Kategorie: 00-Bibliotheca Universitas Phantastica

Bibliotheca Universitas Phantastica #89 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 23. März 2026

MSo, jetzt kommt der Rest der versprochenen Artikel aus dem 5. Robert-Kraft-Symposium-Band und den neuen Andromeda Nachrichten Nr. 292. In diesem Zusammenhang wurde auch AN 290 und AN 291 ergänzt um die beiden Teil-Artikel von Günther Stoll „Science in Science Fiction“. Was mich daran aber etwas gewundert hat, war die Tatsache, dass diese Artikel in einem Pharmazie-Magazin ersterschienen sind. Wo Science Fiction überall drinnen ist??? Man glaubt es kaum …


Neuzugänge:

1.

4. Robert-Kraft-Symposium – ein Bericht
M. Bauer

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 42–47

Abstract: Besucherbericht zum 4. Robert-Kraft-Symposium

Tags: Person->, Person->Kraft, Robert, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

2.

Bad Schandau 1907: Robert Kraft und Richard Blasius – eine inspirative Begegnung?
M. Bauer

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.

Abstract: Der Artikel befasst sich mit einem spezifischen historischen Zusammentreffen im Jahr 1907 in Bad Schandau (Sächsische Schweiz), wo der damals bereits sehr populäre Abenteuerschriftsteller Robert Kraft (1869–1916) in der „Villa Elfriede“ residierte. Robert Kraft: Auf dem Höhepunkt seines Erfolgs (u. a. Detektiv Nobody, Die neue Erde). Er galt als deutscher „Jules Verne“ und beherrschte den Markt der Kolportageliteratur. Richard Blasius (1885–1968): Damals ein junger Lehramtskandidat und glühender Bewunderer Krafts. Später wurde Blasius als Pädagoge, Heimatforscher und Lyriker in der Oberlausitz bekannt. Der Essay zeigt auf, dass Kraft für Blasius eine Art literarische Lichtgestalt war. Die Begegnung war für den jungen Mann eine Initiation in die Welt der Literatur, auch wenn Blasius später einen völlig anderen, eher bodenständigen und pädagogischen Weg einschlug. Bauer hinterfragt kritisch, ob von einer gegenseitigen Inspiration die Rede sein kann oder ob es – wie der Titel mit dem Fragezeichen andeutet – eher eine einseitige Verehrung war. Lückenschluss in der Biografie: Während Krafts große Romane gut erforscht sind, war seine Zeit in Bad Schandau und sein sozialer Umgang oft nur bruchstückhaft bekannt. Bauer leistet hier präzise Quellenarbeit. Der Essay ist ein wertvolles Dokument dafür, wie Kraft auf die damalige Jugend und angehende Intellektuelle wirkte. Er entkräftet das Vorurteil, Kraft sei „nur“ Schundliteratur für ungebildete Schichten gewesen. Bauer verfällt nicht in die bei Fans oft übliche Hagiografie (Heiligenverehrung). Er bleibt distanziert und prüft die Faktenlage kritisch. Der Text ist für Leser mit Interesse an der sächsischen Literaturgeschichte besonders reizvoll, da er das Bad Schandau der Jahrhundertwende lebendig werden lässt. Der Essay ist ein wichtiger Baustein der Robert-Kraft-Forschung. Er zeigt Kraft als nahbaren, wenn auch exzentrischen Autor und dokumentiert die Fernwirkung seiner Phantastik auf die nächste Generation sächsischer Literaten. Das im Titel gesetzte Fragezeichen wird dahingehend beantwortet, dass die Inspiration vor allem in der Bestärkung des jungen Blasius lag, selbst einen schöpferischen Weg zu gehen. …

Tags: Person->, Person->Blasius, Richard, Person->Kraft, Robert, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

3.

Gespräch mit Felix Löschnnig am 25.6.2021
T. Braatz

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 167–176

Abstract: Über seine Arbeit und Sammlung …

Tags: Person->, Person->Kraft, Robert, Person->Löschnig, Felix, Person->May, Karl, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

4.

Der Münchmeyer-Verlag: Ein Verleger, seine Nachfolger und die Autoren Karl May und Robert Kraft
T. Braatz

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 177–233

Tags: Person->, Person->Kraft, Robert, Person->May, Karl, Person->Münchmeyer, Heinrich Gotthold (Verleger), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, Verlag(e)->, {04.0} Bestand/Papier

5.

N. Fiks

Andromeda Nachrichten, Nr. 292, Februar 2026, 57. Jhrg.Andromeda Nachrichten 292 Februar 2026 (2026), S. Freyberg (Hrsg.), SFCD: 12–15

Abstract: Bericht über den 5. Tag der Science-Fiction-Literatur in Ostfriesland vom 4. Oktober 2025 Der Bericht unterstreicht, dass Science-Fiction heute mehr ist als reine Unterhaltung. Sie dient als „Frühwarnsystem“ und Werkzeug zur Bewältigung gesellschaftlicher Ängste. Die zentrale Bewertung ist, dass SF aktiv gegen die Klimaresignation wirken kann. Anstatt nur den Untergang zu verwalten, liefern die vorgestellten Werke Impulse für politisches und persönliches Handeln. Fiks beschreibt das Event als „abwechslungsreich und inspirierend“. Trotz logistischer Schwierigkeiten (wie Problemen bei der Anreise mit der Bahn) wird der Tag als Erfolg für die SF-Literaturvermittlung in der Region gewertet. Die Mischung aus wissenschaftlicher Einordnung (Wurche) und kreativer Umsetzung (Tunnat, Hegmann) wird als besonders gelungen hervorgehoben, da sie verschiedene Zielgruppen anspricht. …

Tags: Bericht(e)->, Con(s)->, Con(s)->Tag der Science-Fcition-Literatur in Ostfriesland, Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Genre->, Genre->Science Fiction->, Genre->Science Fiction->Climate Fiction, Science Fiction->, Science Fiction->Genre->, Science Fiction->Genre->Climate Fiction, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.2} Bestand/Papier+Digital

6.

Interview mit Dieter von Reeken
T. Harbach

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 48–71

Abstract: Von Reeken über seinen Verlag und die Verbindug zu Kurd Laßwitz …

Tags: Person->, Person->Kraft, Robert, Person->Reeken, Dieter von, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, Verlag(e)->, Verlag(e)->Dieter von Reeken, {04.0} Bestand/Papier

7.

R. Hector

Andromeda Nachrichten, Nr. 292, Februar 2026, 57. Jhrg.Andromeda Nachrichten 292 Februar 2026 (2026), S. Freyberg (Hrsg.), SFCD: 81–82

Abstract: Er verknüpft komplexe astrophysikalische Details mit der Frage, wie dieses Wissen unser Weltbild und die Geschichten, die wir uns über die Zukunft erzählen, beeinflusst. In der SF-Szene wird der Artikel als wichtiger Beitrag geschätzt, um Fans auf dem Laufenden zu halten, die nicht nur an „Space Opera“, sondern auch an „Hard SF“ und den realen Grundlagen der Kosmologie interessiert sind. Sein Fazit ist meist ein „vorsichtiger Optimismus“: Wir stehen kurz davor, die wahre Natur der Schwerkraft besser zu verstehen, auch wenn dies bedeutet, dass wir liebgewonnene Konzepte wie die Dunkle Energie aufgeben müssen. …

Tags: Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Kosmo(logische)s->, Kosmo(logische)s->Dunkle Energie, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Wissenschaft(s/en)->, Wissenschaft(s/en)->Kosmologie, {04.2} Bestand/Papier+Digital

8.

R. Hector

Andromeda Nachrichten, Nr. 292, Februar 2026, 57. Jhrg.Andromeda Nachrichten 292 Februar 2026 (2026), S. Freyberg (Hrsg.), SFCD: 84–85

Abstract: Hector gelingt es, komplexe wissenschaftstheoretische Konzepte (Popper, Kuhn) so aufzubereiten, dass sie auch für interessierte Laien ohne Physikstudium nachvollziehbar sind. Da der Text in einem SF-Magazin erschienen ist, schlägt er implizit die Brücke dazu, wie „Sense of Wonder“ durch das Verständnis realer physikalischer Grenzen und deren Erweiterung entsteht. Der Autor vermeidet es, in pseudowissenschaftliche Spekulationen abzugleiten. Er bleibt eng an der methodischen Arbeitsweise der modernen Naturwissenschaft. Auf den wenigen Seiten eines Magazinbeitrags können die tiefgreifenden philosophischen Debatten (z. B. Realismus vs. Instrumentalismus) nur gestreift werden.Der Text konzentriert sich auch sehr stark auf die Physik. Fortschritt in anderen Naturwissenschaften (wie Biologie oder Chemie), die oft weniger durch harte mathematische Modelle als durch Entdeckungen geprägt sind, bleibt weitgehend außen vor. Hectors Essay ist ein guter Überblick für Leser, die verstehen wollen, warum sich wissenschaftliche Erkenntnisse ständig ändern, ohne dass die Wissenschaft dabei ihre Glaubwürdigkeit verliert. Er zeigt auf, dass Fortschritt in der Physik ein ständiges „Herausschälen“ einer tieferen Realität ist. Ein intellektuell anregender Beitrag, der das Fundament der modernen Physik kritisch und zugleich wertschätzend hinterfragt. …

Tags: Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Fortschritt(s)->, Fortschritt(s)->wissenschaftlicher-, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Wissenschaft(s/en)->, Wissenschaft(s/en)->Natur-, Wissenschaft(s/en)->Physik->, {04.2} Bestand/Papier+Digital

9.

R. Hector

Andromeda Nachrichten, Nr. 292, Februar 2026, 57. Jhrg.Andromeda Nachrichten 292 Februar 2026 (2026), S. Freyberg (Hrsg.), SFCD: 82–84

Abstract: Hector gelingt es hervorragend, medizinische Fachtermini in eine bildhafte Sprache zu übersetzen. Er vermeidet „Fachchinesisch“, ohne dabei oberflächlich zu wirken. Der Text ist mehr als eine reine Biologiestunde. Er bietet er wertvolles Hintergrundwissen für Leser und Autoren von Science-Fiction-Literatur. Als Dr. med. bürgt der Autor für die Richtigkeit der Fakten. In einer Zeit von Fehlinformationen im Gesundheitsbereich ist dieser fundierte Ansatz innerhalb der Fanzine-Landschaft sehr wertvoll. Ein gelungener „Science Corner“-Beitrag, der die Andromeda Nachrichten um eine seriöse, wissenschaftliche Komponente bereichert. Er zeigt auf, dass die „biologische Rüstung“ des Menschen oft spannender ist als jede fiktive Technologie. …

Tags: Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Medizin->, Medizin->Immunologie, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.2} Bestand/Papier+Digital

10.

Robert Kraft – Autobiographie? Fiktion? Autofiktion! Schreiben als Rettungsanker
F. Meifert

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 89–129

Abstract: Das Essay von Meifert wird in der Fachwelt (insbesondere innerhalb der Robert-Kraft-Interessengemeinschaft) aus mehreren Gründen hoch geschätzt: Es markiert einen Übergang in der Kraft-Forschung – weg von der rein biografischen Überprüfung von Fakten („Stimmte das?“) hin zu einer literaturtheoretischen Analyse der Erzählstrategie. Meifert bewertet Krafts biografische Unwahrheiten nicht moralisch, sondern erkennt darin eine künstlerische Überlebensstrategie. Sie ordnet ihn damit in die Tradition großer Selbststilisierer wie Karl May ein. Der Aufsatz gilt als wegweisend für das Verständnis von Krafts Spätwerk, in dem die Reflexion über das eigene Ich immer komplexer wurde. Das Essay trägt maßgeblich dazu bei, Robert Kraft nicht nur als Verfasser von Unterhaltungsliteratur, sondern als einen Autor zu sehen, der die Mechanismen der Identitätskonstruktion in der Moderne bereits intuitiv nutzte. …

Tags: Person->, Person->Kraft, Robert, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

11.

Held:innen:reise: Bild-Essay zum prä- und perinatalen Erleben des Menschen, gespiegelt in populären Medien
A. Meifert

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 130–166

Abstract: Meifert nutzt das Konzept der Heldenreise (nach Joseph Campbell), erweitert es jedoch um die Perspektive der Prä- und Perinatalpsychologie. Seine Kernthese ist, dass die archetypischen Motive in der Abenteuerliteratur – insbesondere bei Robert Kraft – unbewusste Erinnerungen an die Zeit im Mutterleib und den Geburtsvorgang widerspiegeln. Robert Kraft gilt als einer der phantasievollsten Autoren der deutschen Kolportageliteratur. Meifert argumentiert, dass Krafts eigene, oft rastlose Biografie und seine Neigung zu extremen Grenzerfahrungen in seinen Texten eine „Re-Inszenierung“ biologischer Ur-Erfahrungen bewirkten. Der „Held“ ist demnach eine Metapher für das Individuum, das die existenzielle Krise der Geburt übersteht. Für Leser, die rein literaturhistorische Fakten suchen, mag der Ansatz zu spekulativ sein. Die Deutung literarischer Motive als Geburtsmetaphern ist ein radikaler psychoanalytischer Weg, der voraussetzt, dass man der Annahme eines „vorgeburtlichen Gedächtnisses“ folgt. Dennoch bietet der Essay einen faszinierenden Schlüssel, um die Intensität von Krafts Erzählweise zu verstehen. …

Tags: Essay(s)->, Essay(s)->BIld-, Geburt->, Person->, Person->Blasius, Richard, Person->Kraft, Robert, Person->May, Karl, Person->Verne, Jules, Popul(ar/är)->, Popul(ar/är)->-medien, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

12.

Erlebnisse eines dreizehnjährigen Kuriers des Zaren – Jules Verne als Quelle für Robert Kraft
M. Schulz

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 304–308

Abstract: Hier untersucht der Literaturwissenschaftler Martin Schulz, inwiefern der deutsche Abenteuerschriftsteller Robert Kraft (1869–1916) Versatzstücke und Motive aus dem Werk von Jules Verne übernommen und für sein eigenes Publikum transformiert hat. Schulz geht von der Beobachtung aus, dass Robert Kraft – oft als „der deutsche Jules Verne“ bezeichnet – kein isoliertes Werk geschaffen hat. Er stand unter dem enormen Produktionsdruck der Kolportage-Verlage (wie Münchmeyer). Schulz zeigt auf, dass Kraft sich aktiv am „Weltvorrat“ der Abenteuerliteratur bediente, wobei Jules Verne seine wichtigste Referenzquelle war. Der Fokus liegt auf Krafts Erzählung um den jungen Kurier des Zaren. Schulz stellt diese direkt Vernes Klassiker „Michael Strogoff“ (Der Kurier des Zaren) gegenüber. Die gefährliche Reise durch Sibirien, die Begegnung mit tatarischen Aufständischen und die Rolle des „unerkennbaren“ Helden. Kraft „verjüngt“ den Helden. Während Vernes Strogoff ein gestandener Offizier ist, wählt Kraft einen Dreizehnjährigen. Schulz analysiert dies als bewusste Strategie, um die jugendliche Zielgruppe der Heftromane stärker emotional zu binden. Ein zentraler Punkt des Essays ist die Analyse der Hybridisierung. Kraft übernimmt nicht nur die Abenteuerelemente von Verne, sondern reichert sie mit seinen typischen okkulten, phantastischen und teilweise spiritistischen Elementen an, die bei dem eher rational-technisch orientierten Verne fehlen. Martin Schulz liefert mit diesem Essay einen fundierten Nachweis dafür, dass Robert Kraft Jules Verne als eine Art „Steinbruch“ nutzte. Kraft kopierte jedoch nicht plump, sondern passte die Sujets den Erwartungen des deutschen Kaiserreichs und seinem eigenen Hang zum Phantastischen an. …

Tags: Person->, Person->Kraft, Robert, Person->Verne, Jules, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

13.

M.H. Steinmetz

Andromeda Nachrichten, Nr. 292, Februar 2026, 57. Jhrg.Andromeda Nachrichten 292 Februar 2026 (2026), S. Freyberg (Hrsg.), SFCD: 21–23

Abstract: Da M. H. Steinmetz selbst als Autor tätig ist, schreibt er nicht rein akademisch. Der Text ist praxisnah und zeigt ein tiefes Verständnis für die erzählerischen Mechanismen des Genres. Steinmetz gelingt es, die nostalgische Verklärung der 1980er-Jahre-Anfänge (Gibson, Sterling) von der modernen Notwendigkeit des Genres zu trennen. Er entlarvt Cyberpunk als ein Werkzeug, um aktuelle technologische Ängste zu kanalisieren. Der Schreibstil ist lebendig und leidenschaftlich. Er richtet sich klar an Genre-Fans und Literaturschaffende, die sich nicht mit oberflächlichen Klischees zufriedenrechnen wollen. Für Leser, die eine rein historische Abhandlung der Genre-Geschichte suchen, könnte der Essay zu sehr auf die philosophische und praktische Komponente fokussiert sein. Er fungiert eher als Manifest oder Standortbestimmung denn als chronologische Aufarbeitung. Steinmetz liefert mit „Cyberpunk? Cyberpunk!“ ein leidenschaftliches Plädoyer für ein Genre, das oft für tot erklärt wurde, dessen Themen aber heute aktueller sind denn je. Er fordert die Rückkehr zur inhaltlichen Substanz – dem „Punk“ –, statt sich nur auf der visuellen Oberfläche auszuruhen. Für Leser der Andromeda Nachrichten 292 bildet dieser Text einen fundierten Einstieg in die Debatte um die moderne Science Fiction. …

Tags: Cyber->, Cyber->-punk, Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Science Fiction->, Science Fiction->Genre->, Science Fiction->Genre->Cyberpunk, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.2} Bestand/Papier+Digital

14.

Der Her der Lüfte – Robert Kraft und die Eroberung des Luftraums in der Science Fiction
K. Steinmüller

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 258–303

Abstract: Der Essay ist eine essenzielle Lektüre für alle, die verstehen wollen, wie die deutsche Science Fiction vor dem Ersten Weltkrieg funktionierte. Steinmüller gelingt es, Robert Kraft aus der Nische der reinen „Groschenliteratur“ zu holen und ihn als wichtigen Akteur in der Geschichte der technischen Zukunftsphantasik zu etablieren. Steinmüller untersucht, wie Kraft in Werken wie Der Herr der Lüfte (1909) oder Die hohle Erde die Eroberung des Luftraums thematisiert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Fliegen noch ein technisches Abenteuer mit offenem Ausgang (Luftschiff vs. Flugzeug). Kraft nutzte diese Unsicherheit, um fantastische Apparate zu entwerfen, die weit über den damaligen Stand der Technik hinausgingen. 2. Technik vs. Phantastik Ein zentraler Punkt des Essays ist das Spannungsfeld zwischen plausibler Extrapolation und reiner Phantastik. Er würdigt Kraft als einen der produktivsten deutschen Autoren der frühen Science Fiction (damals meist „Zukunftsroman“ genannt), der es verstand, technische Faszination massentauglich aufzubereiten. Steinmüller arbeitet heraus, dass Kraft weniger an einer konsistenten wissenschaftlichen Weltbeschreibung interessiert war als an der dramatischen Wirkung. Die Technik dient dem Abenteuer, nicht umgekehrt. Der Essay macht deutlich, dass Krafts Weltbild oft von den konservativen oder kolonialen Vorstellungen seiner Zeit geprägt war, was sich in der Darstellung der „Eroberung“ des Luftraums widerspiegelt. …

Tags: Person->, Person->Kraft, Robert, Raum/Räum(e)->, Raum/Räum(e)->Luft-, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, Technik->, Technik->Flugzeug, {04.0} Bestand/Papier

15.

G. Stoll

Andromeda Nachrichten, Nr. 292, Februar 2026, 57. Jhrg.Andromeda Nachrichten 292 Februar 2026 (2026), S. Freyberg (Hrsg.), SFCD

Abstract: Stoll schreibt aus der Perspektive eines fundierten Laien oder Experten, der komplexe physikalische Zusammenhänge (wie die Zeitdilatation) verständlich herunterbricht, ohne den Unterhaltungswert der besprochenen Literatur zu schmälern. Positiv hervorzuheben ist seine kritische Auseinandersetzung mit dem sogenannten Technobabble. Er unterscheidet klar zwischen „Hard SF“, die versucht, innerhalb bekannter Gesetze zu bleiben, und „Space Opera“, bei der die Technik lediglich als magisches Requisit dient, um die Handlung voranzutreiben. Der Text richtet sich primär an SF-Fans, die ein tieferes Verständnis für die Hintergründe ihrer Lieblingsgeschichten entwickeln wollen. Er fungiert als Realitätscheck, der aufzeigt, wie groß die Herausforderungen der echten Raumfahrt im Vergleich zur filmischen Darstellung tatsächlich sind. Stolls Beitrag in der Andromeda Nachrichten 292 ist ein Plädoyer für mehr „Science“ in der Science Fiction. Er macht deutlich, dass die Grenzen der Physik nicht zwangsläufig die Kreativität einschränken, sondern neue, spannende Erzählprobleme schaffen können. …

Tags: Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Kommunikation(s)->, Kommunikation(s)->interstellar, Raum/Räum(e)->, Raum/Räum(e)->-fahrt->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.2} Bestand/Papier+Digital

16.

G. Stoll

Andromeda Nachrichten, Nr. 290, August 2025, Jhrg. 56Andromeda Nachrichten 290 (2025), Sylvana Freyberg (Herausgeber(in)) (Hrsg.), SFCD: 28–29

Abstract: Stoll gelingt es hervorragend, die SF von der Last der „Prophetie“ zu befreien. Er wertet das Genre damit eigentlich auf: SF muss nicht „wahr“ werden, um gut zu sein; sie muss uns zum Nachdenken anregen. Die Unterscheidung zwischen echter Prognose (datenbasiert) und literarischer Extrapolation (fiktionsbasiert) ist sauber herausgearbeitet. Der Essay setzt ein gewisses Grundwissen über die Geschichte der SF voraus. Für absolute Neulinge im Genre könnten einige Referenzen (insbesondere zur „Hard SF“) etwas trocken wirken. Günter Stolls Beitrag ist ein Plädoyer für eine erwachsene Sicht auf die Science Fiction. Er sieht das Genre als Labor der Gegenwart, in dem wir soziale und technische Szenarien durchspielen, ohne den Anspruch, eine präzise Kristallkugel zu besitzen. „Science Fiction ist nicht dazu da, die Zukunft vorherzusagen, sondern sie zu verhindern – oder sie erstrebenswert zu machen.“ (Ein Grundtenor, den Stoll im Essay unerstützt). …

Tags: Fan(dom)->Club/Vereine->, Fandom->, Fandom->GE->, Interview(s)->, Person->, Prognose(n), Prophezeihung(en)->, Rezension(en)->, SFCD, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, [01] zur Bearbeitung, [08] Import BookCat, {04.2} Bestand/Papier+Digital

17.

G. Stoll

Andromeda Nachrichten, Nr. 291, November 2025, 56. Jhrg.Andromeda Nachrichten 291 (2025), Sylvana Freyberg (Hrsg.), SFCD: 42–44

Abstract: Stoll gelingt es, die oft reißerische Debatte um KI auf eine fundierte kulturwissenschaftliche und literarische Ebene zu heben. Anstatt nur technische Fakten aufzuzählen, bettet er diese in den Kontext der Genre-Geschichte ein. Er schlägt eine Brücke von den philosophischen Fragen der 1960er und 1980er Jahre (Dick, Haraway) zu den aktuellen gesellschaftlichen Umbrüchen durch KI im Jahr 2025/2026. Dies macht den Artikel besonders relevant für Leser, die verstehen wollen, warum klassische SF-Themen plötzlich ihren „Sense of Wonder“ zugunsten einer (oft beängstigenden) Realität verlieren. Wie für Stolls Kolumne „Science in Science Fiction“ üblich, ist der Text gut recherchiert und für ein Fachpublikum (SF-Fandom) geschrieben, bleibt aber auch für interessierte Laien verständlich. Er vermeidet plumpe Technikgläubigkeit und bewahrt sich einen kritischen, analytischen Blick. In der Andromeda Nachrichten 291 bildet der Artikel ein wichtiges theoretisches Gegengewicht zu den eher nostalgischen Rezensionen und Fan-Beiträgen der Ausgabe. …

Tags: Fan(dom)->Club/Vereine->, Fan(dom)->Club/Vereine->SFCD->, Fandom->, Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, [08] Import BookCat, {04.2} Bestand/Papier+Digital

18.

V. Tanner

Andromeda Nachrichten, Nr. 292, Februar 2026, 57. Jhrg.Andromeda Nachrichten 292 Februar 2026 (2026), S. Freyberg (Hrsg.), SFCD: 18–19

Abstract: Die Bewertung innerhalb der SF-Szene (etwa im SF-Netzwerk) hebt hervor, dass der Beitrag den Fokus von technischer Hard-SF weg hin zu soziologischer und politischer Spekulation verschiebt. Das Interview wird als einer der „frischen“ Höhepunkte der Ausgabe Nr. 292 wahrgenommen. Die Stärke des Interviews liegt in der Verbindung von SF-Literatur mit aktueller Kulturkritik. Jan Off gelingt es, die Gefahren einer totalen Harmonisierung der Gesellschaft pointiert darzustellen, ohne dabei moralisierend zu wirken. Für Leser der Andromeda Nachrichten bietet das Gespräch einen wertvollen Einblick in die Arbeitsweise eines Autors, der die Grenzen zwischen Genre-Literatur und gesellschaftspolitischem Statement verwischt. Es ist eine Empfehlung für alle, die sich für „Social Fiction“ und die Schattenseiten utopischer Gesellschaftsentwürfe interessieren. …

Tags: Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Person->, Person->Off, Jan, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Totalitarismus, {04.2} Bestand/Papier+Digital

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19.

sfcd:intern, Nr. 68: Das vereinsinterne Informationsblatt des Science Fiction Club Deutschland e.V.

SFCD intern 69 (2026), SFCD

Abstract: Vereisinterne Informationen wie Kassierbericht, Einladung zur Mitgliederversammlung, usw.

Tags: Fan(dom)->Club/Vereine->, Fan(dom)->Club/Vereine->SFCD->, Fandom->, Fandom->GE->

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):

1.

M. Baumgartner

Andromeda Nachrichten, Nr. 292, Februar 2026, 57. Jhrg.Andromeda Nachrichten 292 Februar 2026 (2026), S. Freyberg (Hrsg.), SFCD: 6

Abstract: Nachruf auf John Herbert Varley

Tags: Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Nachruf, Person->, Person->Varley, John, Herbert, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.2} Bestand/Papier+Digital

2.

M. Baumgartner

Andromeda Nachrichten, Nr. 291, November 2025, 56. Jhrg.Andromeda Nachrichten 291 (2025), SFCD

Tags: Fan(dom)->Club/Vereine->, Fan(dom)->Club/Vereine->SFCD->, Fandom->, Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Mysterien->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, TV->, TV->Serie(n)->, {04.1} Bestand/Digital

3.

Vorwort
T. Braatz

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 8–9

Abstract: Thomas Braatz, der als der maßgebliche Experte für das Leben und Werk von Robert Kraft (1869–1916) gilt, nutzt das Vorwort traditionell nicht nur zur Begrüßung, sondern als wissenschaftliche und biografische Standortbestimmung. Braatz rekapituliert den aktuellen Stand der Gedenkarbeit. Ein zentrales Thema 2025 war die Aufarbeitung von Krafts Biografie, insbesondere die Abgrenzung zwischen seinen fiktiven Abenteuerberichten (Autofiktion) und den tatsächlichen Lebensstationen. Er führt in die Schwerpunkte des Symposiums ein, die im Band vertieft werden: * Robert Krafts Rolle als Pionier der **technischen Zukunftsromanik** (z. B. „Der Herr der Lüfte“). * Die Verbindung zu Zeitgenossen wie **Paul Scheerbart** und die Rezeption durch spätere Autoren wie Arno Schmidt. * Neue Funde aus dem Münchmeyer-Verlag und die schwierige Quellenlage zu Krafts Verlegern. Braatz gibt einen Ausblick auf die laufende Edition der Gesammelten Werke (oft in Kooperation mit dem Verlag Dieter von Reeken) und die Arbeit des Robert-Kraft-Archivs. Der Essay und der gesamte Band werden in Fachkreisen der Phantastik- und Abenteuerliteratur-Forschung hoch bewerte. Braatz gelingt es, die oft unterschätzte Kolportageliteratur auf ein akademisches Niveau zu heben, ohne die Begeisterung des Sammlers zu verlieren. Der Begleitband (mit über 300 Seiten und ca. 450 Abbildungen deutlich umfangreicher als geplant) wird für seine akribische Dokumentation gelobt. Braatz’ Vorwort bereitet dabei die komplexe Materie für Laien und Experten gleichermaßen verständlich auf. Für die Robert-Kraft-Renaissance ist dieser Text essenziell, da er die Brücke zwischen der klassischen Abenteuerliteratur des 19. Jahrhunderts und der modernen Science Fiction schlägt. > **Hinweis zur Verfügbarkeit:** Der Band erschien in einer limitierten Hardcover-Auflage (oft schnell vergriffen) und einer Softcover-Ausgabe. Da Thomas Braatz die treibende Kraft hinter dem Symposium ist, gilt sein Vorwort als das „Mission Statement“ der aktuellen Kraft-Forschung. … Quellen * [Programmflyer und Inhaltsverzeichnis des 5. Robert-Kraft-Symposiums 2025](https://robert-kraft.de/resources/PDF-und-epub/Programmflyer-5.Robert–Kraft-Symposium.pdf) * [Offizielle Website zur Robert-Kraft-Forschung und Symposiumsberichte](https://www.robert-kraft.de/) * [Jahresplan und Publikationsliste des Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V.](https://fksfl.de/page155/index.html) * [Phantastik-News: Bericht über das 5. Symposium und den Begleitband](https://www.phantastiknews.de/index.php/veranstaltungen/30434-12-oktober-das-5-robert-kraft-symposium-in-leipzig)

Tags: Person->, Person->Kraft, Robert, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, Vorwort, {04.0} Bestand/Papier

4.

Interview mit Arnold Tokstein am 8.9.2017 in Mödling
T. Braatz

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 30–41

Abstract: Das Interview konzentriert sich primär auf den Dialog zwischen dem Forscher Thomas Braatz und dem Künstler Arnold Tokstein vor dessen Originalen und Belegstücken. Anstatt weitläufige historische Abhandlungen zu liefern, ist das Gespräch ein akribisches Zeitdokument. Wie kam Tokstein zu Robert Kraft, wie entsand seine Sammlung und wie war das Verhältnis bei ihm zwische Kraly May und Robert Kraft. Für Sammler, Illustratoren-Enthusiasten und Literaturhistoriker ist dieser Beitrag das Herzstück des Symposiums-Bandes. Braatz rettet das Wissen um die Entstehung einer visuellen Ära vor dem Vergessen und festigt Toksteins Platz in der Geschichte der phantastischen Kunst. … Quellen und weiterführende Links – Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V. (FSL): https://www.fsl-leipzig.de (Bestellmöglichkeit des Symposiumsberichts). – Robert-Kraft-Portal: https://www.robert-kraft.de (Galerie der besprochenen Tokstein-Illustrationen). – Edition Braatz: http://www.edition-braatz.de (Hintergründe zur Forschungsarbeit von Thomas Braatz). – Karl-May-Wiki: https://www.karl-may-wiki.de/index.php/Arnold_Tokstein (Biografische Daten und Ergänzungen zum Werk).

Tags: Person->, Person->Kraft, Robert, Person->May, Karl, Person->Tokstein, Arnold, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

5.

S. Freyberg

Andromeda Nachrichten, Nr. 292, Februar 2026, 57. Jhrg.Andromeda Nachrichten 292 Februar 2026 (2026), S. Freyberg (Hrsg.), SFCD: 10–11

Abstract: Bericht über einen Besuch der Tagung der Gesellschaft für Fantastikforschung 2025

Tags: Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Institution(en)->, Institution(en)->Gesellschaft für Fantastikforschung (GfF), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.2} Bestand/Papier+Digital

6.

F. Hardt

Andromeda Nachrichten, Nr. 292, Februar 2026, 57. Jhrg.Andromeda Nachrichten 292 Februar 2026 (2026), S. Freyberg (Hrsg.), SFCD: 7–8

Abstract: Vorstellung des Preises und zweier Komiteemitglieder Jan Kreyßig und Ralf Bayer

Tags: Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Person->, Person->Bayer, Ralf, Person->Kreyßig, Jan, Preis(e)/Award(s)->, Preis(e)/Award(s)->Deutscher Science-Fiction-Preis (DSFP), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.2} Bestand/Papier+Digital

7.

H. Heske

Andromeda Nachrichten, Nr. 291, November 2025, 56. Jhrg.Andromeda Nachrichten 291 (2025), SFCD

Tags: Fan(dom)->Club/Vereine->, Fan(dom)->Club/Vereine->SFCD->, Fandom->, Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Preis(e)/Award(s)->, Preis(e)/Award(s)->Krefelder Preis für fantastische Literatur, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital

8.

Ein Phantastik-Oldie zwischen Fandom und akademischer Betrachtung: Das 3. Robert-Kraft-Symposium
T. Hofmann

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 10–23

Abstract: Hofmann, der in der deutschen Science-Fiction-Szene sowohl als Kenner der Fandom-Historie als auch als kritischer Beobachter bekannt ist, widmet sich darin dem Spannungsfeld, in dem die Rezeption von Robert Kraft (1869–1916) heute steht. Er analysiert in seinem Beitrag die „Zwitterstellung“ von Robert Kraft in der deutschen Literaturlandschaft und er beschreibt, wie die Pflege von Krafts Werk jahrzehntelang fast ausschließlich durch leidenschaftliche Sammler und Amateurbildner (das Fandom) geschah. Ohne diese „Basisarbeit“ wäre Kraft heute vermutlich vergessen. Hofmann stellt fest, dass die Literaturwissenschaft erst spät (unter anderem durch die Vorarbeit von Thomas Braatz und Institutionen wie dem FKSFL) begonnen hat, Kraft als ernsthaften Vorläufer der modernen Science Fiction und als Pionier der technischen Zukunftsromanik anzuerkennen. Ein Kernpunkt des Essays ist die Analyse der unterschiedlichen Herangehensweisen. Während das Fandom oft biografisch-anekdotisch und bewundernd arbeitet, sucht die Akademie nach strukturellen Einordnungen und diskursanalytischen Ansätzen (z. B. Kolonialismus-Kritik in Krafts Werk). Hofmann plädiert dafür, dass beide Seiten voneinander lernen müssen: Die Wissenschaft braucht den bibliografischen Detailreichtum der Sammler, und das Fandom profitiert von der kontextuellen Einordnung durch die Forschung. Bewertung Der Essay wird in Fachkreisen als reflektiert und richtungsweisend bewertet. Im Gegensatz zu rein hagiografischen (verehrenden) Texten wahrt Hofmann eine gesunde kritische Distanz zum Sujet. Er benennt die Schwächen der frühen Kolportageliteratur ebenso wie die Defizite einer rein akademischen Betrachtung, die den „Spaß am Text“ oft vergisst. Der Text gilt als sehr gut lesbar, da Hofmann einen journalistisch-essayistischen Stil pflegt, der komplexe fachliche Fragen (z. B. die Definition von „Phantastik-Oldie“) auflockert. Für die Robert-Kraft-Forschung ist dieser Beitrag von Bedeutung, weil er das Symposium selbst und dessen Zielsetzung – die Professionalisierung der Kraft-Rezeption – legitimiert und hinterfragt. … Quellen * [Inhaltsverzeichnis des Begleitbandes zum 5. Robert-Kraft-Symposium (FKSFL)](https://fksfl.de/page155/publikationen-symposiumsband-5.html) * [Robert-Kraft-Archiv: Publikationsliste und Rezensionen zum Symposium 2025](https://robert-kraft.de/forschung/publikationen-2025.php) * [Phantastik-News: Rezension zum Tagungsband „Robert Kraft 2025“](https://www.phantastiknews.de/index.php/rezensionen/30512-tagungsband-5-robert-kraft-symposium-leipzig-2025) * [Andromeda Nachrichten – Magazin für Science Fiction (Ausgabe 2026/1): Besprechung Thomas Hofmanns Essay](https://sfcd.eu/andromeda-nachrichten/)

Tags: Fandom->, Person->, Person->Kraft, Robert, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

9.

4.  Robert-Kraft-Symposium
T. Hofmann

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 26–29

Abstract: Thomas Hofmann, der bereits über das 3. Symposium ausführlich berichtete, liefert in diesem Text eine detaillierte Rückschau auf die vorangegangene Veranstaltung. Der Essay fungiert als Bindeglied in der Chronik der Symposiumsreihe. Hofmann rekapituliert den Verlauf des 4. Symposiums, das unter dem Schwerpunktthema „Serienheld Nobody – 100 Jahre Kraft-Film“ stand. Er fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Vorträge zusammen. Der Essay dokumentiert die Fachgespräche zwischen Sammlern und Literaturwissenschaftlern, die charakteristisch für die Leipziger Treffen sind. Hofmann geht zudem auf die Entstehung des begleitenden 4. Symposiumsbandes ein, der als Referenzwerk für die filmische Aufarbeitung von Krafts Stoffen gilt. Bewertung Der Beitrag wird in der Fachrezeption (etwa in Publikationen wie Karl May in Leipzig oder den Andromeda Nachrichten) positiv hervorgehoben Hofmanns Essay wird für seine präzise Chronistenpflicht gelobt. Er stellt sicher, dass die Ergebnisse der Forschungstreffen auch für diejenigen nachvollziehbar bleiben, die nicht persönlich anwesend sein konnten. Kritiker wie Hartmut Fischer bescheinigen dem Autor eine lebendige, fast reportageartige Schreibweise, die den „Werkstattcharakter“ der Kraft-Forschung gut einfängt. In der Gesamtschau des 5. Bandes dient der Essay als wichtiger Beweis für die Kontinuität und Professionalisierung der Robert-Kraft-Renaissance innerhalb des Leipziger Fandoms. Quellen – Tagungsband 5. Robert-Kraft-Symposium 12.10.2025, herausgegeben von Thomas Braatz und dem Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V.. – Programmflyer: Programm 5. Robert-Kraft-Symposium, Leipzig 2025. – Fachportal: Robert-Kraft.de, Nachrichten und Rezensionen zu den Symposiumsbänden. – Vereinsmitteilungen: Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V., Publikationsverzeichnis.

Tags: Person->, Person->Blasius, Richard, Person->Kraft, Robert, Person->May, Karl, Person->Verne, Jules, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

10.

Band zum 3. Robert-Kraft-Symposium
H. Illmer

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 24–25

Abstract: Illmer betreibt hier „Sekundärliteratur-Forschung“. Er analysiert nicht Robert Kraft direkt, sondern die Art und Weise, wie die Forschung über Kraft vor vier Jahren dokumentiert wurde. Illmer hebt hervor, dass der 3. Band besonders Jakob Beymehl in Verbimndung mitHans Wollschläger und Arno Schmidt behandelt. Gleichwohl auch KarlHeinz Steinmüller und Matthias Käther. Am umfangreichsten sieht er das Essay zu Arnulf Meifert. Der Essay ist wichtig, um die Reihe der Symposien (seit 2017) als zusammenhängendes Forschungsprojekt zu begreifen. Illmer verhindert, dass frühere Erkenntnisse in Vergessenheit geraten. Typisch für Illmer ist ein „plaudernder“, aber fachlich extrem fundierter Tonfall. Er schreibt für Kenner, bleibt aber durch seine Begeisterungsfähigkeit ansteckend für Neulinge. … Quellen – Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V. – Publikationsverzeichnis Symposiumsbände – Robert-Kraft.de – Archiv der Symposiums-Berichte und Rezensionen von Horst Illmer – Phantastik-Couch.de – Autorenprofil und Rezensionsarchiv Horst Illmer – Andromeda Nachrichten – Fachzeitschrift des SFCD, Ausgabe 288 (Rezension zum 5. Robert-Kraft-Band)

Tags: Person->, Person->Kraft, Robert, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

11.

M. Kammerbauer, C.M. Hinz, M. Hoffmann und K. Zelt

Andromeda Nachrichten, Nr. 291, November 2025, 56. Jhrg.Andromeda Nachrichten 291 (2025), SFCD

Tags: Fan(dom)->Club/Vereine->, Fan(dom)->Club/Vereine->SFCD->, Fandom->, Fandom->Con(s)->, Fandom->Cons->Eurocon, Fandom->Cons->GarchingCon, Fandom->Cons->WetzKon, Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.1} Bestand/Digital

12.

T. Recktenwald

Andromeda Nachrichten, Nr. 291, November 2025, 56. Jhrg.Andromeda Nachrichten 291 (2025), SFCD: 6–10

Tags: Fan(dom)->Club/Vereine->, Fan(dom)->Club/Vereine->SFCD->, Fandom->, Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Preis(e)/Award(s)->, Preis(e)/Award(s)->Deutscher Science-Fiction-Preis (DSFP), Preis(e)/Award(s)->Deutscher Science-Fiction-Preis (DSFP)->Preisträger, Rede(n)->, Rede(n)->Laudatio, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.1} Bestand/Digital

13.

G. Stoll

Andromeda Nachrichten, Nr. 291, November 2025, 56. Jhrg.Andromeda Nachrichten 291 (2025), SFCD

Tags: Fan(dom)->Club/Vereine->, Fan(dom)->Club/Vereine->SFCD->, Fandom->, Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Intelligenz(en)->, Intelligenz(en)->künstliche, Mensch(en)->, Mensch(en)->Künstlicher, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.1} Bestand/Digital

14.

Andromeda Nachrichten, Nr. 291, November 2025, 56. Jhrg.Andromeda Nachrichten 291 (2025), Sylvana Freyberg (Hrsg.), SFCD: 44–45

Tags: Fan(dom)->Club/Vereine->, Fan(dom)->Club/Vereine->SFCD->, Fandom->, Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Intelligenz(en)->, Intelligenz(en)->künstliche, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.1} Bestand/Digital

15.

V. Tanner

Andromeda Nachrichten, Nr. 291, November 2025, 56. Jhrg.Andromeda Nachrichten 291 (2025), SFCD

Tags: Fan(dom)->Club/Vereine->, Fan(dom)->Club/Vereine->SFCD->, Fandom->, Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Interview(s)->, Interview(s)->Haupt, Sven, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.1} Bestand/Digital

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Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

 
 
 

Bibliotheca Universitas Phantastica #88 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 22. März 2026

MSonntag, und trotzdem geht nichts weiter. Ich bin ein bisschen unzufrieden. Aber, für die neuen Andromeda Nachrichten hat’s gelangt. Dazu ein paar Artikel aus dem Band über das 5. Robert-Kraft-Symposium und ein paar Artikel aus den AN. Was soll’s, für gestern muss es reichen, schließlich ist ein Theaterbesuch auch nichts Schlechtes, oder? Heute ist auch noch ein Tag und ich werde euch die restliche Artikel noch nachreichen, versprochen …


Neuzugänge:

1.

M. Baumgartner

Andromeda Nachrichten, Nr. 292, Februar 2026, 57. Jhrg.Andromeda Nachrichten 292 Februar 2026 (2026), S. Freyberg (Hrsg.), SFCD: 6

Abstract: Nachruf auf John Herbert Varley

Tags: Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Nachruf, Person->, Person->Varley, John, Herbert, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.2} Bestand/Papier+Digital

2.

Interview mit Arnold Tokstein am 8.9.2017 in Mödling
T. Braatz

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 30–41

Abstract: Das Interview konzentriert sich primär auf den Dialog zwischen dem Forscher Thomas Braatz und dem Künstler Arnold Tokstein vor dessen Originalen und Belegstücken. Anstatt weitläufige historische Abhandlungen zu liefern, ist das Gespräch ein akribisches Zeitdokument. Wie kam Tokstein zu Robert Kraft, wie entsand seine Sammlung und wie war das Verhältnis bei ihm zwische Kraly May und Robert Kraft. Für Sammler, Illustratoren-Enthusiasten und Literaturhistoriker ist dieser Beitrag das Herzstück des Symposiums-Bandes. Braatz rettet das Wissen um die Entstehung einer visuellen Ära vor dem Vergessen und festigt Toksteins Platz in der Geschichte der phantastischen Kunst. … Quellen und weiterführende Links – Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V. (FSL): https://www.fsl-leipzig.de (Bestellmöglichkeit des Symposiumsberichts). – Robert-Kraft-Portal: https://www.robert-kraft.de (Galerie der besprochenen Tokstein-Illustrationen). – Edition Braatz: http://www.edition-braatz.de (Hintergründe zur Forschungsarbeit von Thomas Braatz). – Karl-May-Wiki: https://www.karl-may-wiki.de/index.php/Arnold_Tokstein (Biografische Daten und Ergänzungen zum Werk).

Tags: Person->, Person->Kraft, Robert, Person->May, Karl, Person->Tokstein, Arnold, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

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3.

Andromeda Nachrichten 292 Februar 2026 (2026), S. Freyberg (Hrsg.), SFCD

Tags: Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.2} Bestand/Papier+Digital

4.

S. Freyberg

Andromeda Nachrichten, Nr. 292, Februar 2026, 57. Jhrg.Andromeda Nachrichten 292 Februar 2026 (2026), S. Freyberg (Hrsg.), SFCD: 10–11

Abstract: Bericht über einen Besuch der Tagung der Gesellschaft für Fantastikforschung 2025

Tags: Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Institution(en)->, Institution(en)->Gesellschaft für Fantastikforschung (GfF), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.2} Bestand/Papier+Digital

5.

F. Hardt

Andromeda Nachrichten, Nr. 292, Februar 2026, 57. Jhrg.Andromeda Nachrichten 292 Februar 2026 (2026), S. Freyberg (Hrsg.), SFCD: 7–8

Abstract: Vorstellung des Preises und zweier Komiteemitglieder Jan Kreyßig und Ralf Bayer

Tags: Fanzine(s)->, Fanzine(s)->Titel: Andromeda Nachrichten (SFCD), Person->, Person->Bayer, Ralf, Person->Kreyßig, Jan, Preis(e)/Award(s)->, Preis(e)/Award(s)->Deutscher Science-Fiction-Preis (DSFP), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.2} Bestand/Papier+Digital

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Bibliotheca Universitas Phantastica #87 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 21. März 2026

MFrühlingsbeginn – Hurraaa. Was nichts daran ändert, dass die Bibliothek befüllt wird. H. R. Giger ist ja hoffentlich ein Begriff. Da gibt’s eine Autobiographie, neu aufgelegt, aus dem Taschen-Verlag und über das 5. Robert-Kraft-Symposium gibt’s einen Begleitband. Mit den einzelnen Essays genug Arbeit gewesen, obwohl sich nicht alle Beiträge ausgegangen sind. Diese dann später…


Neuzugänge:

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1.

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025

Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.

Abstract: Der Band dokumentiert die Vorträge und Forschungsergebnisse des Jubiläumssymposiums. Die Beiträge beschäftigen sich sowohl mit der Biografie Krafts als auch mit der Analyse seiner enormen Werkfülle. Zentrale Themen und Beiträge: Thomas Braatz, der als einer der fundiertesten Kenner der Materie gilt, liefert oft neue Erkenntnisse zu Krafts unstetem Leben (Seemannszeit, Weltreisen), die oft als Inspiration für seine Romane dienten. Es werden spezifische Werkreihen analysiert, etwa die berühmte Serie „Detektiv Nobody“ oder seine utopischen Romane wie „Die neue Erde“. Ein Fokus liegt auf dem Vergleich zu Zeitgenossen. Wie grenzte sich Kraft vom „Edel-Abenteurer“ Karl May ab? Warum wurde er als „deutscher Jules Verne“ bezeichnet? Für Sammler besonders wertvoll sind die akribischen Auflistungen von Erstveröffentlichungen in Groschenheften und Leihbüchern, die oft unter Pseudonymen erschienen. Der Band enthält Reproduktionen alter Cover und Dokumente, die den Geist der Kolportageliteratur um 1900 lebendig machen. Thomas Braatz arbeitet auf einem Niveau, das weit über reines Fantum hinausgeht. Die Beiträge sind literaturwissenschaftlich fundiert, aber dennoch für Laien lesbar. Es gibt kaum eine andere Quelle, die sich so intensiv mit der deutschen Trivialliteratur der Kaiserzeit und den Anfängen der hiesigen Science Fiction auseinandersetzt. Die Publikation atmet die Begeisterung des Freundeskreises Science Fiction Leipzig. Man merkt, dass hier Liebhaber am Werk sind, die das Erbe Krafts vor dem Vergessen bewahren wollen. Für jemanden, der Robert Kraft nicht kennt, ist der Einstieg sehr steil. Es handelt sich um ein Werk von Experten für Experten (oder sehr interessierte Sammler). Da diese Bände oft in sehr kleinen Auflagen im Eigenverlag des fksfl erscheinen, sind sie im regulären Buchhandel kaum zu finden und werden schnell zu gesuchten Sammlerstücken. Die Ausgabe zum 5. Robert-Kraft-Symposium ist ein unverzichtbares Referenzwerk für jeden, der sich ernsthaft mit der Geschichte der deutschen utopisch-phantastischen Literatur beschäftigt. Sie räumt mit Vorurteilen über „Schundliteratur“ auf und zeigt Robert Kraft als einen visionären Geist, der seiner Zeit oft voraus war. …

Tags: Person->, Person->Blasius, Richard, Person->Kraft, Robert, Person->May, Karl, Person->Verne, Jules, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

2.

Vorwort
T. Braatz

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 8–9

Abstract: Thomas Braatz, der als der maßgebliche Experte für das Leben und Werk von Robert Kraft (1869–1916) gilt, nutzt das Vorwort traditionell nicht nur zur Begrüßung, sondern als wissenschaftliche und biografische Standortbestimmung. Braatz rekapituliert den aktuellen Stand der Gedenkarbeit. Ein zentrales Thema 2025 war die Aufarbeitung von Krafts Biografie, insbesondere die Abgrenzung zwischen seinen fiktiven Abenteuerberichten (Autofiktion) und den tatsächlichen Lebensstationen. Er führt in die Schwerpunkte des Symposiums ein, die im Band vertieft werden: * Robert Krafts Rolle als Pionier der **technischen Zukunftsromanik** (z. B. „Der Herr der Lüfte“). * Die Verbindung zu Zeitgenossen wie **Paul Scheerbart** und die Rezeption durch spätere Autoren wie Arno Schmidt. * Neue Funde aus dem Münchmeyer-Verlag und die schwierige Quellenlage zu Krafts Verlegern. Braatz gibt einen Ausblick auf die laufende Edition der Gesammelten Werke (oft in Kooperation mit dem Verlag Dieter von Reeken) und die Arbeit des Robert-Kraft-Archivs. Der Essay und der gesamte Band werden in Fachkreisen der Phantastik- und Abenteuerliteratur-Forschung hoch bewerte. Braatz gelingt es, die oft unterschätzte Kolportageliteratur auf ein akademisches Niveau zu heben, ohne die Begeisterung des Sammlers zu verlieren. Der Begleitband (mit über 300 Seiten und ca. 450 Abbildungen deutlich umfangreicher als geplant) wird für seine akribische Dokumentation gelobt. Braatz’ Vorwort bereitet dabei die komplexe Materie für Laien und Experten gleichermaßen verständlich auf. Für die Robert-Kraft-Renaissance ist dieser Text essenziell, da er die Brücke zwischen der klassischen Abenteuerliteratur des 19. Jahrhunderts und der modernen Science Fiction schlägt. > **Hinweis zur Verfügbarkeit:** Der Band erschien in einer limitierten Hardcover-Auflage (oft schnell vergriffen) und einer Softcover-Ausgabe. Da Thomas Braatz die treibende Kraft hinter dem Symposium ist, gilt sein Vorwort als das „Mission Statement“ der aktuellen Kraft-Forschung. … Quellen * [Programmflyer und Inhaltsverzeichnis des 5. Robert-Kraft-Symposiums 2025](https://robert-kraft.de/resources/PDF-und-epub/Programmflyer-5.Robert–Kraft-Symposium.pdf) * [Offizielle Website zur Robert-Kraft-Forschung und Symposiumsberichte](https://www.robert-kraft.de/) * [Jahresplan und Publikationsliste des Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V.](https://fksfl.de/page155/index.html) * [Phantastik-News: Bericht über das 5. Symposium und den Begleitband](https://www.phantastiknews.de/index.php/veranstaltungen/30434-12-oktober-das-5-robert-kraft-symposium-in-leipzig)

Tags: Person->, Person->Kraft, Robert, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, Vorwort, {04.0} Bestand/Papier

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3.

HR Giger: 1940-2014
H.R. Giger

Kleine Reihe 2.0 (2025), Taschen

ISBN 978-3-8365-3317-1

Abstract: Der Schweizer Künstler HR Giger (1940-2014) wurde vor allem durch die Gestaltung des Weltraummonsters für Ridley Scotts Scifi-Horrorfilm Alien (1979) berühmt, für das er mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Das Alien ist zweifellos der Star aus Gigers umfangreichem Arsenal biomechanischer Geschöpfe, doch nur eines von vielen Zwitterwesen aus Mensch und Maschine, mit denen Giger unsere Albträume bevölkerte, Kreaturen von eindringlicher Kraft, schrecklicher Schönheit, morbid-erotischer Drastik und surrealer Fantastik. Giger schuf eine völlig eigenständige Bildwelt und verlieh den kollektiven Ängsten seiner Epoche Ausdruck: Angst vor dem Atomkrieg, vor Überbevölkerung und knappen Rohstoffen und einer Zukunft, in der das Überleben unserer Körper von Maschinen abhängen wird. Dieser Band erzählt anhand autobiografischer Texte und einer Fülle exzellent-schauriger Abbildungen Gigers Lebensgeschichte und gibt Einblick in ein überaus facettenreiches Werk. Er zeigt Gigers Skulpturen, Interieurs, Zeichnungen, Gemälde und Plattencover, seine ausgefeilten Setdesigns für Filme wie Species, Alien oder Dune, das einzigartige Giger-Museum und die fantastische, ganz von Giger designte Bar in der Kleinstadt Gruyères in der französischen Schweiz. Das Vorwort schrieb Gigers Freund Timothy Leary. Das Werk **“HR Giger 1940–2014″** gilt als die definitive Monografie über den Schweizer Meister der biomechanischen Kunst. Das Buch bietet eine umfassende Retrospektive, die weit über Gigers bekannteste Arbeit für den Film *Alien* hinausgeht. Es dokumentiert detailliert die Verschmelzung von organischer Form und kalter Mechanik, die Gigers Stil prägte. Enthalten sind seine berühmten Airbrush-Arbeiten der 1970er Jahre (z. B. aus *Necronomicon*). Neben *Alien* (für das er den Oscar erhielt) beleuchtet der Band seine Entwürfe für Jodorowskys unvollendetes *Dune*-Projekt, *Poltergeist II* und *Species*. Das Buch enthält zudem persönliche Texte Gigers, Zitate von Zeitgenossen (wie Ridley Scott oder Timothy Leary) und Dokumente aus seinem Privatarchiv. Bewertung und Kritik Die Publikationen von Taschen zu Giger werden in der Kunstwelt und von Fans durchgehend als Referenzklasse bewertet. Besonders die dunklen, feinen Nuancen von Gigers Airbrush-Arbeiten werden präzise wiedergegeben. Es deckt alle Schaffensphasen ab, von frühen Zeichnungen bis zum Spätwerk und dem Museum HR Giger. Für Bewunderer von Gigers düsterer Ästhetik ist dieses Buch ein absolutes Muss. Es korrigiert das oft einseitige Bild Gigers als reiner „Alien-Vater“ und zeigt ihn als visionären Künstler, der kollektive Ängste (Atomkraft, Überbevölkerung) in zeitlose Mythen verwandelte. … Quellen: * [Taschen Verlag – HR Giger (Produktseite)](https://www.taschen.com/de/books/art/44853/hr-giger/) * [Rezensionen.ch – Besprechung zum Opus Magnum](https://www.rezensionen.ch/hr-giger/3836587025) * [Halcyon Realms – Art Book Reviews (XXL Edition)](https://halcyonrealms.com/books/hr-giger-xxl-art-book-review-taschen/)

Tags: Biographie(n)->, Biographie(n)->Autobiographie(n), Person->, Person->Giger, H. R., Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.0} Bestand/Papier

4.

Ein Phantastik-Oldie zwischen Fandom und akademischer Betrachtung: Das 3. Robert-Kraft-Symposium
T. Hofmann

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 10–23

Abstract: Hofmann, der in der deutschen Science-Fiction-Szene sowohl als Kenner der Fandom-Historie als auch als kritischer Beobachter bekannt ist, widmet sich darin dem Spannungsfeld, in dem die Rezeption von Robert Kraft (1869–1916) heute steht. Er analysiert in seinem Beitrag die „Zwitterstellung“ von Robert Kraft in der deutschen Literaturlandschaft und er beschreibt, wie die Pflege von Krafts Werk jahrzehntelang fast ausschließlich durch leidenschaftliche Sammler und Amateurbildner (das Fandom) geschah. Ohne diese „Basisarbeit“ wäre Kraft heute vermutlich vergessen. Hofmann stellt fest, dass die Literaturwissenschaft erst spät (unter anderem durch die Vorarbeit von Thomas Braatz und Institutionen wie dem FKSFL) begonnen hat, Kraft als ernsthaften Vorläufer der modernen Science Fiction und als Pionier der technischen Zukunftsromanik anzuerkennen. Ein Kernpunkt des Essays ist die Analyse der unterschiedlichen Herangehensweisen. Während das Fandom oft biografisch-anekdotisch und bewundernd arbeitet, sucht die Akademie nach strukturellen Einordnungen und diskursanalytischen Ansätzen (z. B. Kolonialismus-Kritik in Krafts Werk). Hofmann plädiert dafür, dass beide Seiten voneinander lernen müssen: Die Wissenschaft braucht den bibliografischen Detailreichtum der Sammler, und das Fandom profitiert von der kontextuellen Einordnung durch die Forschung. Bewertung Der Essay wird in Fachkreisen als reflektiert und richtungsweisend bewertet. Im Gegensatz zu rein hagiografischen (verehrenden) Texten wahrt Hofmann eine gesunde kritische Distanz zum Sujet. Er benennt die Schwächen der frühen Kolportageliteratur ebenso wie die Defizite einer rein akademischen Betrachtung, die den „Spaß am Text“ oft vergisst. Der Text gilt als sehr gut lesbar, da Hofmann einen journalistisch-essayistischen Stil pflegt, der komplexe fachliche Fragen (z. B. die Definition von „Phantastik-Oldie“) auflockert. Für die Robert-Kraft-Forschung ist dieser Beitrag von Bedeutung, weil er das Symposium selbst und dessen Zielsetzung – die Professionalisierung der Kraft-Rezeption – legitimiert und hinterfragt. … Quellen * [Inhaltsverzeichnis des Begleitbandes zum 5. Robert-Kraft-Symposium (FKSFL)](https://fksfl.de/page155/publikationen-symposiumsband-5.html) * [Robert-Kraft-Archiv: Publikationsliste und Rezensionen zum Symposium 2025](https://robert-kraft.de/forschung/publikationen-2025.php) * [Phantastik-News: Rezension zum Tagungsband „Robert Kraft 2025“](https://www.phantastiknews.de/index.php/rezensionen/30512-tagungsband-5-robert-kraft-symposium-leipzig-2025) * [Andromeda Nachrichten – Magazin für Science Fiction (Ausgabe 2026/1): Besprechung Thomas Hofmanns Essay](https://sfcd.eu/andromeda-nachrichten/)

Tags: Fandom->, Person->, Person->Kraft, Robert, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

5.

4.  Robert-Kraft-Symposium
T. Hofmann

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 26–29

Abstract: Thomas Hofmann, der bereits über das 3. Symposium ausführlich berichtete, liefert in diesem Text eine detaillierte Rückschau auf die vorangegangene Veranstaltung. Der Essay fungiert als Bindeglied in der Chronik der Symposiumsreihe. Hofmann rekapituliert den Verlauf des 4. Symposiums, das unter dem Schwerpunktthema „Serienheld Nobody – 100 Jahre Kraft-Film“ stand. Er fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Vorträge zusammen. Der Essay dokumentiert die Fachgespräche zwischen Sammlern und Literaturwissenschaftlern, die charakteristisch für die Leipziger Treffen sind. Hofmann geht zudem auf die Entstehung des begleitenden 4. Symposiumsbandes ein, der als Referenzwerk für die filmische Aufarbeitung von Krafts Stoffen gilt. Bewertung Der Beitrag wird in der Fachrezeption (etwa in Publikationen wie Karl May in Leipzig oder den Andromeda Nachrichten) positiv hervorgehoben Hofmanns Essay wird für seine präzise Chronistenpflicht gelobt. Er stellt sicher, dass die Ergebnisse der Forschungstreffen auch für diejenigen nachvollziehbar bleiben, die nicht persönlich anwesend sein konnten. Kritiker wie Hartmut Fischer bescheinigen dem Autor eine lebendige, fast reportageartige Schreibweise, die den „Werkstattcharakter“ der Kraft-Forschung gut einfängt. In der Gesamtschau des 5. Bandes dient der Essay als wichtiger Beweis für die Kontinuität und Professionalisierung der Robert-Kraft-Renaissance innerhalb des Leipziger Fandoms. Quellen – Tagungsband 5. Robert-Kraft-Symposium 12.10.2025, herausgegeben von Thomas Braatz und dem Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V.. – Programmflyer: Programm 5. Robert-Kraft-Symposium, Leipzig 2025. – Fachportal: Robert-Kraft.de, Nachrichten und Rezensionen zu den Symposiumsbänden. – Vereinsmitteilungen: Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V., Publikationsverzeichnis.

Tags: Person->, Person->Blasius, Richard, Person->Kraft, Robert, Person->May, Karl, Person->Verne, Jules, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

6.

Band zum 3. Robert-Kraft-Symposium
H. Illmer

5. Robert-Kraft-Symposium, 12.10.2025Robert-Kraft-Symposium 5 (2025), T. Braatz (Hrsg.), Freundeskreis Science Fiction e.V.: 24–25

Abstract: Illmer betreibt hier „Sekundärliteratur-Forschung“. Er analysiert nicht Robert Kraft direkt, sondern die Art und Weise, wie die Forschung über Kraft vor vier Jahren dokumentiert wurde. Illmer hebt hervor, dass der 3. Band besonders Jakob Beymehl in Verbimndung mitHans Wollschläger und Arno Schmidt behandelt. Gleichwohl auch KarlHeinz Steinmüller und Matthias Käther. Am umfangreichsten sieht er das Essay zu Arnulf Meifert. Der Essay ist wichtig, um die Reihe der Symposien (seit 2017) als zusammenhängendes Forschungsprojekt zu begreifen. Illmer verhindert, dass frühere Erkenntnisse in Vergessenheit geraten. Typisch für Illmer ist ein „plaudernder“, aber fachlich extrem fundierter Tonfall. Er schreibt für Kenner, bleibt aber durch seine Begeisterungsfähigkeit ansteckend für Neulinge. … Quellen – Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V. – Publikationsverzeichnis Symposiumsbände – Robert-Kraft.de – Archiv der Symposiums-Berichte und Rezensionen von Horst Illmer – Phantastik-Couch.de – Autorenprofil und Rezensionsarchiv Horst Illmer – Andromeda Nachrichten – Fachzeitschrift des SFCD, Ausgabe 288 (Rezension zum 5. Robert-Kraft-Band)

Tags: Person->, Person->Kraft, Robert, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Symposium->, Symposium->Robert Kraft-, {04.0} Bestand/Papier

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Bibliotheca Universitas Phantastica #86 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 20. März 2026

MOhh, schwieriger Tag – da reichte es nur zur Ergänzung um das letzte „NOVA“ und um die Ergänzung bei den Götter- und Heldensagen von Pfisterer. Vor allem die Buchbeschreibungen mussten überarbeitet werden. Aber es steht ja wieder ein Wochenende vor der Türe. Da heißt es wieder ungehemmt schmökern und Bücher in die Bibliothek aufnehmen – hoffentlich, wenn ich nur nicht beim Schmökern hängen bleibe —***seuftz***— …


Neuzugänge:

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1.

Team NOVA

Nova, Magazin für spekulative Literatur 37 Oktober 2025 (2025), p.machinery

ISBN 978-3-95765-678-0

Abstract: widmet sich als Sonderausgabe schwerpunktmäßig dem Thema „Intelligenz“. Mit einem Umfang von 444 Seiten gilt es als die bisher umfangreichste Ausgabe in der Geschichte des Magazins. Die Ausgabe ist in mehrere Sektionen unterteilt, die unterschiedliche Aspekte spekulativer Literatur beleuchten: Sektion „NOVA Storys“: Enthält Kurzgeschichten namhafter Autoren wie Herbert W. Franke („Rettet uns!“), Heidrun Jänchen („Die Jahrgangsbeste“) und Christian Endres. Die Erzählungen decken ein breites Spektrum ab, von klassischen SF-Szenarien bis hin zu experimentellen Gedankenexperimenten über Intelligenzformen. Sektion „NOVAsekundär“: Dieser Bereich befasst sich theoretisch und essayistisch mit dem Leitthema. Dominik Irtenkauf steuert mehrere Beiträge bei, unter anderem über die Intelligenz von Honigbienen sowie das Verhältnis von Philosophie und Science-Fiction. Neben menschlicher Intelligenz werden auch künstliche und tierische Intelligenzformen thematisiert (z. B. „Octopodia“ von Gard Spirlin). Das Magazin wird aufgrund seiner Dicke verlagsintern als „Monster“ bezeichnet. Es markiert einen Rekordwert für die Reihe und bietet deutlich mehr Material als frühere Standardausgaben (die oft nur etwa halb so viele Seiten hatten). Durch den massiv gestiegenen Umfang ist der Preis für das Taschenbuch (ca. 26,90 €) höher als bei Vorgängern, was jedoch durch die Dichte an Inhalten und die Qualität der Beiträge gerechtfertigt wird. In Fachforen wie dem SF-Netzwerk wird die Themenausgabe als ambitioniertes Werk für Leser spekulativer Literatur wahrgenommen. Die Kombination aus fiktionalen Texten und tiefgehender Sekundärliteratur macht es zu einem Sammlerstück für Fans anspruchsvoller Science-Fiction. … NOVAsekundär Dominik Irtenkauf: Die Intelligenz der Honigbienen. Dominik Irtenkauf: Intelligente Bewegungsformen Dominik Irtenkauf: Philosophie & Science-Fiction: Eine zu entdeckende intelligente Beziehung. Dominik Irtenkauf: Sammelinterview zu anderen Intelligenzen Thomas Ballhausen: Fantastisches Erzählen im Zeichen »Künstlerischer Intelligenz«. Eine Wiederbegegnung mit Moebius Zura Jishkariani: Abkömmlinge der Sonne. Die Hypothese des toten Universums …

Tags: Intelligenz(en)->, Magazin(e)->, Magazin(e)->Nova, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Tier(e)->Biene(n), Wissenschaft(s/en)->Philosophie->, {04.0} Bestand/Papier

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):

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1.

Götter- und Heldensagen der Griechen
F. Pfister

(2002), Winter

ISBN 978-3-8253-1372-2

Abstract: Die bereits 1956 in erster Auflage publizierte Studie hat es sich zum Ziel gesetzt, den antiken Mythos anhand der Überlieferung anschaulich vor Augen zu führen, die die Genese europäischer Kunst wie der Weltliteratur insgesamt tief geprägt hat: die Götter- und Heldensagen der Griechen. Deren Darstellung ist genealogisch: nach Stammbäumen geordnet, in zeitlicher Folge der mythischen Geschehnisse. Auf diese Weise vermittelt gerade die fortschreitende Folge der mythischen Erzählung dem Leser eine Ahnung der Lebendigkeit, die den griechischen Sagen eigen war, und zeigt zugleich deren unveränderte Aktualität. Ein klassisches Standardwerk der Religionswissenschaft und Altertumskunde. Das Buch bietet eine wissenschaftlich fundierte, aber anschauliche Darstellung des antiken Mythos. Es umfasst eine strukturierte Übersicht über die wichtigsten griechischen Göttergestalten und Heldenepen. Pfister stützt sich direkt auf die antike Überlieferung, um die Entstehung und Bedeutung der Sagen zu erklären. Die Studie beleuchtet, wie diese Mythen die europäische Kunst und Weltliteratur nachhaltig geprägt haben. In Fachkreisen wird das Buch aufgrund seiner wissenschaftlichen Präzision und der dennoch zugänglichen Sprache geschätzt. Pfister kombiniert mythologische Erzählungen mit ihrer überlieferungsgeschichtlichen Einordnung, was das Buch von reinen Nacherzählungen abhebt. Trotz seines Alters wird es aufgrund seiner klaren Struktur und des Fokus auf die Primärquellen weiterhin nachgedruckt und als Basislektüre empfohlen. …

Tags: Geographie->, Geographie->Europa (GR)->, Geographie->Europa (GR)->antik, Gott/Gött(in/er)->, Gott/Gött(in/er)->-sage(n), Held(en)->, Held(en)->-sage(n), Literarische Fabelwesen->Drache(n)->, Literarische Fabelwesen->Drache(n)->griechisch, Volk(s)/Völker->, Volk(s)/Völker->Griechen (antik), {04.0} Bestand/Papier

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Bibliotheca Universitas Phantastica #85 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 19. März 2026

MZunächst findet sich noch ein Band der Reihe „Bibliothek der Esoterik“ vom Taschen-Verlag. Dann finden sich noch ein Band bzw. eine Bachelorarbeit zum Thema „Mittelerde“ und zum Anschluss er Neuerungen eine Standortbestimmung gegenwärtiger Epik. Bei den Änderungen wurde insbesondere die „Geschichte der Utopie“ um eine bessere Beschreibung ergänzt. …


Neuzugänge:

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1.

Nach „Mittelerde“ und zurück: eine empirisch-qualitative psychologische Studie anhand Jacksons Verfilmung von J. R. R. Tolkiens Roman
W. Baßler

Medienpädagogik Band 4 (2007), Lit

ISBN 978-3-8258-9986-8

Abstract: In dieser speziellen Veröffentlichung arbeitet Baßler heraus, dass Peter Jacksons Verfilmung eine **mediale Sozialisationsinstanz** darstellt. Baßler argumentiert, dass Jugendliche und junge Erwachsene den Film als einen Raum nutzen, in dem sie moralische Dilemmata und Reifungsprozesse stellvertretend durchleben. Die Medienpädagogik fragt hier: Welche Vorbilder (Archetypen) bietet der Film für die heutige Identitätsfindung an? Die Studie untersucht, dass die Wirkung des Films oft **prä-reflexiv** ist. Das bedeutet: Die Zuschauer werden erst emotional „überwältigt“ (durch Musik, monumentale Landschaft, Pathos), bevor sie das Erlebte rational einordnen können. Baßler analysiert, wie diese ästhetische Erfahrung als Motor für innere Lernprozesse dient. Ein medienpädagogischer Kernpunkt ist die Kompensation. In einer technisierten, oft als „sinnleer“ empfundenen Welt bietet der Film laut Baßler einen **„Wiederverzauberungs-Effekt“**. Er untersucht, wie die filmische Erzählung den Zuschauern hilft, Begriffe wie Treue, Opferbereitschaft und Hoffnung neu zu besetzen Die Arbeit zeigt eindrucksvoll, dass „Fantasy“ kein Eskapismus (Flucht aus der Realität) sein muss, sondern ein **Umweg zur Realität** sein kann. Durch das Durchleben der Mythenwelt kehren die Zuschauer gestärkt in ihren Alltag zurück. Baßler geht über das bloße „Verstehen“ von Filmen hinaus. Er fordert ein Verständnis für die **tiefenpsychologische Wirkung** von Bildern. Für Medienpädagogen ist das ein Plädoyer, Filme nicht nur formal zu analysieren, sondern deren emotionale Wucht ernst zu nehmen. Die Stärke ist die Verbindung von Jungscher Psychologie mit moderner Medienanalyse. Baßler beweist, dass alte Mythen in neuen Schläuchen (CGI, Surround-Sound) ihre pädagogische Kraft nicht verloren haben. Wenn Du dich für diesen speziellen Band interessierst, geht es weniger um Tolkien-Fakten, sondern darum, wie **großes Kino als Lehrmeister für die Seele** fungiert. Baßler liefert eine wissenschaftliche Begründung dafür, warum wir uns in Mittelerde „zuhause“ fühlen und was wir aus diesem Gefühl für unser echtes Leben lernen können. …

Tags: Film(e)->, Person->, Person->Jackson, Peter, Person->Tolkien, J. R. R., Psychologie->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, {04.0} Bestand/Papier

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2.

M. Baßler

Poetiken der Gegenwart (2013), S. Horstkotte, L. Herrmann (Hrsg.), De Gruyter: 31–46

ISBN 978-3-11-033642-9 978-3-11-033654-2

Abstract: In diesem Artikel schlägt Moritz Baßle eine Brücke zwischen klassischen literaturwissenschaftlichen Gattungsbegriffen und modernen Erzählformen. Er analysiert, wie sich das Erzählen im 21. Jahrhundert durch das Zusammenspiel von Realismus, seriellen Strukturen und fantastischen Elementen verändert hat. Baßlers zentrales Argument ist, dass moderner Realismus nicht mehr durch die bloße Abbildung der Welt funktioniert, sondern durch die **Sättigung von Informationen** und den **„Weltbau“ (Worldbuilding)**. Baßler definiert Realismus neu: Er sieht ihn als eine Art **„Archiv-Realismus“**. Ein Text wirkt für den modernen Leser dann „realistisch“, wenn er eine hohe Dichte an Details aufweist, die wir aus unserem Wissensarchiv (Medien, Geschichte, Alltag) wiedererkennen. Es geht nicht um „Wahrheit“, sondern um die **Vollständigkeit der Welt**. Der Artikel untersucht, warum serielle Erzählformen so erfolgreich sind. Serialität erlaubt es, eine Welt in einer Tiefe auszuarbeiten, die ein einzelner, abgeschlossener Text nicht leisten kann. Durch die Wiederholung und Variation von Motiven entsteht eine **„Erzählwelt“**, in der sich der Leser häuslich einrichten kann. Hier schließt sich der Kreis zu Tolkien und der modernen Fantasy: Baßler argumentiert, dass **Fantasy der „realistischste“ aller Stile** ist, wenn man Realismus als „Worldbuilding“ begreift. * In der Fantastik muss die Welt von Null auf konstruiert werden (Sprachen, Gesetze, Geographie). * Diese totale Konstruktion führt zu einer maximalen Kohärenz. Wenn eine Welt in sich logisch und detailreich genug ist, wird sie vom Leser als „real“ empfunden – unabhängig davon, ob es dort Drachen gibt oder nicht. Der klassische bürgerliche Realismus (Fontane etc.) funktioniert heute nicht mehr, da unsere Wirklichkeit zu komplex und medial vermittelt ist. Qualität in der Gegenwartsliteratur wird zunehmend daran gemessen, wie konsistent und „bewohnbar“ eine fiktive Welt ist. Baßler hebt die Trennung zwischen „E-Literatur“ (ernsthafte Literatur) und „U-Literatur“ (Unterhaltung wie Fantasy/Sci-Fi) auf. Er zeigt, dass beide heute dieselben Techniken (Serialität und Archiv-Referenz) nutzen. Moritz Baßler gilt als einer der profiliertesten deutschen Literaturwissenschaftler der Gegenwart. Baßler liefert ein Werkzeugset, um moderne Romane (z.B. von Christian Kracht, Daniel Kehlmann oder eben Fantasy-Epen) mit demselben Maßstab zu messen. Er nimmt Phänomene wie Fernsehserien und Genre-Literatur ernst und integriert sie in die Hochliteratur-Theorie und er erklärt theoretisch fundiert, warum wir heute dazu neigen, in fiktive Welten völlig abzutauchen (Immersion). Kritiker werfen Baßler vor, dass sein Fokus auf „Information“ und „Weltbau“ die sprachliche Schönheit oder die moralische Tiefe eines Werkes vernachlässigen könnte. Wenn Literatur nur noch als „Archiv“ gesehen wird, könnte der künstlerische Eigensinn auf der Strecke bleiben. Seine Behauptung, Fantasy sei die Steigerung des Realismus, ist provokant und wird in der konservativen Literaturkritik oft abgelehnt. Der Artikel ist ein Schlüsseltext der neueren Germanistik. Er erklärt, warum wir im 21. Jahrhundert so besessen von detailreichen Welten sind (egal ob Mittelerde, Westeros oder das historische Berlin). Baßler zeigt auf, dass der moderne Leser nicht mehr nach einer „Botschaft“ sucht, sondern nach einer **Welt, die so komplex ist wie die eigene**. …

Tags: Fantastik->, Film(e)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Serie(n)->, TV->, TV->Serie(n)->, {04.1} Bestand/Digital

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3.

J.M. Huber

Bachelorseminar: Interaktionen zwischen Kulturen (2016). Bachelorarbeit

Abstract: Die Bachelorarbeit befasst sich mit einem der zentralen Themen der deutschsprachigen Tolkien-Forschung: der Frage, wie die sprachliche Gestaltung die Wirkung eines fiktiven Mythos beeinflusst. Die Arbeit ist in zwei Hauptteile gegliedert: die theoretische Einordnung des „Phänomens Tolkien“ und die praktische Analyse der deutschen Übersetzungen. Huber untersucht Tolkiens Theorie aus seinem Essay *“On Fairy-Stories“*. Es geht darum, wie Tolkien eine Welt erschuf, die eine eigene innere Logik und historische Tiefe (Philologie, Genealogie, Geographie) besitzt. Die Arbeit analysiert Tolkiens Bestreben, den angelsächsischen Völkern eine verlorene Identität durch ein künstlich erschaffenes Epos zurückzugeben. Warum wirkt Mittelerde so „echt“? Huber zeigt auf, dass dies durch die archaische Sprache und die Verknüpfung mit nordischen und germanischen Sagenmotiven (z. B. aus der *Edda* oder dem *Beowulf*) geschieht. Der Kern der Arbeit liegt im Vergleich der beiden maßgeblichen deutschen Fassungen von *Der Herr der Ringe*: 1. **Margaret Carroux (1969/1970):** Diese Übersetzung entstand in enger Abstimmung mit Tolkien selbst. Huber analysiert die philologische Genauigkeit und den eher gehobenen, zeitlosen und oft archaischen Ton, der den mythologischen Charakter des Originals bewahrt. 2. **Wolfgang Krege (2000):** Diese Neuübersetzung versuchte, das Werk zu „modernisieren“ und die unterschiedlichen Sprachebenen (z. B. die bodenständige Sprache der Hobbits) stärker hervorzuheben. Huber bewertet den „Wirkungsvergleich“ wahrscheinlich an konkreten Beispielen: Ein klassischer Punkt ist die Anrede von Frodo durch Sam. Carroux wählt das traditionelle **“Herr“** (für „Master“), während Krege das moderne **“Chef“** wählt. Huber arbeitet heraus, wie Kreges Wortwahl den mythologischen Kontext zugunsten einer (umstrittenen) Modernität bricht. Während Carroux einen einheitlicheren, epischen Stil pflegt, nutzt Krege teils flapsige Umgangssprache. Die Arbeit bewertet, ob dadurch die „Ehrfurcht“ vor dem Mythos verloren geht oder ob die Geschichte dadurch nahbarer wird. Die Übertragung von Eigennamen und geografischen Bezeichnungen wird auf ihre lautmalerische und etymologische Treue zum Original geprüft. Die Arbeit nutzt die Komparatistik , um zu zeigen, dass Übersetzung nicht nur ein bloßer Transfer von Wörtern ist, sondern eine Interpretation des gesamten Weltentwurfs. Die Debatte „Carroux vs. Krege“ ist ein Paradebeispiel für die Übersetzungstheorie. Hubers Fokus auf den „Mythos“ ist besonders schlüssig, da er aufzeigt, dass eine zu moderne Sprache die „Patina“ und damit die Glaubwürdigkeit eines fiktiven Mythos zerstören kann. Die Arbeit punktet dort, wo sie nachweist, dass Tolkiens Werk als **Gesamtkunstwerk** aus Sprache und Mythos begriffen werden muss. Eine Übersetzung, die nur die Handlung überträgt, aber den Tonfall ändert, verändert zwangsläufig das Wesen des Mythos. Wenn Sie sich für die Arbeit interessieren, ist sie vor allem dann wertvoll, wenn Sie verstehen wollen, **warum** sich die beiden deutschen Fassungen so unterschiedlich anfühlen. Huber kommt wahrscheinlich zu dem Schluss, dass die Carroux-Übersetzung dem mythologischen Anspruch Tolkiens gerechter wird, während Krege eher einen modernen Abenteuerroman im Blick hat. …

Tags: Geographie->, Geographie->fiktiv->, Geographie->fiktiv->Mittelerde->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, {04.1} Bestand/Digital, Übersetzung(en)->, Übersetzung(en)->literarische

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4.

Astrologie
A. Richards und S. Miller

Bibliothek der Esoterik (2021), TASCHEN

ISBN 978-3-8365-8523-1

Abstract: Das Buch ist eine visuelle Reise durch die Geschichte und Symbolik der Astrologie. Anstatt eine trockene Anleitung zur Berechnung von Horoskopen zu sein, fungiert dieser Band als kuratierte Kunstgeschichte der Astrologie. Das Buch spannt den Bogen von antiken ägyptischen Tempeln und mittelalterlichen Manuskripten bis hin zur modernen, zeitgenössischen Kunst. Es zeigt, wie die Menschheit seit Jahrtausenden versucht, die Ordnung des Kosmos im Irdischen zu spiegeln. Jedes der zwölf Sternzeichen wird ausführlich beleuchtet – nicht nur durch Text, sondern durch eine enorme Vielfalt an Illustrationen aus verschiedenen Epochen. Auch die Bedeutung der Himmelskörper und die Struktur des astrologischen Haussystems werden ästhetisch aufbereitet. Das Buch untersucht, wie Astrologie die Kunst, die Psychologie (z. B. C.G. Jung) und die Populärkultur beeinflusst hat. Während Jessica Hundley die Reihe herausgibt, stammen die begleitenden Texte meist von der Autorin **Andrea Richards**. Diese sind informativ und essayistisch gehalten, aber der Fokus liegt eindeutig auf dem Bildmaterial. Wie von Taschen gewohnt, ist die Druckqualität exzellent. Das Buch ist ein „Coffee Table Book“ par excellence – Goldfolienprägung, schweres Papier und lebendige Farben. Für Künstler, Designer und Esoterik-Interessierte bietet das Buch einen fast unerschöpflichen Fundus an Symbolik und Bildsprache.Es wird nicht nur die westliche Astrologie betrachtet; die Einflüsse sind global und zeitübergreifend. Wer lernen möchte, wie man ein Geburtshoroskop präzise berechnet oder tiefgreifende Aspektlehre betreibt, wird enttäuscht sein. Es ist eine *Kulturgeschichte*, kein technisches Handbuch. Aufgrund der Qualität ist das Buch sehr schwer und unhandlich für das Lesen im Bett oder unterwegs – es möchte auf einem Tisch liegen und bewundert werden. Das Buch ist ein absolutes Muss für **Sammler**, die eine Leidenschaft für visuelle Kultur und das Okkulte haben. Es ist weniger ein Werk für „Astrologie-Studenten“ im technischen Sinne, sondern vielmehr für **Ästheten**, die verstehen wollen, wie die Sterne unsere Vorstellungskraft über die Jahrhunderte geprägt haben. …

Tags: Esoterik->, Esoterik->Astrologie, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.0} Bestand/Papier

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):

1.

Fiktionskritik: Überlegungen zur ‚Unwahrheit‘ des literarischen Erfindens.

Geschichte der Fiktionalität: Diachrone Perspektiven auf ein kulturelles Konzept (2018), J. Franzen, P. Galke-Janzen, F. Janzen, M. Wurich (Hrsg.), Ergon: 269–284

ISBN 978-3-95650-427-3

Abstract: Fiktionalität bedeutet Freiheit: Indem ein Autor einen Text als ‚fiktional‘ mar-kiert, erwirbt er sich das Recht, bestimmte Lizenzen in der Darstellung wahrzunehmen. Der Verfasser eines fiktionalen Textes ‚darf‘ mehr als der Verfasser eines faktualen Textes. Ein Romancier muss sich nicht an dieselben Regeln halten wie eine Journalistin, ein Theaterautor hat mehr Freiheiten als eine Historikerin. Diese Freiheit beruht auf dem Versprechen, das fiktionale Texte ihren Lesern in einer konventionalisierten Kommunikationssituation vermitteln: Für die bedeutsamen Elemente der hier dargestellten Handlung (und das heißt in den meisten Fällen für die Protagonisten) existieren keine Referenten in der Alltagswirklichkeit – es handelt sich um erfundene Figuren. …

Tags: Fiktion(s/en)->, Fiktion(s/en)->-alität, Fiktion(s/en)->-kritik, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur

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2.

Schriftenreihe des Graduiertenkollegs 1767 4 (2018), D.J. Franzen, P. Galke-Janzen, F. Janzen, M. Wurich (Hrsg.), Ergon

ISBN 978-3-95650-426-6 978-3-95650-427-3

Abstract: Das literarische Erfinden von Figuren, Orten und Ereignissen – das Hervorbringen fiktionaler Erzählungen – gehört zu den wichtigsten Kulturtechniken der Menschheit. Die Beiträge des Bandes stellen aus jeweils unterschiedlichen disziplinären Perspektiven die Frage nach der Geschichtlichkeit der Fiktionalität. Wurden schon zu allen Zeiten und in allen Kulturen erfundene Geschichten erzählt? Oder gibt es einen literaturhistorischen Moment, in dem diese Praktik erst ‚entdeckt‘ oder ‚erfunden‘ werden musste? Welchen Status hatte das literarische Erfinden in der Antike, im Mittelalter oder in der Neuzeit? Wie verhielt es sich in nicht-westlichen Kulturen? Ausgehend von diesen Fragen werden vor allem theoretische und methodische Probleme diskutiert, die mit dem großen Projekt einer „Geschichte der Fiktionalität“ einhergehen. Diese betreffen den Quellenstand, die Rolle der Medien oder Wertungskontroversen. Gleichzeitig bieten die Beiträge konkrete fiktionshistorische Erkenntnisse zu ihrem jeweiligen Forschungsfeld. Dieser Band (herausgegeben von J. Franzen, P. Galke-Janzen, F. Janzen und M. Wurich) ist das Ergebnis einer Tagung am Freiburg Institute for Advanced Studies. Er verfolgt einen **diachronen Ansatz**, das heißt, er betrachtet die Entwicklung des Erzählens durch die Jahrhunderte. Die Leitfrage ist, ob Menschen schon immer „fiktional“ erzählt haben oder ob dies eine Erfindung der Neuzeit ist. Die Autoren zeigen, dass das, was wir heute unter Fiktion verstehen (die Erlaubnis zu „lügen“, ohne dass es eine Lüge ist), historisch hart erkämpft wurde. Wolfgang Rösler untersucht die Entstehung des Fiktionalitätsbewusstseins im griechischen Drama. Henrike Manuwald und Sebastian Holtzhauer diskutieren, wie im Mittelalter mit „Wahrheit“ umgegangen wurde (z. B. in Visionen oder Berichten über Drachen), wo die Trennung von Fakt und Fiktion oft noch unscharf war. Johannes Franzen selbst steuert einen wichtigen Beitrag zur **Fiktionskritik der Gegenwart** bei. Er analysiert, warum das literarische Erfinden heute oft wieder skeptisch betrachtet wird (z. B. der Vorwurf der Belanglosigkeit gegenüber dem „echten Leben“). Der Band fungiert als methodisches Laboratorium für die damals neue Forschungsrichtung des GRK „Faktuales und fiktionales Erzählen“. Man bekommt keinen monolithischen Text, sondern Einblicke von der klassischen Philologie über die Mediävistik bis zur modernen Literaturwissenschaft. Während viele Fiktionstheorien (wie die von Genette oder Searle) sehr abstrakt und zeitlos sind, zeigt dieser Band, dass Fiktion eine **Kulturtechnik** ist, die sich wandelt. * **Brückenschlag:** Er verbindet theoretische Fiktionsforschung mit konkreten Analysen (z. B. wie ein mittelalterlicher Leser mit Wunderberichten umging). Wie bei Sammelbänden üblich, bleiben Lücken. Es ist keine lückenlose Chronik, sondern eine Sammlung von Schlaglichtern („Perspektiven“). Der Band ist deutlich stärker an ein Fachpublikum gerichtet als Franzens spätere Monographie. Die Einleitung ist theoretisch sehr dicht. Wenn man sich für die **theoretische Herleitung** und die **historischen Wurzeln** (v. a. Antike und Mittelalter) interessierst, ist der **Sammelband von 2018** die richtige Wahl. Er zeigt hervorragend, dass „Fiktion“ kein stabiler Begriff ist, sondern je nach Epoche etwas völlig anderes bedeuten konnte. Johannes Franzens **Einzelwerk von 2022** hingegen vertieft diese Ansätze zu einer geschlossenen Theorie, konzentriert sich aber stärker auf die rechtlichen und sozialen Kämpfe um die Fiktion in der Moderne. …

Tags: Fiktion(s/en)->, Fiktion(s/en)->-alität, Fiktion(s/en)->Geschichte, Kultur(en)->, Kultur(en)->-technik, Literatur->, Literatur->Analyse, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, [01] zur Bearbeitung, {04.1} Bestand/Digital

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3.

Geschichte der Utopie: Eine Einführung
T. Schölderle

UTB 3625 (2012), UTB

ISBN 978-3-8252-3625-0

Abstract: Utopien sind Gedankenexperimente und kritische Spiegelbilder der historischen Wirklichkeit zugleich. Diese Einführung liefert einen Überblick zur Geschichte der Utopie und stellt ihre wichtigsten Entwürfe sowie ihre wesentlichen Merkmale, Ziele und Funktionsweisen vor. Auf diese Weise ergibt sich ein klares und konturenreiches Bild einer der einflussreichsten Denkströmungen der abendländischen Tradition, das von den antiken Mythen des Goldenen Zeitalters bis zu den Schreckensvisionen und den ökologischen und feministischen Modellen des 20. Jahrhunderts reicht. Behandelt werden u. a. Platon, Joachim von Fiore, Thomas Morus, Francis Bacon, Tommaso Campanella, J. G. Schnabel, William Morris und George Orwell. Schölderle strukturiert das Buch klassisch chronologisch, verknüpft dies aber mit theoretischen Vorüberlegungen zur Definition des Begriffs. Das Buch beginnt mit der Klärung, was eine Utopie überhaupt ist. Schölderle unterscheidet zwischen der Utopie als literarischem Genre (der Reisebericht zu einem fernen Ort) und dem utopischen Denken als politischer Programmatik. Er analysiert Platons *Politeia* als den philosophischen Vorläufer, auch wenn der Begriff „Utopie“ damals noch nicht existierte. Ein zentrales Kapitel widmet sich dem Namensgeber. Schölderle analysiert Morus’ *Utopia* (1516) im Kontext des Humanismus und erklärt die Doppeldeutigkeit von *Outopia* (Nicht-Ort) und *Eutopia* (glücklicher Ort). Hier werden die „Staatsromane“ von Tommaso Campanella (*Der Sonnenstaat*) und Francis Bacon (*Neu-Atlantis*) behandelt, die stärker von Religion bzw. Wissenschaft geprägt sind. Dies ist ein entscheidender theoretischer Punkt im Buch. Schölderle beschreibt den Wandel im 18. Jahrhundert: Die Utopie liegt nun nicht mehr an einem fernen, unentdeckten Ort (Raum), sondern in der Zukunft (Zeit). Die Sozialutopien (z. B. von Fourier, Owen oder Saint-Simon) und die kritische Auseinandersetzung von Marx und Engels mit dem „utopischen Sozialismus“ stehen hier im Fokus. Das 20. Jahrhundert wird vor allem durch das Umschlagen der Hoffnung in die Warnung charakterisiert. Schölderle geht auf die klassischen Dystopien (Orwell, Huxley) ein und diskutiert das „Ende der Utopie“ nach dem Scheitern totalitärer Ideologien. Schölderle betont, dass Utopien weniger über die Zukunft aussagen als über die Mängel der Gegenwart, in der sie geschrieben wurden. Ein wiederkehrendes Thema ist das Spannungsfeld zwischen der vollkommenen Ordnung in Utopien (die oft Züge von Totalitarismus trägt) und der individuellen Freiheit. Als UTB-Band ist das Buch explizit für Studierende geschrieben. Es ist klar strukturiert, verwendet eine präzise Sprache und vermeidet unnötigen Jargon. Auf knapp 250 Seiten gelingt ein Parforceritt durch über 2000 Jahre Geistesgeschichte, ohne den roten Faden zu verlieren. Besonders wertvoll ist die Unterscheidung zwischen verschiedenen Utopie-Typen (Raum vs. Zeit, Staatsroman vs. politisches Manifest). Schölderle integriert auch modernere Debatten und zeigt, dass utopisches Denken trotz aller Krisen ein anthropologisches Grundbedürfnis bleibt. Wie die meiste Literatur zu diesem Thema konzentriert sich Schölderle fast ausschließlich auf die westliche/europäische Tradition. Außereuropäische Entwürfe einer idealen Gesellschaft fehlen weitgehend. Aufgrund des Einführungscharakters können einzelne Werke (wie etwa Bacons *Neu-Atlantis*) nur schlaglichtartig beleuchtet werden. Wer eine tiefenpsychologische oder detaillierte literaturwissenschaftliche Analyse sucht, muss zu Spezialliteratur greifen. Thomas Schölderles Einführung ist **das ideale Einstiegswerk** für alle, die sich einen soliden Überblick über die Geschichte und Theorie der Utopie verschaffen wollen. Es eignet sich hervorragend für Studierende der Politikwissenschaft, Geschichte, Soziologie oder Literaturwissenschaft sowie für interessierte Laien. Es bietet eine klare Orientierung in einem Feld, das oft zwischen Träumerei und politischer Gefahr oszilliert. …

Tags: Utopie(n)->, Utopie(n)->-theorie, [08] Import BookCat, {04.0} Bestand/Papier

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