Artikelserien zu Öko-Science Fiction bzw. SF als Wirklichkeitsmaschine und ein Podcast von Hans Frey sind mir über den Weg gelaufen. Gute Themen …
Neuzugänge:
1.
Memoranda
Memoranda Science Fiction Podcast, Staffel2 (2022), Berlin, Memoranda
Abstract: Gespräch über die Science Fiction in der jungen Bundesrepublik Hans Frey wurde für die ersten beiden Bände seiner Geschichte der deutschen Science Fiction (»Fortschritt und Fiasko« und »Aufbruch in den Abgrund«) mit dem Kurd Laßwitz Sonderpreis 2021 ausgezeichnet. Ende August 2021 erschien der dritte Band der Buchreihe, »Optimismus und Overkill«, der sich mit der SF in der jungen Bundesrepublik von 1945 bis 1968 beschäftigt. Zur Buchpremiere war der Autor in Berlin und Hardy Kettlitz hatte Gelegenheit, in in einem Restaurant in der Nähe der Otherland Buchhandlung in Berlin-Kreuzberg zu treffen und mit ihm über das neue Buch zu sprechen. …
Tags: (03.0) Podcast, (04.1) Website, Geographie->, Geographie->Europa (GE)->, Person->, Person->Frey, Hans, Science Fiction->, Science Fiction->(GE), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.1} Bestand/Digital
2.
N. Reichel
Demokratischer Salon: (2024)
Abstract: Der lange Weg der Öko-Science Fiction Teil 2: Weimarer Republik und Nationalsozialismus „Science Fiction ist die metaphorisch-mythische Antwort der Literatur (im weiteren Sinn der Kunst) auf die revolutionären, durch Wissenschaft und Technik bedingten Umbrüche in der menschlichen Gesellschaft seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute.“ (Hans Frey, Definition der Science Fiction in einem Satz) Dem gescheiterten Kaiserreich folgte die Weimarer Republik, die ungeachtet einer durchaus für Demokratie und Rechtsstaat wegweisenden Verfassung ebenfalls zum Unglücksfall in der deutschen Geschichte werden sollte. Alles, was das Kaiserreich politisch-ideologisch und geistesgeschichtlich an schlechtem Erbe vorgelebt hatte, wurde in der Weimarer Republik ausformuliert, verfestigt, verstärkt und radikalisiert. So spielte neben dem Aufkommen des organisierten Faschismus, der Spaltung der Arbeiterbewegung und der Schwäche des demokratisch-republikanischen Lagers in der ideologischen Großwetterlage der Weimarer Republik in erster Linie eine geistige Megaströmung eine entscheidende Rolle. Das war der mehr oder minder stark vom technokratischen Denken beeinflusste Modernismus, der sich in einen fortschrittlichen und einen reaktionären Modernismus aufspaltete. …
Tags: Epoche(n)->, Epoche(n)->Weimarer Republik, Klima->, Klima->-schutz, Kultur(en)->, Kultur(en)->Erinnerungs-, Science Fiction->, Science Fiction->Öko-, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.1} Bestand/Digital
3.
N. Reichel
Demokratischer Salon: (2024)
Abstract: Der lange Weg der Öko-Science Fiction Teil 1: Ein Definitionsversuch und ein Blick ins Kaiserreich „Science Fiction ist die metaphorisch-mythische Antwort der Literatur (im weiteren Sinn der Kunst) auf die revolutionären, durch Wissenschaft und Technik bedingten Umbrüche in der menschlichen Gesellschaft seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute.“ (Hans Frey, Definition der Science Fiction in einem Satz) Die Geschichte der deutschen wie auch der internationalen Öko-SF ist eingebettet in die Geschichte der allgemeinen Öko-Debatte. Über eine lange Zeit hinweg war diese alles andere als ein Ruhmesblatt, soweit sie denn überhaupt stattgefunden hat. Deshalb kann schon vor einem Einstieg in die Details festgestellt werden: Für Deutschland, aber auch für die gesamte internationale Szene war es ein sehr weiter und steiniger Weg, bis sich ein fundiertes Bewusstsein über die Bedeutung ökologischer Kreisläufe für die Existenz der Menschheit durchgesetzt hat. …
Tags: (04.1) Website, Klima->, Klima->-schutz, Kultur(en)->, Kultur(en)->Erinnerungs-, Science Fiction->, Science Fiction->Öko-, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.1} Bestand/Digital
4.
N. Reichel
Demokratischer Salon: (2024)
Abstract: Der lange Weg der Öko-Science Fiction Teil 3: Neustart nach 1945 in Westdeutschland und DDR „Science Fiction ist die metaphorisch-mythische Antwort der Literatur (im weiteren Sinn der Kunst) auf die revolutionären, durch Wissenschaft und Technik bedingten Umbrüche in der menschlichen Gesellschaft seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute.“ (Hans Frey, Definition der Science Fiction in einem Satz) Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung von der Naziherrschaft bedurfte es für die deutsche SF großer Anstrengungen, wieder auf die Beine zu kommen. Es dauerte nach der Kapitulation im Mai 1945 immerhin acht Jahre (!), bis die bundesdeutsche SF 1953 mit der Heftserie UTOPIA aus dem Pabel Verlag in Rastatt wieder ein erkennbares Gesicht bekam. Ähnlich, aber rein mengenmäßig ausgedünnter sah es in der DDR aus. Damit sind wir bei dem Umstand, dass im Folgenden von zwei Ausformungen deutschsprachiger SF auszugehen ist. Zum einen reden wir von der West-SF (BRD, Österreich, Schweiz), zum anderen von der DDR-SF, die dort unter dem Namen wissenschaftliche Phantastik firmierte. Während sich im Westen ab den 1950er-Jahren relativ schnell die Bezeichnung Science Fiction durchsetzte, wurde erst ab den 1970er-Jahren das Label SF in der DDR schrittweise und vorsichtig eingebracht. In den 1980ern verdrängte dann die SF im breiteren Stil die wissenschaftliche Phantastik als Genrebegriff. Mit dem Ende der DDR 1990 war auch dieser Namensstreit erledigt. Dass die SF der Bundesrepublik und die der DDR trotz vieler Gemeinsamkeiten, von denen es mehr gibt, als man denkt, unterschiedliche Wege gingen, liegt auf der Hand. Deshalb werden beide Bereiche in unterschiedlichen Abschnitten behandelt. …
Tags: Demokratie, Geographie->, Geographie->Europa (GE)->, Geographie->Europa (GE)->BRD, Geographie->Europa (GE)->DDR, Geographie->Nordamerika->, Geographie->Nordamerika->USA, Klima->, Klima->-schutz, Science Fiction->, Science Fiction->Öko-, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.1} Bestand/Digital
5.
N. Reichel
Demokratischer Salon: (2023)
Abstract: Science Fiction als Wirklichkeitsmaschine Erster Teil: Vom Werden, Wesen und Wirken der Science Fiction „In ihrer Verwurzelung mit den Wirklichkeiten des heutigen Lebens sind die Fantasien selbst eines zweitklassigen Autors moderner Science Fiction unvergleichlich reicher, kühner und fremdartiger als die utopischen und millenianischen Vorstellungen der Vergangenheit.“ (Aldous Huxley, Literature and Science, 1963) Das Literaturgenre Science Fiction (SF) mit seinen vielfältigen Verzweigungen in der bildenden Kunst, in Film, Fernsehen, Musik, Theater, Hörspiel, Games u. v. m. ist ein zentrales Phänomen der aktuellen populären Weltkultur. Der folgende Essay ist der Auftakt einer dreiteiligen Reihe. Sie will Werden, Wesen und Wirken der Science Fiction mit ihren Wechselwirkungen auf unsere reale Lebenswelt darstellen. Wurzeln und Entwicklungen der SF sollen aufgezeigt und die Bedeutung der SF für das Denken und Fühlen der Moderne soll offengelegt werden. Der erste Teil der Reihe beschreibt Grundsätze, der zweite Teil politische Dimensionen der SF vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte, der dritte befasst sich mit realen und fiktiven Geschichten, die belegen, wie nachhaltig die SF unsere Lebenswirklichkeit beeinflusst. …
Tags: Epoche(n)->, Epoche(n)->Weimarer Republik, Geographie->, Geographie->Europa (GE)->, Geographie->Europa (GE)->DDR, Kultur(en)->, Science Fiction->, Science Fiction->Geschichte, Science Fiction->Theorie, Science Fiction->Wirken, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Vielfalt, Wirklichkeit(s)->, Wirklichkeit(s)->-maschine, {04.1} Bestand/Digital
6.
N. Reichel
Demokratischer Salon: (2023)
Abstract: Science Fiction als Wirklichkeitsmaschine Zweiter Teil: Die SF im Kampf zwischen Humanität und Barbarei „Moderne Science Fiction ist die einzige Art der Literatur, die ständig das Wesen der uns herausfordernden Veränderungen bedenkt.“ (Isaac Asimov, in: Modern Science Fiction, ed. by Reginald Bretner, 1953, deutsche Übersetzung: HF.) SF als Wirklichkeitsmaschine bedeutet, dass die SF neben ihren Funktionen als ausgewiesenes Unterhaltungsmedium und als Spiegel der Zeit zusätzlich in der Lage ist, selbst Wirklichkeit zu schaffen und zu gestalten. Das zeigt sich darin, dass die SF entweder ihre Topoi tatsächlich realisiert oder diese in eine neue, spezifische Ästhetik, die kulturprägend ist, umwandelt. Oft macht sie beides gleichzeitig. Das eine verkörpert sich in der handfesten Materialisierung ihrer Ideen, das andere macht sich fest in einer neuen Sprache, in neuen Symbolen, Metaphern, Stilen und einem bestimmten Ambiente mit typischen dekorativen und ornamentalen Elementen. Das alles durchzieht unsere gesamte Kultur. …
Tags: (04.1) Website, Demokratie, Epoche(n)->Weimarer Republik, Extremismus->, Illiberalismus, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.1} Bestand/Digital
7.
N. Reichel
Demokratischer Salon: (2023)
Abstract: Science Fiction als Wirklichkeitsmaschine Dritter Teil: Wir leben in einer SF-Gesellschaft „Im SF-Syndrom haben wir den Geist der Zeit, nicht eine bloße Quelle zum Geist der Zeit (…). SF ist nicht ein Objekt, das man betrachtet (mit mehr oder weniger Interesse), sondern SF ist Signum und Symbol, Wesentliches unseres Jetzt.“ (Michael Salewski, Zeitgeist und Zeitmaschine, 1986) Wir bleiben im historischen Kontext, wechseln aber das Thema. Es geht um nichts Geringeres als um den Beginn der Weltraumfahrt und um eine SF, die unmittelbar daran mitgewirkt hat. Insofern gehören die den Themenkomplex der Weimarer Weltraum-SF umrankenden literarischen und sonstigen Ereignisse zum Spannendsten, Wirkmächtigsten und Verblüffendsten, was die Geschichte der deutschen SF in dieser Ära zu bieten hat. …
Tags: (04.1) Website, Demokratie, Digitalisierung, Framing, Klima->, Klima->-schutz, Science Fiction->, Science Fiction->Gesellschaft, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Wirklichkeit(s)->, Wirklichkeit(s)->-maschine, {04.1} Bestand/Digital
8.
N. Reichel
Demokratischer Salon: (2023)
Abstract: Utopische Literatur made in DDR Eine sehr kurze Geschichte der ostdeutschen Science-Fiction „Ich möchte wissen, was in meinem Kopf verborgen ist. Ich möchte die Welt mit dem eigenen inneren Auge betrachten – eine Gabe, die jeder Bettler in Rengor besitzt. Ich möchte meinem Saddraq gegenübertreten, auch dies, ich habe Angst davor, aber der Wunsch zu erfahren, welche Möglichkeiten in mir stecken, ist stärker als diese Angst. Werde ich im Traum Kilean töten? Werde ich mich ihm unterwerfen oder zu unseren Feinden überlaufen? Bin ich im tiefsten Grunde meines Ichs kalt wie Eis oder ein hingebungsvoll dummes Schätzchen oder eine rachedürstende Arysa? Ich will es wissen.“ Angela & Karlheinz Steinmüller, Der Traummeister – Ein Spera-Roman, 1990, Neuauflage im Memoranda-Verlag 2020) Ein Rückblick auf vierzig Jahre DDR-Science-Fiction ist kein leichtes Unterfangen. Ungefähr 150 Romane und mehr als eintausend Erzählungen sind zu berücksichtigen (genaue Zahlen hängen naturgemäß davon ab, wo man die Grenzen des Genres zieht), da kann man nicht jeder individuellen Stimme und nicht jedem interessanten Buch Gerechtigkeit widerfahren lassen. Allenfalls ist es möglich, die großen Linien und die Wandlungen, die das Genre in den vier Dekaden erfahren hat, nachzuzeichnen. Die ostdeutsche SF, so viel soll voraus bemerkt werden, hatte wenig Traditionen, an die sie hätte anknüpfen können. …
Tags: (04.1) Website, Essay(s)->, Geschicht(s/e/en)->, Geschichte(n)->Science Fiction, Kultur(en)->, Science Fiction->, Science Fiction->Geschichte, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Sekundärliteratur->Utopie/Dystopie, Utopie(n)->, {04.1} Bestand/Digital
9.
N. Reichel
Demokratischer Salon: (2022)
Abstract: Parallele Welten – synergetisch gebrochen Thomas Franke, Zeichner, Grafiker, Schauspieler und Regisseur „Es ergibt sich, dass die Gegenstände der nicht-menschlichen Welt zum Teil als Verkörperungen der menschlichen Welt auftreten. Und hier wird denn die Auflösung der Logik zum System, das – gleichsam als einziges logisches Prinzip – das Werk beherrscht. Da niemand spricht, ist es auch niemals ganz sicher, wessen Traum der Leser nachzuträumen, wessen Visionen und Gedanken er zu verarbeiten hat.“ (Wolfgang Hildesheimer, Übersetzung und Interpretation einer Passage aus „Finnegans Wake“ von James Joyce, in: Wolfgang Hildesheimer, Interpretationen, Frankfurt am Main, edition suhrkamp, 1969) Als ich das erste Mal Collagen von Thomas Franke sah, dachte ich an Anna Livia Plurabelle, die Hauptperson des achten Kapitels von Finnegan‘s Wake, das Wolfgang Hildesheimer zu übersetzen und zu interpretieren versuchte. Parallele Welten erschienen in jedem Wort. Jedes Wort spiegelte mehrere Welten. Der Katalog, den ich mir anschaute, dokumentiert eine Ausstellung: Im Jahr 2010 präsentierte Thomas Franke den Katalog einer Ausstellung mit dem sprechenden Titel „mundus parallelus“, dessen Untertitel die manche verwirrende, manche jedoch eher orientierende Vielfalt einer Sprache ahnen lässt, die der Wirklichkeit näher zu kommen versucht als es unsere Alltagssprache vermag: „Die Akademie der Wissenschaftler nach der Planetesimalen Phaetonischen Katastrophe“. …
Tags: Geographie->, Geographie->Europa (GE)->, Geographie->Europa (GE)->DDR, Geographie->Europa (UDSSR)->Russland, Kultur(en)->, Kultur(en)->Erinnerungs-, Künstler->, Künstler->Grafiker, Künstler->Regisseur, Künstler->Schauspieler, Künstler->Zeichner, Person->, Person->Franke, Thomas, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Theater->, {04.1} Bestand/Digital
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