Schlagwort: Zukunftsforscher

Bibliotheca Universitas Phantastica #112 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 4. Mai und 5. Mai 2026

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Die „Widersprüche“ von Jean Améry sind in zwei Auflagen der Bibliothek erwachsen. Darin wäre im Besonderen der Essay „Gewalt und Gefahr der Utopie“ hervorzuheben. Diesen Artikel findet man auch in „Merkur, Nr. 253“ aus dem Jahr 1969. Dort ist auch der Essay „Zukunftsforscher und Zukunftsverhinderer“ von Robert Jungk zu lokalisieren. In „Die kollektive Intelligenz“ von Pierre Lévy hingegen findet sich u.A. „Kunst und Architektur des Cyberspace“, wobei auch das ganze Buch nicht zu verachten ist. Auf „humanithesia.org“ findet sich dazu eine umfangreiche, nach Kapiteln aufgegliederte, Rezension. Mein Rat: lesen …

Achtung: Bei den Änderungen sticht lediglich „Die Ungeheuer und ihre Kritiker“ heraus.
Das Buch wurde als Doublette erkannt und steht zur Abgabe im Doubletten-Shop bereit


Neuzugänge:
als Html-Ansicht-> 2026-06-05-Neuerungen-Bericht

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1.

Widersprüche
J. Améry

Klett-Cotta im Ullstein-Taschenbuch 39008 (1980), Klett

ISBN 978-3-548-39008-6

Abstract: ‚Gewalt und Gefahr der Utopie‘, ,Vom Nutzen und Nachteil der Ideologie für das Leben‘, Neue Klischees eines Linksemotionellen‘, ‚Rückkehr des Positivismus?‘, Die Grenzen der liberalen Toleranz‘ — dies sind nur einige der in diesem Band gesammelten kritischen und selbstkritischen Essays Jean Amerys zum Zeitgeschehen der sechziger Jahre. Der Titel ‚Widersprüche‘ markiert nicht nur die Absicht Amerys, Widerspuch gegen schablonenhaftes Denken anzumelden, sondern ist gleichermassen als Hinweis auf die Bereitschaft des Autors zu verstehen, seine eigene Position als den Widersprüchen des Zeitgeistes unterworfen zu akzeptieren. „Amery zieht es vor, seine Meinung zu sagen, solange das Sagen die Dinge beeinflussen kann — auch auf die Gefahr hin, sich zu irren —, statt durch Schweigen, im nachhinein, recht zu behalten. Schreiben ist für ihn eine Form von Praxis, mit Handeln identisch.“ (Stuttgarter Zeitung) …

Tags: Person->, Person->Amery, Carl, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Utopie/Dystopie, Utopie(n)->, {04.0} Bestand/Papier

2.

Gewalt und Gefahr der Utopie
J. Améry

WidersprücheKlett-Cotta im Ullstein-Taschenbuch 39008 (1980), Klett: 79–100

ISBN 978-3-548-39008-6

Tags: Person->, Person->Amery, Carl, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Utopie/Dystopie, Utopie(n)->, {04.0} Bestand/Papier

3.

J. Amery

Merkur, Nr. 253, 23. Jhrg., Mai 1969, Heft 5Merkur-Deutsche Zeitschrif für europäisches Denken 253 (1969), unbekannt (Hrsg.), Klett Ernst: 28ff

Tags: Magazin(e)->, Magazin(e)->Merkur, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Utopie/Dystopie, Utopie(n)->, {04.1} Bestand/Digital

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4.

Widersprüche
J. Améry

dtv dtv-Klett-Cotta 11322 (1990), Klett-Cotta

ISBN 978-3-423-11322-9
5.

R. Jungk

Merkur, Nr. 253, 23. Jhrg., Mai 1969, Heft 5Merkur-Deutsche Zeitschrif für europäisches Denken 253 (1969), unbekannt (Hrsg.), Klett Ernst

Tags: Magazin(e)->, Magazin(e)->Merkur, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Utopie/Dystopie, Utopie(n)->, Zukunft(s)->, Zukunft(s)->-forschung, {00.2} Gesucht/Inhalt teilweise vorhanden

6.

Kunst und Architektur des Cyberspace: Ästhetik der kollektiven Intelligenz
P. Lévy

Die kollektive Intelligenz: für eine Anthropologie des CyberspaceBollmann Kommunikation & neue Medien (1997), Bollmann: 124–134

ISBN 978-3-927901-89-6

Abstract: behandelt eine mögliche architektonische Gestaltung des Cyberspace unter der Voraussetzung, dass in absehbarer Zeit die meisten Bilder und Botschaften unseres Planeten in diesem neuen Raum vorhanden sein werden. Dann würden natürlich auch die unter-schiedlichsten Vorstellungen davon, was auf dieser „offenen Baustelle“ geschehen soll, aufein-ander prallen. Das Spektrum solcher Vorstellungen könne reichen von den hässlichen, in vielen Science-Fiction-Beiträgen avisierten Phantasien wie unbeherrschbare Finanzimperien oder Kriegen geklonter Wesen bis hin zu Räumlichkeiten, die eher einem griechischen Tempel oder einer gotischen Kathedrale gleichen. Wie immer der Cyberspace beschaffen sein wird, alle seine Elemente würden den „molekularen Charakter“ der digitalen Information haben. Hier glaubt Lévy nun, die Chancen abschätzen zu können, dass aus dem Cyberspace kein Herrschaftinstrument wird. Bisher sei die Entstehung von Sprachsystemen immer mit einer „Territorialisierung“ verbunden gewesen, in dem Sinne, dass die Sprache partikularisiert und ihr bestimmte (typischerweise kognitive) Deutungsmuster zur Aufrechterhaltung von Herrschaft zugewiesen wurden. Jetzt aber sei die Möglichkeit gegeben, so die These, die ‚Terri-torialisierung‘ der Sprache unwiderruflich zu beenden. Dazu müsse eine Art von Verfassung geschaffen werden, in der folgende Akzente gesetzt sind: — der Einsatz von Instrumenten, die Lernen und Wissensaustausch fördern — Kommunikationsstrukturen, die das Zuhören fördern — Systeme, die mit der Ausbreitung autonomer Individuen und Kollektive rechnen — semiotische Verfahren (z.B. Nutzung von Datenbeständen), die Majoritäten zugänglich sind (S. 133). „Wir plädieren hier für eine Architektur ohne Fundament, die derjenigen von Booten ähnelt, mit all deren ozeanographischen Instrumenten zur Navigation und Orientierung im bewegten Wasser. … Die Architektur der Zukunft, die alles andere sein will als ein Theater der Repräsentation, versammelt Flöße von Sinnbildern für die Durchquerung des Chaos.“ (S. 134) … (aus: https://humanithesia.org/levy-pierre-die-kollektive-intelligenz-eine-anthropologie-des-cyberspace)

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7.

Merkur-Deutsche Zeitschrif für europäisches Denken 253 (1969), unbekannt (Hrsg.), Klett Ernst

Abstract: Autoren: Jean Améry Helmut Kuhn Dieter Baacke Peter Gan Elisabeth Plessen Ernst Schnabel Boris Goldenberg Heinrich Böll Georg Jappe Gerda Zeltner Heinrich Vormweg Werner Kraft Robert Jungk Jürgen Schilling

Tags: Magazin(e)->, Magazin(e)->Merkur, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Utopie/Dystopie, Utopie(n)->, {00.2} Gesucht/Inhalt teilweise vorhanden

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Abstract: Eine ausführliche Rezension von: Lévy, Pierre: Die kollektive Intelligenz – Eine Anthropologie des Cyberspace …

Tags: Cyber->, Cyber->-space, Intelligenz(en)->, Intelligenz(en)->kollektive, Rezension(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.1} Bestand/Digital

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):
als Html-Ansicht-> 2026-06-05-Änderungen-Bericht

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1.

Reinkarnation
W. Abendroth

Fischer-Taschenbücher Perspektiven der Anthroposophie 5572 (1986), FISCHER Taschenbuch

ISBN 978-3-596-25572-6

Abstract: Der Autor ist der Frage nachgegangen, was Reinkarnation in der Anthroposophie Rudolf Steiners bedeutet. Die hier zusammengestellten und kommentierten Rudolf-Steiner-Texte machen das Buch zu einem Kompendium anthroposophischen Reinkarnationsverständnisses, sind ein Plädoyer wider das Gesetz der Einmaligkeit. …

Tags: Anthroposophie, Person->, Person->Steiner, Rudolf, Reinkarnation, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.0} Bestand/Papier

2.

T. Boyken und T. Scholz

Michael Ende – Poetik und Positionierungen (2023), T. Boyken, T. Scholz (Hrsg.), Springer Berlin Heidelberg: 1–12

ISBN 978-3-662-67731-5 978-3-662-67732-2

Abstract: Michael Ende ist eine Schlüsselfigur der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Seine Bücher gehörten seit den 1960er Jahren zu den Bestsellern der Bundesrepublik. Bis heute finden seine Texte große Resonanz, wie die Auflagenstärke seiner Bücher und deren zahlreiche Adaptationen, von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer bis zu Die unendliche Geschichte, belegen. Auch im Ausland ist Michael Ende einer der bekanntesten Autoren seiner Generation, mit eigens neu illustrierten Ausgaben in den USA und einem Michael-Ende-Archiv im Kurohime Märchenmuseum in Japan. Dass der Thienemann Verlag 2019 eine großformatige Prachtausgabe von Die unendliche Geschichte mit Illustrationen von Sebastian Meschenmoser herausgab, dürfte ein deutliches Zeichen der Relevanz und Aktualität seines Werks sein. Dagegen hängt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Michael Ende und seinen Texten deutlich hinterher. Zwar gibt es seit Mitte der 1970er Jahre Einzelstudien, die zumeist aus der Kinder- und Jugendliteraturforschung stammen – auch in den einschlägigen Lexika der Kinder- und Jugendliteratur hat der Autor seinen Platz –, doch fehlt es an einer systematischen Forschung, die sich mit der ästhetischen, literarischen und poetologischen Beschaffenheit von Endes Werk befasst. …

Tags: Person->, Person->Ende, Michael, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital

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3.

Ungeheuer und ihre Kritiker, Die: gesammelte Aufsätze
J.R.R. Tolkien

Hobbit-Presse (1987), C. Tolkien (Hrsg.), Klett-Cotta

ISBN 978-3-608-95257-5

Abstract: Im Vortrag „Beowulf: Die Monster und ihre Kritiker“ fordert Tolkien für den Umgang mit der bekanntesten altenglischen Dichtung überhaupt neue Maßstäbe ein, die sich an künstlerischer Absicht und Vorstellungswelt des unbekannten Autors orientieren, statt vorrangig nach Textvarianten, historischen Vorbildern und verwerteten „Bausteinen“ zu fragen. Damit ist nicht nur ein Richtungsstreit in der Philologie angesprochen, sondern wir erhalten auch Einblicke darin, wie sich Tolkien – gerade auch aus eigener Erfahrung als Erzähler – die zeitliche Tiefe in der Entstehung und Weitergabe einer „großen Geschichte“ und ihrer Motive vorstellt. Außerdem enthält dieser Band die Vorträge „Zur Übersetzung des Beowulf“, „Sir Gawain und der Grüne Ritter“, „Über Märchen“, „Ein heimliches Laster“ sowie „Rede zum Abschied von der Universität Oxford“.

Tags: Märchen->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Märchen/Sagen, {04.2} Bestand/Papier, {09.1} im Verkauf / Blog

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Die letzten Artikel:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

 
 

Begleitende Literatur zur Phantastik #2

Dieses Mal habe ich eine Auswahl mit großer Bandbreite vorbereitet. Zunächst wären da zwei lexikalische Titel. Einer im Bereich der „Geheimwissenschaften“ und ein Anderer für den Bereich „Mystik“. Nicht uninteressant und sie ergänzen eine phantstische  Handbibliothek hervorragend. Das dritte Buch ist eine Sammlung von Studien über das Hexenbild und die Hexenverfolgung. Kann durchaus als Hintergrundinfirmation zu Fantasystoffen gebraucht werden. Also:

Heinz/Kur - Propheten, Seher, Zukunftsforscher
Heinz/Kur – Propheten, Seher, Zukunftsforscher

Anette von Heinz/Frieder Kur
Propheten, Seher und Zukunfstforscher
Das große Buch der Geheimwissenschaften
gebundene Ausgabe, Sanssouci, Zürich (2000)
ISBN 3725411719

Was ist Chiromantie? Wer war Zarathustra? Was ist dran an Pendeln und Wünschelruten? Diese Buch bietet eine umfassende Zusammenstellung von Techniken und Theorien der Zuunftsdeutung: Über die Kunst fernöstlicher Selbstversenkung wird ebenso berichtet wie über die Propheten des Alten Testaments, die moderne Quantentheorie und die Biographien großer Forscher auf dem Gebiet der Weissagung und Zukunftsforschung …gut aufgemachtes Buch …

Antiquarisch gesichtet: Kleinster Preis: 1.96 EUR, größter Preis: 32.25 EUR, Mittelwert: 8.13 EUR

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