Beiträge getaggt mit Sword&Sorcery

Sword&Sorcery Ästhetik Teil II

Sword&Sorcery Ästhetik Teil II

...21st century ghostwriter...

Howards Solomon Kane Howards Solomon Kane

Zu Teil I

III – Der Kern der Dinge ist ihr Schein

Die zutreffendste, weil kürzeste Beschreibung des Genres stammt wohl von Joe McCullough, der Sword&Sorcery als „Fantasy mit Dreck“ bezeichnete. Und wenn auch nicht immer zutreffend, so liegt diese Definition doch nahe: Ist das Setting in High Fantasy-Erzählungen oft glattpoliert, glänzend und majestätisch, kommt S&S gerne als düsteres Epigon mit Ecken und Kanten daher, ohne gläserne Elfenstädte und rechtschaffende Hobbits. Hier kämpft der Krieger aus Gier und Überlebensdrang, stiehlt und plündert der Schurke ohne moralische Bedenken. Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht. Wäre Sword&Sorcery nur durch Howards Conan und Imitationen dieses Charakters (wie Lin Carters lemurischen Barbaren Thongor) definiert, dann wäre es kein eigenständiges Genre, sondern eine Pastische-Bewegung, ganz ähnlich den Geschichten rund um das Holmes-Klon Solar Pons von August Derleth. Und es wäre doch irgendwie seltsam, den originalen (weil ältesten) Sword&Sorcery Helden – Solomon…

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Sword&Sorcery Ästhetik – Teil I

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Weird_Tales_May_1934 Conan in den 30ern …

Betrachtet man die originalen Weird Tales-Cover aus den 30ern oder die Illustrationen der 40er, dann fällt sofort der optische Unterschied zur gegenwärtigen Gestaltung Conans auf. Anders als das tradierte Barbaren-Klischee, wurde der Cimmerier in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts viel stärker als idealisierter Heroe antiken Vorbilds interpretiert und trug – der damaligen Mode entsprechend – kurzes, nach hinten gekämmtes Haar. Der berühmte Künstler Frank Frazetta wiederum orientierte sich  mehr an den Beschreibungen Robert E. Howards und entwarf gut 30 Jahre nach der Erstpublikation von The Phoenix on the Sword einen grimmigen, kantigen und langhaarigen Conan, der auch gut in eine Heavy Metal-Band gepasst hätte. Am Ende setzte sich Frazettas Neuinterpretation des Charakters durch und gilt bis heute als Richtgröße jeder modernen Conan-Illustration.

Zugegeben, meine Vorstellungen von Stimmung und Setting sind primär visueller Natur, was zum einen an John Milius Conan-Verfilmung von 82′, wie eben auch an Frazettas Illustrationen liegt, die Comics, Computer-Spiele…

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