Kategorie: Interview(s)

Ein Interview ist eine, hier schriftlich festgehaltene, Befragung durch Fragesteller (sogenannte Interviewer) mit dem Ziel, persönliche Informationen oder Sachverhalte zu ermitteln.

Peter Wilfert: Einleitende Gedanken zur Fantasy – Teil 1

Der Goldmann Fantasy Foliant I, herausgegeben 1983 von Peter Wilfert, enthält ein Vorwort des Herausgebers zur Serie Fantasy Foliant und darüber hinaus die Wiedergabe eines Interviews das Peter Wilfert  dem Börsenblatt des deutschen Buchhandels gegeben hatte.

Goldmann Fantasy Foliant I
Die damals neue Serie

Dazu merkte er an: „… Die dort aufgezeigten – und zugegebenermaßen subjektiven – Maßstäbe, Definitionen und Auswalkriterien für die Goldmann Fantasy-Reihe und für diesen Band sollen durch den Abdruck möglichst viele zum Nachdeneken und Diskutieren über Fantasy anregen…“

Nun auch 35 Jahre nach diesem Vorwort ist es anregend darüber zu reden. Abgesehen davon, dass es natürlich auch Werbung für Goldmann und die neue Fantasy-Reihe darstellt gibt es schon Ansatzpunkte für eine rege Diskussion.

Neu war mir zu Beispiel, der Bezug auf den russischen Literaturwissenschaftler Jurij Lotman (1922-1993) (den ich bis dahin nicht auf dem Radar hatte) und auf dessen strukturelle Textanalyse (Informationen zu diesem angesprochenen Aufsatz wären mir sehr hilfreich).

Kurz und schematisch dargestellt:

  1. Horror/Grusel/Schauer beschreibt zuerst die reale Welt und dann, wie in diese Welt ein übernatürlicher Kosmos mit Gespenstern und Dämonen einbricht, deren Existenz bekanntlich in der realen Welt verneint wird.
  2. Science Fiction entwirft eine Nicht-reale Welt. Teile der Lebenserfahrung des Lesers, aus der realen Welt, sind aber nur weitergedacht und in die Zukunft verlegt.
  3. Fantasy in ihrer echten (?) Form zeigt nur eine nicht-reale Welt. Dies ohne Bezüge auf unsere Reale.

Fantasy hätte demnach als einzige Form keinerlei Bezug oder Brücken zur realen Erfahrung des Lesers. Somit wäre Fantasy die extremste Form der Fuchtliteratur. Und hier schießt sich eine wohlbekannte, immer wieder bemühte, Diskussion an. Sind dies Romane für Eskapisten?

Frank Weinreich - polyoinos
Frank Weinreich – polyoinos

Schon 1939 veteidigte Tolkien die Fantasy ganz vehement gegen diesen Vorwurf:
„… „Wieso sollte jemand verachtet werden, der sich im Gefängnis befindet und versucht, herauszukommen und heimzugehen? Oder, sofern das nicht geht: wenn er über andere Themen nachdenkt und spricht als über Wärter und Kerkermauern?“…“ (nach: Frank Weinreich: Über Märchen. Tolkiens Sicht des Phantastischen. In: polyoinos.de, Oktober 1999.)

Und Wilfert stellt fest, dass Tolkiens Intention für Mittelerde war, ein positives, hoffnungvolles, natürliches Weltbild aufzuzeigen. Dies sei Tolkiens Grund gewesen, Mitteerde zu erschaffen. Für Toklien sei es die Abwendung von „Roheit und Häßlichkeit des modernen Lebens“ gewesen.

Für Peter Wifert ist der Wirklichkeitsbezug, durch das Angebot einer „alternativen Welt“, durch den Leser selbst zu meistern und leisten. Wobei er die „Heroic Fantasy“ oder „Sword and Sorvery“ in Grund und Boden verdammt. Diese leiste genau das nicht, dass durch den Vergleich mit dieser Welt, Erfahrungen und Erkenntnisse gestiftet werden.

Wird fortgesetzt …

Corona Magazine, Ausgabe 02/2016

Corona ist Corona ist Corona …

Wie immer (bis jetzt) gibt es eine uneingeschränkte Ladeempfehlung. Natürlich schafft es kein Magazin, auch Corona nicht, nur Beiträge zu bringen, die man uneingeschränkt sehen will. Ist ja auch nicht Aufgabe eines Magazins (behaupte ich mal).

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Aber Corona schafft es (bis jetzt) immer etwas zu bringen, von dem ich der Meinung bin, dass es genau das ist, das es rechtfertigt, Speicherplatz auf meinem Kindle zu rechtfertigen.

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Verlag in Farbe und Bunt: Corona 08/2015 erschienen

Corona 8/2015
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Marvels Ant-Man… es kommt nicht auf die Größe an!

Alles begann mit einer winzigen Werbekampagne. Und das im wahrsten Sinne des Wortes… Wieder einmal verstand sich Marvel hervorragend darauf, neugierig auf den neuesten Streich im Cinematic Universe zu machen. Heraus kam, nach Monaten des geschickten Anstachelns, ein Film, der hält, was er verspricht: Es kommt überraschenderweise tatsächlich nicht auf die Größe an! Fakt ist: Das Haus Marvel beweist mit dem neuesten Streich einmal mehr, dass es nicht nur der Flaggschiffe unter den Comichelden bedarf, um einen großartigen Film zusammen zu schustern. Mit Guardians of the Galaxy wurde dies schon einmal bewiesen – und die Rechnung geht auch mit Ant-Man wieder auf.

Mission: Impossible – Rogue Nation: Was lange währt, wird endlich gut?

Mission: Impossible ist ein Franchise, das sich ein wenig anschleicht. Man vergisst gerne, dass es existiert bis der nächste Film praktisch schon in den Startlöchern steht und dann geht alles sehr schnell. Eigentlich eine sehr passende Weise, in der Realität der Fiktion nacheifert. Seit dem 31. Juli (In Deutschland ab dem 6. August) bittet Tom Cruise zum nunmehr 5. Mal mit seinem Mega-Blockbuster Mission: Impossible – Rogue Nation in die Kinosäle der Welt und verspricht praktisch das gleiche wie die anderen Teile auch: Tom Cruise, Explosionen, Tom Cruise, wahnwitzige Stunts, Tom Cruise und eine Bedrohung, die so absurd ist, dass man sich fragt, aus welcher Clowns-Kiste sie herausgesucht wurde.

Kino

  • Pixels – Invasion der Flachwitze
  • Terminator Genisys – Wiederauferstehung eines Kino-Mythos?
  • Insidious 3 oder: der Fluch des dritten Teils
  • It Follows – Wenn das Gruseln zur Kunstform wird
  • Kino-Vorschau: Neuerscheinungen im August

Literatur in Print & Audio

  • Comic-Kolumne: Der eine Tag
  • Military SF: Bücher mit Bomben – Rachel Bachs Paradox-Trilogie
  • Kurzgeschichte des Monats

Weitere Inhalte

  • Phantastische Spiele: BattleLore – Zweite Edition
  • Wissenschaft: Neue Horizonte
  • Subspace Link – Neuigkeiten von über aller Welt

Atlantis: phantastisch!, Nr. 59, Jg. 15, 2015/03

phantastisch 59
Cover-Ansicht

Interviews
Carsten Kuhr: PATRICK ROTHFUSS:
»Ich bin weniger glücklich, als ich es früher war.«
Christian Endres: CARL CRITCHLOW:
»Frazetta hatte den größten Einfl uss auf mich.«
Sonja Stöhr: ANN LECKIE:
»Es war beängstigend!«
Simone Dalbert: MARKUS HEITZ:
»Irgendwo zwischen ›Blade Runner‹ und Film noir plus einer Prise ›Sin City‹.«
Bücher, Autoren & mehr
CHRISTIAN ENDRES: Into the Wild
BERND JOOSS: Stephen King – Ein Erfahrungsbericht
CHRISTOPHER DRÖGE: Die Wiedervereinigung – alles andere als alternativlos
HORST ILLMER: Zur Person: Ann Leckie
SONJA STÖHR: Phantastisches Lesefutter für junge Leser
HORST ILLMER: Terry Pratchett – Ein Nachruf
BERND ROBKER: Von Stern zu Stern

Phantastische Nachrichten zusammengestellt von Horst Illmer
Rezensionen
Peter V. Brett »Das Erbe des Kuriers«
Jeff VanderMeer »Akzeptanz« SOUTHERN REACH Nr. 3
Thomas Thiemeyer »Devil’s River«
Jonathan Green »Leviathan Risung« Pax Britannia 2
F. Paul Wilson »Mitternachtsmesse«
Daniel Illger »Skargat – Der Pfad des schwarzen Lichts«
Tim Curran »Skin Medicine«
Uwe Post »Sterne in Asche«
Ann Leckie »Die Maschinen«
Joann Sfar »Der Ewige«
Bernd Ulbrich »Die Konferenz oder Wie G.O.T.T. erfunden wurde«
Jasper Fforde »Die letzte Drachentöterin«
Comic & Film
STEFFEN BOISELLE: Cartoon
OLAF BRILL & MICHAEL VOGT:
Ein seltsamer Tag – Teil 19
OLAF BRILL: War Room, Bond und Weltraumreisen –
Die phantastischen Designs des Ken Adam

Mamczak (Hrsg.), Riffel (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2015

Das Science Fiction Jahr 2015
Cover-Ansicht

Alle Jahre wieder, heuer ab 15. August im Golkonda Verlag.

Von 1986 bis 2014 sind im Heyne Verlag stolze neunundzwanzig Ausgaben des sekundärliterarischen SF-Kompendiums „Das Science Fiction Jahr“ erschienen. Ab 2015 wird diese Tradition im Golkonda Verlag fortgesetzt, wobei, wie beim Staffellauf, der Stab fliegend und möglichst ohne Zeit- und Qualitätsverlust weitergereicht wird: Die bisherigen Herausgeber werden uns erhalten bleiben, und auch sonst werden wir eng mit dem Heyne-Team zusammenarbeiten. Highlights der Ausgabe 2015 sind ein Interview mit Andy Weir, dem Autor von „Der Marsianer“; Dietmar Dath schwärmt für die neuesten Werke des australischen Hard-SF-Autors Greg Egan; Kameron Hurley macht sich in ihrem mit dem Hugo Award ausgezeichneten Essay „We Have Always Fought“ Gedanken über das Frauenbild in der SF; Hardy Kettlitz schreibt über Captain Future und die Anfänge der Space Opera; Ken Liu berichtet über SF in China; Simon Spiegel hat sich den Kinoblockbuster „Interstellar“ angesehen; und vieles mehr! Darüber hinaus wird in einzelnen Rezensionsblöcken das ganze Spektrum der Science Fiction ausgeleuchtet: Literatur, Film, Comic, Games und Hörspiele. Eine Bibliographie der 2014 erschienenen SF (und nur dieser) sowie eine Übersicht der 2014 verliehenen SF-Preise und ein Nekrolog runden den Band ab.
(Quelle: Amazon Artikelbeschreibung)

  • Broschiert: 500 Seiten
  • Verlag: Golkonda Verlag (15. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3944720482
  • ISBN-13: 978-3944720487