Film, TV und Video #11 – Phantastik am Bildschirm: Space Agency – Tobias Haupts / Christian Pischel (Hrsg.)
t.sebesta
Science Fiction - Intern
Tobias Haupts / Christian Pischel (Hrsg.) Space Agency Transcript, Bielefeld (2021) ISBN 9783837639964
Medien und Poetiken des Weltraums
Space Race – der Wettlauf ins All – eine historische Epoche. Sie unterscheidet sich jedoch stark von der derzeitigen Historizität des Medienkomplexes Weltraum. Die zweitägige Tagung „Space Agency“, welche vom 19. bis 20. Mai 2017, am Seminar für Filmwissenschaft der Freien Universität in Berlin stattfand, sondierte, wie der Perspektivenwechsel zu konzeptualisieren sei. Der Tagungsband dazu liegt nun hier vor. …
Das Wissen, Hoffen und die Praxis des Space Age muss Anbetracht der heutigen Welle von Science Fiction-Filmen und -Serien, der spektakulären Exploration des Alls und Erfahrung und Begriff einer vom Kosmos eingefassten Globalität neu betrachtet werden. Dies versucht dieser Band…
Die hier versammelten Artikel decken somit ein breites Spektrum virulenter Fragen ab: Wie verhält sich der gegenwärtige „Weltraum“ zu den Ikonographien, die die visuelle Kultur des 20. Jahrhunderts geprägt haben? Welche Muster lassen sich in den heutigen Medientechniken, Dramaturgien und Poetiken feststellen? Welche Handlungspotentiale liegen in den Bildkaskaden des „Weltraums“, die zwischen Dokumentation, Berichterstattung und Genrefilm, zwischen Propaganda, Unterhaltung und visueller Wissensproduktion zirkulieren? Und in welchem Verhältnis stehen sie zu einer Gegenwart, die sich erneut von der Denkfigur des Globalen zu entfernen scheint? Auf diese Ausgangsfragen möchte der Band erste Antworten geben. …
Auszug 'Space Agency…', Seite 7-21
Planetare Kommunikation, die Unbestimmtheit in der Bildpolitik des sowjetischen Raumfahrtprogramms, die jüngetsen Inszenierungen der Raumfahrt im russischen Kino, Verdunklungspraxis innerhalb der politischen Meinungsbildung, das Raumschiff Erde, neue Sinn- und Handlungshorizonte des Ganzen der Erde, der Weltraum als Archiv, der Weltraumfilm als Ableitung des US-amerikanischen Abenteuerfilms, Sinn- und Bedeutungspotentiale des Weltraums, ein Blick auf die Serienproduktion von „The Expanse“ und die Zukunft der Weltraumberichterstattung – das alles in einem Buch…
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[Artikel] Wettlauf ins All in der WIKIPEDIA
Als Wettlauf ins All (auch Space Race) wird der Wettbewerb in den 1950er und 1960er Jahren zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion um Pionierleistungen und Vorherrschaft in der Raumfahrt bezeichnet. …
[biographisches] Tobias Haupts bei Transcript-Verlag
Tobias Haupts (Dr. phil.) ist Film- und Medienwissenschaftler. Zuletzt Gastprofessor für Filmwissenschaft am Seminar für Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin. …
Ich brauchte unbedingt Reviews klassischer Horror-Filme und habe daher in meinem Fundus etwas gestöbert – und auch gefunden. Zwar schon etwas älter, aber immer noch interessant. …
Diese Analyse der Filme „Terminator“ und „Terminator 2 – Judgment Day“ favorisiert im Gegensatz zur Handlung der Filme das Modell der Zirkularität. Die Filme vermitteln den Eindruck der zeitlichen Linearität. …
Die zweitägige Tagung „Space Agency“, welche vom 19. bis 20. Mai 2017, am Seminar für Filmwissenschaft der Freien Universität in Berlin stattfand, sondierte, wie der Perspektivenwechsel zu konzeptualisieren sei. Der Tagungsband dazu liegt nun hier vor. …
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
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