Science Fiction #96 – realistische Spekulation über Möglichkeiten: Die virtuelle Gesellschaft – Achim Bühl

Achim Bühl
Die virtuelle Gesellschaft
Westdeutscher Verlag, Opladen/Wiesbaden (1997)
ISBN 3531131230
 
Ökonomie, Politik und Kultur im Zeichen des Cyberspace
 
Achim Bühl versteht die Virtualisierung des Seins als den zentralen Vorgang am Ende unseres Jahrhunderts (1997 -Anm.d.V.). Im Mittelpunkt der Studie steht die Entwicklung eines Konzeptes der virtuellen Gesellschaft „als eines qualitativ neuen Gesellschaftstypus, der sich in ökonomischer, politischer und kultureller Hinsicht von den Wesensmerkmalen der Industriegesellschaft eindeutig abgrenzen lässt.“…

 
Im Bezug auf das Blog-Thema ist besonders das dritte Kapitel, „Die virtuelle Gesellschaft in der Science-Fiktion-Literatur“ interessant. Die darin behandelten Autoren stellen allesamt Grenzgänger zwischen Science Fiction und Zukunftsforschung dar. …
 
Science Fiction präsentiert sich in den vorgestellten literarischen und filmischen Werken als ein Genre, dessen phantastische Gedankenspiele neue Erkenntnisse über die Realität vermitteln können. Science Fiction, die den Anspruch einer wissenschaftlichen Utopie erhebt, schließt Technikfolgenabschätzung unter Berücksichtigung  sozialer  und emotionaler Aspekte ein. Science Fiction als Social Fiction ist der Wissenschaft und Technik zugewandt, technischen Explorationen werden jedoch stets entschlüsselt als potenzielle utopische Entwürfe, das Gestaltungsmoment bleibt präsent,  der Mensch wird aus seiner Verantwortung für die soziale Gestaltung des Technischen, die auch ein kategorisches „Nein“ einschließen kann, keineswegs entlassen. …
Auszug 'Resümee zu Kapitel 3', Seite 163
 
Bühl verifiziert die These vom Übergang der Industriegesellschaft zur virtuellen Gesellschaft anhand zahlreicher Belege und analysiert die Grundlagen sowie die Charakteristika des neuen Gesellschaftstypus. …
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Achim Bühl
  • Die virtuelle Gesellschaft
  • Ökonomie, Politik und Kultur im Zeichen des Cyberspace
  • Westdeutscher Verlag, Opladen/Wiesbaden (1997)
  • Broschüre, Klebebindung
  • 402 Seiten
  • ISBN 3531131230

Kleinster Preis: € 49,95, größter Preis: € 49,95, Mittelwert: € 49,95

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  • keine
  • [Rezension] Die virtuelle Gesellschaft – Noch ein soziologisches Großmodell. – von Andreas vom Bruch – auf heise.de

Die Zeit der großen Gesellschaftsentwürfe ist anscheinend noch nicht vorüber, doch die Halbwertzeiten von größeren Erklärungsmodellen sind nicht sehr lang. Informations-, Wissens-, Risiko-, Erlebnis- oder Verantwortungsgesellschaft – stets wird eine komplexe Transformationsbeschreibung der Gesellschaft versucht. Mit dem Modell der virtuellen Gesellschaft versucht der Soziologe Achim Bühl in seinem Buch, in eine direkte Konkurrenz zu Modellen des Typus „Nachindustrielle Gesellschaft“ (Bell) zu treten, also zu älteren Konzepten wie der Informations- oder der Multioptionsgesellschaft. …

Auszug Artikel


  • [Download] Soziale Welt 54 (2003), S. 223 – 240 Das Andere der Gesellschaft – Science Fiction als kritische Theorie – von Jan Arendt Fuhse – auf janfuhse.de

Science Fiction wird noch heute vielfach als »mindere Kunstform« angesehen (Bourdieu1985). In Science Fiction-Romanen und -Filmen würde eine Flucht vor der Gesellschaft ins Irreale vollzogen. Abenteuergeschichten, Weltraumschlachten, magische Weltbetrachtung und Orgien von Special-Effects stünden damit für reine Unterhaltung und für eine Abwendung von der Alltagswelt. Entsprechend wenig haben sich die Sozialwissenschaften mit Science Fiction beschäftigt – es gibt andere, ernstere Dinge zu betrachten. Aber selbst wenn die oben skizzierte Diagnose stimmte, müsste man sich fragen: Warum eigentlich flieht die Gesellschaft vor sich selbst in Fantasy und Science Fiction? Und was ermöglicht eine solche imaginäre Dopplung der Welt ins Reale und ins Irreale?

Auszug Artikel


  • [Download] Das Bild vom Lernen im Science-Fiction-Film – von Edith Blaschitz & Martin Vögeli – auf donau-uni.ac.at

Wird also, wie im vorliegenden Artikel, die Frage nach dem Bild vom Lernen in Science-Fiction-Filmen gestellt, wird der Wertigkeit und Relevanz des Lernens im jeweiligen kulturellen Orientierungsrahmen nachgegangen.

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siehe auch (Auszug):


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