[Medienhinweis] #247: Einzelheiten sind wichtiger als das große Ganze – literaturkritik.de
t.sebesta
Andreas Lindner liefert eine originelle Interpretation von Robert Louis Stevensons Roman „Die Schatzinsel“
von Martin Lowsky auf literaturkritik.de
Ein Buch, das nicht direkt phantastisches beinhaltet, aber trotzdem interessant klingt. Robert Louis Stevenson, der ja allemal auf der Liste der phantastischen Autoren vermerkt ist, hat mit seiner Abenteuergeschichte nicht nur eines der bekanntesten Jugendwerke geschrieben, sondern auch sprachlich damit Großes vollbracht. Daher hier der Tip …
Wie soeben angedeutet, muss man nicht allen Feinheiten in Lindners Studie zustimmen. Jedenfalls ist sie mit ihrem Scharfblick und ihrem Facettenreichtum eine höchst vergnügliche Lektüre. Die bibliografischen Angaben sind manchmal unpräzise (etwa heißt es „Google Eintrag“ statt: wikipedia). Doch zu loben ist diese philologische Sorgfalt: Zitate aus der Schatzinsel werden auf Deutsch geboten und ihr originaler Wortlaut in Fußnoten beigegeben. […]
Die Geschichte der Fiktionalität – Das literarische Erfinden von Figuren, Orten und Ereignissen – schlicht, das Hervorbringen fiktionaler Erzählungen. Eine interessante Reise in diesem Sammelband vom antiken Griechenland über das Mittelalter bis in die Gegenwart ist versprochen. Das alles neben einer Rezension zu „Vom Papyrus zum Internet“ von letztens. Mit einem Wort – es ist angerichtet – viel Vergnügen …
Gestern ging’s in eine ganz andere Richtung als zuletzt. Eher in die Esoterik, aber doch mit Anklängen in die Phantastik. Der Taschen-Verlag bietet hier ganz besondere Gusto-Stückchen in der Bibliothek der Esoterik. Sehenswert und teilweise billiger als man glauben sollte. Keine Sekundärliteratur ist die neue Ausgabe von Klett-Cotta des Hobbits, aber sie ist entzückend und sollte daher auch in der Bibliothek gewürdigt werden. Genau so die Ausgabe des Taschen-Verlages mit Grimms und Anderses Märchen inklusive zweier Essays zu Märchen und deren Illustrationen. Alles in allem alles sehr schöne und interessante Bücher. Und sei es vielleicht auch nur für’s Herz …
Eine Dissertation zum Thema Architektur kann und will ich noch anbieten. Die Dissertation verknüpft Architekturtheorie mit psychologischen und philosophischen Konzepten des Unheimlichen (z. B. nach Freud), um die beklemmende Wirkung von Hilberseimers Visionen zu erklären. Daneben ein Buch, dass mit der verbreiteten Meinung aufräumt, dass von den Wissenschaften keine großen Erkenntnisse mehr zu erwarten sind. Dabei legt Ganteför, als Experimentalphysiker (Universität Konstanz) Wert darauf, Fiktion strikt von physikalischen Gesetzen zu trennen. Lesbar, aber nicht unbestritten. Bei den Änderungen der Daten wurde sodann ein Buch zu Rechtsextremismus in der deutschen Gegenwarts-Science-Fiction bearbeitet und eine Kleinigkeit, bei welcher der Text herausarbeitet, dass das Idyll bei Adorno nicht bloße Weltflucht ist, sondern als „Nicht-Ort“ (Utopie) fungiert, der die Mängel der bestehenden Realität spiegelt. Lassen wir es auf uns wirken …
Es lässt sich vereinbaren: Bärlauch im Wald suchen und Bibliothek ergänzen – alles eine Frage der Organisation. Beides entspannend. Jedenfalls geht die Frage der Architektur in der Utopie (oder umgekehrt?) weiter. Bis auf zwei Titel, welche die Utopie grundsätzlich beleuchten, streifen alle anderen dieses Thema – mehr oder weniger. Das Gattungswerk von Hudde, das posthum erschienen ist, war mir bislang nicht bekannt – also eine absolute Bereicherung der Bibliothek. Für die „Geschichte der Utopie“ habe ich einen Teilauszug digital im Netz aufgespürt und entsprechend verlinkt. Vielleicht gefällt er ja…
Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.