Bibliotheca Universitas Phantastica #50 – Neues aus der Bibliothek
t.sebesta
Banking branch of the future.
Neuzugänge und Veränderungen
am 11. Februar 2026
MKatastrophenzukünfte in skandinavischer SF, interssant. Dieses Konzept der Katastrophenzukümfte basiert auf der Idee, dass die Zukunft nicht mehr als ein offener Raum unbegrenzter Möglichkeiten erscheint, sondern durch die massiven menschlichen Eingriffe in das Erdsystem (seit etwa 1950) bereits mit negativen Vorzeichen behaftet ist. Ich denke, dass dieses Buch eines meiner nächsten Lektüren sein wird. Es ist im Download einzusehen …
Rombach Wissenschaft, Reihe Nordica 30 (2022), Rombach Wissenschaft
ISBN 978-3-96821-903-5
Abstract: Seit 1950 zeichnen sich die Folgen des zunehmenden menschlichen Einflusses auf die Erde immer deutlicher ab und erzwingen eine Konfrontation mit möglichen zukünftigen Katastrophen. Nirgendwo anders wird die Katastrophenzukunft im ›Zeitalter des Menschen‹, dem sog. Anthropozän, so eindrucksvoll imaginiert und erzählt wie in Science Fiction. Das vorliegende Buch untersucht anhand zweier weitsichtiger skandinavischer Erzählungen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Funktion von Science Fiction als Reflexionsmedium für den gegenwärtigen epochalen Wandel. Der Fokus liegt sowohl auf der Bewusstwerdung eines neuen Selbst- und Weltbilds als auch auf den mit der Katastrophenzukunft einhergehenden Herausforderungen für die Repräsentation. …
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.