung an Redakteuren macht dies möglich. …
[Download] Jules Vernes Reise zum Mond. Die Erfindung des naturwissenschaftlichen Romans: aus Phase X, Nr. 11 – von Gerd Küveler – auf researchgate.net
Jules Verne stürzte sich auf jedes Thema, das ihm zukunftsträchtig erschien. Ihm waren als Gnade der späten Geburt alle oben genannten bahnbrechenden Entdeckungen bekannt, als sein erster Roman »Fünf Wochen im Ballon« 1863 (dt. 1875) erschien. Neben vier geografischen Werken, einigen Theaterstücken, zahlreichen Kurzgeschichten und Zeitschriftenartikeln verfasste Verne 97 Bände seiner »Voyages Extraordinaires«. Nur wenige sind reine Abenteuerromane wie »Der Kurier des Zaren« (1876). Die überwiegende Mehrzahl sind wissenschaftliche Romane, die in kompetenter Weise einem aufgeschlossenen Publikum die aktuellen Erkenntnisse von Chemie, Geologie und Geografie, Biologie und Völkerkunde, Ingenieurwissenschaften, Luftfahrt und nicht zuletzt Astronomie nahebringen. …
Auf der Startseite des Atlantis Verlags informieren wir Sie über die wichtigsten Neuigkeiten. Sie möchten gleich zum Verlagsprogramm und sich informieren? Hier entlang. …
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Die Faszination des Grauens begleitet die Menschheit seit jeher: Literatur (und natürlich auch Film und Serien) inszeniert Angst als kalkulierte Grenzerfahrung – und bietet zugleich Distanz, Erregung und manchmal sogar so etwas wie Katharsis. Doch „Horror“ ist nicht gleich „Horror“.
Eine hilfreiche Unterscheidung – gerade für literarische Analysen – verläuft zwischen Horror innerhalb einer stabilen, realistischen Weltordnung und Horror, der diese Ordnung selbst ins Wanken bringt. Im Folgenden geht es deshalb um die Frage:
Wie unterscheiden sich klassischer/realistischer Horror und phantastischer Horror hinsichtlich Weltmodell, Auslösern des Schreckens und dem Rezeptionsmodus? …
Der Beitrag zeigt, wie das altenglische Epos Beowulf im deutschsprachigen Raum seit dem 19. Jahrhundert rezipiert wurde – und warum es gerade für Fantastik und Phantastik anschlussfähig blieb. Im Zentrum stehen Übersetzung und kulturelles Framing (besonders Karl Simrocks Fassung von 1859), die ideologisch umkämpften Lesarten im frühen 20. Jahrhundert sowie die Entnationalisierung und Genre-Ausdifferenzierung nach 1945. Ein Vergleich deutschsprachiger Fantastik-Traditionen mit internationaler (vor allem anglophoner) Fantasy macht sichtbar, wie unterschiedliche Begriffs- und Marktlogiken den Stoff entweder als „Herkunftserzählung“ oder als frei kombinierbares Motivreservoir behandeln. Am Ende werden drei Motive – Held, Monster, Drache – als Funktionskerne beschrieben, über die ein mittelalterlicher Text in moderne Fantastik übergeht. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.