Phantastik #15 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Der anglo-amerikanische Universitätsroman

Der Universitätsroman ist eine kulturspezifische Untergattung des modernen Romans, die fast ausschließlich auf den englischsprachigen Kulturkreis beschränkt blieb.

…in der überzeugend konzipierten und stets auf Lesbarkeit bedachten Darstellung findet der fachlich interessierte Leser einen informierten Überblick über die Gattungsentwicklung bis zur Gegenwart.“

(Quelle: Germanisch-Romanische Monatsschrift)

Wolfgang Weiss - Der anglo-amerikanische Universitätsroman
Wolfgang Weiss – Der anglo-amerikanische Universitätsroman

Wolfgang Weiss
Der anglo-amerikanische Universitätsroman
Eine historische Skizze
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt (1994), Taschenbuch, 2. durchgesehene und bibliographisch ergänzte Auflage, 184 Seiten
ISBN 3534014545

Wie schon im Vorspann genannt, ist der Universitätsoman eine anglo-amerikanische Spezialität, die nur sehr geringen Widerhall in der deutschen Kulturlandschaft gefunden hat.

Trotzdem lassen sich interessante Erkenntnisse über Utopie, Fantasy und Science Fiction im Universitätsroman gewinnen.

Interessant daher in diesem Buch der Appendix Nr. 3, der eben unter dieser Überschrift die gefragten Kapitel abhandelt. Nicht sehr umfangreich, aber doch lesenswert.

Die erste Auflage erschien 1988 in der Reihe „Erträge der Forschung“ als Band 260.

… Es gibt diesen Romantypus nun schon seit ca. 200 Jahren, und im Laufe seiner Geschichte wurden in ihm nicht nur eine Reihe von spezifischen Motiven, Figurenensembles und Handlungsmustern entwickelt, sondern auch höchst widersprüchliche Bilder von der Universität und ihren Mitgliedern entworfen.
Entsprechend unterschiedlich sind auch die historischen Funktionen der Romane: Sie reichen von der Diskussion über Grundfragen der Bildung bis zur Selbstdarstellung und Selbstanalyse des Akademikers. Im vorliegenden Band wird die Geschichte des  englischen und amerikanischen Universitätsromans von den Anfängen im 18. Jahrhundert bis heute anhand von zahlreichen anschaulichen und unterhaltsamen Beispielen nachgezeichnet und seine Entwicklung, insbesondere aus dem spannungsreichen Verhältnis der Institution Universität zur Gesellschaft, aufgezeigt und beleuchtet.

Antiquarisch gesichtet: Kleinster Preis: 2.95 EUR, größter Preis: 79.00 EUR, Mittelwert: 6.00 EUR


siehe auch (Auszug):


Die 3 letzten Artikel im Blog:

  1. Bibliotheca Universitas Phantastica #125 – Neues aus der Bibliothek - Neue Fantasia-Ausgaben sind eingelangt. Eine mit phantastischen Filmen und eine allgemeine Ausgabe. Zwei Buchteile sind auch neu. Eine Einleitung zu einem Star Trek-Buch und ein Artikel aus einem Band zum Thema Gedächtnis. Kontrafaktisches Erzählen am Beispiel von "The Man in the High Castle". Dazu noch das neuerste "phantastisch!" mit der Nummer 102. Im Übrigen: Schöne (Ferien-)Tage noch …
  2. Fantasy #22 – Fluchtliteratur oder Realitätskritik?: Bölsche, Wilhelm – Drachen - Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
  3. Fantasy #21 – Fluchtliteratur oder Realitätskritik?: Wild, Friedich – Drachen im Beowulf und andere Drachen – Wien (1962) - Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …

Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich.

 

2 thoughts on “Phantastik #15 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Der anglo-amerikanische Universitätsroman”

Kommentar verfassen