am 15. Juni bis 18. Juni 2026
Zwei sehr interessante Bücher wurden in die Bibliothek aufgenommen. Zunächst das gestern besprochene Buch „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“. An sich eher als begleitende Literatur angekauft um das Thema „Helden“ zu beleuchten, fand sich ein höchst interessanter Essay zu Aristos „Orlando Furioso“ darin. Dieses Werk wird das nächste Thema in den Reflektionen sein. Das zweite Buch ist ein höchst interessantes Buch zum Thema Bibliotheken in der Literatur. Die sechs Essays welche die phantastische Literatur direkt betreffen findet ihr in der Folge aufgeführt. E. T. A. Hoffmann, J. L. Borges, Stanislaw Lem, Umberto Eco, Michel Rio, H. P. Lovecraft und Jasper Fforde werden im Thema beleuchtet …
Neuzugänge:
als Html-Ansicht-> 2026-06-18-Neuerungen-Bericht
Wolfenbütteler Abhandlungen zur Renaissanceforschung Bd. 28 (2013), A. Aurnhammer, M. Pfister (Hrsg.), Harrassowitz Verlag in Kommission
Abstract: In der Renaissance kam es europaweit zu einer grundsätzlichen Neubewertung und Pluralisierung des Heroischen: Einerseits setzte eine intensive Wiederbelebung antiker Helden-Vorstellungen ein, die nicht zuletzt die fürstliche und monarchische Selbstdarstellung prägte; andererseits erschütterte die Konfessionsspaltung den etablierten Kanon von Werten, an denen sich heroische Leistung messen ließ und es wuchs die Skepsis gegenüber einem nur militärischen Heldenkodex. Die Beiträge des interdisziplinären Sammelbandes Heroen und Heroisierungen in der Renaissance untersuchen die Konstruktionen und medialen Bedingungen von Helden-Bildern in Geschichte, Kunst, Literatur und Wissenschaft der Renaissance. Der Blick auf so unterschiedliche Figuren wie Herrscher und Krieger, heroische Frauen, humanistische Geisteshelden, Reformatoren und Heilige zeigt die synchrone Vielfalt in dieser Schlüsselepoche des europäischen Heldendiskurses. …
Tags: Epoche(n)->, Epoche(n)->Renaissance, Held(en)->, Held(en)->-dichtung, Held(en)->-figuren, Held(en)->-geschiche, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.2} Bestand/Papier
Wissensräume: Bibliotheken in der Literatur (2013), M. Gemmel, M. Vogt (Hrsg.), Ripperger & Kremers: 267–288
Abstract: Die Evolution der Bibliothek zum Antagonisten in der fantastischen Literatur …
Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Literatur, Literatur->, Literatur->Phantastik->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier
Wissensräume: Bibliotheken in der Literatur (2013), M. Gemmel, M. Vogt (Hrsg.), Ripperger & Kremers: 235–266
Abstract: Die Bibliothek der lebendigen Literatur in Jasper Ffordes Thursday Next-Reihe …
Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Literatur, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier
(2013), M. Gemmel, M. Vogt (Hrsg.), Ripperger & Kremers
Abstract: Literarische Bibliotheken mit ihrem vielfältigen ›Innenleben‹ stellen ein besonderes Faszinosum der Weltliteratur dar. In ihrem Darstellungsreichtum überraschen diese Wissensräume als Labyrinthe und Gruselkabinette, als Zufluchtsorte melancholischer Leser oder als Inspirationsquellen und bieten als spannungsreiches Bezugsgeflecht zwischen der Bibliothek als Wissensraum, dem Bibliothekar und dem Leser sowie den divergierenden Positionierungen in den Büchern der Bibliothek eine Plattform zur Verhandlung von Wissensansprüchen wie von Konzepten der Gelehrsamkeit, bei denen die Grenze zwischen Fiktionalität und Realität aufgeweicht wird. Bibliotheken gelten als Zentren der Wissensverbreitung oder Wissensvereitlung, sie sind Symbole europäischer Kultur und zugleich Orte mit geheimnisvoller Ausstrahlung: Als ›Kathedralen des Geistes‹ und Speicher kollektiven Wissens werden sie von einem Hauch sakraler Feierlichkeit oder Unheimlichkeit durchweht. Die multiplen Bedeutungen einer Bibliothek sind mit der Ordnung, Systematisierung, Aufbewahrung und Verwahrung von Wissen nur kurz skizziert. In der Literatur bietet die gelehrsame Atmosphäre der fiktionalen Bibliothek den Lesern, Weltfremden, Außenseitern und Heimatlosen eine Zuflucht, um sich in weltflüchtender Lektüre der eigenen Phantasie und Einsamkeit abseits der Welt da draußen hinzugeben, so dass die Bibliothek in vielfältiger Hinsicht zu einem ›Gegen-Ort‹ wird. In den hochspezifischen Besonderheiten literarischer Bibliotheken bildet sich zugleich das Machtgefüge zwischen Bibliothekar und Leser, zwischen Außenwelt und dem ›Gegen-Ort‹ Bibliothek ab. Die Bibliothek ist nicht nur architektonisches Kunstwerk und Aufbewahrungsort oder geheimer Speicher von Wissen, sondern sie wird zunehmend zum Wissenskatalysator, Imaginationsraum und Sozialbiotop. …
Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Literatur, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier
Wissensräume: Bibliotheken in der Literatur (2013), M. Gemmel, M. Vogt (Hrsg.), Ripperger & Kremers: 209–234
Abstract: Wissensraum u nd Macht im Werk von H. P. Lovecraft …
Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Literatur, Grauen, Macht->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier
Heroen und Heroisierungen in der RenaissanceWolfenbütteler Abhandlungen zur Renaissanceforschung Bd. 28 (2013), A. Aurnhammer, M. Pfister (Hrsg.), Harrassowitz Verlag in Kommission: 45–70
Abstract: Auch Klaus Hempfer geht es in seiner Lektüre von Ariosts Orlandofiirioso um Zusammenhänge von gender und genre in der Konstruktion und Konfiguration von Heldenrollen, nun aber bezogen auf die männliche Rolle des cavaliere. Dessen Rolle wird in Ariosts zwischen männlich bestimmtem Epos und weiblich konnotiertem romanzo bewusst oszillierendem Gedicht in durchaus diskrepanter Weise konstruiert, wobei diesen Oszillationen entgegenkommt, dass beide Gattungen auch in dieser Hinsicht selbst schon hybrid sind: Das Heldenepos singt von den arme ebenso wie von amore, und der arturische romanzo cavallerescho zeigt ganz andere Geschlechterordnungen als der der karolingischen Tradition. Ariosts Orlando ist gleichzeitig der heroisch für das christliche Abendland streitende Karlspaladin und ein von privatistischem Glücks- und Liebesstreben umhergetriebener fahrender Ritter. Wie sich besonders deutlich am zentralen Motiv von Orlandos pazzia zeigen lässt, die einerseits in die heroische Nähe eines Hercules fiirens und andererseits eines komödienhaften Liebeswahns gerückt wird, spielt Ariost in seinem Text die unterschiedlichen Konzeptionen männlichen Heroentums gegeneinander aus, um zu allen auf Distanz zu gehen. So dekonstruiert er den Helden und .entessentialisiert* das Heroische schon am Anfang seiner frühneuzeitlichen Geschichte. Das 16. Jahrhundert sucht den Heroismus als charakterliche Disposition zur Leidenschaft, als furor heroicus, zu bestimmen. Damit einher geht eine philosophische Nobilitierung der Leidenschaften als heroischer Erkenntnis-instrumente. Auch wenn solche philosophischen Spekulationen an die Pla-tonische Enthusiasmos-Lehre und mehr noch an den neuplatonischen Humanismus anknüpften, der die göttliche mania, den Juror divinus, schon Dichtern und Philosophen zuschrieb, nobilitierte erst Giordano Brunos epochaler Dialog De gli heroici furori (1585) die Leidenschaften zum he-roischen .Willen zur Erkenntnis*. Dass dieser erkenntnistheoretische Heroismus unabhängig vom Erfolg ist, erläutert Hanna Klessinger (Frei-bürg/Br.) paradigmatisch an dem Aktäon-Sonett, mit dem Bruno den .Höhepunkt des heroischen Wegs* illustriert: Die .Wahrheitsjagd* gipfelt in der Emanzipation des Schauens und im Opfer als tragischem Triumph. … (aus dem Vorwort)
Tags: Epoche(n)->, Epoche(n)->Renaissance, Held(en)->, Held(en)->-dichtung, Held(en)->-figuren, Held(en)->-geschiche, Person->, Person->Ariosto, Ludovico, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.2} Bestand/Papier
Wissensräume: Bibliotheken in der Literatur (2013), M. Gemmel, M. Vogt (Hrsg.), Ripperger & Kremers: 859–112
Abstract: Zum Prinzip des unendlichen Wissens bei Borges, Lem und Eco …
Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Literatur, Person->, Person->Borges, Jorge Luis, Person->Eco, Umerto, Person->Lem, Stanislaw, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, Wissen(s)->, Wissen(s)->unendliches, {04.2} Bestand/Papier
Wissensräume: Bibliotheken in der Literatur (2013), M. Gemmel, M. Vogt (Hrsg.), Ripperger & Kremers: 65–88
Abstract: Die Bibliothek als Inspirations- und Erlebnisraum bei E. T. A. Hoffmann …
Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Literatur, Person->, Person->Hoffmann, E.T.A., Raum/Räum(e)->, Raum/Räum(e)->Erlebnis-, Raum/Räum(e)->Inspirations-, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier
Wissensräume: Bibliotheken in der Literatur (2013), M. Gemmel, M. Vogt (Hrsg.), Ripperger & Kremers: 113–136
Abstract: „Logique“ und „réve“ in Romanen von Michel Rio …
Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Literatur, Person->, Person->Rio, Michel, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier
Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):
als Html-Ansicht-> nein
oder auch gleich direkt in das
Repository
Sofern die Dokumente im Internet zum Download angeboten werden, sind sie auch im Repository per Klick erreichbar.
Die letzten Artikel:


