Science Fiction #121 – realistische Spekulation über Möglichkeiten: Philosophische Betrachtungen zum Außerirdischen – Karim Akerma / Gerd Maximovic
t.sebesta
Science Fiction - Intern
Karim Akerma / Gerd Maximovic Philosophische Betrachtungen zum Außerirdischen Junghans, Cuxhaven & Dartford (1996) ISBN 3926848626
Kommunikation mit extraterrestrischer Intelligenz (ETI) als Topos praktischer Philosophie. Ist der Blumenbergsche Absolutismus der Wirklichkeit überwindbar?…
Karim Akerma und Gerd Maximovic, beide keine leichte Kost, zumindest für mich, aber dieses schmale Bändchen hat trotzdem einiges für sich. Akerma stellt die Frage, ob die Menschheit aus der Sicht des Weltalls bedeutungslos ist oder ob die oftmals beschworene kosmische Einsamkeit der Menschheit im All philosophisch überwindbar ist. Maximovic zeigt, dass die großen philosophischen Geister auch von den „neuen“ Gedanken beschäftigt wurden …
Akerma prüft in seinem Essay, ob das Thema „Außerirdische Intelligenz“ um einen Gegenstand ethischen Denkens handelt. Er lehnt sich dabei an Kants „Kritik der praktischen Vernunft“ an. Er wendet sich damit gegen zwei Positionen. Erstens die Position der extraterrestrischen Intelligenz als Kompensat zur sinnlosen Welt und zweitens die von H. Jonas vorgebrachte Haltung der Beschäftigung mit extraterrestrischer Intelligenz als Ablenkung von irdischen Belangen. …
In einem ersten Schritt also möchte ich die auf den ersten Blick gegebene Berechtigung einer Interpretation der Rede über Außerirdische als Mythos der Neuzeit darstellen, um sodann in einem zweiten Schritt unter Berufung auf die Wissenschaftlichkeit des Themas die Verortung in die Lebensform des Mythos als unzureichend herzustellen. …
Auszug 'Kommunikation mit ETI …', Seite 9-26
Maximovic hingegen gibt einen kleinen Überblick über die klassischen Denker und ihren thematischen Beitrag zu den Aspekten des menschlichen Geistes bezüglich des Außerirdischen. Er bespricht von Aristoteles bis Voltair und von Marc Aurel bis Giordano Bruno. Der Autor stellt den klaren Blick dieser Menschen und die vorausschauende Deutlichkeit heraus, die diese bereits in der Antike und im Mittelalter in einer beeindruckenden Schärfe zeigten …
Um diesen philosophischen Anspruch der Science Fiction zu erhärten und zu untermauern, sollen hier einige ausgewählte Autoren und „Geister“ des philosophischen Bereichs auch mit ungewöhnlichen, ja, provozierenden Vorstellungen zu Wort kommen – aber in Bereichen, die eine deutliche Berührungslinie zur Science Fiction im besten Sinne aufweisen …
Auszug 'Phantasten und Philosophen', Seite 27-46
Eine kleine Broschüre, die aber auch heute noch einiges an Überlegungen anbietet, die interessante Schlussfolgerungen zulassen. Leider auch antiquarisch kaum zu bekommen, aber wenn, dann bitte zugreifen, wenn es der Preis gestattet …
[Artikel] Außerirdische in der Philosophie. Marsmenschen wie du und ich – von Andrea Roedig – auf deutschlandfunkkultur.de
Dass die Philosophie sich mit Überirdischem beschäftigt, ist nichts Neues, aber zuweilen kommt auch Außerirdisches in ihr vor. Immanuel Kant zum Beispiel ging in seiner Schrift „Von den Bewohnern der Gestirne“ 1755 davon aus, dass durchaus die meisten der uns umgebenden Planeten belebt sein könnten und die mentalen Fähigkeiten der Bewohner umso höher seien, je weiter entfernt sie von der Sonne leben.…
Zunächst setzen wir den Weg in Mittelerde fort und sehen uns philosophischen Gedanken ausgesetzt. Dann wird ein Werk zur feministischen Utopieforschung angesprochen und zu guter Letzt lernen wir etwas über Chemie uns Science-Fiction ……
Gestern klappte es mit der versprochenen Artikellistung für „phantastisch! 99“, dazu eine Masterarbeit mit Thema „Mythen in der narrativen Religionsästhetik von Science Fiction- und Supermenschencomics“ aufgefunden und „die Sphären des Unsichtbaren in Phänomenen der Populärkultur (an den Beispielen Fantasy und Lobpreis-Musik)“ eingebracht. War ein arbeitsreicher, aber interessanter Tag in der Bibliothek. Noch dazu wirkte der Sonntag mit seiner Frage nach der unbeabsichtigten Fiktionalisierung nach – aber davon vielleicht morgen mehr …
Heute mal keine Bibliotheksberichte, sondern Fragen. Ich ging sonntags der Frage nach „Kann Fiktion unbeabsichtigt durch den Autor entstehen?“ die Antwort – meines Erachtens eindeutig. Damit komme ich in meiner Hauptfrage nach der phantastischen Provenienz religiöser Schriften ein kleines Stück weiter … Also …
Zunächst einmal die versprochene Artikellistung zu „Nova 12“. Wie schon angesprochen, der Sekundärteil zur indischen Science Fiction ist der einzige, der mir bekannt ist – derzeit. Dann passend dazu die Neuerscheinung „Nova 38“, wo mir die Primärliteratur im Sekundärteil nicht ganz einleuchtend ist. Zuletzt – ebenfalls neu – die „Blätter für Volksliteratur“. Der Artikel zu Jack Vance vom Vorgängermedium wird fortgesetzt – und ist auch noch nicht beendet. Die Artikel zu Philipp Vandenberg und John T. Sladek sind durchaus ebenfalls interessant. Dazu einige Änderungen von Flüchtigkeitsfehlern gestern. Sorry – und einen schönen Sonntag euch allen …
Besonders interessant ist das Erscheinen von „Phantastisch! Nr. 99“. Die Bezieher von „SOL“ werde diese Ausgabe kostenlos erhalten und für andere sind 199 Exemplare im Verkauf. Endlich. Damit ist die Reihe durchgehend vorhanden. Daneben ist heute das „Handbuch der Historik“ eingelangt und hier im besonderen der Artikel “ Fiktion und Fiktionalität“, der „Eine kurze Begriffsgeschichte von Fiktion und Fiktionalität“ bringt. Die Artikel für „Phantastisch!, Nr. 98 sind aufgelistet, die Artikel der übrigen angesprochenen Ausgaben muss ich noch schuldig bleiben. Werden aber nachgereicht …
Ein kleines Jubiläum – 100 Tagesberichte, gut. Zunächst mit Freude das letzte Exemplar von „Nova“, welches in der Bibliothek noch fehlte. Diese Sammlung ist jetzt komplett. Dann ein Buch dessen Artikel „Auf der Suche nach dem verlorenen Einhorn“ zu Adolfo Bioy Casares und Jorge Luis Borges mein Interesse weckte und ein Buch zum „mythischen Bewusstsein in der Literatur des 20. Jahrhunderts“ mit Artikel zu Robert Musil und zum Begriff des Mythischen. Die Artikelaufschlüsselung zu den drei Büchern liefere ich euch noch nach, versprochen – wird aber heftig …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.