Bibliotheca Universitas Phantastica #71 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 4. März 2026

MLexika sind Prototypen der Sekundärliteratur, da heißt eigentlich sind sie ja schon Tertiärliteratur. Wie auch immer das eingetragene Bildlexikon phantastischer Wesen aus dem Parthas Verlag fällt durch schöne Bilder und kurze, knackige Artikel auf. Es macht Freude es zur Hand zu nehmen. Das andere Buch zum faktualen und fiktionalen Erzählen ist da schon etwas schwererer Natur. Geht zum größten Teil als begleitende Literatur durch, aber der Artikel zur Zukunftsforschung trifft unser Thema …


Neuzugänge:

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1.

Engel, Dämonen und phantastische Wesen
R. Giorgi

Bildlexikon der Kunst 6 (2004), Parthas

ISBN 978-3-936324-04-4

Abstract: »Warum haben Engel Flügel und Teufel Hörner? Warum stellen wir uns die einen im Himmel und die anderen in den Flammen der Hölle vor?« In diesem Band mit über dreihundert vierfarbigen Abbildungen aus neun Jahrhunderten erfahren Leser alles Wissenswerte über diese geheimnisvollen Wesen, ihre Geschichte, ihre Aufenthaltsorte, in welchem Verhältnis sie zu Gott und den Menschen stehen und wie sie von den Malern durch die Jahrhunderte ikonografisch dargestellt werden. Ebenso erhält man Antwort auf Fragen wie »Was sind die sieben Todsünden?« oder »Wer sind die apokalyptischen Reiter?«, »Sind Teufel, Luzifer, Satan, Belzebub alle ein und derselbe?«, »Was ist der Unterschied zwischen einem Engel, Erzengel, Seraphim und Cherubim?« und »Was oder wen verkörpern die Drachen, Schlangen, Höllenhunde und anderen Dämonen?« …

Tags: Kunst->, Religion(s/en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Märchen/Sagen, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.0} Bestand/Papier

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):

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1.

Schriftenreihe des Graduiertenkollegs 1767 8 8 (2020), Dustin Breitwischer, Hanna-Myriam Häger, Julian Menninger (Hrsg.), Ergon

ISBN 78-3-95650-511-9

Abstract: Dieser Band beschäftigt sich mit historisch spezifischen Formen der sachlichen und fiktiven Erzählung innerhalb der Literatur und verschiedener nicht-literärer Medien. Die Beiträge beschäftigen sich mit der Frage, wie und warum das jeweilige Medium, der historische Kontext, soziokulturelle Normen und ästhetische Konventionen bestimmte Ansprüche auf Sachlichkeit oder Fiktionalität innerhalb einer gegebenen Erzählung formulieren können (oder nicht). Genauer gesagt, die gesammelten Aufsätze verdeutlichen, dass die Gültigkeitsansprüche eines Textes gleichermaßen an seinen historischen Rahmen, sein jeweiliges Medium und seine jeweilige narrative Praxis gebunden sind. Die Diskussion, Analyse und der Vergleich von historischen Besonderheiten einerseits und einem erweiterten Medienarsenal andererseits ermöglichen es den Mitwirkenden so, narrative Besonderheiten der sachlichen und fiktiven Erzählung in ihren vielfältigen Ausdrucksformen aufzudecken und zu beschreiben. Im Einklang mit der disziplinären Vielfalt seiner Mitwirkenden richtet sich der Band sowohl an medienwissenschaftlich orientierte Erzähler …

Tags: Erzähl(er/ung(en))->, Erzähl(er/ung(en))->-praktiken->, Erzähl(er/ung(en))->-praktiken->Geschichte, Erzähl(er/ung(en))->Gebrauchs-, Erzähl(er/ung(en))->fiktionales, Fiktion(s/en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, Zukunft(s)->, Zukunft(s)->Forschung, {04.1} Bestand/Digital

2.

M. Lauster

Faktuales und fiktionales Erzahlen II: Geschichte – Medien – PraktikenSchriftenreihe des Graduiertenkollegs 1767 8 8 (2020), Dustin Breitwischer, Hanna-Myriam Häger, Julian Menninger (Hrsg.), Ergon: 227–238

ISBN 78-3-95650-511-9

Abstract: Lauster thematisiert die Schwierigkeit, wissenschaftliche Zukunftsmodelle so zu kommunizieren, dass sie von Entscheidungsträgern und der Gesellschaft ernst genommen und als Handlungsbasis akzeptiert werden. Er definiert „Zukunftswissen“ nicht als Fakten über das Kommende, sondern als Gegenwartswissen. Es handelt sich um aktuelle Annahmen, Trends und Daten, die in die Zukunft projiziert werden. Gebrauchsnarrationen – Dies ist der Kernbegriff des Essays. Lauster beschreibt Narrationen (wie Szenarien oder Roadmaps) als „Gebrauchserzählungen“. Diese dienen dazu, komplexe, abstrakte Daten in eine kohärente, nachvollziehbare Geschichte zu überführen, um sie für die Praxis „nutzbar“ zu machen. Der Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen faktualem (wissenschaftlich belegbarem) und fiktionalem (gestaltendem) Erzählen. Lauster (Institutsleiter am Fraunhofer INT) bewertet Narrationen nicht als bloße „Geschichten“, sondern als notwendige kognitive Brücken. Ohne diese Erzählungen blieben Datenmengen oft ohne Wirkung in der politischen oder strategischen Beratung. Die Stärke des Textes liegt in der Verbindung von Ingenieurwissenschaft/Technikfolgenabschätzung mit Narratologie (Erzähltheorie). Kritisch ließe sich allerdongs anmerken, dass die Grenze zwischen fundierter Extrapolation und „Storytelling“ verschwimmen kann, was die Objektivität der Zukunftsforschung herausfordert …

Tags: Erzähl(er/ung(en))->, Erzähl(er/ung(en))->-praktiken->, Erzähl(er/ung(en))->-praktiken->Geschichte, Erzähl(er/ung(en))->Gebrauchs-, Erzähl(er/ung(en))->fiktionales, Fiktion(s/en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, Zukunft(s)->, Zukunft(s)->Forschung, {04.1} Bestand/Digital

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