Eine Bibliographie 2022 erschienener Sekundärliteratur …
Diese Bibliographie, der im gegenständlich behandelten Jahr erschienenen sekundärliterarischen Werke und Texte zur Phantastik, wurde inspiriert von meiner Arbeit zum Rein A. Zondergeld-Preis, welcher im Rahmen des Vincent-Preises vergeben wird. …
Es beinhaltet deutschsprachige und ins deutsche übersetzte Werke und Texte zur gesamten Phantastik im weiteren Sinne wie Science Fiction, Fantasy, Horror, Utopie, Märchen, aber gegebenenfalls auch Legende, Sage, Fabel, Mythos und Schauerliteratur.
Sie ist nicht getrieben von der Vollständigkeitsvorstellung, sondern nur ein Ergebnis meiner Forschungen und Lektüren und wird immer unvollständig bleiben, auch wenn bei Gelegenheit Ergänzungen immer wieder laufend vorgenommen werden. Es kann also lohnen, von Fall zu Fall vorbeizusehen und neue Versionen zu entdecken. Dazu ist ein Blick in die Versionshinweise unter Punkt 8. zu empfehlen.
In „Bücher, Magazine, Sammlungen“ sind die jeweiligen Medien unter Beigabe des Begleit- oder Verlagstextes erfasst. Es sind rund 76 Werke von denen 13 Werke Kurztexte enthalten und auch in der nächsten Rubrik enthalten sind.
In „Kurztexte, erschienen in:“ sind die erfassten Kurztexte nach Autoren, folgend den Bücher bzw. Hefte und anschließend nach den Kurztext-Titeln geordnet. Es wurden 73 Werke mit Kurztexten aufgelistet.
In „Kurztexte, erstellt von:“ sind dieselben Kurztexte nach Autoren geordnet. Diese 220 Autoren der Aufstellung haben 370 Kurztexte verfasst. Die allermeisten sind mit einem Kurztext vertreten, vereinzelt wurden 7 oder 8 Beiträge geschaffen und der meist verzeichnete Autor hat 10 Kurztexte veröffentlicht.
In den Registern der Kurztexte sind auch die Kurztexte jener Publikationen erfasst, welche in der Abteilung „Bücher, Magazine, Sammlungen“ nicht gesondert ausgewiesen sind. Dies meist deswegen, weil der Anteil der Nicht-sekundär Literatur groß ist. In folgenden Ausgaben werde ich mich bemühen, hier noch deutlicher in der Zuordnung zu werden, und Publikationen mit Primäranteil (wie viel oder wie wenig auch immer) nicht gesondert ausweisen und nur über die Kurztextabteilung ausweisen.
Die „Begleitende Literatur“ beinhaltet Werke, welche nicht dem phantastischen Sektor zugeordnet werden können, aber deren Inhalt den Bereich der Phantastik streifen oder deren Kenntnis doch in gewissen Maße die Phantastik erhellen können. Dieser Abschnitt ist natürlich im Besonderen von Lücken gekennzeichnet und aus meiner eigenen Lesehistorie und Interessenslage entstanden. Hier sind im besonderen Werke aus den Bereichen, Atlantisforschung, Esoterik, Forschung bzw. Wissenschaft aufzufinden.
Das Dokument ist in Hinblick auf ein brauchbares PDF-Dokument optimiert. Dies bedingt ein sehr umfangreiches Inhaltsverzeichnis im Druck. Auch das umfangreiche Stichwortverzeichnis ist eher dem PDF-Dokument mit seinen Möglichkeiten der Verlinkung geschuldet, als der Übersichtlichkeit im Ausdruck.
Ich wünsche euch viel Vergnügen mit dieser Bibliographie und hoffe etwas, zur Weiterverbreitung von Sekundärliteratur beitragen zu können.
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
„Was passiert mit den unzähligen Nachlässen verstorbener Nicht-Bestseller schreibender, phantastischer Autoren im deutschsprachigen Umland?“ Die Frage beantwortet sich in der Regel mit: „Sie gehen verloren!“ […]
Somit ist wieder einmal ein Wahlgang zu Ende gegangen und er hat erstmalig auch eine Kategorie für den „Besten deutschsprachigen Sachtext zur SF mit Erstausgabe 2022“ gebracht. […]
Wer von unseren Freunden der Science Fiction- und oder Fantasy-Literatur möchte 2-3 Halbtage/Woche während der Öffnungszeiten in geringfügiger Beschäftigung mitarbeiten? […]
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