Diese Vorschläge garantieren noch keinen Erfolg, aber sie würden die Funktionalität der Community enorm steigern und damit auch die Mitarbeit an der Wikipedia wieder attraktiver machen. Ich hoffe, dass es die Wikipedia (auf welche Weise auch immer) schafft, die Organisationsstrukturen und das Community-Management zu verbessern, damit auch zukünftige Generationen in den Genuss des Freien Wissens kommen können.
In diesem Sinne: Engagiert euch! Seid mutig! Macht mit! Wikifueralle!
a.a.O., Schlussresümee HomepageSiehe auch:
Zur Löschung vorgeschlagen – journalist-magazin.de
Hier haben wir wieder einen Bericht, der anschaulich zeigt, mit welchen Schwierigkeiten sich Neulinge in der WIKIPEDIA herumschlagen müssen. Nicht, dass es nicht auch kleine Lichtblicke gibt, aber die negativen Erlebnisse überwiegen. Und das muss geändert werden …
#wikifüralle 2.0: Frauenfeindlichkeit auf Wikipedia – http://innenansicht-magazin.de
„Zur Zeit gibt es bei Wikipedia eine regelrechte Lösch-Welle von Beiträgen von und über Frauen in der Literatur. Insbesondere die Fantastik-Szene ist betroffen. In den Diskussionen wird deutlich, dass es sich um eine Racheaktion handelt – gegen Theresa Hannig und ihre Liste von Science-Fiction-Autorinnen. …“
Wiki(pedia) und die sturen Männer – von Elea Brandt
„Wikipedia – die Enzyklopädie des freien Wissens. In Informationsfülle und -qualität hat das Online-Nachschlagewerk selbst den traditionellen Brockhaus bereits abgelöst und gehört zu den zehn am häufigsten frequentierten Internetseiten der Welt.
Doch wie frei ist das Wissen in der Wikipedia wirklich? Die Diskussionen um die Löschung der deutschen Liste von Science-Fiction-Autorinnen (1), des Nornennetzes (2) oder der Seite von Wissenschaftlerin Katie Bouman (3) lassen vermuten, dass die enzyklopädische Neutralität der Wikipedia bisweilen nichts weiter ist als ein Mythos. Denn: Frauen und marginalisierte Gruppen werden in der „freien Enzyklopädie“ immer noch nicht ausreichend repräsentiert. …“
Ach, du liebe Internet-Blase …
Heute kam mir in einem Forum folgende Meldung unter:,
„Wo denn? Bis auf diesen Thread hab ich nichts davon mitbekommen. Nornennetz war und ist mir ebenfalls gänzlich unbekannt. Wird hier vielleicht etwas künstlich aufgebauscht?“
Nun, das zeigt mir, dass das Problem der Internet-Blase doch vielleicht einiges zur Verschärfung der Situation beiträgt. …
PAN e.V. ebenfalls von Löschung bedroht – WIKIPEDIA im Löschwahn
Kaum machte die Löschung von „Nornennetz“ die Runde, kam auch schon eine neue Hiobsbotschaft:
„Bei WIKIPEDIA droht PAN e.V. die Löschung – das Phantastik-Autoren-Netzwerk besitzt „keine Relevanz“.
Ein Nutzer von WIKIPEDIA hat anonym einen Löschantrag gestellt und einige weitere geben diesem Löschantrag durchaus ihre Stimme, wobei die fehlende Relevanz als Hauptgrund angegeben wird.
Da fragt man sich aber schon, warum WIKIPEDIA selbst Kriterien zur Relevanz von Vereinen aufgestellt hat, die PAN e.V. zumindest in drei Kriterien erfüllt (Siehe Diskussion).
Zunächst die Diskussion für alle, die nicht den Link benutzen wollen (aktuell bis jetzt): …
Die Gruppe Nornennetz betreibt die Unterstützung und Förderung von Frauen in der Phantastik und den Abbau von Vorurteilen gegenüber schreibenden Frauen. Außerdem setzt sich das Netzwerk für mehr Diversität und Repräsentation in der phantastischen Literatur ein.
Ihr kennt meine Einstellung zur WIKIPEDIA …
Die letzten Beiträge im Blog:
Fantasy #22 – Fluchtliteratur oder Realitätskritik?: Bölsche, Wilhelm – Drachen
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Fantasy #21 – Fluchtliteratur oder Realitätskritik?: Wild, Friedich – Drachen im Beowulf und andere Drachen – Wien (1962)
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Bibliotheca Universitas Phantastica #124 – Neues aus der Bibliothek
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Begleitende Literatur zur Phantastik #94: Heldenzeit – Kragl, Florian
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Utopie #52 – der NICHT-Ort in der Sekundärliteratur: Im Bann der Utopie – Kirchner, Verena – Winter, Heidelberg (2002)
Teaser …
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