Film, TV und Video #12 – Phantastik am Bildschirm: A Lifetime full of Fantasy – Sassan Niasseri
t.sebesta
Science Fiction - Intern
Sassan Niasseri A Lifetime full of Fantasy Schüren, Marburg (2021) ISBN 9783741003967
Das phantastische Kino: Aufstieg, Fall und Comeback
Es ist eine Spurensuche von Sassan Niassari von 1978 bis heute. Eine Spurensuche, welche nach einem Höhenflug zunächst einen Absturz verzeichnen muss, jedoch dann einen neuen Höhenflug verzeichnen konnte. Was waren die Gründe dafür, dass das phantastische Kino eine derart große Wellenbewegung in seiner Popularität durchmachen musste? …
Ab Ende der 70er-Jahre begann das literarisch sehr erfolgreiche „Sword and Sorcery“-Genre ins Kino zu übersiedeln. Das zunächst sehr erfolgreiche Film-Genre musste aber Ende der 80er-Jahre einen gewaltigen Rückschlag hinnehmen – nein, eigentlich drei Rückschläge. Jim Hensons „Der dunkle Kristall“, David Lynchs „Der Wüstenplanet“ und Ridley Scotts „Legende“. Sie galten alle drei als Misserfolge und in den Jahren danach war das Interesse der Studios derart gering, dass das Genre am Boden lag. Erst zur Jahrtausendwende sorgen Harry Potter und die Tolkien-Verfilmungen wieder für einen Höhenflug der Fantasy im Kino. …
Im Erscheinungsjahr dieses Buches feiern die drei größten Fantasy-Adaptionen der Neuzeit ihre Jubiläen: Der erste „Herr der Ringe-Film, „Die Gefährten“, wird 20 Jahre alt, genau wie „Harry Potter und der Stein des Weisen“. Und die erste Staffel von „Game of Thrones“ wurde vor zehn Jahren ausgestrahlt. Alle drei Geschichten werden nun im Kino und Fernsehen weitererzählt. Die Gemeinde kann es kaum erwarten. Dies ist ein Bericht vom Aufstieg und Untergang des Fantasy-Genres – und seiner Renaissance ab der Jahrtausendwende …
Auszug 'Einleitung', Seite 9-12
Neben den bereits erwähnten Filmen ist auch „Conan, der Barbar“, „Die unendliche Geschichte“, „Drachentöter, Taran und der Zauberkessel“ und einige andere Produktionen im Fokus der Betrachtung. Interessant sind auch die Interviews mit Ralph Bakshi, David Bennet, Sven-Ole Thorsen, Tami Stronach, Klaus Doldinger, Phil Tippett und John Carpenter. Literaturverzeichnis, Titel- und Namensverzeichnis sind ausführlich präsent. Jedenfalls ein interessantes Buch, selbst wenn man nicht den Film als Schwerpunkt seiner Interessen sieht. …
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[biographisches] Sassan Niasseri bei Schüren
Sassan Niasseri studierte Diplom-Psychologie an der Freien Universität Berlin. Er volontierte beim Stadtmagazin «Tip», wo er danach als Literatur-Redakteur arbeitete. Er ist Gesamt-Redaktionsleiter der Webseiten von «Rolling Stone» und «Musikexpress».…
Der Film- und Serien-Podcast von Rolling Stone, Deutschlands legendärem Kulturmagazin. Alle 14 Tage sprechen die Redakteure Sassan Niasseri und Arne Willander über Neuerscheinungen und Klassiker aus der Kino- und Fernsehwelt…
[Podcast] Fantasy-Special: „A Lifetime Full of Fantasy“: Game of Thrones, Conan, Herr der Ringe und mehr – von Freiwillige Filmkontrolle – aufpodcast.de
Gespräch über das Buch „A Lifetime Full of Fantasy: Das Phantastische Kino – Aufstieg, Fall und Comeback“…
Ich brauchte unbedingt Reviews klassischer Horror-Filme und habe daher in meinem Fundus etwas gestöbert – und auch gefunden. Zwar schon etwas älter, aber immer noch interessant. …
Diese Analyse der Filme „Terminator“ und „Terminator 2 – Judgment Day“ favorisiert im Gegensatz zur Handlung der Filme das Modell der Zirkularität. Die Filme vermitteln den Eindruck der zeitlichen Linearität. …
Die zweitägige Tagung „Space Agency“, welche vom 19. bis 20. Mai 2017, am Seminar für Filmwissenschaft der Freien Universität in Berlin stattfand, sondierte, wie der Perspektivenwechsel zu konzeptualisieren sei. Der Tagungsband dazu liegt nun hier vor. …
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
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