Schlagwort: Emanzipation

[Medienhinweis] #206: #fantastischeFRAUEN – tor-online.de

Endlich Zahlen und Fakten über deutschsprachige Science-Fiction-Autorinnen

von Theresa Hannig  auf tor-online.de

Gibt es wirklich nur so wenige Frauen, die SF schreiben, oder sind sie nur nicht sichtbar?…

tor-online.de - 2022-03-03

Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit der Frage, wie hoch der Anteil deutschsprachiger Science-Fiction-Autorinnen im Vergleich zu den männlichen[1] Kollegen ist. Die erstaunliche Antwort war bis vor kurzem: Das ist nicht bekannt! Egal wen ich fragte, egal wo ich recherchierte, nirgends gab es eine Antwort darauf. Also ergriff ich selbst die Initiative, gründete das Forschungsprojekt #fantastischeFRAUEN und machte mich auf die Suche nach den Zahlen! Und dabei liege ich offenbar voll im Trend, denn zurzeit werden eine ganze Menge Frauen gezählt: weibliche Vorstände in DAX Unternehmen; Ministerinnen im Ampel-Kabinett; Frauen, die Literaturpreise gewinnen, und Frauen, die in Filmen mehr zu sagen haben als eine Stehlampe[2]. Ja, wir leben in einer Zeit, in der die Gleichberechtigung immerhin so weit fortgeschritten ist, dass wir die Frauen zählen können! Und wir müssen es tun, damit wir uns der immer noch bestehenden Schieflagen in gewissen Bereichen von Politik, Kultur und Gesellschaft bewusst werden. […]

Auszug Artikel


… und zu den letzten Artikel im Blog:


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Nicht schon wieder WIKIPEDIA…

Ich bitte um Entschuldigung, dass in einem Blog über Sekundärliteratur dieses Thema immer weder aufgegriffen wird. Aber es betrifft im Speziellen die WIKIPEDIA und diese ist für den Blog nicht unwichtig. Als Nachschlage- und  Inspirationsquelle. Daher halte ich es für legitim das Thema auch hier zu behandeln.

Heute früh habe ich einen Folgeartikel zur WIKIPEDIA-Sache auf meinem „Privat“-Account bei Facebook geteilt. Und zwar:

Woienerinj

Prädikat: „Nicht relevant“ – Warum das (männliche) Wikipedia gefährlich ist

Zugegeben, der Artikel ist von „Der Wienerin“ ins Netz gestellt worden, aber ist ja legitim.

Es dauerte nicht lange, da kamen schon Kommentare wie: „Nicht schon wieder“ bzw. „Alles andere – insbesondere die Unterstellung, Wikipedia sei frauenfeindlich – halte ich für Übertreibung.“

Nun, ich denke, ob es uns gefällt oder nicht, das Thema wird uns noch längere Zeit verfolgen. Es wird zwar, zugegeben, derzeit hochgehalten, aber man kann nicht leugnen, wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt, dass es durchaus berechtigt ist. Es gibt diese Probleme und man sollte nicht daran vorbeischauen.

Es gibt sehr viele Ärsche (T’schuldigung, aber es ist so) von Männern, die Frauen bewusst niedermachen. Und in manchen Ecken treten sie gehäuft auf (da sind die rechten Ecken noch gar nicht ausgeleuchtet). Da muss man nur auf so manchem Stammtisch die Ohren aufmachen. Dazu gibt es noch viel mehr, die es unbewusst machen (Erziehung prägt). Da spricht die Doppelbelastung der Frau im Haushalt und die übliche frauenlastige Kindererziehung Bände. Von der ungerechten Schlechterbezahlung im Job reden wir da noch gar nicht.

Die WIKIPEDIA IST meines Erachtens (zumindest) nicht frauenfreundlich

Da gibt es Untersuchungen darüber, welche das belegen. Punktum. man kann jetzt die Glaubwürdigkeit der Untersuchenden anzweifeln, die Werkzeuge der Untersuchung schlechtreden oder die „Emanzen“ dafür verantwortlich machen.

Die Gleichberechtigung der Frau im 21.Jahrthundert ist ein Mythos.

Man kann jetzt diskutieren über die Gründe und Schuldigen, über die Möglichkeiten es zu ändern und die Probleme es durchzuziehen, aber man sollte nicht blind werden gegenüber des wahren Problems. Und das sage ich als Mann, als selbst Gelegenheits-Macho und Bügel-Verweigerer …

Die Wikipedia, so sehr ich sie schätzte (auch das muss hier gesagt werden) hat eine globale Verantwortung gegenüber jedermann. Auch gegenüber den Frauen im Besonderen. Sie muss sich dieser Verantwortung bewusst werden und danach handeln. Man kann nicht für sich beanspruchen die Welt in seinen Grenzen zu beherbergen (enzyklopädisch) und Teile (auch nach Bevölkerungszahlen) dieser Welt nicht sachgemäß zu behandeln. Und ich sage bewusst „sachgemäß“. Die Debatte muss sachlich bleiben und von Vertrauen und Hochachtung vor dem Anderen getragen sein. Es muss möglich sein, dass sich die Geschlechter auf Augenhöhe begegnen – in der WIKIPEDIA (und überall).

Jedenfalls hilft kein „nicht schon wieder“ und „ich glaube das nicht“ weiter, einen Zustand herzustellen, der eigentlich selbstverständlich sein sollte.

So dass musste von der Seele …