Bibliotheca Universitas Phantastica #78 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 11. März 2026

MEin ruhiger Tag, aber trotzdem mit interessanten Büchern unterlegt. So kam der neue Eisfeld endlich um die Ecke, der Sozialwissenschaft und Science Fiction behandelt, und Traumkulturen und Deutungen sozialer Wirklichkeiten im Europa von Renaissance und Barock hat mich schon längere Zeit fasziniert. Der Traum spielt ja auch in der Phantastik keine unwichtige Rolle. Bei Humboldt & Mommsen habe ich das Buch um lächerliche 10,00 Euro gefunden und für die Bibliothek eingekauft. Neuwertig. Bei Amazon kostet der Wälzer fast 115,00 Euro und selbst in der Kindle-Version noch fast 70,– Euro. Manchmal hat der Mensch ja auch Glück. Ich hoffe, euch ist es heute auch gut gesinnt. …

Übrigens: Für Interessenten dürfte es noch Exemplare dort geben – man muss nur schnell sein, also los …


Neuzugänge:

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1.

Sozialwissenschaft und Science Fiction: Dokumente eines „Doppellebens“: Zum 85. Geburtstag des Autors
R. Eisfeld

(2026), D. von Reeken (Hrsg.), Reeken, Dieter von

ISBN 978-3-911230-23-0

Abstract: Vorwort des Herausgebers Einleitung I. Ein Doppelleben – wie geht das, wie kam das? II. London 1957: Lauwarmes Ale, eine Rede – und die Folgen III. Frankfurt 1968, Osnabrück ab 1974: “Join IPSA and See the World” IV. „Mondsüchtig“ und andere Volltreffer V. Ausklang Register / Drucknachweise Rainer Eisfeld ist mit mittlerweile fünf Büchern, vier davon über Science Fiction, seit zwanzig Jahren „Hausautor“ des Verlags Dieter von Reeken. 1957, im Alter von 16 Jahren, vertrat er den Science Fiction Club Deutschland beim SF-Worldcon in London mit einer aufsehenerregenden Rede. Er brachte die „Science Fiction Times“ nach Deutschland, übersetzte Romane von Asimov, van Vogt, Jack Williamson, Henry Kuttner, war aktiv im Fandom jener Jahre, schrieb darüber später das Standardwerk „Die Zukunft in der Tasche“. Nach Studium und Promotion wurde er 33-jährig auf die Professur für Politikwissenschaft an der neu gegründeten Universität Osnabrück berufen. Wieder engagierte er sich vielfältig, wurde auf Grund seiner Bücher – „Mondsüchtig“ (1996) über die Verwicklung der Peenemünder V 2-Ingenieure in das Sklavenarbeitsprogramm des NS-Regimes; „Pluralism“ (2006) über demokratische Theorie und Praxis – in das Kuratorium der KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora berufen, danach als Vertreter der Forschungsausschüsse in den Vorstand der International Political Science Association gewählt. Stets blieb er dem Vorhaben einer Demokratisierung von Universitäten und Gesellschaft verpflichtet, setzte sich dafür vor Ort wie in zahlreichen Veröffentlichungen ein. Überdies kehrte er zurück zur Auseinandersetzung mit Science Fiction. Nun entstanden seine kritischen van Vogt-Ausgaben für Wolfgang Jeschkes Bibliothek der Science Fiction-Literatur sowie zahlreiche Aufsätze im „Science Fiction Jahr“, der „SF Times“ und dem „Quarber Merkur“. Zu seinem 85. Geburtstag zeichnet der hier vorgelegte Band als farbiges, anschauliches Zeitdokument mit einer Vielfalt von Dokumenten und Texten Eisfelds Lebensweg nach. … (Amazon)

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2.

Traum und res publica: Traumkulturen und Deutungen sozialer Wirklichkeiten im Europa von Renaissance und Barock

Colloquia Augustana 26 (2008), P. Schmidt, G. Weber (Hrsg.), Akademie Verlag

ISBN 978-3-05-004568-9

Abstract: Der Band analysiert die Bedeutung von Träumen, deren Interpretation bis zum 17. Jahrhundert noch stark in der Kontinuität antiker Vorgaben stand, wie die Editionen klassischer Traumdeutungsbücher in Renaissance und Barock belegen. In einer gesamteuropäischen Perspektive wird dabei deutlich, wie im Verlauf des 17. Jahrhunderts diese aus der Antike reichende Tradition an Relevanz einbüßte, da beispielsweise geträumte Herrschaftslegitimationen, die seit dem Altertum vorwiegend in nächtlich vermittelten Botschaften übermittelt wurden, an Bedeutung verloren. Trotz der überkonfessionellen Verurteilung der Traumkultur als heils- und seelengefährend lässt sich beobachten, dass gerade in Krisenzeiten bedrängte Gläubige von ihrer Erlösung und der ihrer Kirche träumten. Gleichzeitig ist jene wachsende Individualisierungstendenz der Traumkultur zu konstatieren, wie sie sich in der Aufklärung ausformte und wie sie uns heute vertraut ist. …

Tags: Epoche(n)->, Epoche(n)->Barock, Epoche(n)->Renaissance, Traum->, Traum->-deutung, Traum->-kultur, {04.0} Bestand/Papier

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):

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Abstract: Der Begriff Fiktion wird umgangssprachlich in vielerlei Lebenszusammenhängen verwendet, ohne dass er im Vornhinein genau definiert würde. Es steht nicht eindeutig fest, zu welchem anderen Begriff er im logischen Gegensatz steht. Es bieten sich verschiedene Wörter an, wie etwa Realität, Wahrheit, Empirische Erfahrung die sich vage unter dem Begriff Non-Fiktion zusammenfassen lassen. Diese Verschwommenheit im Sprachgebrauch zeugt von der Schwierigkeit, das Gegensatzpaar Fiktion – Non-Fiktion präzise zu definieren. In den Naturwissenschaften spielen Gedankenexperimente – eine besondere Form von Fiktionen! – eine wichtige Rolle bei der Veranschaulichung von wissenschaftlichen Theorien, Gesetzmässigkeiten und Hypothesen. Auch bei der Rechtssetzung werden Fiktionen verwendet mit dem Ziel kohärente Regeln des Zusammenlebens zu entwickeln. In der Soziologie behalf sich bereits Max Weber des Begriffs der Idealtypen, um gesellschaftliche Zusammenhänge intelligibel zu machen. In der Soziologie ist oft die Rede von unausgesprochenen symbolischen Vorstellungen, die stillschweigend jeder Gesellschaft zugrunde liegen und die von ihren Menschen als selbstverständlich hingenommen werden. In diesem Zusammenhang seien die Arbeiten von Alfred Schütz genannt, der in seinem Aufsatz „Don Quichotte und das Problem der Realität“ (Schütz, S. 155 ff) das komplexe Ineinanderwirken von drei Vorstellungswelten – der literarischen, der lebensweltlichen und der individuellen – am Text von Cervantes veranschaulicht. …

Tags: Fiktion(s/en)->, Fiktion(s/en)->Non-, Fiktion(s/en)->fiktionale Texte, Kunst->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.1} Bestand/Digital

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