Johannes Schmidl: Energie und Utopie


Energie und Utopie

Heute zufälligerweise beim Stöbern entdeckt. Könnte ja auch vielleicht den Einen oder Anderen interessieren. Es kommt natürlich eher aus der technischen Ecke, aber vielleicht gibt es ja auch sekundärliterarisch etwas her?

… Die zumindest 500-jährige europäische Tradition des utopischen Denkens – beginnend bei Thomas Morus’ namensgebender Utopia (1516) und Francis Bacons Nova Atlantis (1624) – hat von Anfang an versucht, Knappheit in verschiedensten Formen zu bewältigen. Obwohl es unseren Energiebegriff erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt, lösen einige dieser alten utopischen Vorschläge auf geradezu verblüffende Weise aktuell brennende Energieprobleme. Sie pendeln dabei zwischen zwei gegensätzlichen Konzepten: zwischen erzwungener Maßhaltung und dem Geschenk des Überflusses. Aber da Ersteres ohne Überwachung und Reglementierung von oben und Zweiteres ohne Belastung von Natur und Umwelt kaum zu haben ist, wohnt den Utopien immer schon eine dystopische, zerstörerische Seite inne. Energie und Utopie von Johannes Schmidl stellt den vom Menschen erhobenen materiellen Ansprüchen an das globale System und den daraus resultierenden Bedrohungen die unbescheidensten, radikalsten und weitreichendsten Entwürfe für Alternativen und Bewältigungsstrategien gegenüber, die sich Menschen – als Utopien – ausgedacht haben. Wenn historische Utopien einige der dringendsten Energieprobleme, mit denen wir uns herumschlagen, zumindest im Gedankenexperiment nachhaltig lösen, so bleibt uns dennoch am Ende eine Frage nicht erspart – nämlich: Wollen wir überhaupt eine Lösung? (Quelle: Amazon)

  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: Sonderzahl (März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3854494122
  • ISBN-13: 978-3854494126
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,2 x 3,2 cm

Johannes Schmidl, geboren 1963 in Lienz/Osttirol, aufgewachsen im Oberkärntner Mölltal. Studium in Graz (Physik, Philosophie) und Wien (Technischer Umweltschutz). Seit zumindest 20 Jahren mit verschiedenen Aspekten des Themas »Energie« befasst, wissenschaftlich, beratend, lobbyierend, u. a. von 1993 bis 1995 (mit Unterbrechungen) für die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit in Nepal, 2001 in Tibet (für Eco-Himal Italia). Ö1 Essaypreis 2000. Buchpublikation: Die Kalte Fusion (Roman, 2009). Lebt mit seiner Familie in Wien. (Quelle: Amazon)

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