Kategorie: Medienhinweis(e)

[Medienhinweis] #251: „The Book“ – thebook.de

Der ultimative Wegweiser zum Wiederaufbau einer Zivilisation

von Hungry Minds auf thebook.de

Von (Un)Sinn, (Un)Wert und (Un)Brauchbarkeit …

Es gibt kein anderes Buch wie dieses. Derzeit sind Informationen über Erfindungen hier und da in langweiligen Lehrbüchern und Handbüchern verstreut, die weder verständlich noch inspirierend sind. The Book präsentiert die bedeutendsten Fakten über unsere Kultur und kombiniert diese mit den Ideen, die nicht von dieser Welt sind, und wunderbaren Illustrationen. Es ist das erste Buch dieser Art über diese spektakulären Erfindungen. […]

Auszug Buchbeschreibung

Es kam ziemlich protzig daher. 2,5 kg schwer und in einer Größe, dass normale Regale es nicht schlucken. 34,5 x 23,8 x 4 cm groß. Auch der Titel zeugt nicht gerade von Bescheidenheit: „The Book“ – prangt da im silbrig-blau unterlegten Look von der Titelseite. „Der ultimative Wegweiser zum Wiederaufbau einer Zivilisation“.

Gleich vorweg: Das Buch ist etwas für Buch-Liebhaber. Es strömt den Geruch von Buch aus. Liegt schwer und wichtig in der Hand, ist eine Augenweide am Pult und im Regal und hat alles, was ein Buch zu einem wertvollen und geschätztem Besitz macht.

Hungry Minds, anscheinend in London ansässig, bietet für Interessierte eine eigene deutschsprachige Website, in der neben der Kaufmöglichkeit (aber Vorsicht: prüfe zuvor noch andere Kaufplattformen) einiges an interessanten Informationen rund um das Buch angeboten wird.

Nun, ob das Buch ein Kompendium zum Wiederaufbau einer Zivilisation nach einem Shutdown ist, das sei dahingestellt, aber das Buch ich eine Fundgrube menschlicher Kulturleistungen.

Geht man nun zuerst vom Text aus, so wird in den beispielhaft angeführten Themenbereichen Medizin, Werkstoffe, Mechanik, Militär, Alltagsleben, Landwirtschaft, Unterhaltung, Musik und Gesellschaft eine Vielzahl an Mechanismen, Prozessen und Materialien beschrieben, die auf dem Weg der Menschheit in das Heute gefunden, erfunden und praktiziert wurden und werden.

Die 400 Seiten sind angefüllt, ja fast schon überladen mit Illustrationen:

„Faszinierende selbst gemachte Illustrationen kombinieren Ingenieurzeichnungen und mittelalterliche Kunst und stellen die Struktur von Geräten und Materialien des Multiversums dar. Dieses Buch zeigt, wie neue Ideen in verschiedenen Multiversen bei verschiedenen Erfindern entstehen. The Book ist die Hommage an die menschliche Vorstellungskraft, an die Fähigkeit, außerhalb der alltäglichen Realität zu denken. Es wurde von Träumern für Träumer gemacht. Seva und Timur, die Gründer von The Book“
(Quelle: Webpage „The Book“)

Obwohl mich viele Illustrationen an solche in lang vergangenen Kinder-Wissens-Bücher erinnern, finde ich sie trotzdem passend. Der teilweise cyperpunkige Look erzeugt ein Retro-Gefühl, das etwas Heimeliges und Behütendes in sich trägt.

Cyberpunk ist ein Subgenre der Science-Fiction, das sich durch seine dystopischen Zukunftsvisionen, die Verschmelzung von Mensch und Technologie sowie die Themen der sozialen Dekadenz und der Macht großer Konzerne auszeichnet. Es entstand in den 1980er Jahren und wurde durch Werke wie William Gibsons „Neuromancer“ populär.

„The Book“ scheint Elemente des Cyberpunk aufzugreifen, indem es die Errungenschaften der menschlichen Zivilisation in einem Kontext darstellt, der sowohl die Fortschritte als auch die potenziellen Gefahren technologischer Entwicklungen beleuchtet. Die aufwendigen Illustrationen, die eine Mischung aus Ingenieurzeichnungen und mittelalterlicher Kunst darstellen, könnten als visuelle Hommage an die Ästhetik des Cyberpunk verstanden werden, die oft komplexe technische Darstellungen und eine Verschmelzung von Vergangenheit und Zukunft beinhaltet.

Die Entstehungsgeschichte des Buches seit 2020, von der Idee über eine Kickstarter-Kampagne bis hin zur Zusammenarbeit mit Experten und Illustratoren, spiegelt den DIY-Geist wider, der auch im Cyberpunk präsent ist. Diese Bewegung betont oft die Macht der Individuen und kleinen Gruppen, große und innovative Projekte außerhalb traditioneller Strukturen zu realisieren. Die Illustratoren sind meiner Meinung nach aber auch die wahren Helden dieses Buches.

Insgesamt könnte „The Book“ durch seine Darstellung technologischer und kultureller Errungenschaften sowie durch seine künstlerische Gestaltung als ein Werk angesehen werden, das sowohl von der Geschichte als auch von den Visionen des Cyberpunk inspiriert ist. Dies könnte es besonders für Leser interessant machen, die sich für die Schnittstelle von Technologie, Kunst und Gesellschaft interessieren.

Das Buch lädt einem ein, in der menschlichen Kulturgeschichte zu stöbern. Es regt an, sein Wissen etwas aufzufrischen, und es lässt staunen, was so alles als selbstverständlich genommen wird, obwohl es das eigentlich nicht ist oder sein sollte.

Und so stellt sich die Frage, ob dieses Buch einen Geldbetrag jenseits der 100 Euro rechtfertigt? Sieht man es alleine vom Handwerklichen her, so kann man einen solchen Preis durchaus rechtfertigen. Die solide Verarbeitung in Halbleinen mit starkem Einband, die Papierqualität, das Lesebändchen garantiert ein sehr gutes Buch, dessen Qualität für ein langlebiges Lesevergnügen bürgt. Die künstlerische Qualität der Illustrationen, die Verständlichkeit der Texte und die Auswahl der Themen, lässt ebenfalls nichts zu wünschen übrig.

Aber, im Grunde ist es ein Jugendbuch und so frage ich mich, ob die Zielgruppe für dieses Buch den Aufwand auch trägt.

Die Analyse von „The Book“ zeigt wichtige Aspekte, die bei der Bewertung solch eines außergewöhnlichen Werkes berücksichtigt werden sollten. Die Kombination aus ästhetischer Qualität und inhaltlicher Tiefe macht es in der Tat zu einem potenziellen Schatz für Bildung und Sammlung.

Die Entscheidung über den Preis ist oft eine schwierige Abwägung zwischen Produktionskosten, Zielmarkt und dem wahrgenommenen Wert des Buches durch den Konsumenten. Bei einem Preis von über 100 Euro ist es entscheidend, dass der Verlag oder die Autoren deutlich machen kann, was dieses Buch von anderen unterscheidet.

Für Bildungseinrichtungen könnte „The Book“ als eine Art Lehrmittel angesehen werden, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zur ästhetischen Bildung beiträgt. In diesem Kontext könnte der Preis als Investition in qualitativ hochwertige Bildungsressourcen gerechtfertigt sein.

Für Sammler und Kunstliebhaber bietet das Buch möglicherweise einen doppelten Wert: als Besitztum und als Inspirationsquelle. Die Geschichte seiner Entstehung und die damit verbundene Leidenschaft und Hingabe können es zu einem noch begehrenswerteren Objekt machen.

Letztendlich wird der Markt entscheiden, ob der Preis gerechtfertigt ist. Es bleibt abzuwarten, wie das Buch von der Zielgruppe aufgenommen wird und ob es die Erwartungen an ein Bildungs- und Kunstwerk erfüllen kann. Die Einschätzung, dass es für diejenigen, die den Wert erkennen, eine lohnende Anschaffung sein könnte, ist ein wichtiger Punkt, der potenzielle Käufer dazu anregen könnte, über den rein monetären Wert hinaus zu denken.

Mich hat das Buch für sich eingenommen …


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[Medienhinweis] #250: Gedanken zu einem Skandal – Klaus Marion in: Andromeda Nachrichten 286

Gedanken zu einem Skandal

von Klaus Marion in Andromeda Nachrichten 286

Der HUGO-Skandal 2023 in einer Betrachtung, die ich euch nicht vorenthalten möchte, wenn ihr sie nicht schon im Original gelesen habt. Für jene, die nicht SFCD-Mitglied sind und daher die Andomeda Nachrichten nicht bequem ins Haus geliefert bekommen. Auch für jene, die um die Möglichkeit der kostenlosen Bezugsmöglichkeit der Andromeda Nachrichten als PDF-Exemplar nicht wissen.

Ich finde, es ist an def Zeit sich über solche Preise Gedanken zu machen und das macht Klaus Marion in sehr eindringlicher Art, die ich gut finde. Dies möge als Warnung auch für unsere Literaturpreise wie KPL und Vinzent-Preis oder den DSFP dienen. Nicht dass ich diesen solche Abwege zutraue, aber in grundsätzlicher Art. Man muss immer wieder hinterfragen, ob das was entschieden wird auch das richtige ist und kein Holzweg.  …

 

Andromeda Nachrichten 286

 

Was ist genau passiert:
Die Verantwortlichen beim HUGO Award (um es klar zu sagen: amerikanische Vertreter der HUGOS und  langjährige und geachtete Mitglieder der Fanszene) haben anscheinend während der Nominierungsphase Angst bekommen, dass das politische China ein Problem mit Themen und insbesondere mit der chinesisch- stämmigen Herkunft einiger Autoren haben könnte.‘ Veröffentlichte (geteakte) [vermutlich: geleakte Anm.d.Erstellers] Mails lassen erkennen, dass man befürchtete, dass Auslandschinesen als Autoren oder auch Themen mit Bezug zu China (insbesondere historische Einordnungen) die politische Führung der Volksrepublik verärgern oder gar zu einem Eingreifen bewegen könnte, und hat dann Autoren und ihre Werke als »nicht zulassungsfähig« (»not eligible«) aus der  Nominierungsphase genommen.
Belegt ist das für die Autoren Neil Gaiman,R. F. Kuang, Xiran Jay Zhao und Paul Weimer.[…]

Auszug Artikel Andromeda Nachrichten 286, Seite 90

Die angesprochenen Vorgänge haben mir schon einiges zu denken gegeben. Wenn ein Literaturpreis, den ich immer für einigermaßen korrekt gehalten habe, auf solche Weise benutzt und abgewertet wird, so stellt sich die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, derartige Preise zu vergeben. Wenn auch nur ein Teil der angesprochenen Vorgänge so stattfanden, wie beschrieben, so halte ich den Preis für gravierend beschädigt. Zum Schaden der Literaturschaffenden. Aber lest selbst die Ausführungen von Klaus Marion und macht euch eure eigenen Gedanken …

oder

der download des Artikel hier im Blog: Marion, Klaus – Gedanken über einen Skandal

Übrigens unter: https://sfcd.eu/publikationen/andromeda-nachrichten.html könnt ihr euch die Andromeda Nachrichten ab Nummer 252 kostenlos herunterladen …


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[Medienhinweis] #249: Talkien 24, Science Fiction und Medizin – youtube.com

Talkien 24 – Science Fiction und Medizin

im Youtube-Kanal „Brennende Buchstaben“ von Thorsten Küoer und Frederic Brake

Die medizinische Forschung liefert traditionell Motive für die Science Fiction Literatur. Schon in Shelleys Frankenstein geht es um einen Toten, der von einem Wissenschaftler mit Gottkomplex wieder zum Leben erweckt wird. Wissenschaft ist eindeutig eine Inspiration für die Literatur. Bekanntermaßen beeinflusst die Fiktion Design und Technologie. Wirken sich Visionen der Science Fiction auch auf die reale Medizin aus? Kann Science Fiction ein Ideenlieferant für echte medizinische Fortschritte sein? Verlängern die Einfälle von Autoren schon jetzt Leben oder verbessern die Lebensqualität von Menschen mit körperlichen Einschränkungen? Wie beeinflussen sich erträumte medizinische Fortschritte und reale Wissenschaft gegenseitig? Darüber sprechen wir mit Maike Braun, S.C. Menzel, Jannis Radeleff, Thomas Sebesta und Mala Mukherjee Suess.
Also schauet es zahlreich!…

…eine sehr starke Diskussionsrunde, die sich schnell zum Selbstläufer entwickelt hat[…]

Auszug Artikel in SF-Netzwerk

Gesern war es soweit. Ich durfte die ersten Erfahrungen in einer Online-Gesprächsrunde machen und es war sehr interessant und lehrreich. Die Gesprächsrunde war sehr ausgewogen besetzt und das Klima ausgesprochen locker und aufgeschlossen. Ich kann es euch nur anraten, die rund zweistündige Diskussion zum Thema Science Fiction und Medizin anzuhören.

Daneben sei auch noch gesagt, dass auch die weiteren, schon früher aufgenommenen Folgen der „Brennenden Buchstaben“ sehr hörenswert sind. Insbesondere die Folgen zu den Drogen und dem religiösen Fanatismus seien euch ans Herz gelegt.

Frederic Brake und Thorsten Küper haben eine Institution geschaffen, die eine Bereicherung für die Science-Fiction-Szene darstellt. Ich finde sehr unterhaltsam und voll von Anregungen und Denkanstößen.

Viel Vergnügen dabei


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[Medienhinweis] #248: Hirnkost – Hilferuf zur Rettung des Verlags – news.hirnkost.de

Der Hirnkost Verlag hat in seinem aktuellen Newsletter eindringlich um Hilfe bzw. Unterstützung gebeten, ohne die ein Weiterbestehen nicht möglich sein wird

von Klaus Farin auf news.hirnkost.de

Von den Problemen zu hören, geht nicht nur mir als Käufer des SF-Jahres unter die Haut. Hirnkost bietet wunderschön aufgemachte Wiederveröffentlichungen von klassischer deutschsprachiger SF, hat das legendäre Science Fiction Jahr vor dem Aus gerettet, bietet auch Themen um Jugend- bzw. Gegenkultur und Musik. Vielleicht kann und mag ja jemand helfen oder weiß Hilfe. Es wäre schade um diesen Verlag, darum stelle ich mich hier in den Dienst der Verbreitung des Hilferufes soweit möglich …

Hirnkost Verlag - 2022-09-16

Vor wenigen Monaten sah alles gut aus: Die Corona-Flaute schien überwunden – Ende April hatten wir bereits den Jahresumsatz von 2021 erzielt. Dann kam der Krieg. Die Inflation. Die Horrormeldungen. Die ungewisse Zukunft.
Im Mai und Juni mussten wir mehr Geld an den Buchhandel für Remissionen (zurückgesendete Exemplare) zurückzahlen, als wir Umsätze im Buchhandel erzielten. Bei monatlich 9.800 Euro Festkosten und ohne Rücklagen ein Problem. Der Sommer ist immer umsatzschwach, jetzt hoffen alle auf das Weihnachtsgeschäft. Doch inzwischen vergeht kein Monat, in dem nicht ein Verlag, keine Woche, in der nicht eine Buchhandlung aufgibt. Selbst einer der größten Papierproduzenten, Hakle (wenn auch nicht unbedingt Buchpapier 😊, aber die extremen Kostensteigerungen in dem Bereich treffen uns genauso), ist in die Insolvenz gegangen. Wir wollen nicht in dieser Liste auftauchen. Wir wollen weitermachen. Gerade erst haben wir mit den Wiederentdeckten Schätzen der deutschsprachigen Science Fiction eine 40-bändige Reihe gestartet, deren letzter Band zu meinem 80-jährigen Geburtstag erscheinen wird. Mein Plan ist, dass ich bei der Feier dabei bin.
Ich bin ein optimistischer Mensch. Ich glaube, dass Hirnkost ein guter Verlag ist und viele Menschen unsere Bücher vermissen würden, wenn es uns nicht mehr gäbe. Schon als ich das Archiv der Jugendkulturen 1997 – vor 25 Jahren – initiiert habe und einen Großteil meiner privaten Rentenversicherung darin „investiert“ habe, haben mich viele für verrückt gehalten. „Das rechnet sich nie.“ Das „rechnet“ sich in der Tat heute noch nicht. Aber das Archiv der Jugendkulturen lebt und wirkt. Und darauf kommt es an. So auch der Verlag, der im nächsten Jahr sein 20. Jubiläum feiern wird. Mit 150 Büchern. Viele davon hätte kein anderer Verlag veröffentlicht.
Aber Optimismus alleine wird leider nicht genügen. Ich selbst kann den Verlag nun nicht mehr am Leben erhalten. Meine Reserven sind aufgebraucht, seit Corona und den dadurch ausfallenden Vorträgen usw. lebe ich selbst von rund 800 Euro im Monat. Es fällt mir sehr schwer, aber es ist notwendig: Ich muss um Unterstützung bitten. Hirnkost braucht schlicht Geld, um die nächsten Monate zu überleben. Die Miete zu zahlen, die Gehälter (nicht für mich, ich leite den Verlag ehrenamtlich), für die Druckkosten etc. der kommenden Bücher. Wir brauchen 25.000 Euro bis Ende November. Egal, ob als Spende, Kredit oder über mehr Einnahmen in unserem Shop. Hier im Detail, was möglich ist, um unser Überleben zu sichern:
 
1.) Uns einen Kredit geben. Wer uns 5.000 Euro gibt, erhält 5.500 Euro ab 2023 in elf monatlichen Raten à 500 Euro zurück, wer uns 10.000 Euro leihen kann, erhält 11.000 Euro in elf Raten à 1.000 Euro zurück. Ja, wir zahlen wesentlich mehr Zinsen als jede Bank und alle anderen Anlagemodelle bieten. Aber das finde ich okay. Wer uns einen Kredit gibt, hilft uns schließlich zu überleben. Und es sind Menschen, die uns helfen, nicht Banken und anonyme Konzerne. Menschen, die etwas Gutes tun wollen und deshalb auch verdient haben, davon selbst ein wenig zu profitieren.
 
2.) Wer es sich leisten kann, uns Geld zu spenden, kann dies über unsere Stiftung Respekt! machen, die wie der Verlag vom Archiv der Jugendkulturen gegründet wurde und heute der größte Anteilseigner des Verlages ist. Hier ist die Bankverbindung: GLS Bank, Konto-Inhaber: Respekt! – Die Stiftung; IBAN: DE13 4306 0967 1126 1636 00; BIC: GENODEM1GLS oder auch Paypal: spenden.respekt@jugendkulturen.de. Ab 200 Euro schicke ich eine Spendenquittung, darunter genügt dem Finanzamt der Überweisungsbeleg.
 
3.) Selbst Gesellschafter:in des Hirnkost Verlags werden, sozusagen mein Boss 😏. Ein Anteil kostet 5.000 Euro; diese können von der Steuer abgeschrieben werden. Es gibt keine weitere Haftung o. ä. Dafür aber lebenslänglich ein Exemplar jeder Neuerscheinung druckfrisch und kostenlos nach Hause geschickt. Nie wieder Probleme mit passenden Weihnachts-, Geburtstags- oder Partymitbringgeschenken.
 
4.) Veranstalter:innen jeglicher Art: Ladet uns auf Eure Kongresse, Fachtagungen und andere Events ein. Wann immer wir können, machen wir gerne Büchertische. Ladet unsere Autor:innen zu Lesungen, Vorträgen, Diskussionen ein.
 
5.) Bücher bestellen in unserem Shop. Gerne auch im inhabergeführten Buchladen um die Ecke, denn der Buchhandel insgesamt kränkelt und braucht jede Unterstützung. Aber bei Direktbestellungen im Shop bleiben eben 100 Prozent des Ladenpreises bei uns. Wer gerade selbst keinen Bedarf an Büchern hat, kann diese auch verschenken. Da gibt es einmal unsere durchaus beliebten Überraschungspakete oder auch die Büchergutscheine.
 
Eigentlich wollte ich in diesem Newsletter nur erfreuliche Nachrichten verbreiten – über aktuelle, spannende Titel. Tut mir leid, dass ich diesen Finanzteil voranstellen musste. Es ging nicht anders. Ich muss in den nächsten Wochen entscheiden, welche geplanten Titel ich stornieren muss, ob weitere Einsparungen notwendig und möglich sind. Wie gesagt: Ich bin ein optimistischer Mensch. Ich arbeite heimlich schon an meiner Rede zum Achtzigsten 😎 Aber ganz offen: Ohne Euch wird’s nicht gehen.

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[Medienhinweis] #247: Einzelheiten sind wichtiger als das große Ganze – literaturkritik.de

Andreas Lindner liefert eine originelle Interpretation von Robert Louis Stevensons Roman „Die Schatzinsel“

von Martin Lowsky auf literaturkritik.de

Ein Buch, das nicht direkt phantastisches beinhaltet, aber trotzdem interessant klingt. Robert Louis Stevenson, der ja allemal auf der Liste der phantastischen Autoren vermerkt ist, hat mit seiner Abenteuergeschichte nicht nur eines der bekanntesten Jugendwerke geschrieben, sondern auch sprachlich damit Großes vollbracht. Daher hier der Tip …

literaturkritik.de - 2022-08-04

Wie soeben angedeutet, muss man nicht allen Feinheiten in Lindners Studie zustimmen. Jedenfalls ist sie mit ihrem Scharfblick und ihrem Facettenreichtum eine höchst vergnügliche Lektüre. Die bibliografischen Angaben sind manchmal unpräzise (etwa heißt es „Google Eintrag“ statt: wikipedia). Doch zu loben ist diese philologische Sorgfalt: Zitate aus der Schatzinsel werden auf Deutsch geboten und ihr originaler Wortlaut in Fußnoten beigegeben. […]

Auszug Artikel


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