Märchen #17 – Das Wunderbare in der Literatur: Märchen und Recht – Judith Laeverenz

Judith Laeverenz
Märchen und Recht
Lang, Frankfurt/Main (2001)
ISBN 3631383290
Eine Darstellung verschiedener Ansätze zur Erfassung des rechtlichen Gehalts der Märchen

Ein recht ungewöhnliches Thema und daher sehr interessant. Die Vielfalt der Beziehungen zwischen Märchen und Recht. In keinem anderen Spektrum der phantastischen Literatur ist mir diese Fragestellung über den Weg gelaufen. Da denkt man sich doch, auf den ersten Blick, was haben diese beiden Themen miteinander zu tun? Judith Laeverenz hat da schon mal einige Vorschläge parat …


Schon die Frage, ob Märchen tatsächlich vorhandene Rechtsanschauungen oder Rechtsbräuche widerspiegelt, ist dabei interessant. Ob Beziehungen zwischen Recht und Märchen bestehen, ist dabei nicht trivial. Es werden die in der Literatur vorhandenen Ansätze und Arbeiten hier kritisch aufgearbeitet, weiterentwickelt und auch neu entwickelt.

Ziel ist es, unter allen wichtigen Aspekten zu untersuchen, ob und inwiefern ein Zusammenhang zwischen Märchen und Recht besteht und für jeden Aspekt die entsprechenden Anforderungen an das methodische Vorgehen offenzulegen. Die zugrunde liegende Fragestellung ist also, inwieweit und vor allem in welchem strukturell-funktionalen Zusammenhang Recht in seiner spezifischen Präsenz im Märchen als Typus nicht-normativer Texte anzutreffen ist. Die rechtshistorische oder rechtsphilosophische Betrachtungsweise als solche ist daher nicht Ziel der Untersuchung, sondern ihr Gegenstand. Es ist nicht Anliegen der Arbeit, einzelne inhaltliche Erkenntnisse zu Einzelfragen des Zusammenhanges zwischen Märchen und Recht zu liefern …

Auszug 'Einführung', Seite 9-15

Es wurde aber in dieser Arbeit bewusst darauf verzichtet, über die Ebene der einzelnen Märchentexte hinauszugehen und nach einer durch die Märchen in ihrer Gesamtheit dokumentierten „Rechtsordnung“ oder einer „Märchenethik“ zu fragen. Eine einzigartige Arbeit, die als Dissertation im Wintersemester 1998/99 bei der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität eingereicht wurde. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Judith Laeverenz
  • Märchen und Recht
  • Eine Darstellung verschiedener Ansätze zur Erfassung des rechtlichen Gehalts der Märchen.
  • Lang, Frankfurt/Main (2001)
  • Broschüre, Klebebindung
  • 236 Seiten
  • ISBN 3631383290

Kleinster Preis: € 49,26, größter Preis: € 69,99, Mittelwert: € 61,70

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  • keine
  • [Biographische Angaben] Judith Laeverenz – auf peterlang.com

Judith Laeverenz, geboren 1970 in München. Ab 1989 Studium der Rechtswissenschaften in München, 1994 Erstes Juristisches Staatsexamen. Danach Vorbereitungsdienst als Rechtsreferendarin, 1996 Zweites Juristisches Staatsexamen. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Lutz-Röhrich-Preis für Judith Laeverenz 2002 – siehe WIKIPEDIA

Der Lutz-Röhrich-Preis der Märchen-Stiftung Walter Kahn ist derzeit mit 2500 Euro dotiert. Er wird seit 1994 jährlich für volkskundlich historisch-vergleichende Erzählforschung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vergeben. Der Sieger wird entweder aus Eigenbewerbungen, oder durch Vorschläge von Hochschullehrenden ermittelt. Die eingereichte Arbeit darf noch nicht ausgezeichnet worden sein und wird von einer fachkundigen Jury zuerkannt. Den Juroren ist es überlassen, den Preis nicht zu verleihen, oder ihn auf verschiedene Bewerber aufzuteilen. Der Lutz-Röhrich-Preis wird aus dem Fonds der Märchen-Stiftung Walter Kahn finanziert. …

Auszug Artikel


  • [Rezension] Märchen und Recht – Judith Laeverenz – von Christiane Birr – auf koeblergerhard.de

 Diese Ansätze rechtlicher Märchenanalysen will die Autorin einer methodischen Kritik unterziehen, um ihre Tragfähigkeit bzw. ihre Schwächen aufzuzeigen. Bereits in der Literatur formulierte methodische Anforderungen sollen systematisch dargestellt, außerdem neue Anforderungen entwickelt werden. Die vielfältigen Bemühungen um die Erkenntnis eines Zusammenhangs zwischen Märchen und Recht kontrastiert Laeverenz mit einer Darstellung von „Konfrontationen zwischen Märchen und Recht in verspottenden Nachahmungen und Anspielungen (Parodie, Travestie, Karikatur, Cartoon)“ (S. 175ff.), die ihre Wirkung gerade aus der modernen Trennung beider Lebensbereiche beziehen.…

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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