Valerian – oh, du Schreck …


Valerian - Filmbesprechung

Valerian – Filmbesprechung

Ich bin wahrlich kein großer Filmkenner und -begutachter, aber bei manchen Filme juckt’s halt geradezu seinen Senf dazuzugeben.

Zunächst – Valerian funktioniert. In einer Art und Weise die meinem Bauchgefühl guttut. Hinsetzen, die 3D-Brille auf die Nase und einfach vorüberziehen lassen. Herrliches Filmvergnügen.

Aber – lange nachdenken sollte man über den Film nicht wirklich. Außer der sensationellen Machart bleibt nicht viel über, dass einer großartigen Besprechung noch zur Verfügung steht.

Die Hauptdarsteller haben mir den ganzen Film lang nicht in den Film gepasst. Aus einer Zukunftssicht heraus mag das jugendliche, unbekümmerte Aussehen und Auftreten vielleicht nachvollziehbar sein, aber in die Story hat das nicht gepasst. Man mag ja in der Zukunft länger seine Jugendlichkeit behalten können, aber als Oberst ( glaube ich, war’s das) wie ein Milchbubi herumzufuhrwerken – seuftz. Außerdem war die krampfhaft angehängte Liebesgeschichte sehr grenzwertig.

Auch diese absolute Unbekümmertheit der Aktionen in der Gewissheit „es wird jo eh‘ nix passieren“ und wenn dann kommt ohnehin die Kavallerie und macht alles gut. Es ist halt ein bisschen mühsam. Wenn man denkt dabei. Irgendwie kam mir öfters Starship Troopers“ ins Gedächtnis, da war die Alterscharakterisierung ebenfalls grenzwertig für mich. Irgenwie erinnerten die Hautdarsteller an Comic-Figuren innerhalb eines Normalfilms.

Fallweise gibt sich der Film auch wie eine Low-Budget-Produktion. Wenn zum Beispiel die Hauptdarstellerin alleine in einem weißen Flur herumsteht und eine wichtige Sitzung des höchsten Gremiums bewacht, dabei große Sprüche führt und schlußendlich von drei Fremdwesen „überrascht“ wird. Abgesehen vom anschließenden Überfall der auf Grund der diletantisch zu bezeichnenden Schutzmaßnahmen auch gelingen kann.

Mich persönlich stört im Zusammenhang mit den Effekten auch, dass man versucht  das 3D auszureizen ohne Rücksicht auf Verluste. Es müssen immer verschachtelte Hoch- und Tiefbaustrukturen sein in denen Fahrzeuge, Flugzeuge und Sonstiges wahllos durcheinander purzeln und mit Manövern aufwarten, die kein Testpilot zustandebringen würde, auch nicht mit Computerunterstützung vermutlich.Was spräche dagegen, die 3D-Technik ruhig zu führen, Einzelheiten anzubieten und plottunterstützend einzusetzen.

Der Plott hätte es nämlich wirklich dringend notwendig. Abgesehen davon, dass es schon ziemlich abgelutscht ist, ein Antik-Raumfahrzeug als Schlußszene einzusetzen. Der Plott hakt hinten und vorne.

Wie gesagt. Wenn man den Film genießen will – hineinsetzen, die 3D-Brille auf, Gehirn abschalten und Bauchgefühl ausloten. Dann funktioniert’s. Vielleicht wird einmal die Effektsucht dann abgelöst von Inhalten – in diesem Film allerding nicht. Und – die Ideen bei der Schaffung von Fremdlebewesen geht den Filmmachern anscheinend auch aus. Der Alien ala Rosswell oder Pandora sollte eigentlich auch schon ausgedient haben …

Trotzdem viel Vergnügen – die 9,50 Euro für eine Abendunterhaltung fern vom Fernseher war’s schon wert … da gibt’s oft mehr Schrott 🙂 …


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