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Bibliotheca Universitas Phantastica #79 – Neues aus der Bibliothek

intern BUP

Banking branch of the future.

Neuzugänge und Veränderungen

am 12. März 2026

MDrei speziellere Bücher fanden gestern Eingang in die Bibliothek. Zunächst einmal eine Abhandlung zu Erhaltung und Verlust von Texten, einschließlich der Fragen von Fehlern, Fälschungen, Plagiaten, Übersetzung und Textwiederherstellung. Sehr interessant in Verbindung von Phantastik und Übersetzungen, auch wenn der Text eigentlich von antiken Klassikern handelt. Vieles lässt sich in die heutige Zeit übertragen. Dann ein Notizbuch von Fritz Lang inklusive dessen Transkription und einem Essay zum Notizbuch und der Person Fritz Lang. Zuletzt ein Buch über Automaten in Kunst und Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Es werden auch „magische“ Automaten behandelt und dies lässt sich sehr gut nach Fantasy und SF umlegen. Insgesamt ein sehr interessanter Tag an dem das Lesen mehr Zeit in Anspruch nahm als die technische Aufnahme. Sehr schön und angenehm …

Neuzugänge:

1.
Entdeckung einer Spur
R. Aurich und W. Jacobsen

„What makes him tick?“: Notizbuch 1929-1934 (2018), R. Aurich, W. Jacobsen (Hrsg.), Deutsche Kinemathek, Museum für Film und Fernsehen Belleville: 246

ISBN 978-3-946875-39-0

Abstract: Der Essay befasst sich mit der Analyse und historischen Einordnung eines privaten Notizbuchs von Fritz Lang, das dieser zwischen 1929 und 1934 führte. Aurich und Jacobsen rekonstruieren den Weg des Notizbuchs und dessen Bedeutung als Werkstattbericht aus einer entscheidenden Phase in Langs Schaffen – dem Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm (u. a. die Arbeit an M und Das Testament des Dr. Mabuse). Der Text analysiert die im Notizbuch enthaltenen Skizzen, Besetzungslisten, Adressen und flüchtigen Gedanken, um Langs Arbeitsweise und seine Akribie („What makes him tick?“) zu entschlüsseln. Er thematisiert auch die Zeit des Umbruchs und Langs Emigration im Jahr 1933, die sich indirekt in den Notizen widerspiegelt. In Fachkreisen gilt er Essay als unverzichtbarer Kommentar, um das oft kryptische Material des Faksimiles für Leser und Forscher überhaupt erst lesbar und kontextualisierbar zu machen. Die Autoren (beide erfahrene Filmhistoriker und Kuratoren) nutzen einen philologischen Ansatz, indem sie das Notizbuch nicht nur transkribieren, sondern durch ihre „Erläuterungen“ eine Brücke zwischen den privaten Notizen und dem öffentlichen Werk des Regisseurs schlagen. Die Kombination aus dem haptischen Faksimile, der präzisen Transkription und dem abschließenden Essay wird als vorbildliche filmwissenschaftliche Aufarbeitung gelobt, die weit über eine reine Materialsammlung hinausgeht. …

Tags: Film(e)->, Film(e)->Genre->, Film(e)->Genre->Horror/Schauer, Film(e)->phantastisch, Medien->, Medien->Medienart->, Medien->Medienart->Notizbuch, Person->, Person->Lang, Fritz, Sekundärliteratur->Horror, {04.0} Bestand/Papier

2.
Automaten in Kunst und Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Wolfenbütteler Mittelalter-Studien Band 17 (2003), K. Grubmüller, M. Stock (Hrsg.), Harrassowitz

ISBN 978-3-447-04768-5

Abstract: Am Beispiel der Automaten tritt als die Zeiten übergreifende Konstante die Herausforderung zur Nachahmung und Veränderung der Schöpfung hervor, zunächst als spezifisch mittelalterliche, dann weit in die Neuzeit hinaus wirksamer Akzent, dargestellt in der Problematisierung dieser menschlichen Anmaßung vor dem Hintergrund eines verpflichtenden theozentrischen Weltbildes. Die zehn Beiträge des Buches verdeutlichen, wie mächtig bei allem Bemühen um Einbindung und Domestizierung des menschlichen Erfindungsdranges die Faszination der „Künstlichkeit“ bleibt, ob für das Fest oder den Krieg. …

Tags: Epoche(n)->, Epoche(n)->Mittelalter, Epoche(n)->frühe Neuzeit, Kongress, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, Technik->, Technik->Automaten->Kunst, Technik->Automaten->Literatur, Technik->Automation, technik->Automaten->, {04.0} Bestand/Papier

3.
„What makes him tick?“: Notizbuch 1929-1934
F. Lang

(2018), R. Aurich, W. Jacobsen (Hrsg.), Deutsche Kinemathek, Museum für Film und Fernsehen Belleville

ISBN 978-3-946875-39-0

Abstract: In diesem Notizbuch Fritz Langs aus den Jahren 1929 bis 1934 finden sich Texte, Skizzen, Zeichnungen, eingeklebte Zeitungsausrisse und Fotos. Es gewährt einen Einblick in seine Gedankenwerkstatt. In knappster Form umreisst Fritz Lang szenische Visionen, pointiert Charaktere, entwirft Episoden – isoliert von irgendeiner Handlung: Einfälle, frisch gefunden, gleichsam hingehuscht, immer aber auf einen überraschenden Effekt zugeschnitten. Einige Ideen weisen auf den Film DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE, andere beziehen sich auf M. Fritz Lang bastelt beständig an Sensationen und ist dabei dem Menschen und seinem Tun auf der Spur. Er interessiere sich für tausend Dinge, hat er einmal gesagt. Aus diesen tausend Dingen habe sich dann sein Hauptinteresse entwickelt: der Mensch. Was ihn antreibt, ihn zum Helfer, zum Mitfühlenden, zum Opfer – zum Mörder macht? „What makes him tick?“ Die Lektüre von Fritz Langs Notizbuches lässt uns erfahren, wie er selbst tickte. Neben dem Notizbuch als Faksimile und dessen Transkript enthält der Band einen Essay von Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen. …

Tags: Film(e)->, Film(e)->Genre->, Film(e)->Genre->Horror/Schauer, Film(e)->phantastisch, Medien->, Medien->Medienart->, Medien->Medienart->Notizbuch, Person->, Person->Lang, Fritz, Sekundärliteratur->Horror, {04.0} Bestand/Papier

4.
Vom Papyrus zum Internet: Eine Geschichte der Überlieferung und Rezeption der antiken Klassiker
F. Stok

(2017), VML – Verlag Marie Leidorf GmbH

ISBN 978-3-86757-090-9

Abstract: Dieses Buch [veröffentlicht 2012 bei Carocci editore, Rom] wurde an der Universität Tor Vergata in Rom verfasst und an der Universität Rostock übersetzt. Es präsentiert die Geschichte der Überlieferung und Rezeption lateinischer und altgriechischer Texte, die in den letzten 2000 Jahren auf unterschiedlichste Weise gelesen und interpretiert wurden. Die Auswahl der Texte ist auf die selektive und feste Beziehung zurückzuführen, die wir seit jeher zu antiken Schriftstellern haben. Die sechs Kapitel des Bandes befassen sich mit der Erhaltung und dem Verlust von Texten, die auf Metall, Leinen, Holz, Papyrus, Pergamentrollen und Kodizes geschrieben wurden, sowie mit antiken Bibliotheken, mit der Überlieferung von Texten als Manuskripte, einschließlich der Fragen von Fehlern, Fälschungen, Plagiaten und Textwiederherstellung, mit den Höhen und Tiefen der Rezeption klassischer Schriftsteller von der Antike bis zum Mittelalter, mit der Beziehung zwischen klassischen Texten und Humanisten, mit dem Schicksal der klassischen Schriftsteller im Zeitalter der gedruckten Bücher von den ersten gedruckten Versionen bis zu modernen Ausgaben nach der „Lachmann-Methode“ sowie mit der klassischen Literatur in jüngerer Zeit vom Niedergang des Lateinischen bis zu digitalen Bibliotheken. Das Buch endet mit einer Liste von Internetressourcen, einer Bibliografie und einem Register. …

Tags: Medien->, Medien->Überlieferung, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.0} Bestand/Papier, Überlieferung->, Überlieferung->Klassiker

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):

1.
Lord der Sterne: Die Welt der tausend Ebenen Band 3.

Knaur Taschenbuch 60513 (1996), Knaur

ISBN 978-3-426-60513-4

Abstract: Robert Wolff, Meister der Dimensionen und Herr der Welt der tausend Ebenen, ist verschwunden und hat seine Macht seinem langjährigen Freund und Begleiter Paul Janus Finnegan übertragen. Dieser weiß jedoch nichts davon und ist mehr als überrascht, sich plötzlich als Gejagter zu sehen. Denn die Schwarzen Schneller, künstliche Intelligenzen, die menschliche Gestalt annehmen können, machen sich zum Angriff bereit. Das Schicksal der ganzen Welt ruht auf Finnegans Schultern – doch als ihm das endlich klar wird, scheint es bereits zu spät …

Tags: Einführung, Primärliteratur->, Primärliteratur->Science Fiction, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction

2.
Traum und res publica: Traumkulturen und Deutungen sozialer Wirklichkeiten im Europa von Renaissance und Barock

Colloquia Augustana 26 (2008), P. Schmidt, G. Weber (Hrsg.), Akademie Verlag

ISBN 978-3-05-004568-9

Abstract: Der Band analysiert die Bedeutung von Träumen, deren Interpretation bis zum 17. Jahrhundert noch stark in der Kontinuität antiker Vorgaben stand, wie die Editionen klassischer Traumdeutungsbücher in Renaissance und Barock belegen. In einer gesamteuropäischen Perspektive wird dabei deutlich, wie im Verlauf des 17. Jahrhunderts diese aus der Antike reichende Tradition an Relevanz einbüßte, da beispielsweise geträumte Herrschaftslegitimationen, die seit dem Altertum vorwiegend in nächtlich vermittelten Botschaften übermittelt wurden, an Bedeutung verloren. Trotz der überkonfessionellen Verurteilung der Traumkultur als heils- und seelengefährend lässt sich beobachten, dass gerade in Krisenzeiten bedrängte Gläubige von ihrer Erlösung und der ihrer Kirche träumten. Gleichzeitig ist jene wachsende Individualisierungstendenz der Traumkultur zu konstatieren, wie sie sich in der Aufklärung ausformte und wie sie uns heute vertraut ist. …

Tags: Epoche(n)->, Epoche(n)->Barock, Epoche(n)->Renaissance, Traum->, Traum->-deutung, Traum->-kultur, {04.0} Bestand/Papier, {95.0} Doublette(n)

3.
Einführung
R. Zelazny

Lord der Sterne: Die Welt der tausend Ebenen Band 3.Knaur Taschenbuch 60513 (1996), Knaur: 5–9

ISBN 978-3-426-60513-4

Abstract: In seinem Text konzentriert sich Zelazny vor allem auf das erzählerische Geschick und die visionäre Kraft Farmers: Er lobt Farmers Fähigkeit, Atmosphäre durch eine breite Palette an „Farben“ (stark, düster, rauchig, hell) zu erzeugen und bezeichnet seine Gabe für den perfekten Abschlusssatz als meisterhaft. Zelazny hebt die Genialität des Settings der „Welt der tausend Ebenen“ hervor – die Idee, künstliche Universen wie die Schichten einer Torte oder ein Ziggurat übereinander zu stapeln und beschreibt, dass Farmers Geschichten beim Leser ein Gefühl des „Staunens“ auslösen. Zelaznys Einführung ist mehr als nur ein Vorwort; sie dokumentiert eine gegenseitige literarische Beeinflussung: Er räumte offen ein, dass Farmers Konzepte der „Taschenuniversen“ und der gottgleichen „Lords“ einen massiven Einfluss auf seine eigene berühmte Amber-Saga hatten. Durch die Einführung eines so hochkarätigen Autors wurde Farmer (der oft als „Pulp“-Autor galt) innerhalb des Genres weiter legitimiert. Zelazny betont, dass Farmers Werk trotz Non-Stop-Action eine enorme Tiefe und Originalität besitzt. …

Tags: Einführung, Person->, Person->Farmer, Philip José, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.1} Bestand/Digital

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