Universitas Phantastica – Info, Quellen, Hinweise #19 – German SF Wiki – eine Chance?
t.sebesta
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GermanSFWiki ist ein Projekt zum Aufbau eines Nachschlagewerkes…
Seit November 2023 sind über 280 Artikel in deutscher Sprache entstanden …
Das German SF Wiki basiert auf dem Prinzip der Wikipedia und ist als Nachschlagewerk für Informationen aus den verschiedenen Bereichen von Science Fiction, Fantasy und Phantastik gedacht. Viele wertvolle Informationen liegen auf privaten Servern und gehen potentiell mit deren Abmeldung verloren. Hier können sie langfristig erhalten bleiben. Alle Inhalte unterliegen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Ein Projekt wie dieses lebt natürlich von den Menschen, die es mit Leben füllen, daher sind alle Freundinnen und Freunde der phantastischen Genres eingeladen, hier ihr Wissen zu hinterlegen oder aber bestehende Beiträge zu korrigieren oder zu ergänzen.[…]
Freunde der Science-Fiction im deutschsprachigen Raum. Heinz J. Baldowé (Düsseldorfer), Walter Jost (Mönchengladbach), Fabian-Alexander Lipki (Düsseldorf) haben ein WIKI-Projekt gestartet, dass, wie ich glaube, es wert ist unterstützt zu werden.
JA, ich gebe zu, ein WIKI ist nicht gerade der letzte Schrei, aber es ist eine Chance eine Wissensbank zu bekommen, die leicht zu erreichen und vor allem leicht zu befüllen ist.
JA, es gibt eine WIKIPEDIA. Ich sehe allerdings das German SF WIKI nicht als Konkurrent, sondern als Ergänzung. Die Arbeit bei WIKIPEDIA ist, auf alle Fälle bei Neulingen, nicht gerade prickelnd. So kann man „German SF WIKI“ auch als Sandkiste für Interessierte sehen, das WIKI-Konzept kennenlernen wollen, um Fertigkeiten zu erlernen, die später auch in anderen Wikis einzusetzen eingesetzt werden könnten.
JA, eine Mitarbeit in einem WIKI kann auch Zeit kosten, aber Zeit die man sich einteilen kann. Heute vielleicht ein neuer Artikel, morgen vielleicht nur eine kleine Korrektur und das nächste Mal vielleicht die Ergänzung einer bestehenden Liste. Wenn das viele so handhaben, wird aus einem kleinen WIKI bald eine große Wissensbank, in der es Spaß macht, zu recherchieren.
JA, manchmal ist es auch tricky in einem WIKI etwas einzustellen, aber hinter dem WIKI stehen viele Personen, die ein Auge darauf haben, dass es so geschieht, wie es in den Erstellungsvereinbarungen vorgesehen ist. Es stehen nämlich ALLE dahinter. Neulinge werden unterstützt bei der Aneignung der Fertigkeiten, und zwar unter „learnig by doing“. Jene, die es besser können korrigieren und dadurch kann man jederzeit sehen, wie’s besser geht. Alles nach der Devise: „Sei nicht zaghaft, trau dich was“.
JA, in einem WIKI werden so manche Dinge ausdiskutiert und das kann auch anstrengend sein, aber ein WIKI kann auch ein Treffpunkt Gleichgesinnter sein, die ein Ziel verfolgen. Das kann eine sehr interessante Erfahrung darstellen und so mancher hat durch die Diskussionen hinter den Kulissen mehr gelernt als im regulären Betrieb des WIKIs.
Also, gebt euch einen Ruck und seht mal beim „German SF WIKI“ vorbei. Um mitmachen zu können, müsst ihr euch eigentlich nicht einmal registrieren. Auch Anmeldungen sind mal grundsätzlich anonym. Es ist schon alleine interessant, das Wachsen des WIKIs mitzuverfolgen. Vielleicht findet ihr dann auch eine thematische Nische, die ihr glaubt, ausfüllen zu können und wagt den praktischen Einstieg.
Ich persönlich habe beschlossen, das WIKI mit meiner Expertise zur Sekundärliteratur zu unterstützen. Ich werde immer mal wieder Artikel hinzufügen, verbessern oder korrigieren. Ich denke, das ist mir die Sache zeitmäßig wert.
Die Einladung steht – kommt vorbei und seht euch die Sache einmal an – es kann ja nicht schaden …
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
„Was passiert mit den unzähligen Nachlässen verstorbener Nicht-Bestseller schreibender, phantastischer Autoren im deutschsprachigen Umland?“ Die Frage beantwortet sich in der Regel mit: „Sie gehen verloren!“ […]
Somit ist wieder einmal ein Wahlgang zu Ende gegangen und er hat erstmalig auch eine Kategorie für den „Besten deutschsprachigen Sachtext zur SF mit Erstausgabe 2022“ gebracht. […]
Wer von unseren Freunden der Science Fiction- und oder Fantasy-Literatur möchte 2-3 Halbtage/Woche während der Öffnungszeiten in geringfügiger Beschäftigung mitarbeiten? […]
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