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Bibliotheca Universitas Phantastica #73 – Neues aus der Bibliothek

intern BUP

Banking branch of the future.

Neuzugänge und Veränderungen

am 6. März 2026

FGestern war es sehr ruhig in der Bibliothek. Lediglich ein Werk zu Michel de Montaigne lugte vorsichtig um die Ecke und wurde auch prompt vereinnahmt. „Wenn die gegenwärtige Krise als Misstrauen gegenüber der Zukunft gedeutet werden kann, wenn sie Ausdruck ist des Zweifels gegenüber einer Zukunft, die viel verspricht, was sie nicht halten kann, dann ist Montaigne ihr frühester Interpret.“ Ich wünsche euch ein prächtiges Wochenende …

Neuzugänge:

1.
Montaigne: Denken und Existenz
J. Starobinski

Fischer-Taschenbücher Forum Wissenschaft, Kultur & Medien 7411 (2002), Fischer-Taschenbuch-Verlag

ISBN 978-3-596-27411-6

Abstract: Jean Starobinski ist mit diesem Buch, das die Neue Züricher Zeitung „einen Glücksfall“ nannte, die Wiederentdeckung eines überraschend modeenen Autors gelungen: Michel de Montaigne (1533-1592), der sich nach vielen Reisen und diversen politischen Unternehmungen auf sein Schloß in der französischen Provinz zurückzog und schrieb. Seine Essais, die der Gattung den Namen gaben, haben wegen ihrer kompromißlosen Absage an eine auf die Geschichte gerichtete Hoffnung eine beklemmende Aktualität gewonnen: Wenn die gegenwärtige Krise als Mißtrauen gegenüber der Zukunft gedeutet werden kann, wenn sie Ausdruck ist des Zweifels gegenüber einer Zukunft, die viel verspricht, was sie nicht halten kann, dann ist Montaigne ihr frühester Interpret. Montaignes Untersuchungsfeld war die Zeitgenossenschaft, er selbst der Ausgangspunkt: „So bin ich selber, Leser, der einzige Inhalt meines Buches; es ist nicht billig, daß du deine Muße auf einen so eitlen und geringfügigen Gegenstand verwendest.“ Die großen Themen der Essais und der Lebensreise ihres Autors – Freundschaft, Tod, Freiheit, Körper, Liebe, Sprache, öffentliches Leben – macht Starobinski in bewundernswerter Meisterschaft auf ihre letzte und reifste Paradoxie hin durchsichtig, die Paradoxie dessen, der seinem „Verstand verbietet, Urteile zu fällen“. Für dieses Buch, „die vollständigste und unvoreingenommenste Erschließung des Montaignischen Denkens“ (NZZ), erhielt Starobinski 1983 den Charles-Veillon-Preis. …

Tags: Person->, Person->Montaigne, Michel de, Philosophie->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.0} Bestand/Papier

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):

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