Artikel, Essays und Kurztexte zur Phantastik #9: Eine Auswahl in: Arno Schmidt: Essays und Aufsätze I + II

Arno Schmidt
Essays und Azssätze I + II
Haffmans, Bargfeld (1995)
ISBN 3251800353
ISBN 3251800361
Bargfelder Ausgabe, Werkgruppe III, Essays und Biographisches

In diesen beiden Bänden mit Essays und Aufsätzen von Arno Schmidt gibt es einige Texte, die sich direkt mit Themen der phantastischen Literatur oder im Besonderen mit deren Schaffenden beschäftigen. …


Angesehen davon, dass es die allermeisten der Texte wert sind, gelesen zu werden, habe ich mir natürlich speziell diejenigen herausgesucht, deren Inhalt erhellendes zu meinem Spezialthema hergeben. Und das sind nicht so wenige. Da wäre z.B. ein Brief an Dante Alighieri, dem Schöpfer dieser unbeschreiblichen Kerker-Bilder, oder zwei Essay über Friedrich de la Motte Fouquè, einem der ersten Dichter der deutschen Romatik, oder  ein Essay zu den Bront-Schwestern und zum Thema Werwölfe, im ersten Band …

Nun ist diese „Lykantropie“ eine zwar äußerst rare, aber doch durchaus gesichert Erscheinung. Aus der modernen Kriminalpraxis sind ein gutes Dutzend Fälle bekannt, wo best beleumundete Bürger plötzlich einer ganzen Serie schrecklicher Verbrechen überführt werden können, die sie – meist nachts – als veritable „Werwölfe“ begangen haben. …

Auszug 'Die Werwölfe', Seite 292-294

Auch im zweiten Band findet sich einiges wie, „Über die Arbeitsweise Edgar Allen Poe’s“ oder „Dichter und ihre Gesellen: Jules Verne“ oder ein Essay über Edward Bulwer-Lytton, welches sehr nach Arno Schmidt kommt. …

Verne also ein fleißiger Mann von rund 60 Romanen, plus ein paar Bänden anderer Kleinigkeiten. Und sein eigentliches, noch nie so recht gewürdigtes literarisches Verdienst besteht darin, dass er als Erster (& bisher immer noch Umfassendster) den Groß-Nachweis geführt hat: wie die Errungenschaften des Technikers – man darf auch „Ingenieur“ sagen, „Wissenschaftler“, „Forscher=Allgemein“ – nicht nur nicht poesie=zerstörend wirkten; sondern vielmehr unerhört neue=reiche Gebiete dem Dichter eröffneten! …

Auszug 'Dichter und ihre Gesellen: Jules Verne', Seite 413-425

Es lohnt sich, also seine Nase in diese beiden Bücher zu stecken. Und vergnüglich ist es allemal …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Arno Schmidt
  • Essays und Aufsätze I + II
  • Haffmans, Bargfeld (1995)
  • Broschiert, Klebebindung
  • Edition der Arno Schmidtstiftung im Haffmans Verag
  • 554 + 498 Seiten
  • ISBN 3251800353
  • ISBN 3251800361

Band I – Kleinster Preis: € 18,50, größter Preis: € 35,20, Mittelwert: € 30,00
Band II – Kleinster Preis: € 7,50, größter Preis: € 94,90, Mittelwert: € 12,00

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine

  • [Artikel] Ein Radiohörer mit runden Ohren, der Arno Schmidt und Wolfgang Koeppen hört – von Sibylle Lewitscharoff – auf deutschlandfunk.de

Als vor 60 Jahren in Stuttgart ein Programm auf Sendung ging, das von seinem Erfinder und ersten Redakteur, dem Schriftsteller Alfred Andersch, auf den Namen „Radio-Essay“ getauft wurde, gehörten Wolfgang Koeppen und Arno Schmidt zu den ersten Autoren. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Sämtliche Werke Arno Schmidts – von Giesbert Damaschke – auf asml.de

Die Liste ist alphabetisch nach Titeln sortiert. Führende bestimmte Artikel werden ignoriert, unbestimmte Artikel werden einsortiert: ›Die Abenteuer der Sylvesternacht‹ wird also unter A, ›Ein Leben im Voraus‹ unter E aufgeführt. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Arno Schmidt in der WIKIPRDIA

Schmidt wuchs in Hamburg und Lauban bei Görlitz auf. Seit 1938 lebte er in Greiffenberg. Von 1946 an lebte er als freier Schriftsteller zunächst in Cordingen, dann in Gau-Bickelheim, Kastel an der Saar und in Darmstadt und seit 1958 in Bargfeld in der Lüneburger Heide bei Celle. Sein erster Band mit Erzählungen, Leviathan, erschien 1949. Dieser und seine Werke der 1950er Jahre sind sprachlich von einer ungewöhnlichen, sich oft am Expressionismus orientierenden Wortwahl geprägt. Formal kennzeichnet sie das Bemühen um neue Prosaformen, inhaltlich sind sie von einer kulturpessimistischen Weltsicht und einer angriffslustigen Gegnerschaft gegen das Westdeutschland der Adenauer-Ära geprägt. Seine theoretischen Überlegungen zu Prosa und Sprache entwickelte Schmidt in den 1960er Jahren in Auseinandersetzung vor allem mit James Joyce und Sigmund Freud weiter und suchte seine Ergebnisse in den in dieser Zeit entstandenen Werken (Ländliche Erzählungen im Band Kühe in Halbtrauer, KAFF auch Mare Crisium) umzusetzen. Als Summe dieser Entwicklung erschien 1970 das monumentale Hauptwerk Zettel’s Traum. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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One thought on “Artikel, Essays und Kurztexte zur Phantastik #9: Eine Auswahl in: Arno Schmidt: Essays und Aufsätze I + II”

  1. Ich finde es gut, dass zwischen Phantastik und Fantasy unterschieden wird. Überhaupt gefällt mir dieser Blog. Vielleicht habe ich es übersehen, aber bei den „Phantasten“ scheint mir E.T.A. Hoffmann zu fehlen. Zur Info: Unser kleiner, unabhängiger Verlag hat einen starken Hang zur Phantastik. Vielleicht schauen Sie mal vorbei: https://literaturplanetonline.com/category/pdf-bucher/literarische-texte/zacharias-mbizo-das-agnesbrundl-the-agnes-well/ oder: https://literaturplanetonline.com/2015/08/12/eine-empfehlung-fuer-leserinnen-die-fantastische-literatur-moegen/ oder https://literaturplanetonline.com/2016/08/15/ilka-hoffmann-der-schattenhaendler/

     

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