Begleitende Literatur zur Phantastik #83: Den Himmel zum Sprechen bringen – Peter Sloterdijk

Peter Sloterdijk
Den Himmel zum Sprechen bringen
Suhrkamp, Berlin (2020)
ISBN 9783518429334
Über Theopoesie

Ein höchst spannendes Buch. Spannend im Sinne von interessant und aufregend. Vor einiger Zeit bin ich heftigst gerügt worden, als ich die Bibel als Phantastik ersten Ranges bezeichnet habe (ohne damit jemanden zu nahe treten zu wollen). Provozierend, gewiss, aber so einfach von der Hand zu weisen ist das nicht. Dieses Buch würde wohl unterstützende Argumente dafür liefern können, obwohl es diese meine These natürlich nicht ausdrücklich erwähnt. …


Die Götter zum Sprechen zu bringen war immer schon einer der ersten Beweggründe von Dichtern. Seit alters her. Und wie soll man dies bewerkstelligen, ohne die Phantastik zu bemühen. Selbst als Götter in der Antike und im Altertum noch zur selbstverständlichen Lebensumwelt der Menschen gehörte, war es nicht möglich, dies den Menschen nahezubringen, ohne das Ungewisse, das Unglaubliche, das Unfassbare in Worte zufassen und durch die Phantastik zu vermitteln.

Damit ist für Sloterdijk die Einsicht unausweichlich: Religionen berufen sich in ihren theopoetischen Gründungsdokumenten auf mehr oder weniger elaborierte literarische Verfahren, auch wenn die begleitende Dogmatik dazu dient, diese Tatsache vergessen zu machen. Religionen sind „literarische Produkte, mit denen die Autoren […] um Klienten auf dem engen Markt der Aufmerksamkeit von Gebildeten konkurrierten“. …

Auszug vorderer Klappentext

Ein Studium der poetischen Stilmittel, denen sich Religionen in ihren Narrativen bedienen, erfordert nach Sloterdijk eine Neubewertung der Religionen. Hier werden die Elemente einer Kritik literarischer Darstellungsformen als Kritik dogmatischer und theologischer Dokumente zusammengetragen. Faszinierend …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Peter Sloterdijk
  • Den Himmel zum Sprechen bringen
  • Über Theopoetik
  • Suhrkamp, Berlin (2020)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Oktav
  • 3. Auflage
  • 344 Seiten
  • ISBN 9783518429334

Kleinster Preis: € 14,00, größter Preis: € 40,28, Mittelwert: € 26,00

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  • keine

  • [Artikel] Peter Sloterdijk in der WIKIPEDIA

Peter Sloterdijk [ˈsloːtɐˌdaɪk] (* 26. Juni 1947 in Karlsruhe) ist ein deutscher Philosoph, Kulturwissenschaftler und Publizist, der mit seinen Beiträgen und Büchern in Deutschland zahlreiche Debatten ausgelöst hat. Er lehrte bis 2017 an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe Philosophie und Ästhetik. …

Auszug Artikel


  • [Webpräsenz] Peter Sloterdijk im WEB

Peter Sloterdijk wurde am 26. Juni 1947 als Sohn einer Deutschen und eines Niederländers geboren. Von 1968 bis 1974 studierte er in München und an der Universität Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. 1971 erstellte Sloterdijk seine Magisterarbeit mit dem Titel Strukturalismus als poetische Hermeneutik. In den Jahren 1972/73 folgten ein Essay über Michel Foucaults strukturale Theorie der Geschichte sowie eine Studie mit dem Titel Die Ökonomie der Sprachspiele. Zur Kritik der linguistischen Gegenstandskonstitution. …

Auszug Artikel


  • [Rezension] Religion im Modus ihrer Abstreitung: Zu Sloterdijks „Den Himmel zum Sprechen bringen“ – von Redaktion Feinschwarz – auf feinschwarz.net

Sein neues Buch „Den Himmel zum Sprechen bringen“ scheint mir so eine Geschichte zu sein. Es handelt sich zwar um keine explizit autobiographische Lebensgeschichte, sondern um eine Religionsgeschichte. Sie lässt sich aber vielleicht als Lebensgeschichte unter dem Denkmantel einer Religionsgeschichte lesen. Wenn das so wäre, hätte das Buch trotz aller noch zu nennenden Schwächen eine schöne Pointe.…

Auszug Artikel


  • [Rezension] Peter Sloterdijk: Den Himmel zum Sprechen bringen – von anoym – auf theophil.online

Gott ist ein Thema, das Peter Sloterdijk umtreibt. Das beginnt schon 1983 in der „Kritik der zynischen Vernunft“, in der Sphären-Trilogie spielt Gott eine Rolle; „Du musst dein Leben ändern“ 2009 setzt ein mit dem Satz „Ein Gespenst geht um in der westlichen Welt – das Gespenst der Religion.“ 2017 erschien „Nach Gott“. Das neue Buch „Den Himmel zum Sprechen bringen“ nun befasst sich mit der Rede von Gott – oder dem Sprechen Gottes selbst. Sloterdijk nennt das Theopoesie. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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