Artikelrevue #17 – Themen der Woche: 7.7. – 13.7.2019
t.sebesta
Wochenende, Wochenende – was gibt es schöneres. Hoffentlch ist das Wetter gut genug um einiges Outdoor zu unternehmen. Wenn nicht, vielleicht ein bisschen Artikel der letzten Woche schmökern. Jedenfalls, laßt es euch gut gehen …
Warum begeistern sich so viele Menschen für das Genre Fantasy? Ein Erklärungsansatz
Fantasy-Erzählungen sind erfolgreich und sprechen ein immer größeres Publikum an, unabhängig ob in Film, Serie oder Buch. Die kürzlich zu Ende gegangene Staffel der HBO-Erfolgsserie „Game of Thrones“, die auf Büchern des US-Autors George R. R. Martin und der darin kreierten Fantasy-Welt beruhen, ist dessen jüngster Ausdruck. Solche eigenen Fantasy-Welten sind keine Neuheit: Die wohl berühmteste ist die von J. R. R. Tolkien geschaffene Welt rund um „Mittelerde“. …
Pulp Treasures 13
Der amerikanische John Sinclair
Jules de Grandin
Für viele englische und amerikanische Horror-Fans hat sich jetzt ein Traum erfüllt: Der bekannteste Geisterjäger der englischsprachigen Welt, Jules de Grandin, hat endlich seine Gesamtausgabe. …
Was liest Dirk von Lowtzow, jemand, dessen Kunst oft mit dem schrecklichen Wort „Diskursrock“ umschrieben worden ist? Vor Kurzem ist „Aus dem Dachsbau“ (KiWi) erschienen, sein literarisches Debüt. Es ist ein im besten Sinn eigenartiges Buch: Eine Verbindung von autobiografischen Skizzen, der Suche nach Spuren aus einer westdeutschen Erwachsenwerdmelancholie hinaus und hinein in die Gründe der eigenen Empfindungen, zugleich ein deleuzesches Abécédaire von Schwebezuständen zwischen Alleinsein und Einsamkeit und dem Aushalten und Überwinden von Stille; nebenbei erzählt es eine Art Ideengeschichte der Band Tocotronic, die Dirk von Lowtzow zusammen mit Jan Müller und Arne Zank Anfang der Neunzigerjahre gründete. …
„Herr der Ringe“-Autor J.R.R. Tolkien war tiefgläubiger Katholik
J.R.R. Tolkiens Bücher „Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ sind weltbekannt, aber nur wenige wissen, dass er ein tiefgläubiger Katholik war. Zum Glauben des bekannten Schriftstellers hat die Wiener Kirchenzeitung „Der Sonntag“ den in Deutschland lehrenden Theologen, Philosophen und Tolkien-Kenner Thomas Fornet-Ponse befragt. Das Interview fand zu einem aktuellen Anlass statt: Seit 20. Juni läuft der Film „Tolkien“ in den österreichischen Kinos und schildert die Kindheit und Jugend des weltberühmten Schriftstellers. …
Benjamin Balints „Kafkas letzter Prozess“ ist (leider) mehr als eine Gerichtsreportage
Etwas zu besitzen bedeutet, darüber verfügen zu können. Ein Besitz ist das Gut, das jemandem gehört. Doch das, was in Besitz genommen wurde, kann sich zur Besessenheit entwickeln, kann seinen Besitzer selbst besitzen, ihn in Anspruch nehmen, was einst dem Teufel vorbehalten war. Wer besitzt wen, wer hat die Kontrolle in diesem fanatischen Belagerungsspiel? In einem Fernsehinterview mit Bernard Stiegler erklärte Jacques Derrida:
Meine diesjährigen Artikel auf Tor Online und eine kurze Vorstellung der Seite
Den Blog habe ich in letzter Zeit ziemlich vernachlässigt, was aber nicht heißt, dass ich nichts geschrieben hätte. Das ist nur alles bei Tor Online erschienen (mehr zu Tor Online gibt weiter unten). Falls jemand Interesse hat: …
Dieser neue Kanon der spekulativen Literatur ist als Vorschlag und als Hilfestellung gedacht. Tatsächlich gibt es keinen Kanon der spekulativen Literatur, zu sehr verändern sich die Schwerpunkte in den einzelnen Genres und jedes Publikum hätte gerne einen anderen Kanon. Aber ein ist Kanon nicht mit Wünschen kompatibel, auch nicht mit Verkaufszahlen oder einem Zeitgeist. Er repräsentiert stattdessen einen Querschnitt aufsehenerregender Werke. Eine Entscheidung für ein Buch ist nicht automatsch identisch mit der Ablehnung eines anderen. …
Romantasy: Alles, was du über das Genre wissen musst
Schmachten, während das Böse bekämpft wird: In der Romantasy (Romantic Fantasy) bildet eine Liebesgeschichte den Kern der fantastischen Handlung. Doch zu einem etablierten Subgenre ist sie erst in den letzten beiden Jahrzehnten avanciert, seit Gestaltwandler und Vampire richtig sexy geworden sind. …
Literaturagent über „Game of Thrones“-Autor„Der Ruhm ist George Martin fast ein bisschen lästig“
George Martin, der Autor von „Game of Thrones“, habe den Realismus in die Fantasy-Literatur getragen, sagt sein Literaturagent Werner Fuchs. Damit habe Martin das kindliche Schwarz-Weiß-Denken eines Tolkien aus der Zeit des Kalten Krieges überwunden.
Über Oskar Panizzas phantastische Kurzgeschichte „Die Menschenfabrik“
Dass Reisende in der Fremde auf merkwürdige, ja unheimliche Orte stoßen, ist ein beliebter Stoff nicht nur von Horrorstories, sondern auch der literarischen Science Fiction, ja der phantastischen Literatur überhaupt. Und nicht nur dort, sondern selbstverständlich auch in anderen erzählenden Kunstformen wie beispielsweise dem Spielfilm. So bittet etwa das frisch verheiratete Paar Brad und Janet nach einer Autopanne in einem abgelegenen Schloss, telefonieren zu dürfen. Das beeindruckende Bauwerk stellt sich als Raumschiff heraus, …
Friedhelm Rathjens Studien zu Arno Schmidts Roman „Die Gelehrtenrepublik
Im Sommer 1957 schrieb Arno Schmidt innerhalb von nur vierzehn Tagen den Kurzroman Die Gelehrtenrepublik, eine in die Zukunft projizierte Satire auf den Ost-West-Konflikt und gleichzeitig auf die Künstler- und Schriftstellerkolonie Darmstadt. Die halsbrecherisch schnelle Niederschrift, die sich in turbulenter Handlung und einem äußerst lebhaften Sprachgestus spiegelt, war Schmidt nur möglich, weil er sich Konzept und Details des Buches vorher schon präzis zurechtgelegt hatte, …
Warum es einen Unterschied macht, ob man Science-Fiction mit „SF“ oder „sci-fi“ abkürzt
Viele Fans, Leser, Kinogänger, aber auch Blogger, Journalisten, Autoren und Buchhändler kürzen Science-Fiction sowohl mit „SF“ als auch mit „sci-fi“ ab. Beide Abkürzungen werden oft als gleichberechtigt wahrgenommen und manche Menschen nutzen mal die eine und dann die andere Variante. Dabei gibt es zwischen beiden einen Unterschied in der Verwendung und den sollte man kennen, wenn man sich nicht als Unwissender outen will. Gerade im anglo-amerikanischen Sprachraum können Sie sich sehr unbeliebt machen, wenn Sie einen bekannten Science-Fiction-Autor als „sci-fi“-author anreden. …
von raumvektor.de
siehe auch (Auszug):
Artikelrevue #17 – Themen der Woche: 7.7. – 13.7.2019(Samstag, 13 Juli 2019)-Wochenende, Wochenende - was gibt es schöneres. Hoffentlch ist das Wetter gut genug um einiges Outdoor zu unternehmen. Wenn nicht, vielleicht ein bisschen Artikel der letzten Woche schmökern. Jedenfalls, laßt es euch gut gehen …
Artikelrevue #16 – Themen der Woche: 30.6. – 6.7.2019(Samstag, 6 Juli 2019)-Eine schöne Sommerwoche geht zu Ende. Ruhig und gelassen geht's ins Wochenende - hoffentlich. Ich wünsche das jedenfalls allen und gebe ihnen noch eine Artikelrevue mit auf den Weg ins Wochenende …
Artikelrevue #15 – Themen der Woche: 22.6. – 28.6.2019(Samstag, 29 Juni 2019)-Was gibt es schöneres als ein Wochenende zum Entspannen. Also hier wieder 14 Artikel, die das Entspannen leichter machen. Weg vom Alltag, rein in die Phantastik …
Die 10 neuersten Artikel:
Universitas Phantastica – Reflektion #27 – Welten jenseits der Logik: Definiert sich das Meta-Genre Fantastik durch den Bruch mit der Normalität?…-In der letzten „Fantasia 1263e - Geheimnisse in dunklen Sphären 40“ (hier im Blog) schreibt Achim Hättich in seiner Einleitung: „Das Phantastikgenre ist quasi definiert durch Abweichungen vom Normalen, seien es zukünftige Gesellschaften, Gespenster oder bizarre Serienkiller …“. Hat er mit dieser Einschätzung recht?
Doch lässt sich dieses riesige literarische Feld tatsächlich primär durch seine Abweichung vom „Normalen“ definieren? Eine journalistische und literaturwissenschaftliche Spurensuche zeigt, dass die Antwort darauf eng …
Bibliotheca Universitas Phantastica #118 – Neues aus der Bibliothek-Für "Geisterwelten" - siehe gestrige Buchvorstellung - wurde der relevanteste Artikel aufgenommen. Ein Star-Wars-Archiv für die Episoden I-VI aus dem Taschen Verlag ist angekommen und das Gleiche gilt für ein "Blade Runner"-Werk aus der Feder von Julian Wangler. Dann ist mir noch eine Arbeit von Jim Taylor aufgefallen. Die Übersetzung zu "Hume über Wunder" ist daher ebenfalls aufgenommen. So, jetzt ist das "Kabinett der Phantasten" in der Bearbeitungsschlange. Zehn Ausgaben kommen in Kürze …
Begleitende Literatur zur Phantastik #93: Geisteswelten – Hundley, Jessica (Hrsg.)-Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Universitas Phantastica – Reflektion #26 – Das Reich des Denkbaren: Das Metagenre „Fantastik“ als Spiegel der Wirklichkeit …-Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
Bibliotheca Universitas Phantastica #117 – Neues aus der Bibliothek-"Fantastia Nr. 72-73" mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als "gesuchte" Ausgaben aufgenommen wurden …
Fantasy #20 – Fluchtliteratur oder Realitätskritik?: Fantasia, Nr. 72-73, EDFC, Passau (1993) – Schröpf, Franz (Red.)-Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Universitas Phantastica – Reflektion #25 – Die Erzähltechnik des Entrelacement: Die DNA des modernen Worldbuilding …-Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Universitas Phantastica – Reflektion #24 – Ludovico Ariostos „Orlando Furioso“ als Urvater der modernen Fantasy? …-Der Sammelband Heroen und Heroisierungen in der Renaissance, erschienen 2013 im renommierten Harrassowitz-Verlag. Er widmet sich einem Kernphänomen der Frühen Neuzeit: der Wiedergeburt, Umdeutung und Inszenierung des Helden. Ein zentraler Bezugspunkt für diese wissenschaftliche Untersuchung ist Ludovico Ariostos wegweisendes Epos Orlando Furioso (Der rasende Roland) aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Wenn wir heute an Fantasy-Literatur denken, wandern unsere Gedanken meist zu J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin oder modernen Rollenspielen. Wir sehen epische Schlachten, Zauberer, Fabelwesen und magische Artefakte vor uns. Doch das Fundament für diese Welten wurde nicht erst im 20. Jahrhundert in Oxford gelegt. Um die eigentlichen Wurzeln der Fantasy zu verstehen, müssen wir fünf Jahrhunderte zurückreisen – in die italienische Renaissance zu einem Dichter namens Ludovico Ariosto und seinem Monumentalwerk …
Bibliotheca Universitas Phantastica #116 – Neues aus der Bibliothek-Zwei sehr interessante Bücher wurden in die Bibliothek aufgenommen. Zunächst das gestern besprochene Buch "Heroen und Heroisierungen in der Renaissance". An sich eher als begleitende Literatur angekauft um das Thema "Helden" zu beleuchten, fand sich ein höchst interessanter Essay zu Aristos "Orlando Furioso" darin. Dieses Werk wird das nächste Thema in den Reflektionen sein. Das zweite Buch ist ein höchst interessantes Buch zum Thema Bibliotheken in der Literatur. Die sechs Essays welche die phantastische Literatur direkt betreffen findet ihr in der Folge aufgeführt. E. T. A. Hoffmann, J. L. Borges, Stanislaw Lem, Umberto Eco, Michel Rio, H. P. Lovecraft und Jasper Fforde werden im Thema beleuchtet …
Fantasy #19 – Fluchtliteratur oder Realitätskritik?: Heroen und Heroisierungen in der Renaissace – Aurnhammer, Achim / Pfister, Manfred (Hrsg.)-Wer ist ein Held und wie wird man dazu? Was heute Marketingagenturen, soziale Medien und PR-Abteilungen übernehmen, war auch in der Frühen Neuzeit ein hochkomplexer Prozess. Der im Jahr 2013 im Harrassowitz Verlag erschienene Sammelband „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“, herausgegeben von Achim Aurnhammer und Manfred Pfister, widmet sich genau diesem Phänomen. Für interessierte Laien öffnet das Buch ein faszinierendes Fenster in eine Zeit, in der das moderne Verständnis von Ruhm, Individualität und Verehrung maßgeblich geprägt wurde. …
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