am 4. Februar 2026
Neuzugänge:

Wissenschaft und Kunst 20 (2012), Heidelberg, D. Daphinoff, B. Hallensleben (Hrsg.), Universitätsverlag Winter
Abstract: Es ist die Sterblichkeit, die das Nachdenken über die Unsterblichkeit provoziert und nährt, sei es im Sterben des Individuums oder im Untergang der Nation. Von Woody Allen ist der Ausspruch bezeugt: „I don’t want to achieve immortality through my work, I want to achieve it by not dying.“ In der Trotzhaltung des amerikanischen Filmemachers erfährt die Spannung zwischen Wunsch und Wirklichkeit, die der menschlichen Existenz eignet, eine zugespitzte Formulierung. Ist sie Ausdruck des unerschütterlichen Fortschrittsglaubens des modernen Menschen oder ein Beweis seiner zunehmenden Gottesferne? Ist sie nostalgische Sehnsucht oder Hybris? Ist ewiges Leben – oder auch ‚nur’ ein (zu) langes Leben – überhaupt wünschenswert? Auf solche und ähnliche Fragen versucht der Band mit Beiträgen von Fachleuten aus Philosophie, Theologie, Anthropologie, Geschichte, Germanistik, Romanistik und Anglistik mögliche Antworten zu finden. …
Tags: Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, Tod->, Unsterblichkeit, {04.0} Bestand/Papier
Unsterblichkeit: Vom Mut zum EndeWissenschaft und Kunst 20 (2012), Heidelberg, D. Daphinoff, B. Hallensleben (Hrsg.), Universitätsverlag Winter: 173–184
Tags: Person->, Person->Baxter, Stephen, Roman(e)->, Roman(e)->Titel: Ring (Baxter, Stephan-1994), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Unsterblichkeit, Weltraum->, Weltraum->-erkundung, {04.2} Bestand/Papier+Digital
Unsterblichkeit: Slawische Variationen (2021), Berlin, T. Petzer (Hrsg.), Mattes & Seitz: 496
Abstract: In Stanisław Lems philosophischem Werk „Dialoge“ (1957) ist die Debatte über die Gehirntransplantation ein zentrales Gedankenexperiment zur Erforschung von Identität und Kybernetik. Der Kern des Dialogs lässt sich so zusammenfassen: Das Experiment: Lem entwirft ein Szenario, in dem ein Gehirn schrittweise durch künstliche Komponenten ersetzt wird oder in einen neuen Körper verpflanzt wird. Die zentrale Frage: Er untersucht, ab welchem Punkt die individuelle Identität verloren geht. Bleibt das „Ich“ erhalten, wenn die biologische Hardware (das Gehirn) gegen eine funktionell identische mechanische Kopie ausgetauscht wird? Kybernetische Sicht: Lem nutzt die damals junge Kybernetik, um zu argumentieren, dass das Bewusstsein nicht an eine spezifische Materie gebunden sein muss, sondern an die Informationsstruktur und die Prozesse. Kontinuität vs. Kopie: Er problematisiert das Paradoxon, dass eine perfekte Kopie Ihres Bewusstseins zwar behaupten würde, „Sie“ zu sein, Ihr ursprüngliches Bewusstsein aber dennoch erloschen sein könnte. Die „Dialoge“ gelten heute als Vorläufer moderner Debatten über Mind Uploading und künstliche Intelligenz. …
Tags: Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Unsterblichkeit, [08] Import BookCat, {04.2} Bestand/Papier+Digital
Unsterblichkeit: Vom Mut zum EndeWissenschaft und Kunst 20 (2012), Heidelberg, D. Daphinoff, B. Hallensleben (Hrsg.), Universitätsverlag Winter: 185–206
Tags: Literarische Fabelwesen->, Literarische Fabelwesen->Vampir(e)->, Seifenoper, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, Tod->, Unsterblichkeit, {04.2} Bestand/Papier+Digital
Bücher im Gespräch (2022), Berlin, Leibnitz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung
Abstract: In den gegenwärtig hitzig geführten Diskussionen um Trans- und Posthumanismus ist das Thema Unsterblichkeit geradezu allgegenwärtig. Im Vordergrund stehen dabei zumeist US-amerikanische und westeuropäische Autoren und Konzepte, slawischsprachige Perspektiven sind außerhalb von Fachkreisen kaum bekannt. Dabei gibt es in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, Mittel- sowie Südosteuropas seit Ende des 19. Jahrhunderts lebhafte Diskussionen und Versuche, das menschliche Leben potentiell unendlich zu entgrenzen. Die von Tatjana Petzer herausgegebene Anthologie zu »slawischen Variationen« der Unsterblichkeit stellt eine Auswahl dieser Positionen teils in deutscher Erstübersetzung vor, in deren Zusammenschau über Landes- und Disziplinengrenzen hinweg Gemeinsamkeiten und Verflechtungen sichtbar werden. Ist von Unsterblichkeit die Rede, sind metaphysische Überlegungen zum Nachleben häufig nicht weit. Die in der Anthologie versammelten Texte eint jedoch, dass sie Unsterblichkeit zuvorderst als physisches Phänomen betrachten, das mit den Mitteln der Naturwissenschaft erklärt bzw. erreicht werden kann. Biologen, Mediziner und Physiker, aber auch Schriftsteller und Publizisten entwickelten im Laufe des 20. Jahrhunderts verschiedene ›Unsterblichkeitstechniken‹, mit deren Hilfe sie den Tod zu überwinden hofften. Während der Physiker und Experimentalbiologe Porfiri Bachmetjew dabei auf die Anabiose, das Einfrieren des Organismus und sein Wiederauftauen bei günstigeren Bedingungen setzte, strebte die Kybernetik, im Band wissenschaftlich durch Tanju Kolew, in literarischer Form durch Stanisław Lem vertreten, eine Überwindung des biologischen Körpers mittels Informations- und Transplantationstechnik an. In den literarischen Entwürfen Stanislav Vinavers und Andrej Platonows wiederum soll die Elektrizität den Tod besiegen, wie es auch in Lenins Ausspruch »Kommunismus – das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des Landes« anklingt. Neben der individuellen stand im sowjetischen Diskurs stets auch die soziale Unsterblichkeit des Kollektivs zur Debatte, die ihre Form in der mit der russischen Revolution plötzlich erreichbar scheinenden kommunistischen Zukunftsgesellschaft neuer Menschen finden sollte. Deutlich tritt hier insbesondere bei Platonow die Spannung zutage, die sich zwischen dem befreienden Potenzial der Unsterblichkeit und der unendlichen Arbeit auftut, die mit ihr einhergehen kann. Dem unsterblichen Körper droht jedoch nicht nur die unendliche Ausbeutung seiner Arbeitskraft, sondern auch unsägliche Langeweile, vom Immunologen Ilja Metschnikow auf den Begriff der Lebenssättigung gebracht. Juristische Probleme bleiben ebenso wenig aus: Gibt es eine Pflicht zu leben? Und wie steht es, ist der natürliche Tod einmal abgeschafft, um gegenwärtig umstrittene Fragen wie die von Suizid und Sterbehilfe? …
Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):
DialogeEdition Suhrkamp (es) 1013 Neue Folge 13 (1980), Frankfurt/Main, Suhrkamp Verlag: 307–319
Tags: Person->Lem, Stanislaw, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, [08] Import BookCat, {04.2} Bestand/Papier+Digital

(2021), Berlin, T. Petzer (Hrsg.), Mattes & Seitz
Abstract: Kann der Tod überwunden, der Mensch unsterblich werden? Erkenntnisse der natur- und lebenswissenschaftlichen Forschung seit der Moderne haben ein neues Bewusstsein für Sterblichkeit und Vergänglichkeit geschaffen sowie Ideen über die Verlängerung des Lebens und physische Unsterblichkeit auf den Prüfstand gestellt. Wegweisende Befunde und Entwürfe slawischer Autoren reihen sich nicht nur in zeitgenössische und aktuelle Diskussionen ein, sondern haben auch eigene Visionen und Technologien mit kulturspezifischer Signatur hervorgebracht. In den Entwicklungen experimenteller Disziplinen, etwa der medizinischen Kybernetik, Robotik und Quantenphysik, erkannten sie Möglichkeiten zur Entgrenzung des Lebens. Heute sind diese Positionen und Suchbewegungen in der Immortologie programmatisch verankert. Von Porfiri Bachmetjew bis Dimitri Itzkow, von Maxim Gorki bis Borislav Pekić haben eine beeindruckende Reihe slawischsprachiger Forscher, Visionäre und Schriftsteller ihre einzigartige, ebenso spekulative wie fruchtbare Perspektive auf das menschliche Leben und die Unsterblichkeit formuliert. …
Tags: Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, Unsterblichkeit, [08] Import BookCat, {04.0} Bestand/Papier

Edition Suhrkamp (es) 1013 Neue Folge 13 (1980), Frankfurt/Main, Suhrkamp Verlag
Abstract: In diesem Werk, das in einer Reihe steht mit seiner Summa Technologiae (1976) und Phantastik und Futurologie (1977), unternimmt Stanislaw Lem eine Neuschöpfung der sokratischen Dialoge, sokratischer Dialoge in einer Zeit, in der die traditionellen Themen der Philosophie, Theologie und Gesellschaftstheorie, vor allem unter dem Einfluß der Kybernetik, eine neue Darstellung erfahren. Die in der Zukunft liegenden Konsequenzen, die die weiter fortschreitende Konstruktion von Computern zeitigen werden – von einem eventuell möglichen ewigen Leben des Individuums bis zur Konstruktion neuer Gesellschaftsformationen – suchen diese Dialoge zu explorieren und zu bewerten.
Tags: Kybernetik->, Person->, Person->Lem, Stanislaw, Sokrates, Wissenschaft(s/en)->Kybernetik, [08] Import BookCat, {04.0} Bestand/Papier
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