Science Fiction #124 – realistische Spekulation über Möglichkeiten: Androiden – Jürgen Söring / Reto Sorg (Hrsg.)
t.sebesta
Science Fiction - Intern
Jürgen Söring / Reto Sorg (Hrsg.) Androiden Lang, Frankfurt/Main (1997) ISBN 3631306121
Zur Poetologie der Automaten – 6. Internationales Neuenburger Kolloquium 1994
Vorträge, Vorträge, Vorträge – zur Funktion und Bedeutung des Automaten für Denken, Bilden und Dichten. Aber auch die möglichen Folgen für das poetisch-literarische Verfahren aus den technischen Innovationen der sogenannten dritten technischen Revolution…
Automaten und künstlicher Mensch stehen im Schnittpunkt unterschiedlicher Diskurse. Ideengeschichte, Philosophie, Kunsthistorie, Computer-Linguistik und auch Literatur. Daher wurde das diesem Band zugrundeliegende Kolloquium pluridisziplinär konzipiert. Auch um die sogenannten „soft sciences“ oder Geisteswissenschaften und die „hard sciences“ wie Naturwissenschaften und Technologie in Beziehung zu setzen. …
Das vom Deutschen Seminar der Universität und dem Deutsch Club Neuchatel gemeinsam organisierte fünfte Internationale Neuenburger Kolloquium hat diesmal die berühmte, im Musee d’Art et d’Historie exponierten Androiden von Jaquet-Droz zum Vorwand für ein Symposium genommen, bei dem es nur bedingt um das oft schon behandelte Thema des künstlichen Menschen in der Literatur ging …
Auszug 'Vorbemerkung', Seite 7-8
Hier geht es um die Funktion und Bedeutung des Automaten. Was bedeutet er im Denken, im Bilden und im Dichten? Was für Folgen ergeben sich aus ihm durch die technischen Innovationen der dritten industriellen Revolution für das poetisch-literarische Verfahren im Besonderen? Leider sind zwei Beiträge in Französisch geschrieben. Die übrigen Beiträge sind lesbar und teilweise interessant. …
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[biographisches] Jürgen Söring auf unine.ch
Klassisch-antike und judäo-christliche Tradition (vom Renaissance-Humanismus und der Reformation bis zu den neueren Avangarden), verbunden mit poetologischen Fragestellungen in bezug auf die geschichtlich sich wandelnden Bedingungen der Möglichkeit spezifisch dichterischer Welt- und Wirklichkeits-Erfahrung.…
Androide, auch Android, (abgeleitet von altgriechisch ἀνήρanḗr „Mensch, Mann“ und εἶδοςeîdos „Aussehen“, „Gestalt“ → „einem Menschen (oder Mann) ähnlich“) ist die Bezeichnung für ein Maschinenwesen bzw. einen Roboter, der einem Menschen täuschend ähnlich sieht und sich menschenähnlich verhält. Ein Androide ist somit ein spezieller humanoider Roboter. Ein humanoider Roboter in Form einer Frau wird gelegentlich auch Androidin oder Gynoid(e) (griechisch γυνήgynḗ „Frau“) genannt. …
Es kam ziemlich protzig daher. 2,5 kg schwer und in einer Größe, dass normale Regale es nicht schlucken. 34,5 x 23,8 x 4 cm groß. Auch der Titel zeugt nicht gerade von Bescheidenheit: „The Book“ …
Zunächst setzen wir den Weg in Mittelerde fort und sehen uns philosophischen Gedanken ausgesetzt. Dann wird ein Werk zur feministischen Utopieforschung angesprochen und zu guter Letzt lernen wir etwas über Chemie uns Science-Fiction ……
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
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