Begleitende Literatur zur Phantastik #34: Kontrafaktische Geschichtsdarstellung

Untersuchungen an Romanen von Günter Grass, Thomas Pynchon, Thomas Brussig, Michael Kleeberg, Philip Roth und Christoph Ransmayr…

Nach dem Artikel „Phantastik #23 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Erfundene Vergangenheit“ hat mich das Thema nicht losgelassen und ich habe mir weitere Lektüre ins Haus geholt. Das Buch von Andreas Martin Widmann schien mir geeignet mich zum Thema Kontrafaktische Geschichte weiterzubringen …


Tja, da liegt es nun und es war keine all zu billige Angelegenheit, aber antiquarisch gerade noch erschwinglich.

Wenn ich mir nun das Inhaltsverzeichnis ansehe, dann schwant mir, dass es wahrscheinlich für mich eine größere Anstrengung bedeuten wir dieses Buch durchzuarbeiten.

Die Arbeit wurde 2008 vom Fachbereich Philosophie und Philologie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz als Dissertation angenommen und für den Druck geringfügig überarbeitet.

Insgesamt verfolgt die Studie also drei weiträumige und eng aufeinander bezogenen Fragestellungen: Erstens geht es darum, Merkmale und Funktionsweisen kontrafaktischer Aussagen in der Literatur zu ermitteln und zu beschreiben. Zweitens sollen anhand des darin maßgeblich angewandten poetologischen Verfahrens zur Konstituierung kontrafaktischer Aussagen in narrativ-fiktionalen Kontexten beziehungsweise Erzählhandlungen verschiedene Spielarten deviierenden historischen Erzählens beschrieben werden. (…) und drittens sollen die Charakteristika – die Eigenlogik der Geschichtsentwürfe und die literarischen Mittel ihrer Darbietung – und die Wirkungsabsichten einzelner Romane in einem Miteinander von Deskription und Interpretation dargestellt werden, um hieraus wiederum Rückschlüsse auf das Phänomen deviirenden historischen Erzählens im Allgemeinen zu gewinnen. …

Auszug Vorwort

Also um das mit der Phantastik in Übereinklang zu bringen wird’s ein bisschen dauern (speziell bei meinem SUB). So sei das Buch hier vorgestellt – eine allfällige  Besprechung gibt’s später…

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Andreas Martin Widmann
  • Kontrafaktische Geschichtsdarstellung
  • Untersuchungen an Romanen von Günter Grass, Thomas Pynchon, Thomas Brussig, Michael Kleeberg, Philip Roth und Christoph Ransmayr
  • Winter, Heidelberg (2009)
  • Studien zur historischen Poetik, Band 4
  • gebundene Ausgabe
  • 398 Seiten
  • ISBN 9783825356101

Kleinster Preis: € 15,01, größter Preis: € 42,00, Mittelwert: € 33,00

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine

  • [Artikel] Kontrafaktische Geschichte in der WIKIPEDIA

    In der kontrafaktischen Geschichte (lateinisch: contra facta‚ „entgegen den Tatsachen“), auch virtuelle Geschichte oder Uchronie genannt, wird auf Grundlage der durch Quellen gesicherten Faktenlage von Geschichtswissenschaftlern mithilfe von kontrafaktischen Konditionalsätzen kontrolliert spekuliert, was geschehen wäre, wenn bestimmte historische Tatsachen nicht oder anders eingetroffen wären[…] Auszug Artikel


  • [Rezension] Non prodesse, sed delectare -Richard J. Evans’ Kritik an kontrafaktischer Geschichtsschreibung – von Eva-Maria Konrad – literaturkritik.de

    Richard J. Evans, der sich nicht zuletzt durch seine ebenso umfangreiche wie beeindruckende Trilogie Das Dritte Reich als Kenner der deutschen Geschichte erwiesen hat, hat sich mit seinem neuen Buch auf ungewohntes Terrain vorgewagt: Mit Altered Pasts, das nun auch auf Deutsch erschienen ist, wendet er sich der kontrafaktischen Geschichtsschreibung zu und unterzieht dieses Genre, das in den letzten 20 Jahren einen nie dagewesenen Boom erlebt hat, einer kritischen Analyse.[…] Auszug Artikel


  • [Artikel] Gegen alle Fakten –Kontrafaktische Geschichte befasst sich mit Annahmen – und wird mitunter für Geschichte gehalten. – wienerzeitung.at

    Geschichte, davon sind nahezu alle seriösen Historiker überzeugt, lässt sich nur aus gebührendem zeitlichen Abstand objektiv schreiben. Selbst das gelingt nicht immer. Mitunter aber wird Geschichte völlig bewusst gegen die Fakten erzählt. Kontrafaktische Geschichte kann im besten Fall ein spannendes Gedankenexperiment sein, sie kann aber, im schlechtesten Fall, bis zur Geschichtsfälschung führen. Dann nämlich, wenn die Spekulation als Tatsache ausgegeben, die Uminterpretierung von Fakten nicht als solche ausgewiesen wird.[…] Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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