Sonja Schmid: Im Netz der Filmgenres: The Lord of the Rings“ und die Geschichtsschreibung des Fantasygenres


Im Netz der Filmgenres

Cover-Ansicht

„The Lord of the Rings“ und die Geschichtsschreibung des Fantasygenres

Was haben Peter Jacksons Verfilmung von „The Lord of the Rings“ und Disneys „Mary Poppins“ gemeinsam? Welche Rolle spielt der ehemalige US-Präsident Georg W. Bush für Jacksons Trilogie? Und wie lassen sich solche Filme genrehistorisch betrachten? Sonja Schmid entwickelt ein vernetztes Modell der Geschichte von Filmgenres, das Werke nicht länger in fixe historische, politische oder gesellschaftliche Kontexte presst. Stattdessen trägt dieses Modell den vielfältigen Prozessen und Dynamiken Rechnung, die zur Entstehung eines Werkes beitragen. Am Genre „Fantasy“ und insbesondere an Jacksons „The Lord of the Rings“ veranschaulicht Schmid die Anwendung dieses Modells. Dabei zeigt sie, wie sich die Filmreihe und das sich um die Produktion rankende dichte Netzwerk, die unterschiedlichen Faktoren und Interessen simultan untersuchen sowie die zahlreichen historischen Fäden und Verknüpfungen, die eben jenes Netz bilden, nachverfolgen lassen.
(Quelle: Amazon Artikelbeschreibung)
Siehe auch: Phantastisch! 56, Seite 65

 

  • Gebundene Ausgabe: 294 Seiten
  • Verlag: Tectum; Auflage: 1., Aufl. (22. Januar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3828832962
  • ISBN-13: 978-3828832961
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,6 x 2,7 cm

 

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  1. #1 von t.sebesta am 10. Januar 2015 - 14:30

    Gut, der Stoff des vorliegenden Buches ist kein leichter (zumindest für mich).Noch dazu eigentlich eher auf das Medium Film bezogen denn auf Literatur. Aber natürlich kann sich eine Arbeit, die sich mit den Filmen von Peter Jackson „Herr der Ringe“ auseinandersetzt, nicht von der literarischen Vorlage loslösen.

    Das führt zu der Frage, ob sich die Erkenntnisse von Sonja Schmid auch auf die literarische Version des Genres umlegen lassen. Das Werk ist ja brandneu und es sind mir noch keine Reaktionen von Literaturtheoretiker bekannt. Für mich jedenfalls ist die Arbeit stimmig und bringt neue Betrachtungsweisen hervor, die jedenfalls zur Kenntnis genommen werden müssen.

    Die Lektüre des Buches hat mich darin bestärkt, die mir eigene sehr strenge Kategorisierung der Genres doch mit anderen Augen zu sehen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, in wie weit diese Arbeit auch auf die rein literarische Genrebestimmung zutreffen kann. Gibt es auch in der Literatur einen Ansatz wie die „New Film History“ und einer „dynamisch-vernetzten Genre-Geschichtsschreibung“?

    Alles in allem verdient dieses Buch Beachtung. Es bietet eine Menge Material um sich intensiv mit dem Thema Genrebestimmung auseinanderzusetzen. Schade ist, dass die englischsprachigen Zitate nicht in einer Übersetzung mitgegeben werden. Dieses Manko ist dem Buch jedoch nicht als Einzigem anzukreiden. Positiv ist auch der Preis, der für ein Buch dieser Art mit rund 30,00 Euro eher auf der billigeren Seite liegt.

    Ernüchternd finde ich auch, wenn man die Bibliographie durcharbeitet, die drückende Überzahl an fremdsprachiger Quellenliteratur. Auch die Aktualität spricht gegen den deutschen Sprachraum – leider.

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