Ein Genius verändert die Welt …


Katherine Tingley (Hrsg.) - Helena Petrowna Blavatsky-Ein Genius verändert die Welt

Katherine Tingley (Hrsg.) – Helena Petrowna Blavatsky-Ein Genius verändert die Welt

Es gibt drei Gründe für diesen Beitrag. Erstens gebe ich euch ein bisschen Luft von Merlin (der ja ganz schön anstrengend sein kann), zweitens fiel mir gerade dieses Buch in die Hände und drittens möchte ich auch die Horror/Schauer/Grusel-Fans zu ihrem Recht kommen lassen.

Helena Petrowna Blavatsky – Ein Genius verändert die Welt, Katherine Tingley (Hrsg.), Theosophische Gesellschaft Point Loma-Covina-Deutsche Hauptstelle Hannover, Hannover (1992), 1. Auflage, ISBN 9783924849443

Wie meistens in solchen Fällen hat mir da Franz Rottensteiner ein Exemplar ungewöhnlichen Inhalts überlassen. Er sorgt des Öfteren dafür, dass auch Autoren zu Wort kommen, die nicht gerade en vogue sind und vielleicht auch in die Vergessenheit abgleiten.

H. P. Blavatsky *12.8.1831 – +8.5.1891 wurde in Südrussland geboren und lebte ein buntes und ungewöhnliches Leben. Als 16-jährige heiratet sie einen vierundfünfzig Jahre älteren transkaukasischen Vizegouverneur um ihrer Verwandtschaft zu entkommen, verweigert sich ihm, wird von ihm ausgepeitscht und flieht. Abenteuerliche Reisen durch Südamerika, Mexiko, Südafrika und Ägypten. In Indien studiert sie Sanskritliteratur, lebt im Kaukasus, betreibt einen Holzhandel und leitet in Odessa eine Fabrik für künstliche Blumen. Aber das wichtigste: auf ihren Reisen trifft sie die bekanntesten Spiritisten ihrer Zeit.

1875 gründet sie, gemeinsam mit Oberst H. S. Olcott, in New York die „Theosophische Gesellschaft“. Gesellschaftszweck: „Streben nach fortwährender moralischer Vervollkommnung und zu kräftiger geistiger Förderung und, wenn es möglich, auch materieller Unterstützung des Nächsten„.

Das ist auch der Startpunkt ihrer schriftstellerischen Betätigung, welche der eigentliche Zweck dieses Beitrags ist. Über ihre Hauptwerke als Okkultistin und Theosophin mag man geteilter Meinung sein, aber in ihren letzten Monaten schrieb sie eine Reihe von unheimlichen Geschichten, die posthum veröffentlicht wurden.

In der Wikipedia gibt es einen umfangreichen Artikel, der sich mit ihrem Leben und ihren Lehren, den Betrugsvorwürfen, den Plagiatsstreitereien und ihrem theosophischen Werk beschäftigt – jedenfalls interessant. Aber, ihr „unheimliches Schaffen“ wird darin übergangen. Ist auch vielleicht von der Zielsetzung des Artikels nicht vorgesehen, sollte aber im Rahmen einer Gesamtbetrachtung doch aufscheinen.

Robert N. Bloch hingegen, legt im „Bibliographischen Lexikon der utopisch-phantastischen Literatur“, Joachim Körber (Hrsg.), 11. Ergänzung (2017), Corian, Meitlingen, findet sehr wohl entsprechende Anerkennung ihres phantastischen Werkes. Besonders hebt er die Kurzgeschichte „Die magische Geige (1892)“ hervor, die zuletzt vom Verlag Esoterische Philosophie 1986 in einem unveränderten Nachdruck veröffentlicht wurde.

Es geht da um eine Geige, die am besten spielt, wenn sie mit Saiten aus dem Darm eines Menschen bespannt ist, der sich freiwillig dafür geopfert hat. Tja, wie gesagt – Horror/Schauer/Grusel …

Blochs Urteil zu H. P. Blavatsky: „… In ihren Geschichten weiß sie die unheimliche Thematik recht effektiv zu gestalten, manchmal schweift sie in Romantizismen a la Mabel Collins oder Marie Corelli ab, doch insgesamt bleibt der Erzählfluss erhalten, und sie langweilt nicht durch langatmige theosophische Erklärungen der jenseitigen Welt. Obwohl ihr keine künstlicheren Ambitionen unterstellt werden können, hat sie ein gewisses Erzähltalent und ihre Geschichten wissen zu unterhalten.“ (Auszug aus Artikel im Bibliographischen Lexikon der utopisch-phantastischen Literatur)

Neben dem vorliegenden Werk, das eine Sammlung von Essays und Erinnerungen von Blavatskys Schülern und Vertrauten enthält gibt es natürlich noch einige Veröffentlichungen zu H. P. Blavatsky:

  • Zum Gedächtnis an H.P. Blavatsky, Theosophischer Kulturverlag, Leipzig (1931)
  • Helena Petrowna Blavatsky: Die Sphinx des 19. Jahrhunderts, Ulrich Verlag (1969
  • Die sieben Geister der Revolte: Das abenteuerliche Leben der Helena Blavatsky, Benzinger Verlag, Zürich/Köln (1993)
  • und einige andere siehe Wikipedia

Alles in allem wäre es vielleicht doch einen Versuch wert sich die Geschichten zu beschaffen und zu lesen …. viel Spaß dabei …

, , , , ,

  1. serie:afrika:diaspora /// Libroscope /// eine Empfehlung … | Treffpunkt Phantastik

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: