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Universitas Phantastica – Reflektion #16 – Was bedeutet „Dystopien jenseits der ‚Extreme‘“…

Im Artikel „Bibliotheca Universitas Phantastica #107 – Neues aus der Bibliothek“ habe ich eine Masterarbeit vorgestellt, welche unter dem Titel „Dystopien jenseits der Extreme“ verfasst wurde. Dieser Begriff war mir noch nicht untergekommen und hat Nachforschungen herausgefordert. Das Resultat dieser Recherchen finde ihr in der Folge …

Der Begriff „Dystopien jenseits der ‚Extreme‘“ bezieht sich auf eine literaturwissenschaftliche Kategorisierung, die im Rahmen der vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universität Wien geprägt wurde. Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich moderner Dystopien, die sich von den klassischen, stark durchorganisierten totalitären Staatsentwürfen (wie etwa bei George Orwell oder Aldous Huxley – den klassischen „Extremen“) abwenden.

Stattdessen untersucht die Autorin literarische Welten, in denen der gesellschaftliche und zivilisatorische Zerfall andere Ursachen hat oder sich anders manifestiert – beispielsweise durch plötzliche unerklärliche Seuchen, stille ethische Grenzüberschreitungen in der Biopolitik oder das nackte Überleben in post-zivilisatorischen, ruinierten Landschaften. Als Grundlage für diese vergleichende Analyse dienen vier Romane.

Sie beschreibt dystopische Werke, die im Gegensatz zu klassischen, extremen Schreckensszenarien (wie totalitären Überwachungsstaaten oder nuklearer Apokalypse) auf subtilere, leisere und psychologische Formen der Entfremdung setzen.

Typische Merkmale

Anstatt auf offensichtliche Gewalt, Diktaturen oder den totalen Zusammenbruch der Gesellschaft zu fokussieren, zeichnen sich diese Dystopien durch folgende Aspekte aus:

Exemplarische Romane

Dieses Konzept lässt sich besonders gut anhand international bekannter Romane greifen, zum Beispiel:

Die theoretische Aufarbeitung und Definition dieses Konzepts kannst du im Detail in der entsprechenden Masterarbeit der Universität Wien nachlesen. Sie ist auch über den obigen Link zum Artikel verfügbar.

Bibliografische Details


Quelle(n), Vorgänger und Hilfreiches:


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