[Medienhinweis] #59: Elektrische Schafe und Raumquallen: Tiere in der Science Fiction – tor-online.de
t.sebesta
Elektrische Schafe und Neonvögel
von Judith Madera auf tor-online.de
Eine interessante Betrachtung – Science Fiction mal aus einem anderen Blickwinkel …
Science Fiction ist ein Spiegel der Zeit, ersinnt bessere und schlechtere Gesellschaften, fremde Kulturen und Technologien, die Wohlstand und Verderben bringen. Doch ganz gleich, ob in einer dystopischen Zukunft oder in den Weiten des Alls – erstaunlich selten beschäftigen sich SF-Autor*innen mit einem wichtigen Teil unseres Alltags: Tieren. Ein Überblick von Judith Madera.[…]
Chajim Bloch (geboren am 27. Juni 1881 in Nagybocskó, Österreich-Ungarn; gestorben am 23. Januar 1973 in New York) war ein bedeutender chassidischer und kabbalistischer Rabbiner, Publizist und Schriftsteller. Er gilt als einer der wichtigsten Vermittler der jüdischen Mystik und Folklore im deutschsprachigen Raum des frühen 20. Jahrhunderts. Besondere Bekanntheit erlangte er durch seine literarischen Bearbeitungen osteuropäischer jüdischer Sagen – allen voran der Legende um den Golem von Prag. Mitten in den gesellschaftlichen Umbrüchen nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlichte er sein Werk „Der Prager Golem: Von seiner ‚Geburt‘ bis zu seinem ‚Tod‘“ in Wien. Bloch schuf damit kein rein fiktionales Werk, sondern sammelte, sichtete und systematisierte die verstreuten mündlichen und schriftlichen Sagen des Prager Ghettos. Dieses Essay analysiert die historische Entwicklung des Golem-Mythos, die spezifische Struktur von Blochs Erzählungen und dessen Bedeutung für das Verständnis moderner Schöpfungsmythen. …
Apropo H. C. Artmann: Wie und wo kann man H. C. Artmann in der Phantastik verorten? Hans Carl Artmann, besser bekannt als H.C. Artmann (1921–2000), gilt als einer der facettenreichsten und unkonventionellsten Köpfe der österreichischen Nachkriegsliteratur. Während er einer breiten Öffentlichkeit vor allem durch seine tiefschwarze Dialektlyrik (med ana schwoazzn tintn, 1958) im Gedächtnis geblieben ist, verbirgt sich hinter seinem Gesamtwerk ein weitaus radikaleres literarisches Projekt: Die Neudefinition und ironische Demontage der phantastischen Literatur. Für ein kulturinteressiertes Publikum eröffnet Artmanns Umgang mit dem Phantastischen einen faszinierenden Blick darauf, wie aus vermeintlich verstaubten Gruselklischees avantgardistische Sprachkunst entsteht. …
Zwei Veröffentlichungen samt ihrer enthaltenen Artikel liegen heute an. Ein Werk zur Schauerliteratur ab 1800 bringt einige Essays. Fünf Essays sind englischsprachig und daher nicht in die Bibliothek aufgenommen (die findet ihr hier). Die „Protokolle“ bringen zwei Essasy zu H. C. Artmann. Das Übernatürliche ist bei ihm von vornherein eine gesetzte, augenzwinkernde Realität, die vom Erzähler wie selbstverständlich hingenommen wird. Für interessierte Laien bietet H.C. Artmann einen hervorragenden Zugang zur modernen Literatur. Seine phantastischen Texte fordern uns nicht auf, an Geister oder Vampire zu glauben, sondern an die grenzenlose Freiheit des Erzählens. Vielleicht einen Versuch wert? …
Wer heute nach Büchern oder Filmen sucht, in denen das Unmögliche passiert, stößt unweigerlich auf den Begriff „Fantasy“. Doch im literaturwissenschaftlichen und journalistischen Kontext greift diese Gleichsetzung zu kurz. Um das Wesen der klassischen Phantastik zu begreifen, hilft der Vergleich mit epischen Elfen-Sagas erstaunlich wenig. Viel ergiebiger ist der Kontrast zu ihrer direkten Nachfahrin: der modernen Fantastik. Während beide Gattungen das Unmögliche mitten in unserer realen Welt ansiedeln, trennen sie Welten in der Art und Weise, wie ihre Figuren auf das Wunderbare reagieren. Ein Blick auf das Genre des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zeigt, wie aus der Angst vor dem Unbekannten eine moderne Lebenseinstellung wurde. …
Drei Bücher und vier wissenschaftliche Arbeiten haben sich unter dem Dach der Bibliothek eingefunden. Star Trek ist wohl eine unendliche Geschichte, das neue Fantasia-Magazin ist angekommen und ein Werk zu Helden und Heldenliedern aus dem Mittelalter. Die wissenschaftlichen Arbeiten sind mir bei der Recherche in die Hände gefallen. Themen: Alraune-Motivgeschichtliche Studien, phantastische Darstellungen in ausgewählten Werken, Wechselwirkungen zwischen Literatur und Wissenschaft bzw. die Zukunft des Schreckens in Dystopien. Recht bunt gemischt, schaut es euch an …
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