Mmoranda ist dem belesenen Phantasten sicherlich ein Begriff. Jedoch zumeist als Buchreihe im Golkonda-Verlag. Tja, das hat sich jetzt, aufgrund der Veränderungen rund um den Golkonda-Verlag geändert. Hardy Kettlitz, der ursprünglich zusammen mit Hannes Riffel Ben Swerk (und im späteren Karlheinz Schlögel) den Golkonda-Verlag gegründet hatte, machte sich Anfang des Jahres mit dem Memoranda-Verlag selbstständig. Hier das erste Werk des Verlages …
Zunächst ist dies zunächst ein Band mit Primärliteratur des russischen Meisters. Die Arbeiten stammen aus der Zeit zwischen 1988 und 1993 und geben einen satirisch/kritischen Blick auf die politischen Verhältnisse der späten Sowjetunion wider. Im Anhang gibt es aber auch zwei sekundärliterarische Werke, die erwähnenswert sind:
Ivo Gloss: Kir Bulytschow – Phantast
Deutschsprachige Veröffentlichungen von Kir Bulytschow (=Igor Moshejko)
…
Bulytschows Science Fiction ist aber nicht nur zwischen Buchdeckeln, sondern auch auf Leinwand und Bildschirm präsent. Ein Verzeichnis der Filme, die im Zeitraum 1976 bis 2001 nach seinen Werken entstanden sind oder an deren Drehbuchentstehung er direkt beteiligt war, zählt zehn Kinofilme, acht Kurzfilme, acht Fernsehfilme bzw. Fernsehspiele sowie acht Trickfilme aus der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten sowie aus Polen und der Tschechoslowakei auf. …
'Kir Bulytschow-Phantast', Seite 269-284
SF Personality 17 – Titelcover
Memoranda hat aber auf sekundärliterarischem Gebiet noch viel mehr vor. Diese Woche erscheint noch „SF Personality 17 – Kurt Vonnegut“. Es handelt sich um eine neu bearbeitete Version der Shayol-Ausgabe. Es ist komplett neu überarbeitet und sehr umfangreich bebildert, wurde auch neu layoutet und erhielt ein neues Kapitel über die nach Vonneguts Tod erschienenen SF-Texte, das von Christian Hoffmann gestaltet wurde. Zusätzlich wurde eine neue, aktuelle deutsche Bibliographie von Vonnegut durch Joachim Körber erstellt.
Die weiteren Pläne hören sich auch gut an: Im Herbst wird „SF Personality 28 – Harry Harrison“ erscheinen. Diese Ausgabe ist schon so gut wie fertig und sollte zeitgerecht vorliegen (Ich habe meine Bestellung schon platziert :)). Darüber hinaus sind noch weitere drei Bücher für heuer in Vorbereitung.
Die Steinmüller-Werkausgabe ist bis Band 11 in Planung, dazu kommt noch der zweite Band der Best-of-Ausgabe von Michael Marrak. Am meisten freue ich mich aber über das halbe Dutzend Bände zur SF-Personality-Reihe, die in den nächsten vier Jahren zur Ausgabe anstehen. Sieben Ausgaben von sieben verschiedenen Autoren sowie mindestens zwei Neuausgaben.
Da hilft nur eines, Hände reiben und alles Gute wünschen – auf das es so läuft wie geplant …
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
Lesebändchen in der gebundenen Ausgabe
[Artikel] Kir Bulytschow in der WIKIPEDIA
Kir Bulytschow[1] (russisch Кир Булычёв; * 18. Oktober 1934 in Moskau; † 5. September 2003 ebenda) ist das Pseudonym von Igor Wsewolodowitsch Moscheiko (Игорь Всеволодович Можейко), einem der populärsten Science-Fiction-Autoren der Sowjetunion und des späteren Russlands. …
[Download] Leseprobe zu SF Personality 17 – Kurt Vonnegut
Die Reihe SF PERSONALITY existiert bereits seit 1994, zunächst in Form von im Copyshop produzierten Fanzines, später als Paperbacks im Shayol Verlag, dann ab 2015 in neuer Gestaltung und Ausstattung im Golkonda Verlag und seit Anfang 2020 im Memoranda Verlag. …
Es kam ziemlich protzig daher. 2,5 kg schwer und in einer Größe, dass normale Regale es nicht schlucken. 34,5 x 23,8 x 4 cm groß. Auch der Titel zeugt nicht gerade von Bescheidenheit: „The Book“ …
Zunächst setzen wir den Weg in Mittelerde fort und sehen uns philosophischen Gedanken ausgesetzt. Dann wird ein Werk zur feministischen Utopieforschung angesprochen und zu guter Letzt lernen wir etwas über Chemie uns Science-Fiction ……
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.