Kategorie: Sekundärliteratur

Sekundärliteratur bezeichnet Fach- und Sachliteratur, die sich mit anderen Texten (die als Primärliteratur oder Quellen bezeichnet werden) wissenschaftlich auseinandersetzt.

Bibliotheca Universitas Phantastica #116 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 15. Juni bis 18. Juni 2026

M

Zwei sehr interessante Bücher wurden in die Bibliothek aufgenommen. Zunächst das gestern besprochene Buch „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“. An sich eher als begleitende Literatur angekauft um das Thema „Helden“ zu beleuchten, fand sich ein höchst interessanter Essay zu Aristos „Orlando Furioso“ darin. Dieses Werk wird das nächste Thema in den Reflektionen sein. Das zweite Buch ist ein höchst interessantes Buch zum Thema Bibliotheken in der Literatur. Die sechs Essays welche die phantastische Literatur direkt betreffen findet ihr in der Folge aufgeführt. E. T. A. Hoffmann, J. L. Borges, Stanislaw Lem, Umberto Eco, Michel Rio, H. P. Lovecraft und Jasper Fforde werden im Thema beleuchtet …


Neuzugänge:
als Html-Ansicht-> 2026-06-18-Neuerungen-Bericht

image
1.

Heroen und Heroisierungen in der Renaissance

Wolfenbütteler Abhandlungen zur Renaissanceforschung Bd. 28 (2013), A. Aurnhammer, M. Pfister (Hrsg.), Harrassowitz Verlag in Kommission

ISBN 978-3-447-06772-0

Abstract: In der Renaissance kam es europaweit zu einer grundsätzlichen Neubewertung und Pluralisierung des Heroischen: Einerseits setzte eine intensive Wiederbelebung antiker Helden-Vorstellungen ein, die nicht zuletzt die fürstliche und monarchische Selbstdarstellung prägte; andererseits erschütterte die Konfessionsspaltung den etablierten Kanon von Werten, an denen sich heroische Leistung messen ließ und es wuchs die Skepsis gegenüber einem nur militärischen Heldenkodex. Die Beiträge des interdisziplinären Sammelbandes Heroen und Heroisierungen in der Renaissance untersuchen die Konstruktionen und medialen Bedingungen von Helden-Bildern in Geschichte, Kunst, Literatur und Wissenschaft der Renaissance. Der Blick auf so unterschiedliche Figuren wie Herrscher und Krieger, heroische Frauen, humanistische Geisteshelden, Reformatoren und Heilige zeigt die synchrone Vielfalt in dieser Schlüsselepoche des europäischen Heldendiskurses. …

Tags: Epoche(n)->, Epoche(n)->Renaissance, Held(en)->, Held(en)->-dichtung, Held(en)->-figuren, Held(en)->-geschiche, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.2} Bestand/Papier

2.

Das Buchkollektiv als bedrohlicher Intertext
M.J. Conrad

Wissensräume: Bibliotheken in der Literatur (2013), M. Gemmel, M. Vogt (Hrsg.), Ripperger & Kremers: 267–288

ISBN 978-3-943999-03-7

Abstract: Die Evolution der Bibliothek zum Antagonisten in der fantastischen Literatur …

Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Literatur, Literatur->, Literatur->Phantastik->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier

3.

Die Bücher hier waren lebendig!
I. Diedrich

Wissensräume: Bibliotheken in der Literatur (2013), M. Gemmel, M. Vogt (Hrsg.), Ripperger & Kremers: 235–266

ISBN 978-3-943999-03-7

Abstract: Die Bibliothek der lebendigen Literatur in Jasper Ffordes Thursday Next-Reihe …

Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Literatur, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier

image
4.

Wissensräume: Bibliotheken in der Literatur

(2013), M. Gemmel, M. Vogt (Hrsg.), Ripperger & Kremers

ISBN 978-3-943999-03-7

Abstract: Literarische Bibliotheken mit ihrem vielfältigen ›Innenleben‹ stellen ein besonderes Faszinosum der Weltliteratur dar. In ihrem Darstellungsreichtum überraschen diese Wissensräume als Labyrinthe und Gruselkabinette, als Zufluchtsorte melancholischer Leser oder als Inspirationsquellen und bieten als spannungsreiches Bezugsgeflecht zwischen der Bibliothek als Wissensraum, dem Bibliothekar und dem Leser sowie den divergierenden Positionierungen in den Büchern der Bibliothek eine Plattform zur Verhandlung von Wissensansprüchen wie von Konzepten der Gelehrsamkeit, bei denen die Grenze zwischen Fiktionalität und Realität aufgeweicht wird. Bibliotheken gelten als Zentren der Wissensverbreitung oder Wissensvereitlung, sie sind Symbole europäischer Kultur und zugleich Orte mit geheimnisvoller Ausstrahlung: Als ›Kathedralen des Geistes‹ und Speicher kollektiven Wissens werden sie von einem Hauch sakraler Feierlichkeit oder Unheimlichkeit durchweht. Die multiplen Bedeutungen einer Bibliothek sind mit der Ordnung, Systematisierung, Aufbewahrung und Verwahrung von Wissen nur kurz skizziert. In der Literatur bietet die gelehrsame Atmosphäre der fiktionalen Bibliothek den Lesern, Weltfremden, Außenseitern und Heimatlosen eine Zuflucht, um sich in weltflüchtender Lektüre der eigenen Phantasie und Einsamkeit abseits der Welt da draußen hinzugeben, so dass die Bibliothek in vielfältiger Hinsicht zu einem ›Gegen-Ort‹ wird. In den hochspezifischen Besonderheiten literarischer Bibliotheken bildet sich zugleich das Machtgefüge zwischen Bibliothekar und Leser, zwischen Außenwelt und dem ›Gegen-Ort‹ Bibliothek ab. Die Bibliothek ist nicht nur architektonisches Kunstwerk und Aufbewahrungsort oder geheimer Speicher von Wissen, sondern sie wird zunehmend zum Wissenskatalysator, Imaginationsraum und Sozialbiotop. …

Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Literatur, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier

5.

Das Grauen in der Bibliothek
A. Grünes

Wissensräume: Bibliotheken in der Literatur (2013), M. Gemmel, M. Vogt (Hrsg.), Ripperger & Kremers: 209–234

ISBN 978-3-943999-03-7

Abstract: Wissensraum u nd Macht im Werk von H. P. Lovecraft …

Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Literatur, Grauen, Macht->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier

6.

Aristos „Orlando Furioso“
K.W. Hempfer

Heroen und Heroisierungen in der RenaissanceWolfenbütteler Abhandlungen zur Renaissanceforschung Bd. 28 (2013), A. Aurnhammer, M. Pfister (Hrsg.), Harrassowitz Verlag in Kommission: 45–70

ISBN 978-3-447-06772-0

Abstract: Auch Klaus Hempfer geht es in seiner Lektüre von Ariosts Orlandofiirioso um Zusammenhänge von gender und genre in der Konstruktion und Konfiguration von Heldenrollen, nun aber bezogen auf die männliche Rolle des cavaliere. Dessen Rolle wird in Ariosts zwischen männlich bestimmtem Epos und weiblich konnotiertem romanzo bewusst oszillierendem Gedicht in durchaus diskrepanter Weise konstruiert, wobei diesen Oszillationen entgegenkommt, dass beide Gattungen auch in dieser Hinsicht selbst schon hybrid sind: Das Heldenepos singt von den arme ebenso wie von amore, und der arturische romanzo cavallerescho zeigt ganz andere Geschlechterordnungen als der der karolingischen Tradition. Ariosts Orlando ist gleichzeitig der heroisch für das christliche Abendland streitende Karlspaladin und ein von privatistischem Glücks- und Liebesstreben umhergetriebener fahrender Ritter. Wie sich besonders deutlich am zentralen Motiv von Orlandos pazzia zeigen lässt, die einerseits in die heroische Nähe eines Hercules fiirens und andererseits eines komödienhaften Liebeswahns gerückt wird, spielt Ariost in seinem Text die unterschiedlichen Konzeptionen männlichen Heroentums gegeneinander aus, um zu allen auf Distanz zu gehen. So dekonstruiert er den Helden und .entessentialisiert* das Heroische schon am Anfang seiner frühneuzeitlichen Geschichte. Das 16. Jahrhundert sucht den Heroismus als charakterliche Disposition zur Leidenschaft, als furor heroicus, zu bestimmen. Damit einher geht eine philosophische Nobilitierung der Leidenschaften als heroischer Erkenntnis-instrumente. Auch wenn solche philosophischen Spekulationen an die Pla-tonische Enthusiasmos-Lehre und mehr noch an den neuplatonischen Humanismus anknüpften, der die göttliche mania, den Juror divinus, schon Dichtern und Philosophen zuschrieb, nobilitierte erst Giordano Brunos epochaler Dialog De gli heroici furori (1585) die Leidenschaften zum he-roischen .Willen zur Erkenntnis*. Dass dieser erkenntnistheoretische Heroismus unabhängig vom Erfolg ist, erläutert Hanna Klessinger (Frei-bürg/Br.) paradigmatisch an dem Aktäon-Sonett, mit dem Bruno den .Höhepunkt des heroischen Wegs* illustriert: Die .Wahrheitsjagd* gipfelt in der Emanzipation des Schauens und im Opfer als tragischem Triumph. … (aus dem Vorwort)

Tags: Epoche(n)->, Epoche(n)->Renaissance, Held(en)->, Held(en)->-dichtung, Held(en)->-figuren, Held(en)->-geschiche, Person->, Person->Ariosto, Ludovico, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.2} Bestand/Papier

7.

Der kosmische Schwindel der Bibliotheken
M. Hennig

Wissensräume: Bibliotheken in der Literatur (2013), M. Gemmel, M. Vogt (Hrsg.), Ripperger & Kremers: 859–112

ISBN 978-3-943999-03-7

Abstract: Zum Prinzip des unendlichen Wissens bei Borges, Lem und Eco …

Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Literatur, Person->, Person->Borges, Jorge Luis, Person->Eco, Umerto, Person->Lem, Stanislaw, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, Wissen(s)->, Wissen(s)->unendliches, {04.2} Bestand/Papier

8.

Anselmus im Scripttorium
N. Immer

Wissensräume: Bibliotheken in der Literatur (2013), M. Gemmel, M. Vogt (Hrsg.), Ripperger & Kremers: 65–88

ISBN 978-3-943999-03-7

Abstract: Die Bibliothek als Inspirations- und Erlebnisraum bei E. T. A. Hoffmann …

Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Literatur, Person->, Person->Hoffmann, E.T.A., Raum/Räum(e)->, Raum/Räum(e)->Erlebnis-, Raum/Räum(e)->Inspirations-, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier

9.

Von der Bibliothek zum Mausoleum
Rieger

Wissensräume: Bibliotheken in der Literatur (2013), M. Gemmel, M. Vogt (Hrsg.), Ripperger & Kremers: 113–136

ISBN 978-3-943999-03-7

Abstract: „Logique“ und „réve“ in Romanen von Michel Rio …

Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Literatur, Person->, Person->Rio, Michel, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):
als Html-Ansicht-> nein

225090 78M7AY52 1 technische-universitat-dortmund-ag-virtual-machining 50 creator asc 1 1 1 title 1 44898 https://sebesta-seklit.net/wp-content/plugins/zotpress/
%7B%22status%22%3A%22success%22%2C%22updateneeded%22%3Afalse%2C%22instance%22%3Afalse%2C%22meta%22%3A%7B%22request_last%22%3A0%2C%22request_next%22%3A0%2C%22used_cache%22%3Atrue%7D%2C%22data%22%3A%5B%7B%22key%22%3A%22K823RDJL%22%2C%22library%22%3A%7B%22id%22%3A225090%7D%2C%22meta%22%3A%7B%22creatorSummary%22%3A%22Hempfer%22%2C%22parsedDate%22%3A%222013%22%2C%22numChildren%22%3A0%7D%2C%22bib%22%3A%22%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-bib-body%26quot%3B%20style%3D%26quot%3Bline-height%3A%201.35%3B%20%26quot%3B%26gt%3B%5Cn%20%20%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-entry%26quot%3B%26gt%3B%5Cn%5Cn%20%20%20%20%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-block%26quot%3B%26gt%3B%26lt%3Bb%26gt%3B%26lt%3Bb%26gt%3BAristos%20%26%23x201E%3BOrlando%20Furioso%26%23x201C%3B%26lt%3B%5C%2Fb%26gt%3B%26lt%3B%5C%2Fb%26gt%3B%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%5Cn%5Cn%5Cn%20%20%20%20%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-block%26quot%3B%26gt%3BK.W.%20Hempfer%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%5CnHeroen%20und%20Heroisierungen%20in%20der%20RenaissanceWolfenb%26%23xFC%3Btteler%20Abhandlungen%20zur%20Renaissanceforschung%20Bd.%2028%20%282013%29%2C%20A.%20Aurnhammer%2C%20M.%20Pfister%20%28Hrsg.%29%2C%20Harrassowitz%20Verlag%20in%20Kommission%3A%2045%26%23x2013%3B70%5Cn%5Cn%20%20%20%20%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-block%26quot%3B%26gt%3BISBN%20978-3-447-06772-0%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%5Cn%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%5Cn%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%22%2C%22data%22%3A%7B%22itemType%22%3A%22bookSection%22%2C%22title%22%3A%22Aristos%20%5C%22Orlando%20Furioso%5C%22%22%2C%22creators%22%3A%5B%7B%22creatorType%22%3A%22editor%22%2C%22firstName%22%3A%22Achim%22%2C%22lastName%22%3A%22Aurnhammer%22%7D%2C%7B%22creatorType%22%3A%22author%22%2C%22firstName%22%3A%22Klaus%20W.%22%2C%22lastName%22%3A%22Hempfer%22%7D%2C%7B%22creatorType%22%3A%22editor%22%2C%22firstName%22%3A%22Manfred%22%2C%22lastName%22%3A%22Pfister%22%7D%5D%2C%22abstractNote%22%3A%22Auch%20Klaus%20Hempfer%20geht%20es%20in%20seiner%20Lekt%5Cu00fcre%20von%20Ariosts%20Orlandofiirioso%20um%20Zusammenh%5Cu00e4nge%20von%20gender%20und%20genre%20in%20der%20Konstruktion%20und%20%20Konfiguration%20von%20Heldenrollen%2C%20nun%20aber%20bezogen%20auf%20die%20m%5Cu00e4nnliche%20Rolle%20des%20cavaliere.%20Dessen%20Rolle%20wird%20in%20Ariosts%20zwischen%20m%5Cu00e4nnlich%20bestimmtem%20Epos%20und%20weiblich%20konnotiertem%20romanzo%20bewusst%20oszillierendem%20Gedicht%20in%20durchaus%20diskrepanter%20Weise%20konstruiert%2C%20wobei%20diesen%20%20Oszillationen%20entgegenkommt%2C%20dass%20beide%20Gattungen%20auch%20in%20dieser%20Hinsicht%20selbst%20schon%20hybrid%20sind%3A%20Das%20Heldenepos%20singt%20von%20den%20arme%20ebenso%20wie%20von%20amore%2C%20und%20der%20arturische%20romanzo%20cavallerescho%20zeigt%20ganz%20andere%20Geschlechterordnungen%20als%20der%20der%20karolingischen%20Tradition.%20Ariosts%20Orlando%20ist%20gleichzeitig%20der%20heroisch%20f%5Cu00fcr%20das%20christliche%20Abendland%20streitende%20Karlspaladin%20und%20ein%20von%20privatistischem%20Gl%5Cu00fccks-%20und%20Liebesstreben%20umhergetriebener%20fahrender%20Ritter.%20Wie%20sich%20besonders%20deutlich%20am%20zentralen%20Motiv%20von%20Orlandos%20pazzia%20zeigen%20l%5Cu00e4sst%2C%20die%20einerseits%20in%20die%20heroische%20N%5Cu00e4he%20eines%20Hercules%20fiirens%20und%20andererseits%20eines%20kom%5Cu00f6dienhaften%20Liebeswahns%20ger%5Cu00fcckt%20wird%2C%20spielt%20Ariost%20in%20seinem%20Text%20die%20unterschiedlichen%20Konzeptionen%20m%5Cu00e4nnlichen%20Heroentums%20gegeneinander%20aus%2C%20um%20zu%20allen%20auf%20Distanz%20zu%20gehen.%20So%20dekonstruiert%20er%20den%20Helden%20und%20.entessentialisiert%2A%20das%20Heroische%20schon%20am%20Anfang%20seiner%20fr%5Cu00fchneuzeitlichen%20Geschichte.%5CnDas%2016.%20Jahrhundert%20sucht%20den%20Heroismus%20als%20charakterliche%20Disposition%20zur%20Leidenschaft%2C%20als%20furor%20heroicus%2C%20zu%20bestimmen.%20Damit%20einher%20geht%20eine%20philosophische%20Nobilitierung%20der%20Leidenschaften%20als%20heroischer%20Erkenntnis-instrumente.%20Auch%20wenn%20solche%20philosophischen%20Spekulationen%20an%20die%20Pla-tonische%20Enthusiasmos-Lehre%20%20und%20mehr%20noch%20an%20den%20neuplatonischen%20Humanismus%20ankn%5Cu00fcpften%2C%20der%20die%20g%5Cu00f6ttliche%20mania%2C%20den%20Juror%20divinus%2C%20schon%20Dichtern%20und%20Philosophen%20zuschrieb%2C%20nobilitierte%20erst%20Giordano%20Brunos%20epochaler%20Dialog%20De%20gli%20heroici%20furori%20%281585%29%20die%20Leidenschaften%20zum%20he-roischen%20.Willen%20zur%20Erkenntnis%2A.%20Dass%20dieser%20erkenntnistheoretische%20Heroismus%20unabh%5Cu00e4ngig%20vom%20Erfolg%20ist%2C%20erl%5Cu00e4utert%20Hanna%20Klessinger%20%28Frei-b%5Cu00fcrg%5C%2FBr.%29%20paradigmatisch%20an%20dem%20Akt%5Cu00e4on-Sonett%2C%20mit%20dem%20Bruno%20den%20.H%5Cu00f6hepunkt%20des%20heroischen%20Wegs%2A%20illustriert%3A%20Die%20.Wahrheitsjagd%2A%20gipfelt%20in%20der%20Emanzipation%20des%20Schauens%20und%20im%20Opfer%20als%20tragischem%20Triumph.%20%5Cu2026%20%28aus%20dem%20Vorwort%29%22%2C%22bookTitle%22%3A%22Heroen%20und%20Heroisierungen%20in%20der%20Renaissance%22%2C%22date%22%3A%222013%22%2C%22originalDate%22%3A%22%22%2C%22originalPublisher%22%3A%22%22%2C%22originalPlace%22%3A%22%22%2C%22format%22%3A%22gebundene%20Ausgabe%22%2C%22ISBN%22%3A%22978-3-447-06772-0%22%2C%22DOI%22%3A%22%22%2C%22citationKey%22%3A%22%22%2C%22url%22%3A%22%22%2C%22ISSN%22%3A%22%22%2C%22language%22%3A%22deutsch%22%2C%22collections%22%3A%5B%2278M7AY52%22%2C%22CVQD47A6%22%2C%22M3BSNS4P%22%5D%2C%22dateModified%22%3A%222026-07-12T21%3A16%3A27Z%22%2C%22tags%22%3A%5B%7B%22tag%22%3A%22Epoche%28n%29-%3E%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Epoche%28n%29-%3ERenaissance%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Held%28en%29-%3E%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Held%28en%29-%3E-dichtung%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Held%28en%29-%3E-figuren%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Held%28en%29-%3E-geschiche%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Person-%3E%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Person-%3EAriosto%2C%20Ludovico%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Sekund%5Cu00e4rliteratur-%3E%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Sekund%5Cu00e4rliteratur-%3EFantasy%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Sekund%5Cu00e4rliteratur-%3EPhantastik%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22%7B04.2%7D%20Bestand%5C%2FPapier%22%7D%5D%7D%7D%5D%7D
Aristos „Orlando Furioso“
K.W. Hempfer
Heroen und Heroisierungen in der RenaissanceWolfenbütteler Abhandlungen zur Renaissanceforschung Bd. 28 (2013), A. Aurnhammer, M. Pfister (Hrsg.), Harrassowitz Verlag in Kommission: 45–70
ISBN 978-3-447-06772-0

oder auch gleich direkt in das

Repository
Sofern die Dokumente im Internet zum Download angeboten werden, sind sie auch im Repository per Klick erreichbar.


Die letzten Artikel:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

 
 
 

Fantasy #19 – Fluchtliteratur oder Realitätskritik?: Heroen und Heroisierungen in der Renaissace – Aurnhammer, Achim / Pfister, Manfred (Hrsg.)

Aurnhammer, Achim / Pfister, Manfred (Hrsg.)
Heroen und Heroisierungen in der Renaissace
Harrwssowitz, Wiesbaden (2013)
ISBN 978-3-447-06772-0

Das Erbe der Giganten: Wie die Renaissance das Bild des Helden neu erfand

E

Wer ist ein Held und wie wird man dazu? Was heute Marketingagenturen, soziale Medien und PR-Abteilungen übernehmen, war auch in der Frühen Neuzeit ein hochkomplexer Prozess. Der im Jahr 2013 im Harrassowitz Verlag erschienene Sammelband „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“, herausgegeben von Achim Aurnhammer und Manfred Pfister, widmet sich genau diesem Phänomen. Für interessierte Laien öffnet das Buch ein faszinierendes Fenster in eine Zeit, in der das moderne Verständnis von Ruhm, Individualität und Verehrung maßgeblich geprägt wurde. …


Hinter diesem Werk stehen zwei renommierte deutsche Wissenschaftler, die ihre gebündelte Expertise aus unterschiedlichen philologischen Disziplinen einbringen:

  • Dr. Achim Aurnhammer lehrte bis zu seiner Emeritierung Neuere Deutsche Literatur an der Universität Freiburg. Er gilt als ausgewiesener Experte für die Literatur und Kultur der Renaissance und des Barocks. Als Mitbegründer und langjähriger Akteur des dortigen Sonderforschungsbereichs (SFB) 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ hat er die kulturwissenschaftliche Erforschung des Heldenbegriffs in Deutschland entscheidend vorangetrieben.
  • Dr. Manfred Pfister ist Professor em. für Englische Philologie an der Freien Universität Berlin. Seine Arbeiten zu Shakespeare, zur Intertextualität und zur Wahrnehmung Italiens in der englischen Literatur sind Standardwerke.

Gemeinsam gelingt es den Herausgebern, germanistische, anglistische und historisch-kulturwissenschaftliche Perspektiven so zu verknüpfen, dass der Sammelband trotz seiner akademischen Tiefe eine klare, nachvollziehbare Linie behält. …

Die Jahrestagung 2010 des Wolfenbüttler Arbeitskreises für Renaissanceforschung „Helden in der Renaissance“, die vom 4. bis 6. Oktober 2010 in Wolfenbüttel stattfand, widmete sich exemplarisch der Archäologie von Heroismen europäischer Prägung. Untersucht wurde eine Schlüsselepoche des europäischen Heldendiskurses …
aus dem Vorwort

Der historische Hintergrund: Das Dilemma mit den antiken Göttern und der Mensch im Mittelpunkt

Um die Kernaussage des Buches zu verstehen, muss man einen Blick auf die Epochenwende werfen. Das Mittelalter kannte primär zwei Arten von Vorbildern: den christlichen Heiligen, der durch Demut und Gottesehrfurcht glänzte, und den Ritter, der seinen Mut in den Dienst des Glaubens oder seines Lehnsherrn stellte.

Mit dem Beginn der Renaissance (ca. 14. bis 16. Jahrhundert) änderte sich dies radikal. Die Gelehrten entdeckten die Antike neu. Plötzlich waren die alten griechischen und römischen Mythen wieder präsent – und mit ihnen Figuren wie Herkules, Achill oder Julius Cäsar. Diese „Heroen“ waren jedoch alles andere als christlich: Sie waren stolz, oft gewalttätig und suchten den unsterblichen Ruhm im Hier und Jetzt.

Die Renaissance war auch eine Epoche der Krisen und des Wandels: Die Erfindung des Buchdrucks revolutionierte die Kommunikation, die Entdeckung Amerikas weitete den Horizont, und Konfessionskriege erschütterten den Kontinent. In einer solchen Phase der Orientierungslosigkeit wuchs in der Gesellschaft das Bedürfnis nach Vorbildern und Identifikationsfiguren. Man suchte nach Orientierung und fand sie im „Heroischen“.

Das zentrale Dilemma der Renaissance: Wie lässt sich die Faszination für diese heidnischen, selbstbewussten Kraftprotze mit den moralischen Werten einer tiefchristlichen Gesellschaft vereinbaren?

Der rote Faden: Von der Antike zur bewussten Inszenierung

Das Buch zeichnet eine klare zeitliche und strukturelle Entwicklung nach, die den logischen roten Faden des Werks bildet. Diese lässt sich in drei wesentliche Phasen unterteilen:

  1. Die Rückbesinnung auf die Antike (Frührenaissance): Zu Beginn stand die Wiederentdeckung der antiken Mythologie. Griechische und römische Halbgötter wie Herkules wurden adaptiert, um zeitgenössische Herrscher zu legitimieren. Der Held war zu dieser Zeit meist noch ein von den Göttern (oder Gott) Auserwählter.
  2. Die Verweltlichung des Helden (Hochrenaissance): Im Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts wandelte sich das Bild. Nicht mehr nur Krieger oder Heilige konnten Helden sein, sondern auch Künstler, Gelehrte, Entdecker und Dichter. Das Konzept der Virtù – der tatkräftigen, virtuosen Tugend des Individuums – trat in den Vordergrund. Der Held wurde zu jemandem, der sein Schicksal durch eigenen Verstand und Willenskraft formt.
  3. Die Instrumentalisierung und Dekonstruktion (Spätrenaissance): Gegen Ende der Epoche erkannten Herrscherhäuser und Päpste die enorme Propagandawirkung von Heldenmythen. Es entwickelte sich eine regelrechte „Heroisierungs-Industrie“. Gleichzeitig zeigt das Buch jedoch auch, dass bereits in der Spätrenaissance (etwa bei Shakespeare) erste Zweifel am perfekten Heldenbild aufkamen und das Ideal ironisch gebrochen oder hinterfragt wurde.

Kernaussage für die Praxis: Wie wird man ein Held?

Die wichtigste Lehre des Bandes für den Laien lautet: Helden werden nicht geboren, sie werden gemacht. Das Buch unterscheidet präzise zwischen dem „Heroen“ (der Person) und der „Heroisierung“ (dem medialen Prozess).

Damit ein Mensch in der Renaissance zum Helden aufsteigen konnte, brauchte es literarische Biografien (wie jene von Giorgio Vasari über Künstler), monumentale Gemälde, Statuen oder festliche Umzüge. Heroisierung war eine frühe Form des gezielten Marketings und der Imagepflege – sei es zur Selbstüberhöhung des Künstlers oder zur Machtsicherung eines Fürsten.

Fazit:

„Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“ ist keine leichte Bettlektüre, aber ein ungemein reicher Wissensschatz für alle, die verstehen wollen, wie unsere modernen Vorstellungen von Geniekult und Prominenz entstanden sind. Für den interessierten Laien zieht das Buch eine klare, hochaktuelle Kernaussage: Heroisierung ist immer ein Akt der Kommunikation und der Inszenierung. Die Renaissance war die Geburtsstunde unseres heutigen Starkults. Sie zeigt uns, dass Gesellschaften sich genau die Helden erschaffen, die sie für ihre eigenen Werte, Sehnsüchte oder politischen Ziele gerade benötigen.

Aurnhammer und Pfister bieten mit diesem Band keine trockene Aufzählung historischer Daten, sondern eine packende Analyse darüber, wie Kultur und Politik Hand in Hand arbeiten, um Menschen in Ikonen zu verwandeln. Ein absolut empfehlenswertes Werk für jeden, der verstehen will, wie die Mechanismen von Ruhm und Verehrung in Europa historisch verankert sind. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Aurnhammer, Achim / Pfister, Manfred (Hrsg.)
  • Heroen und Heroisierungen in der Renaissance
  • Harrassowitz, Wiesbaden (2013)
  • Wolfenbüttler Abhandlungen zur Renaissanceforschung, Band 28
  • gebunden Ausgabe
  • 34o0 Seiten
  • ISBN 978-3-447-06772-0

Preisangaben Eurobuch

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • Thematisch daraus empfohlen:
    Hempfer, Klaus W. – Ariosts „Orlando Furioso“, Seite 45-70
  • [Aurnhammer, Achim / Pfister, Manfred (Hrsg.)] Heroen und Heroisierungen in der Renaissance. Wolfenbütteler Abhandlungen zur Renaissanceforschung, Band 28. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag, 2013

Hauptquelle:
Bildet das Fundament, den Gegenstand der Rezension sowie die Basis für alle inhaltlichen Kernthesen zum Wandel des Heldenbegriffs.Quelle: Zotero-Webpage (t.sebesta's Library)

  • [Aurnhammer, Achim] Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Sekundärquelle:
Forschungsberichte, Publikationsverzeichnisse und akademische Profile von Professor Dr. Achim AurnhammerQuelle: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Deutsches Seminar

  • [Pfister, Manfred] Freie Universität Berlin

Sekundärquelle:
Forschungsberichte, Publikationsverzeichnisse und akademische Profile von Professor Dr. Manfred PfisterQuelle: Freie Universität Berlin, Institut für englische Philologie

  • [Sonderforschungsbereich „Helden – Heroisierungen – Heroismen] Wissenschaftlicher Kontext

Sekundärquelle:
Forschungsdatenbank und Publikationsübersicht des Sonderforschungsbereichs „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (SFB 948)Quelle: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

siehe auch (Auszug):


Die letzten fünf Artikel im Blog:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.

 
 
 
 

Bibliotheca Universitas Phantastica #115 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 12. Mai bis 14. Mai 2026

M

Da kommen noch Nachschläge zum Golem-Thema und ein Download zum Thema literarisches Kunstwerk. Ursprünglich erschienen 1931 von Roman Ingarden. Es ist unter anderem ein Quellwerk für „Fantasy-Theorie und Geschichte“ von Helmut Pesch aus der Sekundärliterarischen Reihe des EDFC: Materialien zur phantastischen Literatur. Die Anschlussarbeiten beziehen sich auch alle auf Chajim Bloch, E. T. A. Hoffmann und Ror Wolf. Die Dissertation von Ulrike Schnaas untersucht den Einsatz des Fantastischen und dessen Funktionen in der zeitgenössischen Prosa. Also ran ans Werk …


Neuzugänge:
als Html-Ansicht-> 2026-06-12-Neuerungen-Bericht

image

Abstract: Dieses Essay analysiert die historische Entwicklung des Golem-Mythos, die spezifische Struktur von Blochs Erzählungen und dessen Bedeutung für das Verständnis moderner Schöpfungsmythen.

Tags: Künstliche(r) Mensche(n)->, Künstliche(r) Mensche(n)->Golem, Literarische Fabelwesen->, Literarische Fabelwesen->Golem, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, Sekundärliteratur->Phantastik, Stadt/Städte->, Stadt/Städte->Prag, {04.2} Bestand/Papier+Digital

2.

C. Bloch

Der Prager Golem: Von seiner „Geburt“ bis zu seinem „Tod“ (5677), Benjamin Harz: 12–19

Tags: Künstliche(r) Mensche(n)->, Künstliche(r) Mensche(n)->Golem, Literarische Fabelwesen->, Literarische Fabelwesen->Golem, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, Sekundärliteratur->Phantastik, Stadt/Städte->, Stadt/Städte->Prag, Vorwort, {04.2} Bestand/Papier+Digital

3.

C. Bloch

Der Prager Golem: Von seiner „Geburt“ bis zu seinem „Tod“ (1919), Benjamin Harz: 19–21

Tags: Künstliche(r) Mensche(n)->, Künstliche(r) Mensche(n)->Golem, Literarische Fabelwesen->, Literarische Fabelwesen->Golem, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, Sekundärliteratur->Phantastik, Stadt/Städte->, Stadt/Städte->Prag, {04.2} Bestand/Papier+Digital

4.

H.L. Held

Der Prager Golem: Von seiner „Geburt“ bis zu seinem „Tod“ (1919), Benjamin Harz: 7–11

Tags: Geleitwort, Künstliche(r) Mensche(n)->, Künstliche(r) Mensche(n)->Golem, Literarische Fabelwesen->, Literarische Fabelwesen->Golem, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, Sekundärliteratur->Phantastik, Stadt/Städte->, Stadt/Städte->Prag, {04.2} Bestand/Papier+Digital

image
5.

R. Ingarden

(1972), Niemeyer

ISBN 978-3-11-093848-7 978-3-484-10037-4

Abstract: Die Untersuchungen, die ich hiermit der Öffentlichkeit übergebe, haben die Grundstruktur und die Seinsweise des literarischen Werkes und insbesondere auch des literarischen Kunstwerks zu ihrem Hauptthema. Sie wollen vor allem seinen eigentümlichen Aufbau herausstellen und seine Auffassung von den verschiedenen Trübungen befreien, die sich in den bisherigen Betrachtungen einerseits aus den immer noch starken psychologistischen Tendenzen, andererseits aus den Rücksichten auf eine allgemeine Theorie der Kunst und der Kunstwerke ergaben.

Tags: Literarisches Kunstwerk, Literatur->, Literatur->literarisches Kunstwerk, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.1} Bestand/Digital

image

Abstract: Die Diplomarbeit „Der Schauerroman der schwarzen Romantik am Beispiel von E.T.A. Hoffmanns „Die Elixiere des Teufels“ zeigt unter Anwendung von Wolfgang Trautweins Analyseansatz der Schauersequenz, wie E.T.A. Hoffmann Schauer erzeugt und erhält. Außerdem wird ein Überblick über die Romantik, die schwarze Romantik, die phantastische Literatur und den Schauerroman gegeben. In Grundzügen wird auf die Figuren- und Spannungsanalyse eingegangen. …

Tags: Abschlussarbeit(en)->, Abschlussarbeit(en)->Diplomarbeit(en), Epoche(n)->, Epoche(n)->Romantik, Epoche(n)->Romantik->Schauer-, Epoche(n)->Schwarze Romantik, Person->, Person->Hoffmann, E.T.A., Schauer->, Schauer->-literatur, Schauer->-romantik, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital

image
7.

B. Raschnig

(2000). Inaugural-Dissertation

Abstract: Zur Konkretion der Wolfschen Phantastik werde ich im folgenden den Begriff der phantastischen Literatur umreißen. Die Phantastik wird nicht als eigenständige, epo- chenspezifische Gattung betrachtet8, sondern definiert sich nach ihrem inhaltlichen und formalen Gepräge – sie erscheint oft in Verbindung mit dem Grotesken, Manieri- stischen, Absurden oder Unheimlichen. Hans Holländer faßt seine Darstellung der verschiedenen Phantastikkonzeptionen quasi-definitorisch zusammen: …

Tags: Person->, Person->Wolf. Ror, Phantastik->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital

image

Abstract: Die vorliegende Dissertation untersucht den Einsatz des Fantastischen und dessen Funktionen in der zeitgenössischen Prosa, wobei die Ausgangshypothese lautet, dass das Fantastische historisch nicht erschöpft ist, sondern weiterhin produktiv bleibt. Der Hauptteil dieser Studie besteht aus einer genauen Lektüre von vier Romanen, die zwischen 1995 und 2001 erschienen sind: Marie Hermansons Värddjuret (1995), Majgull Axelssons Aprilhäxan (1997), Karen Duves Regenroman (1999) und Elfriede Kerns Schwarze Lämmer (2001). Tzvetan Todorovs Definition des Fantastischen als strukturelle Mehrdeutigkeit ist für die Dissertation von grundlegender Bedeutung. Um die Definition nicht an ein normatives Genrekonzept zu binden, wird das Fantastische in dieser Studie als narrative Strategie betrachtet. Die Analysen der Dissertation zeigen, dass in diesen zeitgenössischen Romanen eine beträchtliche Vielfalt an Erzählmitteln sowie an intertextuellen Motiven vorliegt, die aus dem „Archiv“ der Tradition des Fantastischen stammen. Das Fantastische ist in hohem Maße intertextuell, fungiert jedoch nicht bloß als „Zeichen der Fiktion“ in einem postmodernen Spiel, in dem Mehrdeutigkeit keine Rolle mehr spielt. Stattdessen ist die erzählte Welt in diesen Romanen durch eine tief verwurzelte Ambivalenz, Heterogenität und Instabilität gekennzeichnet. Das Fantastische ist zugleich attraktiv und gefährlich und entspricht einer Begegnung mit „dem Anderen“ und dem Unbekannten, während es den bei Todorov so deutlich sichtbaren Konflikt zwischen dem Übernatürlichen und dem Natürlichen abschwächt. Im Mittelpunkt steht nicht die Wahrnehmungskrise, die die Romanfiguren durchleben, wenn sie sich zwischen zwei gegensätzlichen Sichtweisen auf die Realität entscheiden, sondern ihr psychischer Zustand. Diese Figuren befinden sich in einem Zustand des „Dazwischen“, der in allen vier Romanen mit dem Thema des Künstlers verknüpft ist. Über das Fantastische initiiert Regenroman eine Auseinandersetzung mit männlichen Künstlermythen und Frauenbildern. Schwarze Lämmer greift ebenfalls die romantisch-fantastische Tradition auf und untersucht den Zusammenhang zwischen jugendlichem Größenwahn und künstlerischer Kreativität. Värddjuret hingegen schildert die Entstehung einer Künstlerin, während Aprilhäxan das monströse Selbstbild der Künstlerin und ihre Allmachtsfantasien präsentiert. Eine weitere Funktion des Fantastischen in diesen vier Romanen besteht darin, ein Realitätskonzept zu thematisieren, das nicht auf dem Gegensatz zwischen dem Natürlichen und dem Übernatürlichen beruht, sondern auf der Möglichkeit mehrerer unterschiedlicher Realitäten. (Übersetzung aus dem Englischen)…

Tags: Abschlussarbeit(en)->, Abschlussarbeit(en)->Dissertation, Erzähl(er/ung(en))->, Erzähl(er/ung(en))->-strategie, Phantastik->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital

image

Abstract: In Leo Perutz’ historischem Roman Nachts unter der steinernen Brücke. Ein Roman aus dem alten Prag (1953) spielt die Handlung in der ehemaligen Kulturhauptstadt des Kaisers Rudolph von Habsburg (1552-1612). Einer der Hauptorte ist das jüdische Ghetto mit seinen Kabbalisten und Alchemisten. Der Text reiht sich in die Traditionslinie der fantastischen Literatur des beginnenden 20.Jahrhunderts, wo dem Okkulten in seinem Bezug zu Macht, Religion und den neuen Wissenschaften eine große Bedeutung zukommt. Durch die Demontage des Mythos um Prag, die „Goldene Stadt“, nimmt Perutz Stellung zu seiner unmittelbaren Gegenwart, der Nachkriegszeit, die mit dem Chaos und der Vernichtung der europäischen Kultur durch die Nazis konfrontiert war. Als ein entwurzelter und vergessener Autor, ein Jude, der zwischen Österreich und Israel wandert, rechnet er zudem selbstironisch mit der eigenen Mythologisierung einer vergangenen Epoche ab. …

Tags: Künstliche(r) Mensche(n)->, Künstliche(r) Mensche(n)->Golem, Literarische Fabelwesen->, Literarische Fabelwesen->Golem, Okkultismus, Person->, Person->Perutz, Leo, Rezension(en)->, Sekundärliteratur->Horror, Sekundärliteratur->Phantastik, Stadt/Städte->, Stadt/Städte->Prag, {04.1} Bestand/Digital

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):
als Html-Ansicht-> nein

225090 78M7AY52 1 technische-universitat-dortmund-ag-virtual-machining 50 creator asc 1 1 1 title 1 44776 https://sebesta-seklit.net/wp-content/plugins/zotpress/
%7B%22status%22%3A%22success%22%2C%22updateneeded%22%3Afalse%2C%22instance%22%3Afalse%2C%22meta%22%3A%7B%22request_last%22%3A0%2C%22request_next%22%3A0%2C%22used_cache%22%3Atrue%7D%2C%22data%22%3A%5B%7B%22key%22%3A%22K823RDJL%22%2C%22library%22%3A%7B%22id%22%3A225090%7D%2C%22meta%22%3A%7B%22creatorSummary%22%3A%22Hempfer%22%2C%22parsedDate%22%3A%222013%22%2C%22numChildren%22%3A0%7D%2C%22bib%22%3A%22%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-bib-body%26quot%3B%20style%3D%26quot%3Bline-height%3A%201.35%3B%20%26quot%3B%26gt%3B%5Cn%20%20%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-entry%26quot%3B%26gt%3B%5Cn%5Cn%20%20%20%20%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-block%26quot%3B%26gt%3B%26lt%3Bb%26gt%3B%26lt%3Bb%26gt%3BAristos%20%26%23x201E%3BOrlando%20Furioso%26%23x201C%3B%26lt%3B%5C%2Fb%26gt%3B%26lt%3B%5C%2Fb%26gt%3B%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%5Cn%5Cn%5Cn%20%20%20%20%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-block%26quot%3B%26gt%3BK.W.%20Hempfer%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%5CnHeroen%20und%20Heroisierungen%20in%20der%20RenaissanceWolfenb%26%23xFC%3Btteler%20Abhandlungen%20zur%20Renaissanceforschung%20Bd.%2028%20%282013%29%2C%20A.%20Aurnhammer%2C%20M.%20Pfister%20%28Hrsg.%29%2C%20Harrassowitz%20Verlag%20in%20Kommission%3A%2045%26%23x2013%3B70%5Cn%5Cn%20%20%20%20%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-block%26quot%3B%26gt%3BISBN%20978-3-447-06772-0%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%5Cn%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%5Cn%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%22%2C%22data%22%3A%7B%22itemType%22%3A%22bookSection%22%2C%22title%22%3A%22Aristos%20%5C%22Orlando%20Furioso%5C%22%22%2C%22creators%22%3A%5B%7B%22creatorType%22%3A%22editor%22%2C%22firstName%22%3A%22Achim%22%2C%22lastName%22%3A%22Aurnhammer%22%7D%2C%7B%22creatorType%22%3A%22author%22%2C%22firstName%22%3A%22Klaus%20W.%22%2C%22lastName%22%3A%22Hempfer%22%7D%2C%7B%22creatorType%22%3A%22editor%22%2C%22firstName%22%3A%22Manfred%22%2C%22lastName%22%3A%22Pfister%22%7D%5D%2C%22abstractNote%22%3A%22Auch%20Klaus%20Hempfer%20geht%20es%20in%20seiner%20Lekt%5Cu00fcre%20von%20Ariosts%20Orlandofiirioso%20um%20Zusammenh%5Cu00e4nge%20von%20gender%20und%20genre%20in%20der%20Konstruktion%20und%20%20Konfiguration%20von%20Heldenrollen%2C%20nun%20aber%20bezogen%20auf%20die%20m%5Cu00e4nnliche%20Rolle%20des%20cavaliere.%20Dessen%20Rolle%20wird%20in%20Ariosts%20zwischen%20m%5Cu00e4nnlich%20bestimmtem%20Epos%20und%20weiblich%20konnotiertem%20romanzo%20bewusst%20oszillierendem%20Gedicht%20in%20durchaus%20diskrepanter%20Weise%20konstruiert%2C%20wobei%20diesen%20%20Oszillationen%20entgegenkommt%2C%20dass%20beide%20Gattungen%20auch%20in%20dieser%20Hinsicht%20selbst%20schon%20hybrid%20sind%3A%20Das%20Heldenepos%20singt%20von%20den%20arme%20ebenso%20wie%20von%20amore%2C%20und%20der%20arturische%20romanzo%20cavallerescho%20zeigt%20ganz%20andere%20Geschlechterordnungen%20als%20der%20der%20karolingischen%20Tradition.%20Ariosts%20Orlando%20ist%20gleichzeitig%20der%20heroisch%20f%5Cu00fcr%20das%20christliche%20Abendland%20streitende%20Karlspaladin%20und%20ein%20von%20privatistischem%20Gl%5Cu00fccks-%20und%20Liebesstreben%20umhergetriebener%20fahrender%20Ritter.%20Wie%20sich%20besonders%20deutlich%20am%20zentralen%20Motiv%20von%20Orlandos%20pazzia%20zeigen%20l%5Cu00e4sst%2C%20die%20einerseits%20in%20die%20heroische%20N%5Cu00e4he%20eines%20Hercules%20fiirens%20und%20andererseits%20eines%20kom%5Cu00f6dienhaften%20Liebeswahns%20ger%5Cu00fcckt%20wird%2C%20spielt%20Ariost%20in%20seinem%20Text%20die%20unterschiedlichen%20Konzeptionen%20m%5Cu00e4nnlichen%20Heroentums%20gegeneinander%20aus%2C%20um%20zu%20allen%20auf%20Distanz%20zu%20gehen.%20So%20dekonstruiert%20er%20den%20Helden%20und%20.entessentialisiert%2A%20das%20Heroische%20schon%20am%20Anfang%20seiner%20fr%5Cu00fchneuzeitlichen%20Geschichte.%5CnDas%2016.%20Jahrhundert%20sucht%20den%20Heroismus%20als%20charakterliche%20Disposition%20zur%20Leidenschaft%2C%20als%20furor%20heroicus%2C%20zu%20bestimmen.%20Damit%20einher%20geht%20eine%20philosophische%20Nobilitierung%20der%20Leidenschaften%20als%20heroischer%20Erkenntnis-instrumente.%20Auch%20wenn%20solche%20philosophischen%20Spekulationen%20an%20die%20Pla-tonische%20Enthusiasmos-Lehre%20%20und%20mehr%20noch%20an%20den%20neuplatonischen%20Humanismus%20ankn%5Cu00fcpften%2C%20der%20die%20g%5Cu00f6ttliche%20mania%2C%20den%20Juror%20divinus%2C%20schon%20Dichtern%20und%20Philosophen%20zuschrieb%2C%20nobilitierte%20erst%20Giordano%20Brunos%20epochaler%20Dialog%20De%20gli%20heroici%20furori%20%281585%29%20die%20Leidenschaften%20zum%20he-roischen%20.Willen%20zur%20Erkenntnis%2A.%20Dass%20dieser%20erkenntnistheoretische%20Heroismus%20unabh%5Cu00e4ngig%20vom%20Erfolg%20ist%2C%20erl%5Cu00e4utert%20Hanna%20Klessinger%20%28Frei-b%5Cu00fcrg%5C%2FBr.%29%20paradigmatisch%20an%20dem%20Akt%5Cu00e4on-Sonett%2C%20mit%20dem%20Bruno%20den%20.H%5Cu00f6hepunkt%20des%20heroischen%20Wegs%2A%20illustriert%3A%20Die%20.Wahrheitsjagd%2A%20gipfelt%20in%20der%20Emanzipation%20des%20Schauens%20und%20im%20Opfer%20als%20tragischem%20Triumph.%20%5Cu2026%20%28aus%20dem%20Vorwort%29%22%2C%22bookTitle%22%3A%22Heroen%20und%20Heroisierungen%20in%20der%20Renaissance%22%2C%22date%22%3A%222013%22%2C%22originalDate%22%3A%22%22%2C%22originalPublisher%22%3A%22%22%2C%22originalPlace%22%3A%22%22%2C%22format%22%3A%22gebundene%20Ausgabe%22%2C%22ISBN%22%3A%22978-3-447-06772-0%22%2C%22DOI%22%3A%22%22%2C%22citationKey%22%3A%22%22%2C%22url%22%3A%22%22%2C%22ISSN%22%3A%22%22%2C%22language%22%3A%22deutsch%22%2C%22collections%22%3A%5B%2278M7AY52%22%2C%22CVQD47A6%22%2C%22M3BSNS4P%22%5D%2C%22dateModified%22%3A%222026-07-12T21%3A16%3A27Z%22%2C%22tags%22%3A%5B%7B%22tag%22%3A%22Epoche%28n%29-%3E%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Epoche%28n%29-%3ERenaissance%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Held%28en%29-%3E%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Held%28en%29-%3E-dichtung%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Held%28en%29-%3E-figuren%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Held%28en%29-%3E-geschiche%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Person-%3E%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Person-%3EAriosto%2C%20Ludovico%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Sekund%5Cu00e4rliteratur-%3E%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Sekund%5Cu00e4rliteratur-%3EFantasy%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Sekund%5Cu00e4rliteratur-%3EPhantastik%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22%7B04.2%7D%20Bestand%5C%2FPapier%22%7D%5D%7D%7D%5D%7D
Aristos „Orlando Furioso“
K.W. Hempfer
Heroen und Heroisierungen in der RenaissanceWolfenbütteler Abhandlungen zur Renaissanceforschung Bd. 28 (2013), A. Aurnhammer, M. Pfister (Hrsg.), Harrassowitz Verlag in Kommission: 45–70
ISBN 978-3-447-06772-0

oder auch gleich direkt in das

Repository
Sofern die Dokumente im Internet zum Download angeboten werden, sind sie auch im Repository per Klick erreichbar.


Die letzten Artikel:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

 
 
 

Horror-, Schauer- und Gespensterliteratur #27 – Schrecken als ästhetische Ware: Der Prager Golem – Bloch, Chajim

Chajim Bloch
Der Prager Golem
Benjamin Harz, Berlin (1920)
2. Auflage
 
Der Golem von Prag: Chajim Blochs Beitrag zur Modernisierung eines jüdischen Mythos …
 
G

Von der Gestaltlosigkeit zur Ikone der Popkultur: Kaum eine Figur des jüdischen Mystizismus hat den Sprung in das moderne kollektive Gedächtnis so nachhaltig geschafft wie der Golem. Während der Begriff in biblischen Zeiten noch eine „ungeformte Masse“ oder einen „Embryo“ (Psalm 139:16) beschrieb, wandelte sich das Motiv über Jahrhunderte hinweg zu einem künstlichen Menschen aus Lehm. Einen entscheidenden Wendepunkt in dieser Entwicklung markiert das Jahr 1919. Chajim Bloch (geboren am 27. Juni 1881 in Nagybocskó, Österreich-Ungarn; gestorben am 23. Januar 1973 in New York) war ein bedeutender chassidischer und kabbalistischer Rabbiner, Publizist und Schriftsteller. Er gilt als einer der wichtigsten Vermittler der jüdischen Mystik und Folklore im deutschsprachigen Raum des frühen 20. Jahrhunderts. Besondere Bekanntheit erlangte er durch seine literarischen Bearbeitungen osteuropäischer jüdischer Sagen – allen voran der Legende um den Golem von Prag. Mitten in den gesellschaftlichen Umbrüchen nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlichte er sein Werk „Der Prager Golem: Von seiner ‚Geburt‘ bis zu seinem ‚Tod‘“ in Wien. Bloch schuf damit kein rein fiktionales Werk, sondern sammelte, sichtete und systematisierte die verstreuten mündlichen und schriftlichen Sagen des Prager Ghettos. Dieses Essay analysiert die historische Entwicklung des Golem-Mythos, die spezifische Struktur von Blochs Erzählungen und dessen Bedeutung für das Verständnis moderner Schöpfungsmythen. …


Die zeitliche Entwicklung: Vom Ritual zur Rettungsfigur

Die Transformation des Golems vollzog sich nicht abrupt, sondern in klar abgrenzbaren historischen Phasen. Um Chajim Blochs Werk in seiner Tragweite zu verstehen, muss diese Evolution chronologisch nachvollzogen werden: …

… In seinem bekannten Roman „Der Golem“ sagt Gustav Meyrink: „Ich kann freilich nicht wissen, worauf sich die Golemsage zurückführen läßt, daß aber irgend etwas, was nicht sterben kann, in diesem Stadtviertel sein Wesen treibt und damit zusammenhängt, dessen bin ich mir sicher …Auszug aus dem Vorwort

Die zeitliche Entwicklung: Vom Ritual zur Rettungsfigur

Die Transformation des Golems vollzog sich nicht abrupt, sondern in klar abgrenzbaren historischen Phasen. Um Chajim Blochs Werk in seiner Tragweite zu verstehen, muss diese Evolution chronologisch nachvollzogen werden:

Spätantike und Frühmittelalter, 200–500 n. Chr.

Im Babylonischen Talmud wird die Erschaffung eines künstlichen Wesens als rein mystische, meditative Erfahrung beschrieben. Gelehrte nutzten das „Sefer Jezira“ (Buch der Schöpfung), um Gott durch die Kombination hebräischer Buchstaben nachzueifern. Das Wesen war stumm und diente keinem praktischen Zweck; die Schöpfung war ein Beweis spiritueller Reife.

Frühe Neuzeit: Der Golem als Diener, 1674

Die Erzählung verlässt den rein innerjüdischen Kreis. Der christliche Dichter Christoph Arnold beschreibt erstmals das Motiv eines Golems, der von polnischen Juden als stummer Hausdiener aus Lehm erschaffen wird. Hier taucht auch die Aktivierung durch das hebräische Wort „Emet“ (Wahrheit) auf der Stirn auf. Das Wesen wächst unaufhaltsam und droht seinen Schöpfer zu erdrücken – ein frühes Motiv der Hybris.

Die Romantik und die Verortung in Prag, 1808–1847

Die Brüder Grimm (1808) und Achim von Arnim popularisieren den Stoff im deutschsprachigen Raum. Ab den 1830er Jahren und manifestiert durch Wolf Pascheles‘ Textsammlung „Sippurim“ (1847) wird die Legende fest mit dem historischen Rabbiner Juda Löw (dem „Maharal von Prag“, ca. 1525–1609) und der Altneu-Synagoge verknüpft. Das Motiv verschiebt sich: Der Golem wird vom bloßen Hausdiener zum Beschützer des Ghettos gegen Ritualmordlegenden.

Chajim Blochs Anthologie, 1919

Mitten in einer Phase des aufflammenden Nationalismus und Antisemitismus in Europa veröffentlicht Chajim Bloch „Der Prager Golem“. Er formt aus disparaten Sagenfragmenten eine zusammenhängende, chronologische Biografie der Kreatur – von der Tongrube an der Moldau bis zur Einmauerung der Reste auf dem Dachboden der Synagoge.

Der Sprung in die Moderne, Ab 1920

Blochs Strukturierung bildet das Fundament für die moderne Popkultur. Paul Wegeners berühmter Stummfilm „Der Golem, wie er in die Welt kam“ (1920) und Karel Čapeks Theaterstück „R.U.R.“ (1920, welches das Wort „Roboter“ prägte) führen die Traditionslinie direkt in die moderne Science-Fiction und die Debatte um Künstliche Intelligenz.

Struktur und Inhalt bei Chajim Bloch

Chajim Blochs Verdienst liegt in der redaktionellen und erzählerischen Konsolidierung. Er präsentiert den Golem primär als „Ghetto-Heandl“ und Retter in der Not. Das Werk gliedert sich im Kern in fünf miteinander verwobene Motive:

  1. Die Notwendigkeit der Schöpfung: Im Prag des späten 16. Jahrhunderts sieht sich die jüdische Gemeinde ständigen Anfeindungen und unbegründeten Anschuldigungen ausgesetzt. Rabbi Löw erschafft den Golem (genannt Yossele) nicht aus persönlicher Eitelkeit oder wissenschaftlicher Neugier, sondern als Akt der kollektiven Selbstverteidigung.
  2. Das Schöpfungsritual: Bloch beschreibt detailliert die kabbalistische Prozedur. Gemeinsam mit einem Leviten und einem Kohen (Priester) formt Rabbi Löw den Lehm im Schein von Fackeln. Die Erschaffung nutzt die vier Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Luft) und wird durch das Umschreiten des Körpers und das Rezitieren präziser Buchstabenkombinationen vollzogen.
  3. Die Natur des Wesens: Der Golem ist physisch übermenschlich stark, besitzt jedoch keine Seele (Neschama) und ist unfähig zu sprechen. Er gehorcht den Befehlen des Rabbiners wortwörtlich – was oft zu humorvollen oder gefährlichen Missverständnissen führt. Er patrouilliert nachts im Ghetto, um unbemerkt unterschobene Leichen (die für Ritualmord-Anschuldigungen genutzt werden sollten) abzufangen.
  4. Die Katastrophe und die Deaktivierung: Wie in fast allen Iterationen des Stoffes gerät die Schöpfung am Ende außer Kontrolle. Als Rabbi Löw an einem Freitagabend vergisst, dem Golem seinen täglichen Auftrag zu erteilen, läuft dieser Amok und verwüstet das Ghetto. Der Rabbiner muss den Golem stoppen, indem er den belebenden Namen Gottes (oder den ersten Buchstaben des Wortes Emet, sodass Met = „tot“ übrig bleibt) entfernt.
  5. Der Verbleib: Die leblose Lehmmasse wird auf dem Dachboden der Prager Altneu-Synagoge versteckt. Bloch schließt mit der bis heute faszinierenden Legende, dass die Reste des Golems dort überdauern und der Dachboden für die Öffentlichkeit strengstens gesperrt bleibt.

Die Kernaussage für die Gegenwart: Das Golem-Paradoxon

Für die heutige Leserschaft transportiert Blochs Werk eine zeitlose, hochaktuelle Meta-Ebene. Der Golem steht sinnbildlich für das Verhältnis zwischen Mensch und Technologie.

Das Golem-Paradoxon: Der Mensch erschafft ein Werkzeug, um eine existenzielle Schwäche auszugleichen (beim Golem die physische Verwundbarkeit des Ghettos; in der Moderne die Limitierung des menschlichen Geistes oder der Arbeitskraft). Doch das Erschaffene entwickelt durch seine inhärente Seelenlosigkeit und die starre Befehlstreue eine Eigendynamik, die den Schöpfer letztlich bedroht.

Bloch zeigt auf, dass Technologie und künstliche Schöpfungen ohne ethisches Fundament und ohne ständige menschliche Kontrolle unweigerlich destruktiv werden. Damit schlägt „Der Prager Golem“ die Brücke von einer frühneuzeitlichen jüdischen Schutz-Erzählung zu den modernen Fragestellungen der Ethik von Algorithmen und Künstlicher Intelligenz. …

 
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Bloch, Chajim
  • Der Prager Golem
  • Von seiner „Geburt“ bis zu seinem „Tod“
  • Dr. Blochs Wochenzeitschrift, Wien (1919)
  • gebundene Ausgabe
  • Originlausgabe
  • 152 Seiten
  • 2. Auflage, Harz, Berlin (1920), 232 Seiten
Preisangaben Eurobuch (mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • Mit Vorwort von Chajim Bloch und einem Geleitwort von Hans Ludwig Held
  • 2. Auflage enthält zusätuzlich ein „Vorwort zur 2. Auflage“ von Chajim Bloch vom 11. Juli 1920
  • [Bloch, Chajim] Der Prager Golem: Von seiner „Geburt“ bis zu seinem „Tod“. Nach einer Handschrift bearbeitet. Wien 1919 ->

Relevanz:
Die untersuchte Primärquelle, welche die modernen Einzellegenden erstmals zu einer Gesamterzählung bündelte.Quelle: Goethe Universität, Freimann-Sammlung

  • [Dekel, Edan / Gurley, David Gantt] How the Golem Came to Prague. In: Jewish Quarterly Review, Vol. 103, No. 2, 2013, S. 241–258.

Relevanz:
Zentrale wissenschaftliche Arbeit zur Genese des Golem-Mythos und dessen Verortung im Prag des 19. Jahrhunderts.Quelle: Digitalisat der Hebrew University

  • [Gelbin, Cathy S.] The Golem: From Enlightenment Monster to Artificial Intelligence. In: Bulletin of the German Historical Institute, No. 69, 2021/2022, S. 79–94.

Relevanz:
Hervorragende historische Kontextualisierung der Rezeption von Christoph Arnold (1674) bis hin zur Verknüpfung mit künstlichen Menschen.Quelle: Dokument des GHI Washington

  • [Fernández Urtasun, Rosa] From the golem to the robots: a visual evolution of a myth. In: Journal of Aesthetics & Culture, Vol. 16, 2024.

Relevanz:
Analysiert die visuelle und popkulturelle Weiterentwicklung des Stoffes nach Blochs Publikation (Wegener-Filme, Čapek).Quelle: Open-Access-Artikel bei Taylor & Francis

  • [Zdenek, Annie] Leo Perutz (1882-1957): Nachts unter der steinernen Brücke. In: Recherches germaniques, No. 41, 2011, S. 59–71.

Relevanz:
Sekundärliteratur zur Einbettung des Prager Golem-Stoffs in die Prager Literatur der Zwischenkriegszeit (u.a. Wolf Pascheles‘ „Sippurim“ von 1847).Quelle: Eintrag im OpenEdition Portal

siehe auch (Auszug):


Die letzten Artikel:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

 

Bibliotheca Universitas Phantastica #114 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 10. Mai und 11. Mai 2026

MZwei Veröffentlichungen samt ihrer enthaltenen Artikel liegen heute an. Ein Werk zur Schauerliteratur ab 1800 bringt einige Essays. Fünf Essays sind englischsprachig und daher nicht in die Bibliothek aufgenommen (die findet ihr hier). Die „Protokolle“ bringen zwei Essasy zu H. C. Artmann. Das Übernatürliche ist bei ihm von vornherein eine gesetzte, augenzwinkernde Realität, die vom Erzähler wie selbstverständlich hingenommen wird. Für interessierte Laien bietet H.C. Artmann einen hervorragenden Zugang zur modernen Literatur. Seine phantastischen Texte fordern uns nicht auf, an Geister oder Vampire zu glauben, sondern an die grenzenlose Freiheit des Erzählens. Vielleicht einen Versuch wert? …


Neuzugänge:
als Html-Ansicht-> 2026-06-08-Neuerungen-Bericht

1.

Wahnsinnige Angst und angstvoller Wahn
J. Baur und L. Koch

Writing Angst: Schauerliteratur, Gothic Novel und literarischer Schrecken von 1800 bis zur GegenwartLettre (2026), J. Baur, L. Koch, B. Schaff (Hrsg.), transcript: 233–252

ISBN 978-3-8376-7762-1 978-3-8394-0687-8

Abstract: Schauerliterarische Emotionsrepräsentation in Ludwig Tiecks „Der Runenberg“ und „Liebeszauber“ …

Tags: Angst->, Emotion(en/ale)->, Emotion(en/ale)->-repräsentation, Literatur->, Literatur->Gothic Novel, Literatur->Horror- und Schauer-, Person->, Person->Tieck, Ludwig, Roman(e)->, Roman(e)->Titel->, Roman(e)->Titel: Liebeszauber (Tieck), Roman(e)->Titel: Runenberg (Tieck), Schauer->, Schauer->-literatur, Schrecken(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, {04.2} Bestand/Papier+Digital

image
2.

Writing Angst: Schauerliteratur, Gothic Novel und literarischer Schrecken von 1800 bis zur Gegenwart

Lettre (2026), J. Baur, L. Koch, B. Schaff (Hrsg.), transcript

ISBN 978-3-8376-7762-1 978-3-8394-0687-8

Abstract: Die Literarisierung der Angst begann um 1800, als kulturelle Ordnungsvorstellungen erodierten und die aufgeklärte Vernunft sich zunehmend ihren verunsichernden Schattenseiten und irritierenden Doppelgängern gegenübersah. Die Beiträger*innen gehen in exemplarischen Lektüren literarischen Inszenierungen von Furcht und Schrecken für diesen Zeitraum bis zur Gegenwart nach – mit besonderem Fokus auf den deutschen Schauerroman und die anglo-schottische Gothic Novel. Dabei analysieren sie Motivtraditionen, Erzählverfahren und emotionale Semantiken literarischer Angst(-Lust), die sie als Effekt und Resonanzraum moderner Verunsicherungserfahrungen rekonstruieren …

Tags: Angst->, Literatur->, Literatur->Gothic Novel, Literatur->Horror- und Schauer-, Schauer->, Schauer->-literatur, Schrecken(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, {04.2} Bestand/Papier+Digital

3.

Writing Angst
J. Baur, L. Koch und B. Schaff

Writing Angst: Schauerliteratur, Gothic Novel und literarischer Schrecken von 1800 bis zur GegenwartLettre (2026), J. Baur, L. Koch, B. Schaff (Hrsg.), transcript: 9–12

ISBN 978-3-8376-7762-1 978-3-8394-0687-8

Abstract: Beobachtungen zum literarischen Schrecken seit 1800 …

Tags: Angst->, Literatur->, Literatur->Gothic Novel, Literatur->Horror- und Schauer-, Schauer->, Schauer->-literatur, Schrecken(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, {04.2} Bestand/Papier+Digital

image
4.

Protokolle ’79, Band 1

Protokolle: Zeitschrift für Literatur und Kunst 1979/1 (1979), O. Breicha (Hrsg.), Jugend und Volk

ISBN 3-7141-6970-9

Tags: Person->, Person->Artmann, H. C., Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.0} Bestand/Papier

5.

Literaturanthropologie(n) der Angst
S. Brössel

Writing Angst: Schauerliteratur, Gothic Novel und literarischer Schrecken von 1800 bis zur GegenwartLettre (2026), J. Baur, L. Koch, B. Schaff (Hrsg.), transcript: 25–46

ISBN 978-3-8376-7762-1 978-3-8394-0687-8

Abstract: Wissensmuster und -wnadel in Erzähltexten um 1800 (Schiller, Hoffmann, Zschokke) …

Tags: Angst->, Epoche(n)->, Epoche(n)->um 1800, Literatur->, Literatur->Gothic Novel, Literatur->Horror- und Schauer-, Schauer->, Schauer->-literatur, Schrecken(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, Wissen(s)->, Wissen(s)->-muster, Wissen(s)->-wandel, {04.2} Bestand/Papier+Digital

6.

Über H. C. Artmann
J. Drews

Protokolle ’79, Band 1Protokolle: Zeitschrift für Literatur und Kunst 1979/1 (1979), O. Breicha (Hrsg.), Jugend und Volk: 49–57

ISBN 3-7141-6970-9

Tags: Person->, Person->Artmann, H. C., Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.0} Bestand/Papier

7.

Das Unheimliche
U. Kinzel

Writing Angst: Schauerliteratur, Gothic Novel und literarischer Schrecken von 1800 bis zur GegenwartLettre (2026), J. Baur, L. Koch, B. Schaff (Hrsg.), transcript: 93–107

ISBN 978-3-8376-7762-1 978-3-8394-0687-8

Abstract: Von der Ästhetik des Schreckens zur Politik der Angst …

Tags: Angst->, Literatur->, Literatur->Gothic Novel, Literatur->Horror- und Schauer-, Politik->, Politik->der Angst, Schauer->, Schauer->-literatur, Schrecken(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, Unheimlich->, {04.2} Bestand/Papier+Digital

8.

Angst erzählen
C. Meid

Writing Angst: Schauerliteratur, Gothic Novel und literarischer Schrecken von 1800 bis zur GegenwartLettre (2026), J. Baur, L. Koch, B. Schaff (Hrsg.), transcript: 253–274

ISBN 978-3-8376-7762-1 978-3-8394-0687-8

Abstract: E. T. A. Hoffmanns Nachstück „Das Majorat“ (1817) …

Tags: Angst->, Literatur->, Literatur->Gothic Novel, Literatur->Horror- und Schauer-, Person->, Person->Hoffmann, E.T.A., Roman(e)->, Roman(e)->Titel->, Roman(e)->Titel: Majorat (Hoffmann), Schauer->, Schauer->-literatur, Schrecken(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, {04.2} Bestand/Papier+Digital

9.

In Polen poetisch
K. Reichert

Protokolle ’79, Band 1Protokolle: Zeitschrift für Literatur und Kunst 1979/1 (1979), O. Breicha (Hrsg.), Jugend und Volk: 66

ISBN 3-7141-6970-9

Tags: Person->, Person->Artmann, H. C., Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.0} Bestand/Papier

10.

Wieland in Amerika
H.J. Schauer

Writing Angst: Schauerliteratur, Gothic Novel und literarischer Schrecken von 1800 bis zur GegenwartLettre (2026), J. Baur, L. Koch, B. Schaff (Hrsg.), transcript: 155–172

ISBN 978-3-8376-7762-1 978-3-8394-0687-8

Abstract: Charles Brockden Browns aufklärerische Gothic Novel …

Tags: Angst->, Literarische Fabelwesen->, Literatur->, Literatur->Gothic Novel, Literatur->Horror- und Schauer-, Person->, Person->Brown, Charles Brockden, Schauer->, Schauer->-literatur, Schrecken(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, {04.2} Bestand/Papier+Digital

11.

Von Grau- und Petermännchen
C. Seelinger

Writing Angst: Schauerliteratur, Gothic Novel und literarischer Schrecken von 1800 bis zur GegenwartLettre (2026), J. Baur, L. Koch, B. Schaff (Hrsg.), transcript: 175–198

ISBN 978-3-8376-7762-1 978-3-8394-0687-8

Abstract: Der Schauerroman um 1800 zwischen Exlpoitation und Emanzipation …

Tags: Angst->, Epoche(n)->, Epoche(n)->um 1800, Exploitation, Frau(en)->, Frau(en)->Emanzpation, Literatur->, Literatur->Gothic Novel, Literatur->Horror- und Schauer-, Männ(er)->, Männ(er)->Peter-, Männ(er)->rolle, Schauer->, Schauer->-literatur, Schrecken(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, {04.2} Bestand/Papier+Digital

12.

Schauder und Erregung
D. Steinn und Werber Niels

Writing Angst: Schauerliteratur, Gothic Novel und literarischer Schrecken von 1800 bis zur GegenwartLettre (2026), J. Baur, L. Koch, B. Schaff (Hrsg.), transcript: 111–124

ISBN 978-3-8376-7762-1 978-3-8394-0687-8

Abstract: Ludwig von Reizensteins amerikanischer Zeiotungsroman „Die Geheimnisse von New Orleans“ (1854-1855)

Tags: Angst->, Literatur->, Literatur->Gothic Novel, Literatur->Horror- und Schauer-, Person->, Person->Reizenstein, Ludwig von, Roman(e)->, Roman(e)->Zeitungs-, Schauer->, Schauer->-literatur, Schrecken(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, Zeitung(s/en)->, Zeitung(s/en)->-roman, {04.2} Bestand/Papier+Digital

13.

Zeitgewalt
B. Stricker

Writing Angst: Schauerliteratur, Gothic Novel und literarischer Schrecken von 1800 bis zur GegenwartLettre (2026), J. Baur, L. Koch, B. Schaff (Hrsg.), transcript: 275–290

ISBN 978-3-8376-7762-1 978-3-8394-0687-8

Abstract: Angst in Hebels Kalendergeschichten …

Tags: Angst->, Geschicht(s/e/en)->, Geschicht(s/e/en)->Kalender-, Literatur->, Literatur->Gothic Novel, Literatur->Horror- und Schauer-, Schauer->, Schauer->-literatur, Schrecken(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, {04.2} Bestand/Papier+Digital

14.

Angst, Ekel, Hass
J. Süselbeck

Writing Angst: Schauerliteratur, Gothic Novel und literarischer Schrecken von 1800 bis zur GegenwartLettre (2026), J. Baur, L. Koch, B. Schaff (Hrsg.), transcript: 71–92

ISBN 978-3-8376-7762-1 978-3-8394-0687-8

Abstract: Emotionalisierungsstrategien des literarischen Antisemitismus in der Schwarzen Romantik …

Tags: Angst->, Antisemitismus, Emotion(en/ale)->, Emotion(en/ale)->-isierungsstrategie, Epoche(n)->, Epoche(n)->Schwarze Romantik, Literatur->, Literatur->-agent, Literatur->Gothic Novel, Literatur->Horror- und Schauer-, Literatur->Schwarze Romantik, Schauer->, Schauer->-literatur, Schrecken(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Horror, {04.2} Bestand/Papier+Digital

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):
als Html-Ansicht-> nein

225090 78M7AY52 1 technische-universitat-dortmund-ag-virtual-machining 50 creator asc 1 1 1 title 1 44709 https://sebesta-seklit.net/wp-content/plugins/zotpress/
%7B%22status%22%3A%22success%22%2C%22updateneeded%22%3Afalse%2C%22instance%22%3Afalse%2C%22meta%22%3A%7B%22request_last%22%3A0%2C%22request_next%22%3A0%2C%22used_cache%22%3Atrue%7D%2C%22data%22%3A%5B%7B%22key%22%3A%22K823RDJL%22%2C%22library%22%3A%7B%22id%22%3A225090%7D%2C%22meta%22%3A%7B%22creatorSummary%22%3A%22Hempfer%22%2C%22parsedDate%22%3A%222013%22%2C%22numChildren%22%3A0%7D%2C%22bib%22%3A%22%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-bib-body%26quot%3B%20style%3D%26quot%3Bline-height%3A%201.35%3B%20%26quot%3B%26gt%3B%5Cn%20%20%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-entry%26quot%3B%26gt%3B%5Cn%5Cn%20%20%20%20%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-block%26quot%3B%26gt%3B%26lt%3Bb%26gt%3B%26lt%3Bb%26gt%3BAristos%20%26%23x201E%3BOrlando%20Furioso%26%23x201C%3B%26lt%3B%5C%2Fb%26gt%3B%26lt%3B%5C%2Fb%26gt%3B%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%5Cn%5Cn%5Cn%20%20%20%20%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-block%26quot%3B%26gt%3BK.W.%20Hempfer%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%5CnHeroen%20und%20Heroisierungen%20in%20der%20RenaissanceWolfenb%26%23xFC%3Btteler%20Abhandlungen%20zur%20Renaissanceforschung%20Bd.%2028%20%282013%29%2C%20A.%20Aurnhammer%2C%20M.%20Pfister%20%28Hrsg.%29%2C%20Harrassowitz%20Verlag%20in%20Kommission%3A%2045%26%23x2013%3B70%5Cn%5Cn%20%20%20%20%26lt%3Bdiv%20class%3D%26quot%3Bcsl-block%26quot%3B%26gt%3BISBN%20978-3-447-06772-0%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%5Cn%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%5Cn%26lt%3B%5C%2Fdiv%26gt%3B%22%2C%22data%22%3A%7B%22itemType%22%3A%22bookSection%22%2C%22title%22%3A%22Aristos%20%5C%22Orlando%20Furioso%5C%22%22%2C%22creators%22%3A%5B%7B%22creatorType%22%3A%22editor%22%2C%22firstName%22%3A%22Achim%22%2C%22lastName%22%3A%22Aurnhammer%22%7D%2C%7B%22creatorType%22%3A%22author%22%2C%22firstName%22%3A%22Klaus%20W.%22%2C%22lastName%22%3A%22Hempfer%22%7D%2C%7B%22creatorType%22%3A%22editor%22%2C%22firstName%22%3A%22Manfred%22%2C%22lastName%22%3A%22Pfister%22%7D%5D%2C%22abstractNote%22%3A%22Auch%20Klaus%20Hempfer%20geht%20es%20in%20seiner%20Lekt%5Cu00fcre%20von%20Ariosts%20Orlandofiirioso%20um%20Zusammenh%5Cu00e4nge%20von%20gender%20und%20genre%20in%20der%20Konstruktion%20und%20%20Konfiguration%20von%20Heldenrollen%2C%20nun%20aber%20bezogen%20auf%20die%20m%5Cu00e4nnliche%20Rolle%20des%20cavaliere.%20Dessen%20Rolle%20wird%20in%20Ariosts%20zwischen%20m%5Cu00e4nnlich%20bestimmtem%20Epos%20und%20weiblich%20konnotiertem%20romanzo%20bewusst%20oszillierendem%20Gedicht%20in%20durchaus%20diskrepanter%20Weise%20konstruiert%2C%20wobei%20diesen%20%20Oszillationen%20entgegenkommt%2C%20dass%20beide%20Gattungen%20auch%20in%20dieser%20Hinsicht%20selbst%20schon%20hybrid%20sind%3A%20Das%20Heldenepos%20singt%20von%20den%20arme%20ebenso%20wie%20von%20amore%2C%20und%20der%20arturische%20romanzo%20cavallerescho%20zeigt%20ganz%20andere%20Geschlechterordnungen%20als%20der%20der%20karolingischen%20Tradition.%20Ariosts%20Orlando%20ist%20gleichzeitig%20der%20heroisch%20f%5Cu00fcr%20das%20christliche%20Abendland%20streitende%20Karlspaladin%20und%20ein%20von%20privatistischem%20Gl%5Cu00fccks-%20und%20Liebesstreben%20umhergetriebener%20fahrender%20Ritter.%20Wie%20sich%20besonders%20deutlich%20am%20zentralen%20Motiv%20von%20Orlandos%20pazzia%20zeigen%20l%5Cu00e4sst%2C%20die%20einerseits%20in%20die%20heroische%20N%5Cu00e4he%20eines%20Hercules%20fiirens%20und%20andererseits%20eines%20kom%5Cu00f6dienhaften%20Liebeswahns%20ger%5Cu00fcckt%20wird%2C%20spielt%20Ariost%20in%20seinem%20Text%20die%20unterschiedlichen%20Konzeptionen%20m%5Cu00e4nnlichen%20Heroentums%20gegeneinander%20aus%2C%20um%20zu%20allen%20auf%20Distanz%20zu%20gehen.%20So%20dekonstruiert%20er%20den%20Helden%20und%20.entessentialisiert%2A%20das%20Heroische%20schon%20am%20Anfang%20seiner%20fr%5Cu00fchneuzeitlichen%20Geschichte.%5CnDas%2016.%20Jahrhundert%20sucht%20den%20Heroismus%20als%20charakterliche%20Disposition%20zur%20Leidenschaft%2C%20als%20furor%20heroicus%2C%20zu%20bestimmen.%20Damit%20einher%20geht%20eine%20philosophische%20Nobilitierung%20der%20Leidenschaften%20als%20heroischer%20Erkenntnis-instrumente.%20Auch%20wenn%20solche%20philosophischen%20Spekulationen%20an%20die%20Pla-tonische%20Enthusiasmos-Lehre%20%20und%20mehr%20noch%20an%20den%20neuplatonischen%20Humanismus%20ankn%5Cu00fcpften%2C%20der%20die%20g%5Cu00f6ttliche%20mania%2C%20den%20Juror%20divinus%2C%20schon%20Dichtern%20und%20Philosophen%20zuschrieb%2C%20nobilitierte%20erst%20Giordano%20Brunos%20epochaler%20Dialog%20De%20gli%20heroici%20furori%20%281585%29%20die%20Leidenschaften%20zum%20he-roischen%20.Willen%20zur%20Erkenntnis%2A.%20Dass%20dieser%20erkenntnistheoretische%20Heroismus%20unabh%5Cu00e4ngig%20vom%20Erfolg%20ist%2C%20erl%5Cu00e4utert%20Hanna%20Klessinger%20%28Frei-b%5Cu00fcrg%5C%2FBr.%29%20paradigmatisch%20an%20dem%20Akt%5Cu00e4on-Sonett%2C%20mit%20dem%20Bruno%20den%20.H%5Cu00f6hepunkt%20des%20heroischen%20Wegs%2A%20illustriert%3A%20Die%20.Wahrheitsjagd%2A%20gipfelt%20in%20der%20Emanzipation%20des%20Schauens%20und%20im%20Opfer%20als%20tragischem%20Triumph.%20%5Cu2026%20%28aus%20dem%20Vorwort%29%22%2C%22bookTitle%22%3A%22Heroen%20und%20Heroisierungen%20in%20der%20Renaissance%22%2C%22date%22%3A%222013%22%2C%22originalDate%22%3A%22%22%2C%22originalPublisher%22%3A%22%22%2C%22originalPlace%22%3A%22%22%2C%22format%22%3A%22gebundene%20Ausgabe%22%2C%22ISBN%22%3A%22978-3-447-06772-0%22%2C%22DOI%22%3A%22%22%2C%22citationKey%22%3A%22%22%2C%22url%22%3A%22%22%2C%22ISSN%22%3A%22%22%2C%22language%22%3A%22deutsch%22%2C%22collections%22%3A%5B%2278M7AY52%22%2C%22CVQD47A6%22%2C%22M3BSNS4P%22%5D%2C%22dateModified%22%3A%222026-07-12T21%3A16%3A27Z%22%2C%22tags%22%3A%5B%7B%22tag%22%3A%22Epoche%28n%29-%3E%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Epoche%28n%29-%3ERenaissance%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Held%28en%29-%3E%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Held%28en%29-%3E-dichtung%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Held%28en%29-%3E-figuren%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Held%28en%29-%3E-geschiche%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Person-%3E%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Person-%3EAriosto%2C%20Ludovico%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Sekund%5Cu00e4rliteratur-%3E%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Sekund%5Cu00e4rliteratur-%3EFantasy%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22Sekund%5Cu00e4rliteratur-%3EPhantastik%22%7D%2C%7B%22tag%22%3A%22%7B04.2%7D%20Bestand%5C%2FPapier%22%7D%5D%7D%7D%5D%7D
Aristos „Orlando Furioso“
K.W. Hempfer
Heroen und Heroisierungen in der RenaissanceWolfenbütteler Abhandlungen zur Renaissanceforschung Bd. 28 (2013), A. Aurnhammer, M. Pfister (Hrsg.), Harrassowitz Verlag in Kommission: 45–70
ISBN 978-3-447-06772-0

oder auch gleich direkt in das

Repository
Sofern die Dokumente im Internet zum Download angeboten werden, sind sie auch im Repository per Klick erreichbar.


Die letzten Artikel:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.